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  1. #1
    longbow
    longbow ist offline
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    Löwen?schamane?/-?adept? für Shadowrun Larp

    Heyho liebe Mitforist*innen,
    ich überlege gerade an einem Char-Konzept für ein Shadowrun Larp.

    Ursprünglich wäre ich gedacht gewesen als Gruppensprecher und "Papa für alles", da mein "Team" entweder sehr (IT und OT) unerfahren oder (IT) "minder befähigt" ist bzw. einige witzige Nachteile hat - nichts destrotrotz sind bei terra first! (ne Mischung aus Al Quaida und Green Peace) natürlich alles Idealisten die fest der Meinung sind, wir packen das

    Nun zum eigentlichen Problem:
    Ich muss vom Gruppenpapa im "modernen basisdemokratischen Haindruiden/Ökobauern Stil" umschwenken zu etwas Kampkräftigerem (da mangelts stark) damit wir wenigstens auch mal kleine Feindberührungen realistisch überleben - Medic/Kräutertante/magische Heilung/etcgedöns haben wir eh doppelt und dreifach. Fernkampf mit Schusswaffen ist bereits belegt (und auch nicht mein Stil) - insofern dachte ich entweder an einen geisterbeschwörenden "Selbstbuff"-Schamanen oder einen Nahkampfadepten - jeweils mit Totem "Löwe" damit ich als Sprecher erhalten bleiben kann.

    Allgemeine Annahmen:
    CharXY stammt aus Südafrika(allerdings weiß), die Eltern hatten/haben eine Großfarm für $random_cash_crop - verdienen an dem Zeug auch hervorragend aber leider hatte Sohnemann nie wirklich Interesse an dem Betrieb und hat sich als Junge schon lieber eher mit dem Rundherum dort beschäftigt. Mit der Zeit lernt er Elfen aus der Zulu Nation kennen, die natürlich geschäftstüchtig wie sie sind versprechen "Natur und Abenteuerurlaube" und so lässt er sich von den Eltern dauernd auf so komische "Erlebniscamps" mit Würmer essen, Unterstand bauen und so Zeugs schicken. Mit 18 soll er den Vater zum ersten Mal auf einer Safari begleiten und seinen ersten Löwen schießen(will er aber gar nicht) - auf der Safari geht allerdings ---weiß noch nicht was--- schief, er knallt den Löwen nicht ab, die übernatürliche Gabe bricht allerdings durch. ---grund für flucht in die usa (evtl. Vater tot, alle glauben er wars, evtl. sogar wirklich er weil er lieber den löwen als den vater lebend sehen wollte?)--- hat sich dann terra first! angeschlossen weil er zum ersten Mal wirklich Leute trifft abseits der Zulu(die Menschen nur als Geldquelle sehen) denen die Umwelt was bedeutet und er das super findet.


    Variante 1 - "der Geist":
    Schamane - läuft mit Djembe/kleiner Trommel herum als Ritualgegenstand, luftige Kleidung mit Zähnekette und allerlei Gebamsel - vom Look her wie die "weiße Version" eines Medizinmannes, beschwört Geister zum selbst oder fremd buffen im (Nah)kampf bzw für andere Dienste, evtl. auch 1-2 Spruchzauber

    Persönlichkeit: besonnener Anführer - eher bedacht wie eine Löwin mit ihren Jungen, scheut keinen Konflikt - sucht ihn allerdings auch nicht aktiv, liegt gerne faul in der Sonne - kämpft nur wenns sein muss und solange es sein muss(dann aber ordentlich); findet hie und da ne Bio-Shisha und ein Bio-Soybier ganz angenehm


    Variante 2- "die Dunkelheit":
    Nahkampfadept pur, keine Spruchzauber;
    zwar auch luftige Kleidung aber eher schlicht, maximal mit ein bisschen Fell oder Leder hie und da, wenig/kein Gebamsel, trägt immer Gesichtsbemalung,

    Persönlichkeit: eher hyperaktiv, furchtloser Draufgänger der auf Konflikte offen zugeht und sich auch bei Kleinigkeiten sofort "auf den Schwanz getreten" fühlt, im Kampf gnadenlos - evtl. auch mit Nachteil Blutrausch, passt ständig auf sein "Rudel" auf - dadurch auch kein Saufen oder sonstiges - da ja jeden Moment was sein könnte, gut mit Wildniskunde/Spuren lesen/etc.


