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  1. #1
    Yendor
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    Grünschnabel

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    "Geistkrieger" bzw. "Schamanenpaladin"

    Sali zäme,

    bin derzeit an nem neuen Charakterkonzept für mich und würd gern eure Meinung dazu hören. Is es denkbar…wenn ja/nein….warum? Und da ich noch ganz am Anfang damit stehe, bin ich natürlich für jegliche Tipps und Anregungen dankbar.

    Ich nenn den Typus mal „Geistkrieger“. Es soll eine Mischung aus Schamane und eben Kämpfercharakter sein (vielleicht ähnlich eines „Paladins“). Schwerpunkt soll eben auf dem Kämpferchar liegen, mit wenigen „Ritualsprüchen“, die das Kämpferdasein unterstützen (zB magische Rüstung). Als Hintergrund wäre evtl. was mit „Leibwache/Beschützer“ des Stammesschamanen zu machen. Ausgerüstet mit einem speziellen Schild (Schildkrötenpanzer, runenverziert) und einer rituellen Waffe (noch offen, entweder Hammer oder Axt mit Schildkrötenverzierung).

    Viel mehr Gedanken hab ich mir dazu noch nicht wirklich gemacht.

    Also…dann bin ich ma aufs Zerreissen und die Tipps gespannt...

    Liebe Grüsse aus der Schweiz,
    Frank

  2. #2
    Sidonus
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    Moin Yendor,

    Ich persönlich halte solche Kampfmagier/Paladine/"Geistkrieger" für sehr problematisch. Das hat mehrere Gründe. Zum einen die Vorurteile gegenüber solchen Charakteren. Viele Spieler winken bei der Erwähnung des Wortes Paladin oder Paladin-ähnliches schon ab. Hat halt folgenden Grund, da sehr viele Paladine (zumindest die ich gesehn habe) ihre Sache sehr sehr schlecht machen; Sprich schlechte Gewandung, pappnasiges Verhalten, overpowerte Zaubersprüche, die schlecht oder gar nicht ausgespielt werden, extrem fanatisches verhalten, was es einem unmöglich macht miteinander vernünftig ins Spiel zu kommen... etc.
    Und all diese "schlechten" Spieler verleiten dazu, dass man so ein Konzept ablehnt.

    Aber es gibt auch die Möglichkeit das Ganze gut aufzuziehen. Also wenn man den Fokus auf das Kämpfen legt und die magische Komponente dezent in den Hintergrund rücken lässt ist schon viel gewonnen. Weiterhin wichtig ist in meinen Augen eine recht große Gruppe, indem das Konzept gut funktioniert. Denn ein Schamane oder Kleriker einer Gottheit o.ä. ist ohne Glaubensgemeinschaft aufgeschmissen, besonders wenn die Gottheit o.ä. selbst ausgedacht ist und nur man selbst diese kennt.

    Hinzu kommt die Ausrüstung, die meiner Meinung nach auch eher dezent gehalten werden sollte. Klar soll man schon Hinweise an deiner Ausrüstung entdecken die einem sagen "Ah das ist anscheinend doch etwas mehr als Krieger XYZ", aber auch hier sollte man es nicht übertreiben, weil das dann wieder zu klischee-haft wird.


    Das wärs erstmal von meiner Seite.

    Gruß, Sidonus.

  3. #3
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    Entscheide dich einfach. Entweder Kämpfen oder Zaubern. Niemand mag eierlegende Wollmilchsäue.
    Intoleranter Besserlaper (Harter Kern)

  4. #4
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    Problematisch finde ich solche Kombinationen immer dann, wenn die "Gebiete" sich vermischen. Ein Paladin, der abseits vom Kampf Leute heilt oder ein Magier, der zusätzlich noch der beste Kartenspieler des Landes ist, ist eben ein gutes Stück verträglicher als ein Charakter der "hauptberuflich" kämpft und kampfunterstützende Magie wirkt.

    Davon ab sehe ich schamanistische Magie irgendwie auch mehr in der Ecke Mystik und Geister statt "Rüstung +3". Aber das mag meine persönliche Denkweise sein.

    Ich würde Dir wie Sidonius empfehlen, die magische Sache sehr in den hintergrund rücken zu lassen (wenn Du ohnehin Leibwächter für einen Schamanen bist kann der das schließlich erledigen) - oder umgekehrt vielleicht beim Kämpfen zurückstecken. Heißt, daß du eben wirklich nur Leibwächter bist, der sich nicht in Schlachten stürzt, sondern eben nur seinen Herrn verteidigt, wenn nötig.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  5. #5
    Dutch
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    Schon gelesen?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schamanismus

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  6. #6
    Yendor
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    Erstmal danke an alle...bin auf weitere Resonanz gespannt...

    @Dutch: ja, hab ich...was willst mir damit sagen? Bitte etwas konkreter...danke!

