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  1. #1
    Bextez
    Bextez ist offline
    Grünschnabel

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    Mein Konzept: Bewertungen Bitte

    Sehr geehrtes Forum,
    erst einmal will ich euch danken das hier so viele coole Menschen sind. Habe gerade einmal einen Thread raus gehauen und schon sehr freundliche Antworten bekommen.

    Hier mein Charakter:
    Sein Name ist Aurelius von der Mühle, (ja is´ nich´ besonders Weltbewegend), er ist ein Verarmter Adeliger aus dem Heiligem Römischen Reich. Mit dem mickrigen Rest den er nach seiner "Insolvenz" behalten hatte, brach er ins Heilige Land auf um Ruhm und Ehre zu erlangen. Die Idee ging mächtig in die Hose, gezeichnet von schweren Schlachten wandelt er nun durch Europa (oder Fantasy Con´s) um etwas Geld zu verdienen. Dennoch sieht er sich nicht als Söldner da er stehts die Pflichten eines Ritters ehrte und dem Bauernvolk hilft wo es nur geht.
    Er besitzt ein einhändiges Schwert, einen Rittersschild, Waffenrock, Kettenhemd und einen Topfhelm. Da er (und ich [Stundent] ) sehr arm sind, besitzt er nur wenig Schmuck allerdings fällt schnell auf das er immer einen Bierkrug an seinem Gürtel trägt... da er gerne trinkt

    So das ist mein aller erster Charakter, bitte gebt eure Ehrliche Meinung ab, damit ich mich nicht auf meiner ersten Con total blamiere

    Danke im Voraus mit lieben Grüßen,
    Betxez... oder Andreas... oder Aurelius

    Titel editiert durch Nount. Bitte keine Sonderzeichen im Titel verwenden, sonst kann der Thread nicht mehr geöffnet werden.

  2. #2
    Schwannis
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    Hardcore Poster Avatar von Schwannis

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    Realländer finde ich immer ein wenig kritisch.

    Ausserdem würde ich sonst gerne mal Bilder zu der Ausrüstung sehen, ohne Bild kann ich mir schlecht vorstellen wie es genau aussehen soll. Desweiteren würde ich mir auch noch eine Zivilgewandung anschaffen.

    Achja und 17 und schon Ritter finde ich persönlich etwas zu jung.
    Schwannis vult!

  3. #3
    Nount
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    Re: Mein Konzept: Bewertungen Bitte

    Hallo Andreas!

    Ich halte dein Konzept leider für nicht sehr geeignet; es hat diverse Probleme:

    1. Larp spielt nicht in der realen Welt. Das bedeutet: Es gibt im Larp kein Heiliges Römisches Reich und hat nie eins gegeben.
    Es gibt zwar Römer-Charaktere, aber die sind selten und spielen meist nicht einzeln (und selbst diese Charakter halte ich persönlich für sehr unpassend, wenn sie aus der realen Welt kommen ...).
    Aber das Problem kann man einfach lösen, indem man eine Fantasywelt als Grundlage nimmt. Man muss nichtmal ein bestimmtes Land nehmen (auch wenn das ganz praktisch sein kann, weil man so mehr Hintergrund hat).

    2. Verarmter Adel ist ist sehr schwer umsetzbar und nicht sehr anfängertauglich: Larpcharaktere sind nicht das, was auf dem Papier (Charakterbogen) steht, sondern das, was man auf dem Con von ihnen sieht: Was man nicht sieht, ist auch nicht vorhanden.
    Das heißt: Adel muss man darstellen, durch Verhalten und Ausstattung, letzteres ist teuer und aufwändig. Würde ich für Anfänger gar nicht empfehlen. Man könnte meinen, verarmter Adel würde das vermeiden - aber auch den muss man darstellen: Das heißt, man nimmt Adelskleidung (und hat damit genau den gleichen Geld- und Zeitaufwand wie für normalen Adel) und lässt diese Ausstattung altern, verschleißen usw. (= noch mehr Aufwand).