    Andere Ideen und Vorschläge gerne gesehen, ansonsten könnt ihr die beiden Archetypen oben auch gerne zerpflücken -> Feedback welcome!

  2. #2
    Kamikaze
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    Ich kenne mich jetzt im Shadowrun-LARP nicht aus, aber das Druiden-Konzept klingt extrem telling-lastig. Würde ich sein lassen.

    zur Hyperaktivität: Wenn du das OT nicht bist, ist das UNGLAUBLICH anstrengend, sowas darzustellen! Bedenke das bei deiner Charaktererschaffung.

    Hintergrundland Südafrika: Warum nicht hier den "angebohrenen Führer" ins Spiel bringen? Dein Charakter könnte ja aus einer "alten Kolonialherren-Familie" stammen, und daran gewöhnt sein, Leute herumzukommandieren. (Dann wäre auch die Hautfarbe geklärt.)
    Dazu passt aber weder der Kämpfertyp, noch der Druide so richtig.
    Evtl kannst du den Kämpferaspekt über einen "Schuss" Ritterlichkeit in der Erziehung ins Spiel bringen. Dann sollte deine Ausrüstung das aber auch zeigen. (z.B. hochwertige Körperpanzerung, Schmuck, verzierte Waffen, etc.) Zudem gehören dazu auch gewisse Moralvorstellungen, die du gut ins Spiel einbringen kannst. (Und ja - die gehen auch für Terroristen und Räuber - halt in etwas umgedeuteter Form - siehe auch "Raubritter").
    Wichtig ist auch, dass du als Anführer einer Gruppe eine gewisse OT-Erfahrung in Sachen Gruppenführung mitbringst. Viele LARPer (gerade Neulinge) wollen mit ihren Charakteren immer ganz besonders rebellisch und "frei" sein. Solche Leute auf Spur zu halten ist meist nicht ganz einfach.
    Geändert von Kamikaze (27.07.2013 um 06:53 Uhr)
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  3. #3
    longbow
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    Zitat Zitat von Kamikaze Beitrag anzeigen
    Ich kenne mich jetzt im Shadowrun-LARP nicht aus, aber das Druiden-Konzept klingt extrem telling-lastig. Würde ich sein lassen.
    nicht telling lastiger als wie wenn ich Leuten als Nahkampfadept nachlaufe und dabei die ganze Zeit "ZWEI DIREKT; ZWEI DIREKT!" brülle

    zur Hyperaktivität: Wenn du das OT nicht bist, ist das UNGLAUBLICH anstrengend, sowas darzustellen! Bedenke das bei deiner Charaktererschaffung.
    Naja, es geht - für ein Wochenende krieg ich das hin, zumal ich "hyperaktiv" ja auch insofern abgeändert darstellen kann, dass er es einfach hasst irgendwo rumzusitzen und zu warten bzw. lange Pläne zu schmieden oder zu verhandeln sondern lieber einfach mal loslegt und drauf vertraut "dass es schon klapp"

    Hintergrundland Südafrika: Warum nicht hier den "angebohrenen Führer" ins Spiel bringen? Dein Charakter könnte ja aus einer "alten Kolonialherren-Familie" stammen, und daran gewöhnt sein, Leute herumzukommandieren. (Dann wäre auch die Hautfarbe geklärt.)
    Dazu passt aber weder der Kämpfertyp, noch der Druide so richtig.
    Naja, die Cash-Crop Farm Geschichte is ja im wesentlichen eh das, nach dem Ende der Apartheid hatten die weißen Ausbeuterfarmer die noch da waren (real OT gesehen) einen seh schweren Stand bzw. wurden teilweise auch offen angegriffen. Nachdem sich 2070 die Apartheid quasi wieder hergestellt hat und die Weißen wiedermal die Wohlhabenden sind - kommt er ja wahrscheinlich genau aus so einem alten Kolonialhause - hat aber halt kein Bock Menschen auszubeuten für Erdnüsse/Baumwolle/younameit

