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  1. #1
    Talaos
    Talaos ist offline
    Grünschnabel Avatar von Talaos

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    Neuling! Euer Lieblingsthema!

    Guten Abend allerseits!

    Ich stelle mich einfach erstmal vor: Ich bin Talaos, komme aus Münster in NRW, ganz neu im LARP und begierig darauf auch mal das Rollenspiel auszuprobieren!

    Damit Ich euch nicht mit irgendwelchem 08/15 Müll vollquatschen will habe Ich einfach die neuste Auflage des Anfängerfragebogens kopiert und werde bestmöglich versuchen anhand davon und meinem Amateurwissen einen spielbaren Charakter zu erstellen. Ich hoffe auch einfach mal das ihr dem ganzen einen gewissen Feinschliff gebt den Ich zu 99%iger warscheinlich übersehen werde.

    ----------- ACHTUNG! WALL OF TEXT INCOMING! -----------

    Fangen wir doch einfach mal an:

    A - Zu Deiner Person (falls es nicht schon in Deinem Forenprofil steht und Du es angeben willst)

    A1: Wie alt bist Du? (Das ist wichtig, weil nicht alle Larp-Veranstaltungen für alle Altersstufen offen sind und auch nicht alle Charaktere zu jedem Alter passen).

    - Ich bin 22 Jahre alt/jung/verbraucht

    A2: Woher kommst Du, welches Bundesland, welche Stadt? (Um Dir z.B. dabei zu helfen, eine Gruppe in der Nähe zu finden)

    - Ich komme aus NRW, wohne in Münster

    B - Vorwissen

    B3: Wie bist Du zum Larp gekommen? Welche Informationen zu Larp hast Du schon und woher? (Youtube-Videos, Freunde, Larpwiki, andere Foren, Regelwerke...)?

    - Über einen Freund der mich vor kurzem auf LARP aufmerksam gemacht hat, da Ich ohnehin auf Rollenspiel stehe, diverse MMO´s *Steinwerfen aktiviert* gespielt hab. Ich wollte auch einfach mal vom Alltag weg und mich wirklich dem zuwenden was mir Spaß macht.

    B4: Hast Du schon andere Rollenspielerfahrung? Pen&Paper? Online-Rollenspiele? Oder hast Du sogar schon mal gelarpt?

    - Ich habe wie gesagt eine Menge MMO's gespielt. Favoriten waren Warhammer Online, Rift. P&P ist mir ein Begriff, habe es aber nie wirklich gespielt.
    Allerdings bin Ich sehr bewandert in Games Workshop's Warhammer Universum!

    B5: Hast Du ähnliche Hobbies wie z.B. Theater, Cosplay, Mittelaltermärkte, Living History?

    - Leider kam Ich zu nichts der oben genannten

    C - Motivation

    C6: Was hat Dich so am Larp fasziniert, als Du es gefunden hast?

    - In erster Linie das Ausleben einer Person, in einer Welt die vom Spieler selbst geschaffen wird. Und natürlich der Kampf

    C7: Welcher Aspekt von Larp zieht Dich am meisten an? Was erhoffst Du Dir? (Kampfsport/sportliche Betätigung, Wettkampf, Rätsel-Knacken, Theater/Schauspielern, Basteln/Nähen, Charaktere/Geschichten erfinden, Diskutieren/Debatieren, Draußen-in-der-Natur-sein, In-eine-andere-Rolle-Schlüpfen, Erkunden einer anderen Welt, Horror/Grusel/Adrenalin, bestimmte Szenen wie aus Filmen erleben...)

    - In dieser Reihenfolge: Abenteuer, Kämpfe, Rätsel lösen, Quests (ist das gängig?)

    D - Erste Charakterideen

    D8: Wie liesse sich Deine Charakteridee in EINEM Satz beschreiben? Beispielsweise: "Sir Reginald ist ein junger ungestümer Ritter, der nach Ruhm sucht." oder "Fenia ist eine junge Elfe, die sich der Suche nach neuen Heilmethoden verschrieben hat".