    Nimm lieber einen Charakter aus den unteren oder mittleren Gesellschaftsschichten.

    3. Als 17jähriger ohne Larp- und Kampferfahrung ist es keine so gute Idee, denn fast alle Mitspieler haben mehr Erfahrung als du, gerade beim Kampf. Der eigene Charakter sollte keine größeren Fähigkeiten haben als man selbst, sonst hat man ein Darstellungsproblem und einem Jugendlichen nimmt keiner den Schlachtenveteran ab.

    Ich würde dir empfehlen, einen Charakter zu erstellen, der mehr an deine OT-Voraussetzungen (= sehr jung, wenig Erfahrung, wenig finanzieller Spielraum) angepasst ist.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  4. #4
    Gerwin
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    Da er (und ich [Stundent] )
    Student? Mit 17? Was ist denn das für ein neues Abitur? Krass .

    Zum Konzept würde ich auch von Realländern (wozu auch das heilige römische Reich gehört) Abstand nehmen. Und die Idee "verarmter Adliger" ist, wenn man nicht OT nähen will und auch nicht viel Geld hat, keine sonderlich gute. Gezeichnet von schweren Schlachten kommt zwar gut in der Charageschichte, aber leider nimmt man das nur den wenigsten (insbesondere mit 17) ab. Solltest du nicht zu den wenigen Leuten die schon mit 17 nach ganz harter Kerl aussehen gehören, ich würde eher etwas kleiner anfangen.

    Die Ausrüstung ist halt Standard. Bei einem Ritter fände ich zumindest ein funktionierendes Kettenhemd (vollvernietet oder zumindest vollgeschlossen) einen passenden (!) Helm und eine sinnvolle Zivilkleidung Pflicht, auch wenn dieser verarmt ist. Gut passende Topfhelme sind meist nicht ganz billige Maßanfertigungen.

  5. #5
    Bextez
    Bextez ist offline
    Grünschnabel

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    Okay danke für die vielen Tipps, erstmal ist Das Heilige Römische Reich nicht das Römische Imperium oder gar die Republik. Es ist der Vorgänger von Deutschland ;D (Theoretisch)
    Tippfehler, bin 18 Ja hab Klassen überspringen dürfen

    Okay kann echt schwierig werden so wie ihr´s beschreibt, aber kann man nicht etwas einfügen wie: Ich bin in Europa geboren aber dann durch das Portal zu dem jeweiligen Fantasy Con gelatscht?

    Aber ich verstehe nicht wieso man nicht einen verarmten spielen kann :/
    Wenn ich weniger Schmuck trage als andere haut das doch hin

    Kampf technisch bin ich ganz gut dabei, ich glaube da kann ich gut mithalten, habe viele Jahre gefechtet, Schwertkampf geübt und meine Kondition ist auch sehr gut.

  6. #6

  7. #7
    Naran
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    Besitzt du das alles bereits? Wenn nein, bestells dir nicht. Diese Schwerthalter sind für nichts gut und sehen fast immer Scheiße aus, ausser für Piratencharaktere in meinen Augen. Unvernietete Kettenhemden sind ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei, da fliegen dir schneller die Ringe raus als du schauen kannst und das Löcherstopfen nervt. Zum Helm kann ich nichts sagen, kenn ich nicht, halte ich aber auch für wenig passend für einen Ritter der zufuss unterwegs ist, bzw. nicht passend für das was du anstrebst. Soweit ich weiß, waren Topfhelme im frühen Mittelalter bzw. zur Zeit der Kreuzzüge oben flach, was für den Kampf zufuss eher schlecht ist (eben wie bei einem Flachdach). Schwert und Schild sind halt 08/15, wobei ich das Schild überhaupt nicht passend für einen Ritter finde.

