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  1. #1
    Hineya
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    Die Suche nach dem richtigen Konzept

    Ich brauche ein wenig Hilfe. Denn ich versuche das richtige Konzept für meinen Charakter, aber auch für meine Gruppe zu finden. Ich Larpe zwar schon was Länger, aber das alte Konzept war mist und ein Handelshaus, welches ich mir zuerst vorgestellt hatte, ist mir noch nicht aufregend genug. Jetzt Hänge ich vor dem Problem all meine Vorstellungen und die meiner Gruppe in ein Konzept zu kriegen. Ausserdem ist mir wichtig, das ganze auch Gesellschaftsfähig ist.

    Eine grobe Vorstellung gibt es, aber ich möchte nun einerseits wissen, wie man das ganze nennt und anderer seits wissen, ob das so Spielbar ist.
    Die Gruppe kann man als High-Fantasy ansehen denn es gibt einen Faun und einen Luchs , der rest ist eher Menschlich.

    Hier die Dinge die es beinhalten sollte:

    Das ganze soll in richtung einer Abendteurer Gruppe gehen, jedoch strukturierter.

    Es soll schon eine Hirarchie geben. Aber es soll auch nicht zu Militärisch sein.

    An sich ziehen halt verschiedene Charaktere gemeinsam durchs Land und helfen sich gegenseitig.

    Auch Aufträge sollen angenommen werden, aber es soll halt kein reines Söldner Konzept sein.

    Auf Wappenröcke würde ich gerne Verzichten, kleine Gürtel Banner wären ok.

    Da sich die Gruppe auch in Auftragsschlechten Zeiten über Wassen halten will, Handelt sie gelegentlich.

    Es sollte Platz für möglichst viele unterschiedliche Charaktere bieten.
    Barde, Krieger, Händler, Magier, Alchimist, Waldläufer usw.

    Die Gesinnung wäre Neutral bis Gut.


    Letztendlich ist es ne Mischung zwischen Söldnern, Abenteurern und Händlern. Gibt es dafür einen Namen? Oder ist das alles zuviel in einem.
    Über eure hilfe würd ich mich sehr freuen.

    Lg Lynca

  2. #2
    Kelmon
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    Mir würde jetzt kein bestimmter Name für ein solches Konzept einfallen, da hier ja auch einfach so das gemeinsame Thema fehlt. Ihr wollt eben alles tun - "so ein bisschen". Die Beschreibung dafür lieferst Du ja selbst: An sich ziehen halt verschiedene Charaktere gemeinsam durchs Land und helfen sich gegenseitig.

    Interessant fände ich hier, zu klären, wie die genannten Punkte nun konkret im Spiel aussehen:
    - Hierarchie, aber nicht so militärisch - heißt? Wer hat was zu sagen bei euch und warum?
    - Was soll diese Struktur sein, die eure Abenteurergruppe hat?
    - Warum und unter welchen Bedingungen nehmt ihr Aufträge an?
    - Womit handelt ihr, wer von euch tut das, und wo kommt die Handelsware her?


    Bedauerlicherweise sehe ich hier insgesamt das Problem, daß ich von den bisherigen Angaben eure Gruppe ausgehend (macht alles, bunt zusammengewürfelt) vermutlich eure Gruppe vor allem für eines halten würde: Langweilig und austauschbar. Eben ungefähr so, wie ich auch einen Charakter sehen würde, der ein bisschen kämpft, ein bisschen Magie ausübt, ein bisschen schmiedet, ein bisschen heilt und ein bisschen Tränke braut, und dazu dann Schottenrock, Römerhelm und Landsknechtwams trägt.
    Das gemeinsame Erkennungszeichen Gürtellappen macht da leider auch nicht viel wett.