    - Talaos ist ein junger Erwachsener, der es satt hat ein bürgerliches Leben zu führen und die Welt entdecken will.

    D9: Grob gesagt: Welcher Kultur, welchem Sozialgefüge entstammt Dein Charakter? Ist er ein kämpfender Ork, eine zwergische Matriarchin, ein südländischer Schmuggler, eine nordische Barbarin, ein behütet aufgewachsener Händlersohn?

    - Er ist der Sohn von hart arbeitenden Eltern und mehreren Geschwistern die einen Hof mit Vieh und Feldfrucht betreiben. Die Mutter geht wöchentlich auf den Markt um die Erzeugnisse zu verkaufen. Diesem langweiligen Leben will er entspringen.

    D10: Wie soll Dein Charakter - also Deine gespielte Rolle, nicht Du selbst - auf andere Charaktere wirken? Bedenke: Du mußt deinen Mitspielern durch Kostüm und Schauspiel deutlich machen, wie Du wahrgenommen werden möchtest. Solltest Du Dir unsicher sein, backe am Anfang lieber kleine Brötchen. Versuche auch nicht zuviel auf einmal umzusetzen - die tollen Ideen laufen Dir ja nicht weg.

    - Talaos ist ein Junger Erwachsener. Dementsprechend hat Er kaum Erfahrung wie das Leben eines Abenteurers aussieht. Er kennt sie nur aus Geschichten wenn er mal in der Taverne den Wanderern bei Ihren Geschichten zugehört hat. Talaos sollte naiv und gutgläubig rüberkommen. Er ist zwar schreckhaft, nachdem sich der Schreck aber gelegt hat stellt er sich Selbstbewusst der Situation in die er geraten ist. Á la Naiv aber nicht dumm!

    D11: Jetzt hast Du ein Grundkonzept, eine Kultur, und eine gewünschte Wirkung, jetzt kommt es noch darauf an, wie man das im Spiel rüberbingt. Hast Du schon Ideen, was man da jeweils machen könnte oder Vorlagen (aus einem Film, Buch, Computerspiel, Comic...) bei denen Dir dieser Aspekt besonders gut gefallen hat? Oder mehrere Figuren, denen der Charakter ähnlich sein soll?

    - Leider habe Ich noch keine Ideen. Ich denke das Ich dort Sachen die Ich auch im reelen Leben tun würde direkt ins Spiel übernehme.

    E - Ausrüstung

    E12: Hast Du Anforderungen an Deine Ausrüstung, die über Larp hinaus gehen? Möchtest Du sie also z.B. für andere Dinge verwenden (Mittelaltermarkt, Theater, Karneval?)

    - Nö

    E13: Hast Du schon Sachen (Kleidung, Waffen, Lagerausrüstung...), die Du nutzen willst?

    - Nö

    E14: Wieviel Geld und Zeit kannst und willst Du aufwenden? (Falls Du noch nie auf einem Larp warst, solltest Du vielleicht nicht zuviel investieren, für den Fall, dass Dir das Hobby nach dem Hereinschnuppern doch nicht gefällt)

    - Ich denke mal an die 200 - 300€

    E15: Hast Du Zugang zu handwerklichen Begabungen (Also ob Du z.B. Näherfahrung hast oder jemanden in der Familie, der oder die Dir helfen kann)?

    - Ich habe Friseur gelernt von daher denke Ich das Ich auf einer Convention vielleicht sogar den Barbier spielen kann (haha ). Allerdings werde Ich eine Umschulung machen. Was Ich mit übernehmen kann ist das Handwerkliche Geschick und Feinstarbeit. Da Ich mich sehr für technik und Maschienen Interessiere werde Ich wohl als Barbier, Technicus oder sogar Astronom (Ich steh voll auf Weltall) in den Charakter integrieren. Inwiefern das möglich ist würde Ich hier gern Erfragen.

    Sonstiges:

    Erscheinungsbild: Ich bin in guter körperlicher Verfassung, treibe viel Kraftsport, 1,78m groß und ansich ziemlich Schmerzfrei was Sprünge, Tritte, Schläge angeht. Habe dunkelbraunes, kurzes Haar.