    Das mit dem "durch ein Portal in die Fantasiewelt geraten" oder "durch den Netherstorm gekommen" ist extremst ausgelutscht. Es gibt hunderte Larpländer, einige sicher auch an das HRRDN angelehnt, oder ein anderes mittel/westeuropäisches Land zur Zeit des 3ten-4ten Kreuzzugs. Warum kompliziert wenns auch einfach geht.

    Verarmt ist halt eben so, dass du es schon spielen kannst, wenn du möchtest, es nur schon viele gemacht haben und die meisten davon schlecht. Stell dir vor, du wärst Adliger und reist mit dem was dir geblieben ist, durch die Lande. Du hast deine Rüstung dabei, du hast deinen restlichen Hausstaat (wenn dir welcher geblieben ist), soweit so gut. Aber warum solltest du dir Bauernkleidung kaufen oder gänzlich unpassende Kleidung? Du bräuchtest eben die Klamotten die du als Angehöriger der Adelsschicht auch zu besseren Zeiten getragen hast und die müsstest du verranzen/verdrecken/kaputtmachen und flicken. Das ganze ist dadurch nicht billiger, sondern einfach noch aufwändiger. Ausserdem was hast du davon ein Ritter zu sein?

    Das das heilige römische Reich deutscher Nation nicht die römische Republik oder das Imperium ist, weiß hier jeder. Nount wollte damit nur klar machen, dass es Konzepte gibt, die eng an ein reales Land angelehnt sind, aber es eben ungern gesehen ist, wenn dieses reale Land aktiv bespielt wird. Weltentore etc. sind eher lahme Ausreden.

    Dein Konzept ist so eigentlich wenig vorhanden. Du warst "Ritter" (ändere das doch einfach in Bewaffneter) während eines Feldzugs. Soweit kannst du das meiner Meinung nach verwerten. Nach dem Feldzug bist du einfach stiften gegangen, weil er nicht so gut verlaufen ist für deine Seite. Seitdem vagabundierst du eben einfach durch die Lande, auf der Suche nach Arbeit/Heim oder nach einem Herrn dem du dich anschließen kannst. Das mit dem Ritter lass einfach weg, von der Sorte gibts genug im Larp. Die paar Leute die echt gute Ritter darstellen werden dich belächeln (die Rücken auch mal mit 2 Pagen, einem Knappen und ner Dienstmagd an, sowie zwei Schlafzelten und einem Prunkzelt für Beratungen und haben mehrere Tausend Euro in Klamotte gesteckt). Alle anderen werden sich denken:"Aha verarmter Ritter Nr.201484...."

    Ganz vergessen, du hast keinerlei Klamotten. Es ist möglich, den ganzen Tag auf einer Con in Rüstung zu verbringen, keine Frage. Habe ich selber schon gemacht, bei einer Schlachtencon. Allerdings, auf jeder regulären Abenteuercon ist es hundertmal praktischer und angenehmer eine anständige Klamotte dabei zu haben. Grade wenn du in Richtung Frühmittelalter (wann fängt das Hochmittelalter an? 1050?) gehst, sind die Klamotten recht einfach gemacht. Tunika, Hose, Mütze, Umhang, Schuhe und Überwurf vielleicht noch und du kannst schon losziehen. Ohne Klamotte wirst du nicht ernst genommen, schon garnicht als Ritter.
    Mann ohne Bauch? Welch Schmach, diese Verkrüppelung!

  8. #8
    Nount
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    Zitat Zitat von Bextez
    Okay danke für die vielen Tipps, erstmal ist Das Heilige Römische Reich nicht das Römische Imperium oder gar die Republik. Es ist der Vorgänger von Deutschland ;D (Theoretisch)
    Als Latinistin ist mir das durchaus bewusst Ich habe Römercharaktere deshalb genannt, weil das so ziemlich die einzigen sind, die sich direkt auf einen Realwelthintergrund im Larp beziehen.