    Mein Rat hier wäre, euch ein "Thema" zu geben, und um dieses herum alles Weitere aufzubauen. Und dann euch entsprechend des Themas auch in dem, was ihr tut und was ihr nicht tut, gewisse Grenzen zu setzen. Freiwillige Einschränkungen sind eine gute Sache, denn richtig gewählt können sie zu gutem Spiel mit anderen führen, die diese Einschränkungen vielleicht nicht haben.
    Dann ist es gut, wenn eure EInzelhintergründe miteinander verknüpft sind. Kommt ihr vielleicht aus dem gleichen Land, der gleichen Stadt? Habt ihr die gleiche Religion? Seid ihr auf der Flucht vor einer bestimmten Institution oder Gruppe? Habt ihr alle euer Zuhause verloren? All das gibt Möglichkeiten, den eigenen Hintergrund auch nach Außen anzuzeigen, um klarzumachen: Wir gehören zusammen. Vielleicht tragt ihr alle die gleichen religiösen Symbole und habt irgendwann im Spiel mal eine kleine Andacht. Oder ihr singt alle das gleiche Lied aus der Heimat.

    Nun weiß ich leider nicht, wie es da mit der bestehenden Gruppe aussieht, also wieviel man da tatsächlich ändern kann. Von daher mag mein Rat hier sinnlos sein.

    Beispiele für ein Thema wären u.a. "die diplomatische Delegation von Land X". Oder "ein Handelszug". Oder "Heldengruppe auf der Suche nach dem großen und gutbezahlten Abenteuer". Oder "Flüchtlinge aus X".
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Hineya
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    Ich versuch jetzt erstmal deine Fragen zu beantworten, eventuell hilfts ja ein bisschen.

    - Hierarchie, aber nicht so militärisch - heißt? Wer hat was zu sagen bei euch und warum?

    Naja OT ist es der jenige, der die besten Führungsqualitäten hat. Die längste Larp Erfahrung und auch der einzige der lust hat.

    IT gute Frage. Warscheinlich ähnliches.

    - Was soll diese Struktur sein, die eure Abenteurergruppe hat?

    Der "Chef" lenkt die Gruppe in eine gewisse Richtung, nimmt die Aufträge an, kümmert sich das alles läuft. Verteilt Aufträge, besorgt welche. Dieser hat eventuell einen Berater. Der Rest erledigt die anfallenden Aufgaben. Halt jeder nach seinen Fähigkeiten

    - Warum und unter welchen Bedingungen nehmt ihr Aufträge an?

    Aufträge nehmen wir an um Geld zu verdienen. Diese sollten nicht gegen die Gruppenmoral wiedersprechen. Sollten lösbar sein.

    - Womit handelt ihr, wer von euch tut das, und wo kommt die Handelsware her?

    Es wird mit selbstgemachten Geldbeuteln, Gewürzen, Kerzen, Fläschchen, Kräutern gehandelt und auch mit Musik.
    Einige Waren werden selber hergestellt, andere gesammelt, andere irgendwo Eingekauft und dann weiterverkauft.
    Wer verkauft? Hmm. Je nach lust und laune wohl.


    Aber ich bin mit der Sache selber ein wenig verzweifelt. Eigentlich will ich versuchen, es jedem recht zu machen, weil ich auch keinen aus der Gruppe ausschließen will. Die Gruppe gibt es schon länger nur das richtige Konzept fehlt. Jeder will irgendwie was anderes machen.
    Einer singt gerne, der andere Kämpft gerne, ich bin mehr so der Waldläufer/Jäger, ein anderer ist Heiler.
    Immerhin sind alle neutral/gut.


    Ich merke selber das das alles sehr bunt ist und sehr durcheinander.
    Wenn es langweilig wirkt, dann muss ich noch viel dran arbeiten, aber dafür bin ich ja hier, noch existiert das Konzept ja nicht.

    Ein Thema wäre was schönes. Nur was. Weil alle so verschieden sind. Letztendlich hält sie die Freundschaft zusammen und das es sich gemeinsam besser überleben lässt. Die Gemeinsamkeit wäre, das alle einen Grund hatten, ihr Zuhause zu verlassen.

    Du sagst Einschränkungen, was meinst du damit genau?

    Wir haben mal ganz am Anfang einen Religiösen Orden gespielt, aber die hälfte hatte keine lust auf das Glaubenszeug. Auch auf Wappenröcke sind die wenigsten scharf.
    Nun sitzt ich hier und zerbreche mir den Kopf, was man daraus Basteln kann...