    Evtl kannst du den Kämpferaspekt über einen "Schuss" Ritterlichkeit in der Erziehung ins Spiel bringen. Dann sollte deine Ausrüstung das aber auch zeigen. (z.B. hochwertige Körperpanzerung, Schmuck, verzierte Waffen, etc.) Zudem gehören dazu auch gewisse Moralvorstellungen, die du gut ins Spiel einbringen kannst. (Und ja - die gehen auch für Terroristen und Räuber - halt in etwas umgedeuteter Form - siehe auch "Raubritter").
    Wie meinst du Ritterlichkeit? Jetzt nur über das Ausrüstungniveau? Moralvorstellungen hat er ja von der Gruppenzugehörigkeit genug - das sind ja im wesentlichen Öko Terorristen die zwar nach innen einen auf basisdemokratisch und "Gutmensch" machen, nach außen aber meist (eher) wenig Skrupel haben für "ihre Sache", also Rettung der Wale/des Regenwaldes/etc., jemandem umzubringen. Nicht, dass sie jetzt sofort allen unbedingt die Schädel einschlagen müssen der mal nen Kaugummi auf die Straße spuckt, wir planen genauso legale Aktionen auf dem Larp wie ne Mini-Demo, Flyerverteilen oder "Haben Sie eine Minute Zeit um über die Umwelt zu reden?". Also egal welches Konzept von den beiden - er wäre an sich schon ein Idealist.

    Wichtig ist auch, dass du als Anführer einer Gruppe eine gewisse OT-Erfahrung in Sachen Gruppenführung mitbringst. Viele LARPer (gerade Neulinge) wollen mit ihren Charakteren immer ganz besonders rebellisch und "frei" sein. Solche Leute auf Spur zu halten ist meist nicht ganz einfach.
    Keine Sorge, in der Vorbereitung aufs Larp muss ich die Leute jetzt schon OT koordinieren, habe im Job Mitarbeiterverwantwortung und nebenbei ne eigene Trainingsgruppe die ich leite. Dadurch, dass ich meine Leute kenne glaub ich lassen sich die auch mal (it und ot) was sagen - zumal du nicht vergessen darfst, die Gruppe is halt immernoch ne Öko-Truppe und da gibts sowas wie Gehorsam nicht - das wäre ja auch ein Unterschied von Variante1 zu Variante2 - der Geist würde die Leute eher Fehler machen lassen, weil er weiß dass Welpen das tun müssen um zu lernen - die Dunkelheit würde von jedem Verlangen 100% zu geben (von sich selbst 120%) und verzeiht eigentlich keine Fehler ohne, dass er pampig wird.

  4. #4
    Kamikaze
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    Zitat Zitat von longbow Beitrag anzeigen
    nicht telling lastiger als wie wenn ich Leuten als Nahkampfadept nachlaufe und dabei die ganze Zeit "ZWEI DIREKT; ZWEI DIREKT!" brülle
    Wenn das nötig ist, bin ich ja froh, dass ich Shadowrun-LARP noch nicht asprobiert habe... O.O

    [...]hat aber halt kein Bock Menschen auszubeuten für Erdnüsse/Baumwolle/younameit
    Aber sie dafür umzubringen geht schon? Finde ich persönlich recht widersprüchlich, aber kann in dem Setting ja "normal" sein.

    Wie meinst du Ritterlichkeit? Jetzt nur über das Ausrüstungniveau?
    https://www.larpwiki.de/RitterlicheTugenden

    Das meine ich damit.
    z.B.
    > Extreme Moral (Wer auf dem Boden liegt, wird nichtmehr angerührt (auch nicht umgebracht) - kann auch in der Gruppe gut gespielt werden!)
    > extreme Ehre (Der Gegner bekommt immer eine Waffe (zurück), oder einen anderen, sichtbaren Vorteil, damit dein Sieg ehrenhaft ist)
    > etc.

    Moralvorstellungen hat er ja von der Gruppenzugehörigkeit genug - das sind ja im wesentlichen Öko Terorristen die zwar nach innen einen auf basisdemokratisch und "Gutmensch" machen, nach außen aber meist (eher) wenig Skrupel haben für "ihre Sache", also Rettung der Wale/des Regenwaldes/etc., jemandem umzubringen. Nicht, dass sie jetzt sofort allen unbedingt die Schädel einschlagen müssen der mal nen Kaugummi auf die Straße spuckt, wir planen genauso legale Aktionen auf dem Larp wie ne Mini-Demo, Flyerverteilen oder "Haben Sie eine Minute Zeit um über die Umwelt zu reden?". Also egal welches Konzept von den beiden - er wäre an sich schon ein Idealist.
    Das beißt sich mit dem Willen, "Leute nicht für XY aubeuten".

    da gibts sowas wie Gehorsam nicht
    Wenn du es schaffst deine Gruppe ohne Gehorsam zu koordineren, dann Respekt. Aber das musst du selber wissen.

