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Ergebnis 11 bis 14 von 14

Thema: Korsar 17.Jh.

  1. #11
    Gerwin
    Gerwin ist offline
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    Aber da hast du recht, es könnte schwer werden. Eventuell mach ich auch auf den Sohn eines Überläufers mit einer Nordafrikanerin (Es gibt einige Beispiele von Europäern, die um der Gefangenschaft zu entgehen den Islam annahmen und dann teilweise das Kommando über mehrere Schiffe übernahmen und Plünderungszüge anführten).
    Gleiche Frage wie oben, warum so tragisch? Erstens, warum muss dein Charakter ein Mischling sein? Ich vermute dass du im realen Leben Eltern zweier Ethnien hast. Das erkennt man aber meist als Aussenstehender nicht wirklich.

    Zweitens gab es ja durchaus diverse Möglichkeiten einer Partnerschaft ohne viele Tragik. Wenn du das ganze nicht IT thematisieren willst rate ich zu einer normalen Partnerschaft eines Moslems mit seiner Frau. Willst du erklären warum du "nicht ganz so mächtig bist" wie du es nach deiner Herkunft sein könntest, dann war es eben die Dritt/Viertfrau.

    Und doch, für gewöhnlich nehmen es Moslems mit der Religion SEHR genau. Nur ist der Islam (wie jede Weltreligion) eine Religion die man in viele Richtungen "interpretieren" kann. Und somit auch als religiöser Mensch sein Fähnchen nach den aktuellen Wind richten. Aber das weißt du vielleicht besser.

  2. #12
    Abu Saif
    Abu Saif ist offline
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    Stimmt ja, bin halb Araber-Österreicher.
    Hab einfach in die Richtung überlegt, weil ich dachte es würde sich irgendwie anbieten, immerhin gab es das historisch gesehen oft.
    Und wirklich tragisch sind mir solche Biographien nie vorgekommen.
    Die Veranstaltung soll das Setting des Alatriste Films einfangen. Und da dachte ich mir das Söldner, die ihr Fähnchen immer shcön mit dem Wind drehen eigentlich gut reinpassen.
    Das ist zwar nicht so wirklich passend für die meisten High-Fantasy Settings, aber doch recht historisch Korrekt.

    Die Religion wurde glaub ich in Nordafrika nie so genau genommen wie in Arabsichen Kernland.
    Aber generell war man Historisch mit der Auslegung recht kreativ und hat halt darauf geachtet, dass sie immer den aktuell gewünschten politischen und militärischen Kurs legitimiert hat. Das wurde noch erleichtert, weil es ja keine Zentrale Instanz wie etwa den Papst gab, die einem dabei auf die Finger klopfen konnte.
    Wie religiös die Berberesken genau waren muss ich noch nach recherchieren (plane das in den Semesterferien zu tun, in der UB sollte sich da was finden lassen).
    Aber wenn man sich ihr Verhalten so ansieht, dann waren doch andere Faktoren wichtiger.
    Der Eindruck, dass Muslime ihre Religion extrem genau nehmen ist aus meiner SIcht eher einer der Modernen Zeit, der der Tatsache geschuldet ist, dass wir unsere Religion heute kaum noch ernst nehmen, in den letzten hundert jahren extrem konservative islamische Strömungen entstanden oder sehr stark geworden sind und außerdem viele, heute irrational erscheinende Verhaltensmuster (Stichwort - Ehrbegriff) als religiös gesehen werden, obwohl sie eher aus der jeweiligen Gesellschaft heraus entstanden und damals auch in Europa ncihts ungewöhnliches, sondern eher ganz normal waren.
    Aber das geht jetzt schon sehr weit vom eigentlichen Thema weg.

    Ich habs mir halt so vorgestellt - einige Sachen verweigert der Char (Alkohol, Schweinefleisch, Kirchen betreten, einem Kreuz achtung erweisen), andere sind für ihn voll ok (Mit Christen gegen andere Konspirieren, Muslime übern Tisch ziehen) und manche werden sehr fadenscheinig religiös legitimiert (Spanier ausrauben, weil die vor 300 JAhren Granada erobert haben). Er könnte also mit dem einen europäischen Charakter gut freund sein, während er den anderen als Ungläubigen beschimpft. (Was ich nie außerhalb von geschlossenen Veranstaltungen tun werde, bei anderen lass ich die Religion weg)

    Ich muss dazu sagen, ich hätte nicht so einen schwierigen Charakter gewählt, wenn er mir nicht von der Leitung vorgeschlagen worden wäre und ich bei der Umsetzung und planung so auch mit Hilfe rechnen kann.

  3. #13
    Kelmon
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    Erstmal eines vorweg: Um welche Veranstaltung handelt es sich denn? Klingt nämlich so, als könnte mich das auch interessieren.

    Zu Deinem Konzept käme mir als erstes mal die Frage, ob Dir das lediglich aufgrund Deiner OT-Herkunft vorgeschlagen wurde, oder ob's wirklich gut auf die Con passt. Wenn meinetwegen der Con IT irgendwo in Süddeutschland spielt, wird's knifflig, da den Nordafrikanischen Piraten reinzubringen, weniger problematisch dagegen, daß Du meinetwegen ein Produkt der Türkenkriege warst. Und damit einfach ein Ungar/Österreicher/... mit türkischem Vater bist.

    Ansonsten bin ich übrigens der Meinung, daß eine flexible Religionsauffassung vermutlich eine gute Idee ist. Auf dem "Sold und Leben" (ReenLARPment, 17. Jhd) bestand die Spielerschaft eben IT aus Katholiken und Protestanten, aber so richtiges Religionskonfliktspiel wollte irgendwie nicht aufkommen. Was zugegebenermaßen auch halbwegs passt, wenn's nunmal Söldner sind, die mal hier, mal dort kämpfen.

    Zur Kleidung kann ich leider nicht viel sagen, mit der Kultur kenne ich mich genau Null aus.

    Beim Hintergrund mit Sklavensohn würde ich aber auch sagen, daß es vielleicht besser wäre, den durch etwas "normaleres" zu ersetzen. Ich vermute, Du bist auf der Veranstaltung ohnehin schon als Nordafrikaner (wenn's bei dem bleibt) ein Exot, da muß man eigentlich nicht noch mehr in der Richtung tun.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  4. #14
    Abu Saif
    Abu Saif ist offline
    Grünschnabel

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    Also
    die veranstaltung ist glaub ich rein privat.

    VOm Hintergrund treffen sich eine Französische und eine Spanische Delegation um über einen möglichen Frieden zu verhandeln, weshalb der Piratenabgeordnete gut ins bild passt, die hielten ja mit den Franzosen einen Waffenstillstand, dafür dass die ihnen freie Häfen für angriffe auf die Spanier garantierten.

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