    Was für Gruppen kommen den im Larp gut an? Mein Wunsch ist es sich irgendwann einen Namen zu machen viele Leute kennen zu lernen um dann nett Larpen zu können.


    Edit: Habe mal nen bissel rumgestöbert und die Sache mit IT " Freunde" gefunden. Letzendlich ist es ja sowas. Jeder macht sein Ding, aber man reist zusammen durch die Gegend. Verkauft mal was, hilft mal hier, mal da, nimmt eventuell mal einen Auftrag entgegen und einer ist halt die gute Seele und hält den Haufen zusammen, wenn es mal schlechte Zeiten gibt. So ähnlich würds dann warscheinlich ablaufen.

  4. #4
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    Interessant finde ich Gruppen, in denen es - wie Kelmon sagte - ein Thema gibt. Bzw. eine Gemeinsamkeit.
    Nein, "wir sind alle von zu Hause weggegangen" ist keine Gemeinsamkeit bzw. kein Thema, denn dass ein SC sich zu Hause aufhält, ist eine wirklich absolute Ausnahme im Larp

    "Anything goes" ist leider langweilig. Wenn man bestehende Charaktere aus OT- statt IT-Gründen zusammenschließt, ist es natürlich schwierig, drumherumzukommen.
    Die Frage ist - wie wichtig ist es dir, eine interessante Gruppe zu haben? Charaktere können auch einfach so befreundet sein. Ohne Gemeinsamkeiten wird man halt nicht so recht als Gruppe wahrgenommen.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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  5. #5
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    Das Problem ist:
    Einerseits willst du alles drin haben, nichts ausschließen, nichts einschränken.
    Andererseits möchtest du etwas Interessantes - völlige Beliebigkeit ist aber nicht interessant. Da ändert auch ein Gürtelwappen oder ein Name nix dran.

    Beides geht nicht, einen Tod musst du sterben. Entweder du lässt alle zu und schränkst niemanden ein, ODER ihr habt ein interessantes Gruppenkonzept.
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  6. #6
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    Du sagst Einschränkungen, was meinst du damit genau?
    Als Beispiel: Wenn ich einen religiösen Orden bespiele, dann muß der eben hin und wieder beten (auch, wenn man in der Zwischenzeit dadurch etwas verpasst), und vielleicht sich selbst verbieten, in Tavernen und Bordellen rumzuhängen. Das wären freiwillige Einschränkungen, die einer Gruppe Charakter geben und auch Spiel erzeugen können - z.B. wenn jemand angeheuert werden muß, um für die Gruppe an besagte Orte zu gehen, oder wenn es nicht anders geht dort auch selbst hingeht, und sehr nervös, unbehaglich und abschätzig ist - und wenn sie dort fertig ist, so schnell wie möglich wieder verschwindet. Und sofort für's Seelenheil beten muß. Ja, ein bisschen ein extremes Beispiel.

    Was für Gruppen kommen den im Larp gut an? Mein Wunsch ist es sich irgendwann einen Namen zu machen viele Leute kennen zu lernen um dann nett Larpen zu können.
    Da gibt's keine "Gruppenarten", die gut ankommen, vielmehr bieten manche Gruppen eben einfach eine Art von Spiel, das gut bei anderen ankommt, und auch als "Gruppenspiel" identifizierbar ist. Das kann vom Magierorden über den gemüseverkaufenden Bauern bis hin zum Ritter mit seinen Knechten alles mögliche sein, und jedes Gruppenkonzept kann sowohl gut als auch schlecht aufgezogen werden.