    Okay kann echt schwierig werden so wie ihr´s beschreibt, aber kann man nicht etwas einfügen wie: Ich bin in Europa geboren aber dann durch das Portal zu dem jeweiligen Fantasy Con gelatscht?
    Nein. Das wäre arg konstruiert und ein Störfaktor.

    Aber ich verstehe nicht wieso man nicht einen verarmten spielen kann :/
    Wenn ich weniger Schmuck trage als andere haut das doch hin
    Äh, nein. Es ist nicht so, dass andere Adelige mit Schmuck behangen durch die Gegend rennen und man muss nur auf ein bisschen Schmuck verzichten, um verarmt auszusehen.
    Es ist ganz einfach: Adel muss man darstellen. Stellt man ihn nicht dar, ist man nicht adelig. Momentan zählst du als Ausrüstung Billigst-Stangenrüstung auf, das ist keine Grundlage dafür.
    Wie genau möchtest du den Ex-Adel denn darstellen? Davon erzählen reicht nicht, es geht um Larp, nicht P&P.

    In einem Buch/Film/Computerspiel/o.ä. könnte man sagen, gut, der Charakter hat halt all seine Adelssachen verkauft und sich billige Kleidung besorgt. Aber im Larp funktioniert das nicht - im Buch geht man davon aus, dass der Charakter eben das ist, als das er beschrieben wird. Im Larp muss man sich durch Darstellung für die anderen zu dem machen, was man sein will.

    Kampf technisch bin ich ganz gut dabei, ich glaube da kann ich gut mithalten, habe viele Jahre gefechtet, Schwertkampf geübt und meine Kondition ist auch sehr gut.
    Fechten, Schwertkampf usw. ist kein Larpkampf. Auch wer 20 Jahre Tischtennis gespielt hat, ist deshalb nicht automatisch ein Fußballer - und es gibt so einige Leute, die machen Larpkampf länger, als du auf der Welt bist ...

    Oh, und was Naran schon anspricht: Bevor du dir überhaupt Gedanken machst über Rüstung und Waffen, besorg dir bitte was zum Anziehen
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    (Kurt Tucholsky)

  9. #9
    Schlachtross
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    Es wurde schon fast alles wichtige geschrieben.
    Anmerken möchte ich noch das z.b so kleinigekeiten wie eine Schwertscheide und Schmuck immer furchtbar unterschätzt werden.
    Der von dir gezeigte Schwerthalter schreit so fürchterlich nach Anfänger.
    Selbst bei einem einfacherern Konzept als dem des verarmten Ritters würde ich dir eine Schwertscheide nahe legen.
    Beim Schmuck ist es so ähnlich. Schmuck macht einen Charakter einzigartig.
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  10. #10
    Ranu
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    Ich würde dich mit solcher Ausrüstung wohl nicht als Ritter erkennen eher ein Krieger.
    Verarmter Ritter/Adel ist schwierig, weil es nicht weniger Aufwand für Klamotte und Rüstung bedeutet, sondern mehr.
    Ein Adeliger braucht Adelsklamotte, wenn er im Krieg kämpft eine blitzblanke Rüstung.
    Ein verarmter Adeliger braucht Adelsklamotte, die so bearbeitet wurde, dass man ihr zb häufige gebrauchsspuren ansieht, leichte Flickarbeiten etc.
    (Ein verarmter Adeliger würde wohl möglichst versuchen seine Armut zu verbergen)
    Eben alles, was danach aussieht aus wäre sie schon länger nicht mehr ersetzt worden. Die Rüstung sollte voll funktionsfähig sein, aber auch so aussehen als hätte sie ihre besten Zeiten hinter sich.
    Vielleicht etwas "altmodisch" im vergleich zur aktuellen Rüsttechnik. (Also schon länger in der Familie und einfach immer nur an den neuen Träger angepasst)
    Schnürhemd, Schwert und Topfhelm machen keinen verarmten Adeligen.
    IT würde ich sojemanden wohl eher für einen Gernegroß halten.

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