    Insgsamt macht mir dieses Konzept den Eindruck, als sei es für das P&P gemacht.
    Die Umsetzung wird (bewusst) sehr tellinglastig und die Charaktere halten "nur" aufgrund eurer OT-Freundschaft zusammen.
    Ich glaube nicht, dass ihr so ein Konzept auf einem "standard-Fantasy-Con" spielen könntet, ohne zumindest schief angeschaut zu werden. Wie das im Shadowrun ist, weiß ich nicht - ich kann mir jedoch vorstellen, dass es dort ähnlich tellingmäßig zugeht wie beim Vampire-Spiel.
    Ich persönlich mag Ansagen wie "zwei direkt" oder "Feuerball 14" garnicht und würde euch daher im Spiel vermutlich meiden.
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  5. #5
    longbow
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    Zitat Zitat von Kamikaze Beitrag anzeigen
    Wenn das nötig ist, bin ich ja froh, dass ich Shadowrun-LARP noch nicht asprobiert habe... O.O
    naja, div. (Schuss)Waffen verteilen fixe Schadenswerte - aber woher soll die ggü Person wissen, dass ich jetzt z.B. Adept bin der mittels entspr. Skill einen Teil der Rüstung ignoriert und mit "bloßen Händen" direkten Schaden anrichtet? Ich finds auch nicht gerade elegant, aber scheint mir das Mittel der Wahl. Ich werd mir wohl kaum mit Edding auf meine Hände schreiben "2 direkt *smileyface*" nur damit ich nicht böses telling machen muss. Die einzige Möglichkeit das zu umgehen wäre


    Aber sie dafür umzubringen geht schon? Finde ich persönlich recht widersprüchlich, aber kann in dem Setting ja "normal" sein.
    Wieso sollte ich die armen Schweine die auf der Farm meines Vaters schuften müssen umbringen wollen??


    https://www.larpwiki.de/RitterlicheTugenden

    Das meine ich damit.
    z.B.
    > Extreme Moral (Wer auf dem Boden liegt, wird nichtmehr angerührt (auch nicht umgebracht) - kann auch in der Gruppe gut gespielt werden!)
    > extreme Ehre (Der Gegner bekommt immer eine Waffe (zurück), oder einen anderen, sichtbaren Vorteil, damit dein Sieg ehrenhaft ist)
    > etc.
    Der volle Codex wäre in einer Cyberpunk Welt wo Leute "für ein paar Euro um die Ecke gebracht werden" imho schlicht nicht durchführbar und sollte es nicht so rübergekommen sein viele Qualitäten davon sind dem Totem Löwe ja inhärent wie z.b. Loyalität, Ehre, Tapferkeit, etc. - genauso möchte ich aber auch zeigen, dass ich nicht nur ein Typ bin der Kätzchen cool findet und vielleicht bissle zaubern kann, sondern dass sich die "Tierhaftigkeit" auch in der Persönlichkeit niederschlägt. Für arg übersteigerte Ausprägungen eines Einzelaspektes find ich das Totem zu "praktisch veranlagt", darüber denk ich aber gern nochmal nach.

    Das beißt sich mit dem Willen, "Leute nicht für XY aubeuten".
    Eine rein philosophische Angelegenheit. Sie sind fanatische Öko-Freaks die "Feinden der Natur/Mutter Erde" auf den Pelz rücken - wer das dann genau ist, wer festlegt ob du jetzt da dazu gehörst, wer die "Schuldigen" bzw. "Opfer" sind und ob es neben diesem schwarz/weiß auch noch Graubereiche gibt, diesen Fragen mussten sich alle diese Organisationen im Lauf der Geschichte schon stellen. Das wird hoffentilch noch schönes Rollenspielpotential ergeben wenn sich die Gruppe jetzt uneinig ist ob Person X jetzt eigentlich ein armes Schwein oder "Teil des Systems" ist

    Wenn du es schaffst deine Gruppe ohne Gehorsam zu koordineren, dann Respekt. Aber das musst du selber wissen.
    Wer sagt denn, dass ich das zu 100% muss? Ich führe hier keine hochprofessionelle Shadowrunner Söldnertruppe von Ex-Elite-Soldaten in eine Kommando-Mission die keine Fehler erlaubt. Solang alles halbwegs läuft is schon gut.

