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  1. #1
    Cilipepa
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    Wiedereinsteiger und die Qual des Charkonzeptes

    Hallo,

    als Wiedereinsteiger in dieses wunderschöne Hobby habe ich ein absolutes Luxusproblem:
    Ich kann mich einfach (noch) nicht entscheiden, welches Charkonzept ich verfolgen und ausbauen soll. Zur Wahl stehen:

    1. Ein Jäger / Wildhüter, der aus bestimmten, noch zu findenden Gründen von seinem Herrn verstoßen wurde und nun als Abenteurer durch die Lande zieht. Auf meinen bisherigen 2 Cons vor gut 10 Jahren habe ich diesen Char mit viel Spaß an der Sache und am Bogenschießen gespielt.
    Vorteil: Gewandung erklärt sich weitestgehend von selbst, kann an Kämpfen teilnehmen, sehr unabhängiger Char.
    Nachteil: Sollte sich ein wenig in der Natur auskennen.

    2. Ein Magier, in diesem Fall Berater und Unterstützer. Orientalisch angehaucht mit sehr viel Liebe zu (seinen eigenen) Worten und Genuss im allgemeinen. Gezaubert wird nur im nicht zu vermeidenden Notfall und auch da eher längere Sprüche und Rituale, evtl. Artefaktmagie, keine Spontan-, keine Kampfzauber, da der gute Mann eher Pazifist ist. Der Magier ist im Endeffekt eine Konvertierung meines DSA-Helden, mit dem ich nun schon über 10 Jahre P&P spiele, und der mir in der Zeit eine Menge Freude gemacht hat.
    Vorteile: Sehr sozialer Charakter, gewandungstechnisch anspruchsvoll, viel Freiraum im Spiel und in der Gestaltung diverser mag. Spirenzien.
    Nachteil: Kann an Kämpfen nicht direkt mitwirken.

    Vielleicht fallen euch ja noch Unterschiede oder der ein oder andere Vorteil / Nachteil, die beide mit sich bringen ein um mir meine Entscheidung zu erleichtern. Weil ich nicht genug Zeit habe beide Konzepte zu verfolgen muss ich wohl oder übel eines dem anderen vorziehen, da ich nicht sehe, wie ich die beiden sinnvoll verknüpfen könnte.

  2. #2
    Gerwin
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    Die beiden Charaktere (eigentlich sind es ja 3, Jäger sind keine Wildhüter) sind halt sehr gegenläufig. Die Frage die sich stellt ist, willst du kämpfen (oder nicht). Gleichzeitig stellt sich aber beim Magier im Normalfall die Frage, was ein Pazifist auf Con sucht (wo ja oft Krieg oder zumindest eine angespannte Stimmung herrscht). Ein Magier ohne Kampfzauber muss ja nicht unbedingt ein Pazifist sein. Pazifisten gibt es in meinen Augen auf Con schon genug.

    Das Konzept des orientalischen Magiers gefällt mir etwas besser, einfach weil ich es persönlich als weniger ausgelutscht empfinde. Jäger, Wildhüter und Waldläufer gibt es eben schon so viele, dass eigentlich alles Wild im Umkreis von 200 Meilen fliehen dürfte. Orientalen sind immer etwas anderes als das übliche Carbone-Myttelalter, und von daher reizvoll.

  3. #3
    Leander
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    Ich würde auch zum Magier raten, da diese kurze Beschreibung schon mehr Profil hat als der Wildhüter. Aber ich bin hier auch voreingenommen, da du damit genau in meine Kerbe schlägst. Ich spiele selbst einen Magier, der nicht viel zaubert und wenn überhaupt große, aufwändige Rituale durchführt.
    Auch ist mein Magier ein ziemlicher Genussmensch, nur eben alles andere als pazifistisch.
    Der orientalische Anklang ist auch nett und kann noch einige Spielansätze bieten.

    Gerwin: Man kann aus diversen Gründen auf Con sein. Mein Magier ist z.B. auf Forschungsreise und wenn es etwas zu untersuchen gibt, bleibt er eben da. Außerdem sind auf Con meist noch Kollegen und andere gebildete Männer und Frauen, mit denen man sich auf einer einsamen Forschungsreise gerne mal austauscht. Magische Ursachen sind auf Con auch für sehr viele Probleme anzutreffen (bis hin zu dem typischen Nekromanten), sodass man was zu untersuchen hat und wenn man es wirklich für nötig hält auch magisch eingreifen kann.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  4. #4
    Kelmon
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    Vor einer Sache will ich bei dem Magier warnen: Charaktere aus P&P-Rollenspiel ins LARP zu konvertieren ist oft mit unschönen Kompromissen verbunden. Ich würde dazu raten, einen komplett neuen Charakter mit ähnlichen Attributen zu erstellen, und den DSA-Charakter in seiner Welt auf dem Papier zu belassen.
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  5. #5
    Leander
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    Da hat Kelmon definitiv Recht. Beim orientalisch angehauchten Magier, der mehr für das Ambiente zuständig ist als selbst zu zaubern, kann es natürlich dennoch bleiben und bei der Beratung dahingehend wäre ich selbstverständlich gerne behilflich.
    Du solltest dich im Larp sowieso von DSA lösen, wenn du nicht auf reine DSA-Cons gehst und damit nicht nur Namen, sondern auch Magietheorien, etc. hinter dir lassen, wenn du sie nicht stark abänderst.
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  6. #6
    Cilipepa
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    Magier:
    Mit Konvertieren meines DSA-Chars habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Damit meinte ich keineswegs die Spielweise und Regeln, sondern einfach nur diverse Chareigenschaften und Eigenheiten.