    Genres (Nennt sich das hier so?):

    - Fantasy kein Problem, Ich kenne Warhammer und würde mich gerne in so einer "Welt" wiederfinden. Ähnliche Welten wo es auch Zwerge, Magie, Trolle, Orks und den ganzen Kram halt gibt reizen mich sehr

    - Mittelalter: generell die Zeit im Mittelalter wo die Menschen von Kettenrüstung nach und nach auf Platte umgestiegen sind (kenne leider keine genauen Zahlen) reizt mich auch sehr. Von daher ist mir Realismus auch ein Angenehmes Genre!

    "Erdkunde": Ich kenne keine "Spielwelten"! Ich kann mir aber Wohl denken das ein Zwergen Thain oder ein Sigmarpriester auf Events vom hochmittelalter nix verloren haben!

    Grundidee/ Konzept: Ich habe daran gedacht einen waschechten "Grünschnabel" zu spielen der mit den Jahren reift, seine Gesinnung, Moral, Kampfstil von Situationen in die er Gerät entwickeln zu lassen. Das soll irgendwo meinen aktuellen Standpunkt der Erfahrung im LARP wiederspiegeln.


    Aufbauen tut sich das dann so:

    Der junge Mann erklärt seinem Vater und seiner Mutter abends bei Tisch seinen Plan, auf Reise zu gehen und die Welt zu entdecken, dabei seinen Hang zur Technologie und Astronomie auszuleben und aufgrund dieser Basis später zu Leben. Während die Mutter verzweifelt versucht den Jungen davon abzubringen findet der Vater die Idee zwar nicht schön, da er eine Helfende Hand für den Hof verliert, aber kann nachvollziehen das der Junge Mann was aus seinem Leben machen will. "Das machen die ja so heutzutage". Am nächsten Morgen machte sich der Jungspund auf, mit nichts weiterem als einem/einer einfachen/einfacher , seinem für 5 Kupferlingen gekauften Schild und seinen Kleidern am Leib auf den Weg, die Welt zu erkunden und seinen Wissensdurst und Abenteuerlust zu stillen! Er hat gehört, das die Welt ruchlos, gefährlich, tödlich oder noch schlimmeres sein kann. Da er nur die harten Zeiten kennt wo mal das Essen knapp war, weiß er nicht was noch für Gefahren auf Ihn zukommen werden. Aber Leichtsinn ist ja manchmal eine Tugend und außerdem gibt es auch schöne Aspekte die die Welt "dort draußen" zu bieten hat!
    -----------------------------------------------------------------------------------------


    Ich würde gerne eure Vorschläge anhören bevor Ich jetzt irgendwas dummes oder einen Charakter spielen will der in der Form nicht möglich ist! Tut mir leid für diesen langen Text!

    Aber Ich bedanke mich schon mal im vorraus!
    Geändert von Talaos (04.08.2013 um 00:29 Uhr)

  2. #2
    Kelmon
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    Hallo Guy-Manuel,

    leider finde ich es schwierig, das von Dir bislang geschriebene unter einen Hut zu bringen.

    Was ich jetzt weiß:
    - Deine Eltern sind einerseits Bauern, andererseits beschreibst Du sie als bürgerlich. Für den Fall, daß Du es nicht weißt: "Bürgerliche" wären die Bewohner einer Stadt, die das Bürgerrecht erlangt haben, und während das zwar auf viele verschiedene Charaktertypen zutreffen kann, wären typische Berufe eben Handwerker oder darüber. Wenn Deine Eltern einen Hof besitzen, dürften sie wenig mit einer Stadt zu tun haben.
    - Du willst "mehr" vom Leben
    - Schreckhaft und selbstbewußt, naiv, aber nicht dumm - beides hebt sich eben gegenseitig auf, und es bleibt nichts zurück, was Deinen Charakter von Anderen in seinen Eigenschaften abhebt. Ein bisschen von allem ist eben jeder.