    Erfahrungsgemäß ist leider die typische "Abenteurergruppe", wie man sie aus P&P-Rollenspielen kennt, im LARP einfach keine allzu tolle Idee - oder zumindest keine besonders spannende. Das liegt an den unterschiedlichen Umgebungen, in denen diese Unterwegs sind. Es funktioniert, wenn sie die Protagonisten einer Story, als Spezialfal, der sich vom Rest der Wetl abhebt, und dazu in den meisten Situationen auf sich selbst gestellt sind, also nach möglichkeit auch flexibel auf alles reagieren können. Darum hat es hier "den Kämpfer", "den Zauberer", "den Dieb", etc.
    Im LARP ist man als Gruppe eben eine Stimme unter vielen, und da man mit anderen Zusammenarbeiten sollte, um Spiel zu erzeugen, ist zu große Flexibilität unnötig, ggf. sogar kontraproduktiv. Und die Einzigartigkeit der zusammengewürfelten Helden aus allen Schichten und Berufen wirkt ohne sonstige Ausrüstungs- und Hintergrundstechnische Vorgaben anders als im P&P selten mal als was besonderes, sondern vielmehr nach etwas alltäglichem. Das Besondere ist hier, ganz im Gegenteil, die Gruppe unter gemeinsamem Thema, also typischerweise die Strukturen, die man im P&P in Form von NSCs zu Gesicht bekommt.


    Es ist leider so, daß ja mehr man eine Gruppe beschränkt, desto weniger Personen wollen bzw. können in einer Gruppe mitmachen. Es liegt darum eben an euch, zu entscheiden, wie viel oder wie wenig spezialisierung ihr wollt, auch wenn das heißt, daß manche Leute ihre Charaktere ändern müssen, sei es durch neue Ausrüstung oder durch ein komplett neues Konzept.

    Ich mußte auch schon feststellen, daß Leute, mit denen ich OT eigentlich sehr gerne spielen, einfach von ihren Konzepten her nicht (mehr) in gewisse Gruppen reinpassen. Ebenso, wie ich mich selbst ja als mit meinem Musketier schließlich als unpassend zur Siebentürmer-Gruppe gehalten habe, und darum einen neuen Siebentürmercharakter erstellt hatte.

    Beachte aber auch Nounts Frage, wie wichtig es euch überhaupt ist, als Gruppe erkannt und behandelt zu werden. Es gibt ja keinen Zwang dazu, als zusammenhängende Einheit von anderen wahrgenommen zu werden.
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  7. #7
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    Ich stimme meinen Vorrednern ebenfalls zu: Ein funktionierendes Gruppenkonzept zeichnet sich (ebenso wie ein Konzept für einen Einzelcharakter) nunmal durch klare Gemeinsamkeiten und Einschränkungen aus. Das kann man nicht über eine bereits bestehende, konzeptlose Gruppe drüberstülpen, ohne die zugrundeliegenden Charaktere von Grund auf zu ändern.

  8. #8
    Gerwin
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    Anzumerken ist hier noch, dass, je spezifischer oder besonderer die Charakterkonzepte werden, das Gruppenkonzept umso weniger funktioniert. Typischerweise kommt auch in einer Pen and Papergruppe eben kein Faun und kein Luchswesen vor. Diese Wesen sind zu unhumanoid um in eine normale Gruppe "mal eben reinzupassen" (und ja, ich weiß, es gibt inzwischen genug Pen and Papergruppen wo auch so etwas möglich ist. Je spezifischer das ganze wird, umso besser.

    Eine Kleingruppe mit "nur Luchswesen" oder zumindest "ähnlichen/artverwandten Wesen" wäre beispielsweise mal eine schöne Ausnahme zum "ich hab da mal was tolles gebastelt, aber wie ich es reinbringen soll weiß ich immer noch nicht". Alternativ das ganze auch mit Menschen gemischt, die aber irgendwie zum entsprechenden Tierwesen passen. Bei einen Minotauren beispielsweise antike Charaktere (am besten Fantasygriechen).