    Gewandungstechnisch wollte ich es mit einer Pumphose, Stiefeln, Hemd und darüber Tunika / Klapprock angehen. Turban versteht sich von selbst und vielleicht noch eine Art "klerikale" Gugel
    http://www.fantasydesign.it/products...orm_chiave=195
    oder einen Wappenrock, um mich als Magier kenntlich zu machen. Dazu natürlich noch allerlei Klimbim.
    Als Robe dachte ich höchstens eine Art Soutane an, die ich bei Bedarf einfach überwerfen würde.

    Das ist eine Art Basis, die ich erreichen und von der aus ich mich weiter entlanghangeln wollen würde:
    http://www.dsa-drakensang.de/images/...ementarist.jpg

    Jäger:

    Ich hab´s jetzt einfach mal als Jäger betitelt, obwohl das so wohl nicht zutreffend ist. In letzter Zeit habe ich mich vermehrt mit dem Thema Armbrust auseinandergesetzt und sollte ich einen kampftauglichen Char spielen, dann auf alle Fälle einen Fernkämpfer. Diesen vermutlich mit Armbrust, oder ist diese im Vergleich zum Bogen einfach nur lachhaft?

    In meinen Anfängen vor 10 Jahren waren die Armbrüste ob der nicht vorhandenen Reichweite eher nur repräsentativ zu gebrauchen.
    Nach ein wenig Recherche im Netz bin ich auf gegenteilige Meinungen gestoßen. Die Einen behaupten, dass Armbrüste immernoch nur Liebhaberstücke sind, die Anderen meinen es gäbe Modelle (grade von IDV), die den Vergleich nicht zu scheuen bräuchten und als Schusswaffe unter Einhaltung der gängigen Sicherheitsbestimmungen gut verwendbar wären.

    Als mögliche Bekleidung dachte ich an leichte Schuhe, Beinwickel, Rushose, langärmliges Hemd, Halbarmtunika, Gugel, Armwickel oder -schienen und eine Mütze in belastungsfähigen Stoffen.
    Farben würden je nach endgültiger Ausrichtung des Chars zusammengestellt. Und diese ist auch mein Hauptproblem. Während ich den Magier schon recht deutlich vor Augen habe, fehlt mir beim "Armbrustschützen" noch das Konzept, mit dem ich ihn gerne spielen würde. Als Soldaten oder Landsknecht auf keinen Fall, wenn dann naturbezogen wie oben genannter Jäger oder eher ein etwas mehr gesellschaftlich angehauchter Char wie Wildhüter o.ä..
    http://d30u0kofcv45jk.cloudfront.net/E81078/E81078.jpg

    Vielen Dank für die bisherigen Antworten!

  7. #7
    Kelmon
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    Beim Armbrustschützen empfände ich wohl die Wikinger-/Rusähnliche Optik ein wenig als zur Waffe unpassend. Ich sehe eine solche Waffe irgendwie mehr bei moderner-technisiert wirkenden Charakteren, seien es jetzt Zwerge oder Spämi-Stadtwachen.

    Perönlich habe ich noch keine Erfahrung mit Armbrüsten gemacht, werde aber hin und wieder erfolgreich mit diesen beschossen. Allerdings dürfte es wohl richtig sein, daß Bögen für LARP-Belange immer noch effizienter, praktischer, genauer sind. Wieviel? Das müssen die Schützen sagen.

    Zum Charakter: Wie wäre es mit einem Vogeljäger? Der könnte auf Anstellungssuche sein und auch Paraphernalia wie Fangnetzsysteme und Lockmittel mit sich führen.
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  8. #8
    oliverp
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Beim Armbrustschützen empfände ich wohl die Wikinger-/Rusähnliche Optik ein wenig als zur Waffe unpassend.
    Doch war sie seit dem Ersten Kreuzzug in diesen Gebieten bekannt, wenn auch militärisch eher unbedeutend.