    Insgsamt macht mir dieses Konzept den Eindruck, als sei es für das P&P gemacht.
    Die Umsetzung wird (bewusst) sehr tellinglastig und die Charaktere halten "nur" aufgrund eurer OT-Freundschaft zusammen.
    Die Charaktere der Gruppe halten zusammen weil sie grundsätzlich für die gleichen Ideale kämpfen - genauso könntest du jetzt in Frage stellen wie Loyal Mitglieder in Parteien zueinander sind, die Pfadfinder, "younameit". Dass die jetzt vielleicht nicht das das Leben leichtfertig füreinander riskieren sei dahin gestellt und verlangt auch (als Spieler) keiner, warum solls vor allem in so losen Gruppierungen nicht auch einfach Opportunisten geben?

    Ich glaube nicht, dass ihr so ein Konzept auf einem "standard-Fantasy-Con" spielen könntet, ohne zumindest schief angeschaut zu werden. Wie das im Shadowrun ist, weiß ich nicht - ich kann mir jedoch vorstellen, dass es dort ähnlich tellingmäßig zugeht wie beim Vampire-Spiel.
    Ich persönlich mag Ansagen wie "zwei direkt" oder "Feuerball 14" garnicht und würde euch daher im Spiel vermutlich meiden.
    Das Gruppenkonzept ist nicht von uns ausgedacht, es gibt derartige Gruppierungen in allen möglichen politischen und weltanschaulichen Ausrichtungen im Shadowrun-Setting wie Sand am Meer.

    Was das telling angeht, ja mir wärs auch lieber mit weniger/ohne - aber dadurch, dass das Regelwerk Zauber auf verschiedenen Stufen erlaubt mit entspr. Schaden etc. gedöns wird es leider nicht ausbleiben. Wie immer

  6. #6
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    Zumindest die Schadensansagen können im Fantasy-LARP auch durch "schönes Spiel" umgangen werden.

    Leseempfehlung dazu:
    https://www.larpwiki.de/action/show/Regeln/DKWDDK

    Wie wäre es denn, wenn du deinem Gegenüber einfach die Freiheit lässt, deine Attacke so auszuspielen, wie er/sie es für richtig hält? Evtl machst du dann im Verhältnis mal "5 direkt", oder auch mal "gepatzt - 0 Schaden". Das ist jedoch spielumfeldabhängig. Wenn auf der Con viele Spieler von DKWDDK noch nichts gehört haben, kann man damit auch eingehen.
    Allerdings bringt das Quäntchen "Unsicherheit" viele Spieler auch dazu, ihre Attacken effektvoller auszuspielen, um eben "Patzer" zu vermeiden, und dem Gegenüber auch ohne Ansage zu vermitteln: "Ich verletze dich jetzt!"
    Das ist jedoch Spielphilosophie, über die hier schon in vielen Threads diskutiert und gestritten wurde. --> Wenn es in deinem Spieleumfeld usus ist, Schadenswerte anzusagen und Schadenspunkte herunterzuzählen, ehe man "umfällt", ist das vermutlich die Spielweise der Wahl.


    Zu den ritterlichen Tugenden:
    Wenn dir das nicht taugt: ok.
    Du solltest dir trotzdem irgendwas überlegen, das die Gruppe zusammenhält, sowie etwas, das intern für Zündstoff sorgt (und dich als "Anführer" herausstellt). Ebenso ist es sinnvoll auch "Alltäglichkeiten" zu verteilen, damit außerhalb des Kampfes auch Spiel entsteht. Zumindest im Fantasy-LARP sind Kämpfe ja nur ein Bruchteil des Tages, und dazwischen ist "Alltag", der ohne entsprechende Planung schnell in OT-Blasen umschlägt. Auch "Beschäftigungstherapien" für deinen Charakter sind sinnvoll, damit du dich auch mal für ein paar Stunden auf Con alleine beschäftigen kannst, ohne dich zu langweilen oder OT zu gehen.
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  7. #7
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    Ich muss zugeben, dass ich auch noch Probleme habe, mir große Teile der Shadowrun-Welt als Larp vorzustellen, insbesondere was Magie angeht, zu diesem Teil des Konzeptes kann ich deswegen nur sehr wenig beitragen. (Naturgeister? Wie macht man das? Mit einem Gruppenmitglied im Kostüm?)