    Ansonsten halte ich das Konzept "Abenteurergruppe" gar nicht für unmöglich, je spezifischer es wird. Wenn es nur Menschen sind wäre das ein erfreulicher Anfang. Wenn man sich dann noch auf ein gemeinsames Hintergrundland festlegt umso besser. Wenn jetzt beispielsweise auch noch ein komplett ausgearbeitetes Hintergrundland (wie meinetwegen das Bornland) genommen wird, habe ich auch kein Problem damit wenn die Gruppe nun aus 3 Kriegern, einem Magier, der Heilerin und vielleicht noch irgendeinen singenden/gaukelnden/massierenden Beiwerk besteht (wie eben die typische Pen and Papergruppe). Der einzige Unterschied zur Pen and Papergruppe wäre hier, dass auch viele Erlebnisse ausserhalb der Gruppe stattfinden (der Magier wird tendenziell eher für Dinge gebraucht die die Krieger nicht interessieren, hat aber dafür wenig in der Feldschlacht zu suchen usw.).

    Wie die anderen schon schrieben, je "offener" die Gruppe (auch für einen Rassenmix) ist, umso unglaubwürdiger wird sie eigentlich. Deshalb sollen sich Spieler übrigens auch in P n P Gruppen die ich meistere inzwischen auf eine Rasse einigen. Funktioniert (nach einigen verbalen Prügeleien und nachdem jeder mal seinen Willen bekommt) übrigens hervorragend.

    edit: Nach meinen Erfahrungen mit der Gruppensuche in letzter Zeit (welche intensiver betrieben wurde/wird) könnt ihr übrigens ruhig einen Spielstill oder eine gemeinsame Hintergrundoptik festlegen. Wenn man den Spielern erst einmal etwas ausgearbeitetes vorlegt sagen die wenigsten "nö will ich nicht". Für das OT-gelingen einer Gruppe sind nämlich andere Dinge als "jeder kann spielen was er will" viel wichtiger (wozu ein freundschaftlicher Umgang miteinander, eine ähnliche Spieleinstellung (jagt man nun nur noch den Plot oder geht am Abend auch mal in die Taverne) und ähnliches gehören. Vielleicht kannst du ja deine Mitspieler überzeugen ihre Gruppe an dein Luchswesen anzupassen. Und vielleicht hilft auch hier: "beim nächsten mal spielen wir eben xyz" (was sich ein Teil der anderen Spieler wünscht).

  9. #9
    Justav
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    Hallo Hineya,

    die meisten User hier wirst Du wohl nur mit einem Gruppen-Konzept zufriedenstellen, dass sich in einem Wort umreißen lässt, und was entweder die Profession oder einen anderen wichtigen Aspekt aller Mitglieder recht weitgehend festgelegt. "Gefolge eines Adligen", "religiöser Orden", "Söldnertruppe" etc.pp. (Nicht, dass das alleine schon reicht, wohlgemerkt. )

    Ich mach mal die Gegenrede, bzw schlage ein paar Dinge vor, die mir möglich erscheinen. Wobei ich es auch schwierig finde, so exotische Wesen wie Faune oder Tierwesen in eine Gruppe zu integrieren, aber gut.

    Die Möglichkeit, eine herumstreunende "Abenteurer-Gruppe" zu spielen, besteht natürlich immer, va wenn kein Charakter aus dem Bild des wohnungslosen Landstreichers herausfällt; keine Adligen, mächtigen Magier, angesehenen Priester usw. Aber wenn ich das richtig verstehe ist das auch nicht das, was Dir vorschwebt, bzw habt ihr das schon.

    Die "Händler-Idee" finde ich eigentlich gar nicht schlecht. Das könnte man um weitere Aspekte erweitern, und dabei die Inhomogenität sogar nutzen. Nach dem Motto: "Wir können alle Waren und Nachrichten besorgen, prüfen oder überbringen, die ihr braucht!" Kräuter und so'n Kram? Waldläufer, Luchs. Analyse dieser Waren? Alchemist oder Magier. Kontakt zu Feen uä Zauberwesen? Faun. "Fachwissen" über allerlei seltsame Gegenstände, Wesen und Gegenden? Barde. Schutz des Ganzen bzw der Ware? Krieger. Dazu könnte man anbieten, Botschaften (auch zu ungewöhnlichen Orten oder Adressaten) zu überbringen, oder Dinge in Erfahrung zu bringen (wenn ihr leute aussppionieren wollt bzw sich das nicht mit der Einstellung der Charaktere beisst). Das ist natürlich nichts für ausgesprochene LowFantasy-Cons oder -Hintergründe, aber das ist mit der gruppe eh nicht drin, wie Du wahrscheinlich selber weisst.