    Ansonsten:
    - Kultur hast Du keine gewählt, was eben auch noch interessant wäre. Von den Bauern ausgehend könnte Deine Familie genausogut Fantasy-Nordleute als auch meinetwegen ans Hochmittelalter oder an Gondor orientiert sein. Ein Vorteil, eine konkrete Kultur zu wählen, ist, daß man es damit von Anfang an vermeiden kann, unpassende Ausrüstung zusammenzustellen.

    - Technikus oder Astronom sind keine Berufe, auf die typischerweise ein Bauernsohn Zugriff hätte. Dazu kommt, daß diese beiden Dinge einen gewissen (nicht unbedingt billigen) Grundbedarf an Ausrüstung erfordern. Davon ab zielte die Frage nicht darauf ab, welche OT-Talente Du ins Spiel mitbringst, sondern in welchem Grad Du Dir zutraust, Ausrüstung selbst zu bauen. Mit einem Budget von 200-300€ könnte ich z.B. locker 2 Anfänger komplett einkleiden, andere stecken sowas auch mal in die Anschaffung eines einzelnen Kleidungsstücks. Konkret also die Frage: Kannst Du nähen und hast Du die Möglichkeit dazu?

    - Das Gleiche gilt auch für den Kämpfer, der Dich ja stark(!) interessiert. Da sehe ich zum einen nicht, woher der Bauerssohn Schild und Waffe herbekommen soll (Nein, das kauft man nicht für Kleingeld auf dem Markt, das ist teure, militärische Spezialausrüstung), zum anderen eben nicht, warum dieser damit umgehen können soll. Hinzu kommt, daß sich vollwertiger Wissenschaftler und vollwertiger Kämpfer nicht gut vereinen lassen (Thema: Eierlegende Wollmilchsau) - Du solltest Dich mit einem Charakter schon auf einen einzelnen Aspekt des Spieles konzentrieren. Dies dient auch dazu, daß Du eben dazu gezwungen wirst, mit anderen zu kooperieren.

    Ich selbst handhabe das so, daß ich für jeden meiner Charaktere einen Hauptaspekt und einen Nebenaspekt wähle (man könnte auch "Beruf und Hobby" sagen): Mein Musketier (Kampf) vertickt nebenbei noch Kleinkram an andere (Handel). Mein Barbier-Chirug (Heiler) braut nebenbei noch schwache Kräutertränke (Alchemie). Mein Siebentürmer Soldat (Kampf) hat einen Waffenpflegefimmel (Ausrüstungwartung ohne regeltechnische Wirkung). Mein Nordmann ist zuhause Segelmacher (Handwerk), gerade aber auf "Wiking" unterwegs (Kampf). Mein römischer Legionär (Kampf) hat sein Schwert an den Nagel gehangen und betreibt nun eine Taverne (Dienstleistungen). Und mein Knecht Otto (Koch) läßt keinen Tanz links liegen.

    - Zur Genrewahl: Die Genres sind weit weniger getrennt als Du Dir das vielleicht vorstellst. Reine "Mittelaltercons" gibt es mWn überhaupt nicht, und Fantasycons, die in einer geschlossenen Kampagne spielen (d.h. eine einzelne Hintergrundwelt wie Warhammer oder Das Schwarze Auge) sind extrem selten. Getrennt wird vielmehr sehr vage nach einem "Fantasy-Level" - niedrig, mittel und hoch. Ein niedriger Level bedeutet hier meist wenig Magie, wenige bis keine Fremdrassen, dazu oft historisch orientierte Ausstattung, in seltenen Fällen auch mal historisch-zeitlich eingegrenzt (z.B. "Alles aus dem 15. Jahrhundert"). Auf dem hohen Level bekämpft sich dann dagegen der Nekromant mit dem Drow vor dem Dämonenportal um die Ehre, die Weltherrschaft an sich zu reißen (mal überzogen gesagt).
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Talaos
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    Alles klar jetzt habe ich schonmal einige Anhaltspunkte die ich nun ausbügeln kann ich werde mich einfach nochmals dransetzten alles genauer ausarbeiten!

    Nochmals vielen vielen dank!