    Was ich mir als Darstellungsansatz noch ganz nett vorstellen könnte, wäre eine Variante des Archetyps "Großwildjäger", also weniger auf Stammeskulturen basierend sondern vom Grundprinzip eher "westlich", dafür aber mit allerlei Trophäen und Tierteilen als Fetischen. Gerade mit dem Umweltschutzaspekt finde ich das ziemlich cool, sozusagen als spiegelverkehrtes Gegenstück zum Jäger. Auch das dominate, raumgreifende Verhalten einer solchen Rolle finde ich sehr passend zum Konzept eines Löwenschamanen.

  8. #8
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    Ich möchte jetzt auch gar nicht spielphilosophisch streiten, weil ich dir im Grunde ja recht gebe, dass es komplett bekloppt aussieht wenn ein Löwentyp nem Security Guard nachläuft, der schießt mit der Nerf was die Hütte hergibt und der Kerl hintendran brüllt nur "2 direkt! 2 direkt!".

    Ich habe allerdings an diesen Cons sowohl schon als Spieler als auch als NPC teilgenommen und war mit dem Ausspielen von Schaden beide male sehr unzufrieden bzw. ist es mit vollautomatischen Nerf-Guns ja auch ungleich schwerer an die Kerle ranzukommen als einfach mal nem Larp-Pfeil auszuweichen. Insofern erwisch ich die Kerle entweder schnell oder ich bin tot. Im Fantasy-Larp kenn ich ca. mein Regelwerk, da hab ich dann so meine LP/Schaden/Rüstung etc. und ich persönlich hab dann für mich meistens festgelegt ok "nach 3 Treffern dieser Sorte/1x von der groben Kelle mit nem guten Treffer/etc geh ich down, das geht sich rechnerisch mehr oder weniger aus". Da bleibt im Zweikampf auch irgendwo Zeit zu noch theatralisch den letzten Schlag zu versetzen oder vom Zweihandhammer weggeschleudert zu werden.

    Wie hier allerdings Schusswaffentreffer aus Sturmgewehren/Maschinenpistolen hält man realistisch nicht wirklich so viele aus - egal wohin Nachdem da aber 80%+ mit zumindest halbautomatischen Waffen rumlaufen die dann tlw. nochmal gemoddet sind mit ner Schussfrequenz von 5 Darts oder mehr pro Sekunde - da komm ich mit dem ausspielen einfach irgendwann nicht mehr hinterher - 5x pro Sekunde zu sagen "deine Waffen nützen dir nichts gegen die Unbändigkeit eines Tieres" - nur damit der Kerl mitbekommt "oha der hat ne magische/natürliche Rüstung". Ebenso weiß der Kerl auch nicht ob ich da jetzt ne normale Nahkampfattacke mache oder eine magische von der er ja theoretisch mehr Schaden nehmen könnte - einziger Ausweg daraus wären so Wolverine Klauen, die find ich aber albern oder so Handschuhe mit befestigten Krallen vorne oder so... und nem "offensichtlich shiny i am magic!" Klunker am Handrücken. Magiebegabte müssen zwar UV Marker/Farben tragen aber der wird im Kampf wohl kaum erstmal die Taschenlampe zücken und "mal nachsehen".

    Zeit für gutes Darstellen bleibt erst wieder im (un)bewaffneten Nahkampf der über "Prügelpunkte"(berechnet aus Skill +/- Modifikatoren) abgehandelt wird, wo ich bei Beginn kurz flüstern kann wieviele, und dann halt nach bisschen rumgetue(no contact) Verlieren oder Gewinnen.