    Die "neuen" Armbrüste im Larp haben eine durchaus taugliche Reichweite und Genauigkeit.
    Allerdings liegen sie auch preislich bei 150+ und sind immer noch der sozialen Kontrolle des Ausspielens unterworfen:
    Während ein Bogenschütze 10 Pfeile die Minute raushauen "darf" ohne das jemand mit der Wimper zuckt, wird bei Armbrüsten manchmal immer noch gern so getan, als müßte man eine 600 Pfund Wallarmbrust spannen, die dann 20 Meter weit wirft. Meistens ist aber das einfache Spannen über den Fußbügel per Hand akzeptiert.
    Die dadurch akzeptierte Schussfrequenz gewinnt der Bogen aber immer noch mit 5 zu 1, weshalb die Armbrust nach wie vor eine Waffe für Spieler ist, die weniger auf Effektivität setzen.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  9. #9
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    @Oliverp: Ach, Armbrüste gibt's in der einen oder anderen Form ja schon seit der Antike. Ich zweifle nicht daran, daß es die auch im frühmittelalterlichen Norden gegeben hat oder gegeben haben könnte. Ich rede hier wirklich nur vom Klischee. "Der Wikinger" sollte eben mMn eher mit Bogen daherkommen.

    Ich schließe auch nicht kategorisch aus, daß eine Armbrust für die angesprochene Kleidung passen könnte. Aber das muß man dann erstmal in der Zusammenstellung sehen, denke ich. Möglicherweise lese ich da zuviel in "Rushose und Beinwickel" rein.
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  10. #10
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    Zum Magier müsste ich mal was schreiben, wenn ich mehr Zeit und Grips übrig habe, deswegen konzentriere ich mich gerade mal auf den anderen Charakter:

    Das von dir beschriebene Konzept klingt leider genau nach der Richtung, die meiner Ansicht nach gerade im Larp unglaublich ausgetreten ist, nämlich der "irgendwas mit Wald und Waffen"-Charakter. Leider fällt fast jeder zweite Anfängercharakter in diese Schiene, und leider sind die Ergebnisse meist ganz schrecklich langweilig und austauschbar. Ich persönlich würde da dazu raten, die "vage Mitte" weiträumig zu umschiffen und wenn etwas in dieser Richtung dann einen Charakter zu spielen, der eine sehr klare Richtung besitzt und sich weit von seinen 30 Waldläuferfreunden, die du auf jedem Con treffen wirst, unterscheidet, also z.B. einen Stammeskrieger, adligen Großwildjäger etc.

    Was die Verwendung von Larparmbrusten angeht:
    Ich habe davon seit Jahren eine der "altmodischen" Art, also mit Gummiexpander und simplen Arrowcaster-Flachkopffeilen, und benutze die eigentlich immer noch gerne (allerdings müsste sie aktuell mal überholt werden).
    Klar, man ist damit einem Larpbogen deutlich unterlegen, was Reichweite und Feuerrate angeht, selbst wenn man den (immer noch sehr verbreiteten, aber unschönen) simplen Weg nimmt und das Ding einfach durch Zurückziehen der Sehne mit der Hand spannt. Das gilt insbesondere, da es meiner Ansicht nach bei den Larpbögen ein ziemliches Wettrüsten gegeben hat, und sowohl die Pfeile aerodynamischer als auch die Bögen härter und von der Kraftübertragung effizienter geworden sind als vor zehn Jahren. Meistens ist es auch so, dass ich mich mit der Armbrust überhaupt nicht auf Schützenduelle mit Bognern einlassen brauche, die sind mobiler, treffsicherer, und haben manchmal locker die doppelte Reichweite.
    Auf der anderen Seite macht der Einsatz im Kampf mir trotzdem Spaß, da man damit in den üblichen Schlachtreihenkämpfen oder Scharmützeln auf mittlere Reichweite doch noch ziemlich leicht mal einen Treffer auf einen Nahkämpfer setzen kann, und wenn man sowieso länger auf gute Schusspositionen an Schilden vorbei lauert und nicht im Dauerfeuer Munition raushauen will fällt die lange Ladezeit nicht so sehr ins Gewicht. Durch die geringe Power beim Abschießen und die weichen Pfeile hatte ich bislang auch nie Probleme mit Verletzungen, selbst auf kurze Distanz auf Ungerüstete von Schlachtreihe zu Schlachtreihe oder bei dem ab und an mal vorkommenen Kopftreffer war, wenn ich mich später erkundigt hatte, eigentlich immer alles in Ordnung und die Treffer wenig schmerzhaft, und auch Abpraller kamen selten vor.

    Neuerdings gibt es auch wohl einige Exemplare von "Hochleistungslarparmbrusten", die mit starken Holzbogen und recht langen Bolzen bestückt sind, diese sollen wohl insbesondere in Kombination mit Rundkopfpfeilen sehr gute Schussleistungen, vergleichbar mit Bögen, erzielen. Abbekommen oder geschossen habe ich die noch nie, ich persönlich würde mir so ein Gerät aber eher nicht kaufen, weil mir da gerade bei den Schüssen auf kurze Distanz dann doch das Verletzungsrisiko zu hoch wäre. Ich will den Leuten da explizit keine Fahrlässigkeit unterstellen, ich denke, die werden sich da was bei gedacht haben, aber ich habe persönlich den Eindruck, dass die in letzter Zeit deutlich häufiger gewordenen Beschwerden über Verletzungen durch Larppfeile unter Umständen eher auf den Trend zu stärkeren Bögen und nicht so sehr auf die Gefährlichkeit moderner Rundkopffeile zurückzuführen ist.

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