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  1. #1
    Matthia
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    Neuling

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    Schreiberin als Erstcharacter?

    So, dann will ich meinen zugegebenermaßen vor allem gewandungstechnisch noch nicth ganz ausgereiften Character mal vorzustellen.

    Matthia Schäfer ist als fünfte von acht Kindern in eine Bauernfamilie geboren. Da das ihren Eltern einfach zu viele Mäuler zu stopfen wurden, wurde sie in ein Kloster zu einem Haufen Nonnen gegeben, wo sie sich als halbwegs intelligent herausgestellt hat und daher Lesen, Schreiben, Latein und etwas Altgriechisch gelernt hat. Allerdings hatte sie mit 15 keine Lust, einen Eid abzulegen und ihr Leben lang Nonne zu bleiben, daher hat sie sich entschlossen, das Kloster zu verlassen und sich als Schreiberin selbstständig zu machen. Momentan zieht sie durch die Gegnd und lebt von Gelegenheitsaufträgen, sie hätte allerdings auch nichts gegn eine feste Anstellung in einer Bibliothek oder bei einem Gelehrten.
    Wie gesagt, Matthia ist nicht dämlich, allerdings etwas blauäugig bis weltfremd (kein Wunder wenn man den Großteil seines Lebens in einem Kloster lebt...). Bei ihrer Entscheidung, das Kloster zu verlassen, hat ganz sicher auch eine gewisse Abenteuerlust eine Rolle gespielt, allerdings ist sie nicht so dumm, sich in Kämpfen beweisen zu wollen.

    So, das wars mal mit Char-Geschichte. Ich hab zwar alle magischen Artefakte und geheimen adligen Abstammungen weggelassen, aber wenn irgendwas nicht stimm: Auf es mit Gebrüll!

    Gewandungstechnisch hatte ich bis jetzt an entweder an ein Unterkleid mit engen Ärmeln und eine ärmelloses Überkleid / Höllenfensterkleid ( aber war das nicht nur was für den Adel) ODER eine Gewandung mit Hose und einer Art Weste gedacht, aber ich habe ehrlich nicht die geringste Idee, wie eine Frauenhose aus dem Mittelalter aussehen soll (könnte dran liegen, dass Frauen keine Hosen trugen - oder bin ich da jetzt ganz falsch...?)
    Was wohl auf jeden Fall dazu kommt, ist ein Hut, bis jetzt wohl so in der Art, eventuell mit einer kleinen Feder dran, nichts Großartiges, Taube oder so...
    Was auf jeden Fall geplant ist, ist ein Schreibbrett und verschiedene Kisten und Kästen für Siegellacke, Pigmente, Federhalter, Tinte, evtl. Blattmetall und Papier (logisch).
    Ansonsten kriegt sie entweder ein Schultertuch mit Spange vorne oder ein Cape (ich hab sogar eins, ist allerdings ein EX-Theater-Requisit und daher aus einer Art Strick-Stretch - heißt das so? Keine Ahnung ,es sieht jedenfalls so aus...), einfache Schuhe und wahrscheinlich noch einen Wanderstock mit fester (Metall?-)Spitze.

    Ich würde mich persönlich jetzt nicht gerade als näherfahren bezeichnen, allerdings will ich bis jetzt alles selber machen. Wird schon funktionieren. Und wenn nicht wird halt so lange probiert, bis es geht...

    Wäre lieb, wenn ich ein paar Rückmeldungen kriegen würde - und ansonsten: Keine Gnade mit dem Neuling
    Komm jetzt, wir machen nen Herr der Ringe Marathon!

  2. #2
    Kelmon
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    Re: Schreiberin als Erstcharacter?