    Auch das Gefolge eines (recht exzentrischen) Adligen wäre denkbar, wenn einer (bzw der "Anführer") einen Adligen darstellen kann und will, und sich evtl ein Land findet, wo der angesiedelt sein könnte, ohne das ein solches "Mischgruppen-Konzept" stört; weiss nicht, ob sich sowas findet.

    Oder man vertritt das Konzept "generische Abenteurer-Gruppe", dass in jedem zweiten Fantasy_Roman vorkommt, ganz offensiv; "Wir sind der Weltenretter e.V., spezialisiert auf das Niederingen von Dämonen, Stürzen Dunkler Herrscher und allgemeines Bekämpfen der Finsternis!" Das hieße aber wirklich, aus der Not eine Tugend zu machen, und würde vermutlich vielen (bes. hier im Forum) nicht gefallen. What the hell, muss man halt durch. :lol:

    Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, einfach weiter eine Gruppe Leute (und seltsamer Wesenheiten) zu spielen, die halt nichts gemeinsam haben, außer dass sie sich kennen und Freunde sind. Man muss auch nicht alles als "Gruppenkonzept" aufziehen, finde ich.
    So long

    Justav

  10. #10
    Kelmon
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    Zitat Zitat von Justav
    Oder man vertritt das Konzept "generische Abenteurer-Gruppe", dass in jedem zweiten Fantasy_Roman vorkommt, ganz offensiv; "Wir sind der Weltenretter e.V., spezialisiert auf das Niederingen von Dämonen, Stürzen Dunkler Herrscher und allgemeines Bekämpfen der Finsternis!" Das hieße aber wirklich, aus der Not eine Tugend zu machen, und würde vermutlich vielen (bes. hier im Forum) nicht gefallen. What the hell, muss man halt durch. :lol:
    Fände ich z.B. nicht notwendigerweise schlecht (ich hätte selbst mal Bock, eine supergenerische P&P-Abenteurergruppe incl. Farbcodierung á la JourneyQuest zu bespielen), aber trotzdem kann bzw. muß man sich hier eben mehr Gedanken um den gemeinsamen Hintergrund machen als "wir wollen OT eben miteinander spielen". Und das kann deutlich mehr arbeit sein als "Wir spielen Orden X, wer mitmacht, ist Ordenskrieger mit folgender Ausrüstung: ..." Man denke hier auch besser nicht an die sich gerade zusammenfindende Abenteurergruppe, sondern eher die, die schon X Jahre zusammen unterwegs ist, also schon eine gewisse Entwicklung gemeinsam durchgemacht hat, die man auch irgendwie nach Außen tragen muß. Es braucht Gemeinsamkeiten, gegenseitige Kenntnis voneinander, Marotten, Zu- und Abneigungen, auf Charakter-, wie auch auf Gruppenebene.

    Und natürlich ist so etwas mit dem "Weltenretter e.V." eine Gratwanderung zwischen "Was wollen diese Möchtegerne denn?" und "Achje, irgendso ein Spaßkonzept...". Hier ist intensives Nachdenken über die richtige Mischung erforderlich.

    Zu guter Letzt eben hat eine komplett gemischte Abenteurergruppe eben im LARP leider das Problem, daß sie auf üblichen Schlachten- wie auch auf Abenteuercons vermutlich ziemlich auseinandergerissen wird. Eine geschlossene Gruppe von reinen Kämpfern schickt man eben gerne gemeinsam zu Ort X um zu kämpfen, bei der gemischten Truppe geht der Kämpfer nach X, der Magier zu den anderen Magiern nach Y, der Adelige wird für die Heerführung rekrutiert und der Gruppenheiler bleibt gefälligst im Lager bzw. beim Tross. Das ist je nach Einstellung natürlich nicht unbedingt etwas schlimmes, man sollte sich dessen aber einfach bewußt sein.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

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