    Edit:

    Okay, gehen wir das ganze nochmals von vorne an, ich bin auch mal so frei und benutze dein Beruf und Hobby System, das bringt es doch recht gut auf den Punkt. Ich werde die Story dann auch ein wenig abwandeln, so das alles nun zusammen passen sollte. Korrektur immer erwünscht und nochmals vielen dank das du/ihr euch die zeit dafür nehmt!

    Die Kultur:

    Die Eltern von meinem Charakter sind Bauern aus dem nördlichen Teil des Imperiums der Menschheit aus Warhammer Fantasy. Passendes Gegenstück zum reelen vom Gebiet her sind zum Beispiel die Baltischen Staaten. Falls du auch (ich denke einfach mal du kennst Warhammer auch) die Geographie der alten Welt kennst: Nordland und Norsca.

    Beruf(ung):

    Da Ich mich mit diesem Charakter auf den Kampf spezialisieren möchte habe Ich zweierlei Auswahl:

    - Von der Armee eingezogen werden
    - Als Abenteurer bzw. Söldner meines eigenen Glückes Schmied sein.

    Da ich nicht so recht weiß womit ich am anfang besser dran bin lass ich das erstmal aus.


    Begabung/ Hobby:

    Da Wissenschaft und Krieger nicht zusammen passen (ist ja auch mehr als logisch, Pardon für den ersten Post) werde Ich mich einfach dem Kochen widmen. Ich weiß das Ich das kann und traue mir das auch zu.

    Wesen des Charakters:

    Ich gebe nun das an was mir am ehesten in den Sinn kommt womit ich mich wohlfühlen würde:

    - unbeschwert
    - selbstbewusst
    - hummeln im Hintern

    - Magie ist Böse!
    - direkte Person, nicht immer gut, oh nein...
    - erkennt Gefahren nicht immer als Gefahr an

    Nochmals zum Budget: wenn du mir sagst das du mit 200 - 300 € so einiges anfangen kannst schrauben wir das einfach mal runter auf 150 - 200€ Maximum. Ich hoffe ich konnte nun ausreichend information geben und das Ich mit dem Budget für den Anfang auskomme!


    P.S.: der Charakter siedelt sich im Mid - high Fantasy bereich an denke ich?
    Geändert von Talaos (04.08.2013 um 03:18 Uhr)

  4. #4
    Kelmon
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    Hallo nochmal,

    Mit Warhammer kenne ich mich nicht aus, aber die Namen der Kultur spricht ja Bände - eben das lokale Wikingeräquivalent. Das wird Dir auch insofern zugute kommen, als daß Kleidung und Ausrüstung leicht zu beschaffen ist, bzw. gerade Kleidung größtenteils eher einfach nachzuschneidern ist.
    Beim Warhammer-Hintergrund würde ich Dich nur davor warnen, daß dieser ja doch eher eine geschlossene Hintergrundwelt darstellt (im Gegensatz zu den meisten anderen bespielten LARP-Hintergründen). Wenn es Dir nur darum geht, etwas wikingerähnliches darzustellen, und es nicht unbedingt das menschliche Imperium, Sigmarglauben & co für Dich sein muß, gibt es auch zahlreiche andere Hintergründe für sowas, die Dir die gleiche Optik bieten. Alternativ kannst Du auch einfach auf Cons, in denen eine Warhammerrolle unangebracht ist, einfach "irgendwo aus dem Norden" kommen, und die Warhammerbesonderheiten mal kurz unter den Tisch fallen lassen.

    Zum Beruf: Sei es von der Armee eingezogen oder vom Werber von Ruhm und Reichtum verführen lassen: An der Stelle brauchst Du natürlich für Dich eine Begründung dafür, warum Du eben nicht mehr in der Armee bist, sondern in irgendeinem fremden Land. Weggelaufen? Entlassen? Was anderes?
    Diese Entscheidung kann ja dann hilfreich dabei sein, dem Charakter Eigenschaften zu verpassen: Der Deserteur ist z.B. vielleicht ängstlich, vielleicht egoistisch.
    Der Abenteurer ohne große Vorgeschichte (vom Bauernhof direkt zur ersten Con) hat vermutlich den Vorteil, daß Du anders als der Soldat keine großartige Kampfausrüstung brauchst bzw. überhaupt haben solltest. Mit Helm, Waffe, Rüstung ist Dein Startbudget nämlich ganz flott aufgefressen.