    Zitat Zitat von Matthia
    Matthia Schäfer ist als fünfte von acht Kindern in eine Bauernfamilie geboren. Da das ihren Eltern einfach zu viele Mäuler zu stopfen wurden, wurde sie in ein Kloster zu einem Haufen Nonnen gegeben, wo sie sich als halbwegs intelligent herausgestellt hat und daher Lesen, Schreiben, Latein und etwas Altgriechisch gelernt hat. Allerdings hatte sie mit 15 keine Lust, einen Eid abzulegen und ihr Leben lang Nonne zu bleiben, daher hat sie sich entschlossen, das Kloster zu verlassen und sich als Schreiberin selbstständig zu machen. Momentan zieht sie durch die Gegnd und lebt von Gelegenheitsaufträgen, sie hätte allerdings auch nichts gegn eine feste Anstellung in einer Bibliothek oder bei einem Gelehrten.
    Wie gesagt, Matthia ist nicht dämlich, allerdings etwas blauäugig bis weltfremd (kein Wunder wenn man den Großteil seines Lebens in einem Kloster lebt...). Bei ihrer Entscheidung, das Kloster zu verlassen, hat ganz sicher auch eine gewisse Abenteuerlust eine Rolle gespielt, allerdings ist sie nicht so dumm, sich in Kämpfen beweisen zu wollen.
    Ein paar Anmerkungen:
    - "Latein" und "Altgriechisch" dürfte es in einer Fantasywelt vermutlich nicht geben, zumindestens nicht unter diesen Namen. Falls Du diese Sprachen ohnehin OT nicht beherrscht: Lass es einfach weg.
    - Wenn Kloster und Nonnen, welche Religion? Es empfiehlt sich ganz stark, keine realweltlichen Religionen wie z.B. das Christentum hier reinzubringen.
    - Damit zusammenhängend: Üblicherweise würde man im Kloster wohl primär religiös erzogen, und sekundär zur Schreiberin gemacht. Und wenn man jahrelang im Kloster lebt und mit diesen Leuten quasi aufgewachsen ist, wäre da vermutlich doch ein besserer Grund als "Kein Bock" nötig, daß man komplett mit seinem bisherigen Leben bricht. Aber gut, Abenteuerlust, passt schon irgendwie. Nur wäre es schön, wenn die (vermutlich) erworbene Religiösität oder wenigstens das Wissen darum dann auch im Spiel anzutreffen ist. Sei es, daß Du ein religioses Symbol mit Dir rumträgst oder jeden Morgen bzw. vor jeder Mahlzeit betest.


    Gewandungstechnisch hatte ich bis jetzt an entweder an ein Unterkleid mit engen Ärmeln und eine ärmelloses Überkleid / Höllenfensterkleid ( aber war das nicht nur was für den Adel) ODER eine Gewandung mit Hose und einer Art Weste gedacht, aber ich habe ehrlich nicht die geringste Idee, wie eine Frauenhose aus dem Mittelalter aussehen soll (könnte dran liegen, dass Frauen keine Hosen trugen - oder bin ich da jetzt ganz falsch...?) [...]
    Ansonsten kriegt sie entweder ein Schultertuch mit Spange vorne oder ein Cape (ich hab sogar eins, ist allerdings ein EX-Theater-Requisit und daher aus einer Art Strick-Stretch - heißt das so? Keine Ahnung ,es sieht jedenfalls so aus...)
    Sehen wir mal von nordischen Völkern im Frühmittelalter und den Schamlatzhosen im Spätmittelalter ab, wurden im Mittelalter auch von Männern keine Hosen im heutigen Sinne getragen. Das muß Dich aber nicht daran hindern, das zu tun.
    Wichtig wäre für Dich, wenn ich die Auswahl so lese, daß Du Dir erstmal einen einheitlichen Kleidungsstil aussuchst, bevor Du aus diesem die Kleidung selbst zusammenstellst. Den kann man sich zwar selbst ausdenken, am Anfang würde ich aber eher empfehlen, entweder auf historische, oder auf (brauchbare!) phantastische Vorlagen zurückzugreifen. Ich sage brauchbar, weil bei weitem nicht jeder Künstler, der Fantasy-Figuren malt, einen Sinn für funktionierende Kleidung hat.