    Danke für den Rat mit den Nebenbeschäftigungen, bereits ausgedacht haben wir uns eine "morgendliche" Yoga Stunde, gemeinsames Trommeln/Didgeridoo spielen, diese Mini-Demo mit Flyer verteilen, eine Biowissenschaftlerin die mich sicher auch mal beforschen möchte, nen esoterisch angehauchten "Heilpraktiker" der dir dann so Karten legt/auspendelt/Wünschelruten geht, ein fettes Abschlussritual (inkl. allen andern SCs/NSCs die noch mitmachen wollen) das auch erstmal vorbereitet/einstudiert werden will,

    Ansonsten gibts ja hoffentlich auch Plot Elemente die nix mit Kampf zu tun haben. Nicht falsch verstehen, der Charakter soll die Kampfkraft der Truppe stärken, wird sich aber auch sonst einbringen und nicht nur in der Ecke sitzen und warten bis es was zu schnetzeln gibt


    €dit@Cartefius:
    Großwildjäger in ner Gruppe von Öko Fundies? Das wäre der pure Suizid! ...zumal ich mir dann wirklich die Frage stelle warum die Gruppe so nen Wahnsinnigen der Tiere einfach aus Spaß/für die Trophäen abknallt obendrein als Anführer akzeptieren sollte?

    Naturgeister brauch ich nur sichtbar (als verkleideter NPC wenn verfügbar oder Gruppenmitglied) wenn auch andere Magier anwesend sind da sie sich im Normalfall nicht zwingend materialisieren müssen, das wäre erst nötig wenn du den Geist selbst losschickst damit er physische Attacken ausführt oder andere physische Prozesse wie heben/tragen/etc. Insofern reicht meinen Darstellungsanforderungen da ein kleines Anrufungsritual inkl. anschließendem Selbstgespräch mit dem Baum/Bach/Feuer/etc.

    Das einzige was nicht wirklich geht sind AOE Schadenszauber bzw. AOE Beeinflussungen der Gefühle, die gibts aber glaub ich lt. Regelwerk nicht außer "Frieden" und das hat ne festgelegte RW und dauert solange wie ich Singe/Musik spiele/Texte retiziere mit max. 15 Minuten.
    Geändert von longbow (27.07.2013 um 15:54 Uhr)

  9. #9
    Kamikaze
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    so Handschuhe mit befestigten Krallen vorne oder so... und nem "offensichtlich shiny i am magic!" Klunker am Handrücken.
    Den Gedankengang solltest du nicht so schnell verwerfen. Ich denke nämlich, das geht in die richtige Richtung. (Weg vom Telling - hin zur verständlichen Darstellung)
    Ich habe auf Fantasy-Cons schon Magier gesehen, die in ihrem Gebamsel Lautsprecher versteckt hatten, die beim Wirken von Magie Geräusche gemacht haben. Einer hat sogar so seine Stimme ganz extrem verstärkt - was besonders für einen animalischen Charakter toll wäre.
    Auch besondere Handschuhe (Tierklauen), Handbemalung, Applikationen (Edelstein aus Latex oder Silikon, etc.) usw. können da helfen.
    Gerade als reiner Nahkämpfer solltest du entsprechend irgendeinen Körperpanzer tragen (z.B. Kevlarweste), um auch mal in einem Schusswechsel aktiv werden zu können, ohne gleich deinen Charakter neu bauen zu müssen - insbesondere, wenn du nicht heimtückisch von hinten, oder durch anschleichen in der Dunkelheit angreifen willst.
    Zudem muss dir klar sein, dass du als Nahkämpfer sehr schnell und oft am Boden liegen wirst, wenn Schusswaffen unterwegs sind. Ob du damit die Kampfdraft der Gruppe steigerst ist also sehr fraglich. Ich denke den größten Effekt hättest du da als "Heavy", mit dicker, vollautomatischer Wumme. Sonst bist du halt immer der, der unbewaffnet zur Schießerei kommt.
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  10. #10
    Cartefius
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    Großwildjäger in ner Gruppe von Öko Fundies? Das wäre der pure Suizid! ...zumal ich mir dann wirklich die Frage stelle warum die Gruppe so nen Wahnsinnigen der Tiere einfach aus Spaß/für die Trophäen abknallt obendrein als Anführer akzeptieren sollte?
    Deswegen meinte ich ja "spiegelverkehrtes Gegenstück", also jemand, der ständig mit Tieren in der Wildnis unterwegs ist und Wilderer zur Strecke bringt, aber gewandungs- und ausrüstungstechnisch mit ähnlichen Stilmitteln.

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