    Zum "Hobby": Kochen ist eine sehr schöne Idee, sei Dir aber bewußt, daß Du zum IT-Kochen natürlich auch entsprechende Ausrüstung brauchst (Feuerschale, mindestens einen Kessel+Dreibein oder eine Pfanne+Pfannenhund, sowie eine Auswahl an Kochwerkzeugen (Messer, Schneidbrett, Pfannenwender, Rührlöffel, etc). Wenn Du dann auch noch Gäste haben willst, sollte in Deinem Lager auch ein Ambientezelt (also kein Plastik-Iglu) mit schönen Sitzgelegenheiten (also keine Capingmöbel) stehen.
    Natürlich ist es ken Problem, nur zu sagen, daß Du gerne kochst, dann machst Du - mal überspitzt gesagt - die Dose Ravioli auf dem Esbit-Kocher in irgendeiner Ecke des Lagers warm, und bringst dann das Ergebnis wieder zu Deinen Mitspielern. Aber ich sage mal: "Richtiges" Kochen auf Cons durchzuziehen ist für einen Neueinsteiger vermutlich eher schwer, wenn er nicht mit einer Gruppe reist, die selbst schon eine gut ausgestattete Küche anschleppt.

    Zu den Eigenschaften:
    - selbstbewusst
    - hummeln im Hintern
    Sind vergleichsweise "neutral" - also irgendwo egal - mMn. Neugierig und Abenteuerlustig sind die meisten Anwesenden, selbstbewußt sein ergibt sich meist automatisch aus dem OT-Talent dafür.

    - unbeschwert
    - erkennt Gefahren nicht immer als Gefahr an
    Können beide im Übermaß etwas Problembeladen sein; es ist gut, Probleme und konflikte mit sich rumzutragen, denn diese generieren Spiel (nein, das muß jetzt nichts weltbewegendes sein). Gefahren zu trotzen und keine Angst zu haben ist im LARP einfach, da man ja einfach "nicht spielt" (also sein Handeln nicht ändert) - Schwieriger dagegen ist es, wirklich mal Angst zu haben und die damit verbundenen Emotionen gut rüberzubringen. Aber das ist eine Sache, an denen auch die "Profis" scheitern. Ich wollt's nur mal erwähnen.

    - Magie ist Böse!
    Ist tatsächlich auch relativ weit verbreitet. Eine solche Selbstbeschränkung tut einem Charakter eigentlich immer gut. Bedenke dabei, daß das dann auch wohl Dinge wie magische Heilung umfassen dürfte, die Du dann rigoros ablehnst.

    - direkte Person, nicht immer gut, oh nein...
    Den...verstehe ich jetzt gerade nicht.

    Zum Budget: Ich sagte, daß ich mit dem Geld zwei Anfänger ausstatten kann. Weil ich so ziemlich alles selbst herstelle, ich bei Kleidung auf stoffsparende, historische Schnitte zurückgreife und ein gutgefülltes Lager mit im Laufe der Zeit immer wieder günstig gekauften Rohmaterialien habe.
    Ob Du mit 200-300€ bzw. mit 150-200€ auskommst, kann ich erst dann beurteilen, wenn zum einen mal Deine Ausrüstung zusammengestellt ist, zum anderen wenn ich weiß, was Du davon selbst herstellst.