    Bei einer nicht-kämpferischen Schreiberin, die vermutlich eher in Bibliotheken als in Wäldern rumläuft (zumindest theoretisch) würde ich mich übrigens eher an Frauen- als an Männermode orientieren. D.h. eher Kleider als Hosen.
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  3. #3
    Jutschu
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    Re: Schreiberin als Erstcharacter?

    Zitat Zitat von Kelmon
    Nur wäre es schön, wenn die (vermutlich) erworbene Religiösität oder wenigstens das Wissen darum dann auch im Spiel anzutreffen ist. Sei es, daß Du ein religioses Symbol mit Dir rumträgst oder jeden Morgen bzw. vor jeder Mahlzeit betest.
    Das ganze könnte man aber auch rebellisch umdrehen und als Abneigung gegen organisierte Religion mit ins Spiel einbringen - vielleicht auch dann mit ein Grund für die Abenteuerlust.

    Ansonsten schließe Ich mich Kelmon aber an: Such dir eine IT-Religion für das Kloster (am besten eine bereits existente und bekannte), lass die OT-Sprachen raus und ein Kleid passt mMn besser zur friedlichen Schreiberin.

    Und der Hut ist hübsch.
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

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  4. #4
    Kelmon
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    Re: Schreiberin als Erstcharacter?

    Zitat Zitat von Jutschu
    Das ganze könnte man aber auch rebellisch umdrehen und als Abneigung gegen organisierte Religion mit ins Spiel einbringen - vielleicht auch dann mit ein Grund für die Abenteuerlust.
    Warum sollte man in einer Fantasy-Welt, in der beweisbar Religion "funktioniert", gegen diese rebellieren? Weil man gerne vom Blitz getroffen wird?
    Für Fantasy-Welten sehe ich da eher ein "Mein Gott ist stärker als Deiner" als plausibel an, wenn es um die Auflehnung gegen irgendeinen Glauben geht. Oder dessen weltliche Vertreter.

    Wahlweise könnte es auch einfach unzufriedenheit damit sein, wie irgendein Aspekt des Klosters geführt wurde - zu streng, zu erdrückend, zuwenig Kohl in der Kohlsuppe, etc.
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  5. #5
    Gerwin
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    Kann man sicher machen mit der Rebellion. Aber ganz ehrlich, das würde vielleicht passen wenn es im Larp weitgehend organisiert-strukturierte Religionen gäbe. Aber es gibt eh schon recht viel Atheisten/Rebellen und Co.

    Ausserdem hat Kelmon mit seinen Argument weg. Wenn der liebe Gott dafür sorgen würde das "Darwinisten" regelmässig bestraft würden gebe es bald keine Darwinisten mehr.

    edit: Die Kleidfrage ist denke ich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn du dich in Männerkleidung wohler fühlst (manche Frauen tragen ja OT fast nie ein Kleid) zieh halt Männerkleidung an. Daran wird sicher keiner meckern.

  6. #6
    M. Holconia
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    Grünschnabel

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    *reinhusch*
    Ich kann mich den beiden Herrschaften nur anschließen: Kleid.

    Ich hab selber eine Zeit lang ne Schreiberin gespielt und war äußerst zufrieden mit engem Unterkleid und Überkleid in mi-parti. Kämpfen ging zur Not damit auch super.
    Wichtig bei der Kleiderwahl: enge Ärmel, die dir nicht ins Tintenfass hängen können. Außerdem würd ich tatsächlich ne Farbe aussuchen, auf der man Tintenflecken nicht so sieht (außer das gehört zum Konzept. Meine Kleidung war grün weiß - die Landesfarben - und nachdem die Dame ohnehin etwas ungeschickt war fand ich Tintenflecken auf der Kleidung super passend. Dagegen tun können hätt ich aber so oder so nichts ...).

    Was den Hintergrund angeht: Du bist ja auf der Suche nach ner Gruppe (und ich bin dabei, mich umzuhören, wo es im Raum Augsburg Leute gibt, die auch gerne Minderjährige aufnehmen. Die gibts nämlich durchaus, soweit ich weiß). Wenn du die gefunden hast, such dir einen Hintergrund in deren Umfeld. Wenn die Klöster im Hintergrund haben, die zu deinem Konzept passen, super. Wenn nicht kannst du sicher was anderes passendes finden.
    Gelehrte werden normalerweise gerne gesehen.