    @Kelmon: das mit der Kampfunterstützenden Magie war vielleicht falsch ausgedrückt...zumal es sich ja nicht mal um Magie handelt sondern um ein Bitten an die Geister...
    Da ich mir eben die Schildkröte als Totemtier gedacht hab (hat sich mit der Truppe so entwickelt irgendwie) wäre das Ersuchen an mein Totem nach Schutz im Kampf nicht abwegig. Dachte höchstens noch an ein Waffenritual, quasi "segnen" und evtl noch an ein Heilritual. Das war's auch schon...

    Das mit dem "Leibwächter" sollte eher eine Erklärung für die Magie sein...warum er eben nur so wenig kann...bzw überhaupt was davon weiss...

    @Sidonus: Ich bin meist mit ner Gruppe unterwegs...einem "Naturvolk"...das passt also schon...

    @Awa: ich kenn eh keinen Niemand :P

  7. #7
    Sidonus
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    Waffensegen finde ich immer sehr problematisch. Zum einen, dass jeder Depp ankommen könnte und sagt "ich will, dass du meine Waffe segnest" und zum Anderen, dass du selber Gefahr laufen könntest zu vielen Leuten die Waffen zu segnen.
    Und ich muss sagen, ich bin grade etwas verwirrt. Du möchtest einen Schamanen/Krieger darstellen, der gut kämpfen kann und gleichzeitig noch Rituale draufhat, um Waffen zu segnen, Wunden zu heilen, magische Rüstung zu bekommen, etc. Da du ja grade geschrieben hattest, dass du in einer Gruppe aktiv bist, also dementsprechend wohl viele Krieger um dich hast, wäre es doch besser, wenn du deine Kampffertigkeiten zurückschraubst und wirklich nur unterstützend als Schamane unterwegs bist. So hast du diesen Paladin-Effekt nicht und kannst dich auf das schamanische bei deinem Schamanen konzentrieren. Das wirkt dann auch auf andere Spieler viel stimmiger als diesen Schamane-Krieger-Paladin Quatsch.

    Gruß Sidonus.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Yendor
    @Kelmon: das mit der Kampfunterstützenden Magie war vielleicht falsch ausgedrückt...zumal es sich ja nicht mal um Magie handelt sondern um ein Bitten an die Geister...
    Da ich mir eben die Schildkröte als Totemtier gedacht hab (hat sich mit der Truppe so entwickelt irgendwie) wäre das Ersuchen an mein Totem nach Schutz im Kampf nicht abwegig. Dachte höchstens noch an ein Waffenritual, quasi "segnen" und evtl noch an ein Heilritual. Das war's auch schon...
    Wie Du das IT erklärst ist vollkommen egal. Das kann genausogut die Kraft der Kristalle oder die Macht der Bohnenblähungen sein.

    Fakt ist doch, daß Du als primärer Kämpfer selbst magische Rüstung, Heilung und Waffensegen (man helfe mir da als nicht-Punktespieler aus - Schadenserhöhung?) wirken willst und andere Spieler diese Effekte eben auch so wahrnehmen. Was Dir vermutlich keine Freunde einbringen wird.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #9
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    Ich finde das Konzept nicht so schlecht, schließlich tauchen "übernatürliche Kämpfer" in relativ vielen Fantasyvorlagen auf, und das ganze wirkt auch nicht, als würde es den normalen Regelwerksrahmen sprengen. Außerdem bietet die Fantasyversion von schamanistischen oder animistischen Charakteren recht viele interessante Dinge, an die man darstellerisch anknüpfen kann. Anders als Sidonius würde ich da auch wenn dann dazu raten, darstellerisch ordentlich "auf den Putz zu hauen", also das ganze nicht subtil, sondern mit dem vollen Programm aus Talismanen, Tiki-Totems, Federn, Knochen, Kriegsbemalung oder was auch sonst immer zur gewünschten Kultur passt umzusetzen.

    Worauf ich allerdings achten würde, ist, den Charakter nicht zum profillosen Alleskönner zu machen, leider enden viele Hybridkonzepte so, dass es aussieht, als hätten sich die Leute jede nützliche Regelwerksfähigkeit untereinander auf den Charakterbogen geschrieben und dann irgendeine Story drumherumgehäkelt.
    Also wenn regelwerkstechnische Magieeffekte, dann begrenzt und gut dargestellt, nicht Lederrüstung und Feuerball und Furcht und Alchemie und Heilkunde.

  10. #10
    Sidonus
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    Zitat Zitat von Cartefius
    Anders als Sidonius würde ich da auch wenn dann dazu raten, darstellerisch ordentlich "auf den Putz zu hauen", also das ganze nicht subtil, sondern mit dem vollen Programm aus Talismanen, Tiki-Totems, Federn, Knochen, Kriegsbemalung oder was auch sonst immer zur gewünschten Kultur passt umzusetzen.
    Naja also da hast du mich etwas missverstanden. Das mit dem zurückschrauben des magischen Anteils war nur darauf bezogen wenn man primär einen Kämpfer will. Wenn man sich dagegen voll und ganz auf den Schamanen als solchen konzentriert kann man natürlich das volle Programm fahren wie du es oben beschrieben hast.

    Mein Rat ist es sich halt von diesem Hybridkonzept in dieser Form Abstand zu nehmen und sich auf eine Sache zu konzentrieren.

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