    Ein Wort zum Konzept: Bedenke: auf einigen Cons gibt es "Geheimschriften", die es zu entschlüsseln gilt (meistens ist das nur eine andere Schriftart, keine Sprache). Als Gelehrte/Schreiberin bist du prädestiniert, dir die Aufgabe aufhalsen zu lassen, die zu übertragen. Du solltest also an sowas Spaß haben (und idealerweise auch einigermaßen geschickt darin sein). Manche Leute fangen einen Schreiber an und stellen dann fest, dass sie zwar gerne schreiben, aber nicht so gerne rätseln ... Andererseits lernt man dabei meistens auch leichter Leute aus anderen Gruppen kennen.

  7. #7
    Jutschu
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    Re: Schreiberin als Erstcharacter?

    Zitat Zitat von Kelmon
    Warum sollte man in einer Fantasy-Welt, in der beweisbar Religion "funktioniert", gegen diese rebellieren? Weil man gerne vom Blitz getroffen wird?
    Verdammt, daran hatte ich Depp nicht gedacht! *facepalm* Ich gebe mich geschlagen.
    Wo man singt, da lass dich ja nicht nieder - denn diese Biester singen immer wieder.

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  8. #8
    Matthia
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    Schade, da hätt ich mal gedacht drei Jahre Altgriechisch und acht jahre Latein hätten doch was gebracht aber was solls, ist wohl besser ohne OT Sprachen.
    Dass ich nicht laut rumgebrüllt hätte: "Hey, ich war auf einem christlichen Kloster, und ich hasse alle Polytheisten!" ist irgendwie logisch - aber wenn ich mich einer Religion anschließe, dann wohl den Ceriden. Das kommt dem, was ich bis jetzt kenn, ziemlich nahe, und mit ein bisschen einlesen sollte das nicht soooo schwer einzubauen sein. (Interessant ist nur, dass die Ceriden ihren sämtlichen Fachbegriffe, z.B. caelum und luxarium ziemlich direkt aus dem Lateinischen ableiten - und die Teilbücher ausgerechnet „colloquium cum dei“, „iudicium dei“ und „voluntas dei“ zu nennen, ist da auch irgendwie komisch...)
    Grund des Austritts: kein besonderer. Nur weil ich nicht Nonne werden will, heißt das nicht, dass ich ein definitives Problem mit dem Glabuen hab. Mit 15 / 16 hat man dann doch andere Pläne. Das heißt ja nicht, dass Matthia kein religiöser Mensch ist. Ich bin ja schließlich auch Christ, obwohl ich mich nicht jedem Kreuz zu Füßen schmeiß...

    Was die Gewandung angeht hab ich mich jetzt definitiv für Cotte und Surcot entschieden. So in die Richtung von der Frau links, nur mit Gürtel (so gerne ich Kleider trage - wenn ich permanent auf die Schnauze fall, weil ich in den Stoffmassen verloren geh und sie nicht zusammenfassen / bändigen kann, krieg ich nen Anfall. Mal ganz davon abgesehen, dass Fallen mit einem Tintenfässchen wirklich keine gute Idee wäre )

    Farbschema wird sich wohl im Naturweiß-Blauen halten, soll heißen weiße Cotte und ein Taubenblau-Graues Surcot (der/die/das Surcot?) Der Hut kriegt dann allerdings was kontrastfarbiges, sonst wirds langweilig...
    Kistentechnisch hab ich beschlossen, diese Sperrholzkisten zu nehmen, die man im Bastelgeschäft kaufen kann, und die dann entsprechend zu bearbeiten - mit Beize und Antiklack müsste da doch was zu machen sein, oder?

    Zum Thema Codes und Geiehimschriften: Immer her damit (auch wenn es dann passieren kann, dass ich mich in irgendwas verbeiß und für längere Zeit nicht mehr anprechbar bin... )

    Achso - wenn OT-Bezüge nicht so gewünscht sind (siehe Latein etc.): darf ich dann Fraktur oder Altdeutsche schreiben?[/img]
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  9. #9
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Matthia
    Schade, da hätt ich mal gedacht drei Jahre Altgriechisch und acht jahre Latein hätten doch was gebracht aber was solls, ist wohl besser ohne OT Sprachen. [...]
    (Interessant ist nur, dass die Ceriden ihren sämtlichen Fachbegriffe, z.B. caelum und luxarium ziemlich direkt aus dem Lateinischen ableiten - und die Teilbücher ausgerechnet „colloquium cum dei“, „iudicium dei“ und „voluntas dei“ zu nennen, ist da auch irgendwie komisch...) [...]
    Achso - wenn OT-Bezüge nicht so gewünscht sind (siehe Latein etc.): darf ich dann Fraktur oder Altdeutsche schreiben?
    Ich glaube, Du hast mich falsch verstanden: Es geht nicht darum, daß Du nicht das beherrschts/benutzt, was in der Realwelt "Latein" heißt, Du solltest es nur nicht im Spiel "Latein" nennen.
    In Aventurien (Das Schwarze Auge) heißt das Latein-Äquivalent beispiesweise "Bosparano", benannt nach der Stadt Bosparan, die widerum in einigen Aspekten das Spielweltliche Äquivalent zum realen Rom darstellt.
    Ich bin mir recht sicher, daß das Ceridentum auch seinen eigenen Namen für ihr "Kirchenlatein" hat.

    Was die Gewandung angeht hab ich mich jetzt definitiv für Cotte und Surcot entschieden. So in die Richtung von der Frau links, nur mit Gürtel (so gerne ich Kleider trage - wenn ich permanent auf die Schnauze fall, weil ich in den Stoffmassen verloren geh und sie nicht zusammenfassen / bändigen kann, krieg ich nen Anfall. Mal ganz davon abgesehen, dass Fallen mit einem Tintenfässchen wirklich keine gute Idee wäre Confused ) [...]
    Farbschema wird sich wohl im Naturweiß-Blauen halten, soll heißen weiße Cotte und ein Taubenblau-Graues Surcot (der/die/das Surcot?)
    Die Kleidung auf dem Bild ist auch die höfische Variante, eben in Überlänge, so daß man sie zum gehen raffen muß. Es ist kein Problem, eine praktischere, weniger lange und engere Version zu nähen. Ein Gürtel gehört natürlich so oder so dazu, nur wird der in diesem Fall über der Cotta und unter dem Surcot getragen. (Weswegen auch Schlitze in der Kleidung aufkamen, um an die Dinge am Gürtel zu gelangen ohne den Surcot auszuziehen).
    Bei der Farbgebung würde ich, wenn Du nicht ärmlich/bäuerlich wirken willst, von einer Cotta in Wollweiß abraten. Vergiss nicht, daß Du bei sommerlicher Wärme ja sicher auch gerne mal auf den Surcot verzichten willst. Und dann sind da noch die auf Weiß hervorragend zu sehenden Tintenflecken...

    Dass ich nicht laut rumgebrüllt hätte: "Hey, ich war auf einem christlichen Kloster, und ich hasse alle Polytheisten!" ist irgendwie logisch - aber wenn ich mich einer Religion anschließe, dann wohl den Ceriden. Das kommt dem, was ich bis jetzt kenn, ziemlich nahe, und mit ein bisschen einlesen sollte das nicht soooo schwer einzubauen sein.
    Grund des Austritts: kein besonderer. Nur weil ich nicht Nonne werden will, heißt das nicht, dass ich ein definitives Problem mit dem Glabuen hab. Mit 15 / 16 hat man dann doch andere Pläne. Das heißt ja nicht, dass Matthia kein religiöser Mensch ist. Ich bin ja schließlich auch Christ, obwohl ich mich nicht jedem Kreuz zu Füßen schmeiß...
    Davon abgesehen, daß das Ceridentum nur einen einzigen Nonnenorden hat, passt dieser zu Deinem Charakter eigentlich hervorragend: Die Lucretianerinnen ist sehr Bildungsorientiert. Deine Herkunft wäre dann natürlich sinnvollerweise wohl Friedland oder Avarien, wobei ich Dir vom Kleidungsstil her dann Avarien empfehlen würde (Orientiert am 14. Jhd).

    Nebenbei sehr interessant, wie Du mit 16 schon 8 Jahre Latein gelernt hast
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  10. #10
    Matthia
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    Ich bin mir recht sicher, daß das Ceridentum auch seinen eigenen Namen für ihr "Kirchenlatein" hat.
    gibt es hier im Forum überzeugte Ceriden, die sowas Wissen? Bis jetzt hab ich nämlich keinen expliziten Namen gefunden - was allerdings auch an meinem Anfängertum liegen kann...

    Bei der Farbgebung würde ich, wenn Du nicht ärmlich/bäuerlich wirken willst, von einer Cotta in Wollweiß abraten.
    Zwei verschiedene Blautöne mit Kontrastborten, die zum Hut passen, an den Ärmeln / dem Halsausschnitt? Oder blau/gelb (wobei ich irgendwann mal gehört zu haben glaube, dass gelb generell Hurenfarbe war... - allerdings stützt sich das doch nur auf eine einzige Quelle, oder? Argh, Verwirrung )

    Gut, dann werd ich also Ex-Lucretianerin. Und grund genug, nicht Nonne werden zu wollen, gibts auch:
    Die Frau im Ceridentum
    Und Daimon sprach zur Frau: „Ich werde dir zeigen und geben die große Herrlichkeit und Mächtigkeit, die euch der Gott verwehrt. Folge mir und nimm diese Gabe an.“ Und die Frau folgte ihm.
    Auf diese Stelle in Hilarius’ Schriften stützt sich die Stellung der Frau im Ceridentum und der Umgang mit allem Weiblichen. Die Frau gilt als schuldig am Fall der Menschen, da sie sich von Daimon verführen ließ und den Mann mit in den Abgrund riß. Die Kirche ist deshalb der Meinung, dass die Frau dem Manne zwar nicht unbedingt unterstellt ist, dass jedoch eine Erbschuld ob dieser Tat auf ihr lastet und sie so keinen gleichen Stand verdient hat. Alles Weibliche gilt als sündig und unrein und muß vom frommen Priester gemieden werden. Auch das Volk soll sich möglichst fern vom Weibe halten und ihr nur in der Ehe nahe kommen, zu dem Zwecke, dass der Mensch die Welt auch weiter regieren kann, indem er Nachkommen hat, und so Seinen Willen erfüllen kann. Jedoch ist den Angehörigen des Klerus verboten, eine Frau zu ehelichen, da sie sich so Seinem Zorn aussetzen würden und nicht mehr rein wären.
    http://www.heligonia.de/ceriden/index.html#frau
    Die Einstellung ist vielleicht Mittelalterlich korrekt, aber nicht zum Aushalten. Ich habe beim besten Willen keine Lust, in einem Kloster die Aussätzigen zu pflegen, nur weil mir ein (männlicher!) Obermufti sagt, dass ich Schuld an der Sünde bin. Jaja, das liebe Patriarchat (auf das man aber blos nicht schimpfen soll... ) Grund ist also: Generell einverstanden mit dem Glauben, in manchen Punkten aber definitiv unzufrieden...

    Nebenbei sehr interessant, wie Du mit 16 schon 8 Jahre Latein gelernt hast Wink
    Wenn man in der fünften Klasse angefangen hat und jetzt in der zwölften ist, geht das sehr gut... Griechisch war von 8-10... nicht immer so ungläubig (aber wenn ich als angeberische Saftsäckin rübergekommen bin, die so tut, als wär sie ganz was besonderes, und sich aufplustert wie ein Pfau, bitte ich hiermit um Entschuldigung, so was das nämlichganz sicher nicht geplant.)
    Komm jetzt, wir machen nen Herr der Ringe Marathon!

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