    Ein Beispiel (Versandkosten und "Kleinkram" mal unterschlagend):
    - Diese Baumwolltunika (mMn unterste Qualitätsstufe) kostet 45€. Eine Komplettausstattung an Kleidung (Hose, Tunika, Mantel, Schuhe, Gürtel, Kopfbedeckung) von diesem Händler zu kaufen wird mindestens das heruntergeschraubte Budget fressen. Und die wird dann nach nichts besonderem aussehen, sondern eher nach "LARP-Anfänger Nr. 29105", Das ist nichts tragisches, aber wohl andererseits auch nichts erstrebenswertes.
    - Diese Wolltunika (hervorragende Qualität) kostet 115€. Eine komplett Ausstattung von diesem Händler zu kaufen wird Dich hervorragend aussehen lassen, aber weit, weit jenseits Deines ursprünglichen Budgets liegen.
    - Aus 1.5m von diesem Wollstoff, 2m von diesem Wollstoff, 1,5m von diesem Wollstoff, 0.5m von diesem Wollstoff und 2m von diesem Leinen schneidere ich mir eine Ausstattung bestehend aus Hose, Beinwickeln, Tunika, Mantel, Gugel, Hut, Hemd und kleiner Umhängetasche. Für 10€ + 16€ + 10€ + 3€ + 13€ = 55€. Dazu kämen noch Schuhe (sagen wir mal optimistische 60€), ein netter Gürtel (~20€), drei Fibeln für Mantel und Beinwickel (~15€) womit wir dann bei 150€ für einen soweit komplett und ambientig ausgestatteten nordischen Charakter, dem nur noch berufsspezifischer Kram (von Nadel, Faden und Stoffetzen für den Flickschneider bis hin zur High-End-Rüstung und Waffen für den Anführer des Söldnerheeres) und eben natürlich Lagerkram (Zelt, Sitzgelegenheit, Küche, Eßzubehör, etc.) fehlt.
    Geändert von Kelmon (04.08.2013 um 05:13 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  5. #5
    bradley
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    Ich lese da eine gewisse Planlosigkeit heraus du weißt noch nicht was du willst. Die Idee eines bäuerlichen oder bürgerlichen Hintergrundes finde ich aber gut, das nimmt sich einfach, bescheiden und gut darstellbar heraus. Auch als junger neugieriger Mann einfach von zuhause weg, was anderes erleben, passt. Machen heute noch viele junge Menschen. Bleib doch erstmal an diesem Punkt, entwickeln kannst du den Charakter immer noch. Er kann sich später immer noch einer Söldnereinheit anschließen, oder bei einem Alchimisten/Astronom in die Lehre gehen.

    Schild würde ich erstmal weglassen und stattdessen den Fokus auf Kleidung legen. Spätmittelalerliche Schnitte sind schwierig, aber eine einfache Tunika, Gugel, Radmantel, das kann eigentlich jeder -notfalls mit der Hand- nähen. Fragt sich nur ob du die Zeit dazu hast. Hosen, Gürtel, Schuhe kann man auch selbst machen, aber raten würde ich das nur Leuten die in dem Bereich etwas mehr Handwerkserfahrung haben. Zu Anfang wird es dir aber auch keiner übel nehmen wenn du normale Lederschuhe etwas ambientig abtarnst.

    Eine Umhängetasche aus Stoff lässt sich leicht selbst schneidern oder günstig kaufen. Finde ich praktischer als Gürteltaschen. Must have ist eine Mütze. Viele Arten kann man selbst schneidern, einige lassen sich mit der Hand an einem Abend nähen.

    Bäuerlicher Hintergrund, also höchstens eine einfache Waffe: Stab, Dolch, Beil. Dabei kann man gleich die spätere Entwicklung im Auge behalten, soll es später ein einfacher Kämpfer werden dann eher Beil, soll es Richtung Astronom-Lehrling gehen, eher der Stab.

  6. #6
    Talaos
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    Dankesehr ihr 2! Da sind echt so Sachen an die ich ums verrecken nicht auf dem schirm hatte!
    Nebenbei, Kelmor dz hast eine PN

  7. #7
    Nount
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    Generell sollte man drauf achten, dass man Eigenschaften und Hobbys des Charakters direkt im Spiel umsetzen kann. Sowas wie Astronomie oder Technikbasteleien kann ein auch ein Kämpfercharakter durchaus als Spleen haben, besonders, wenn er nicht in der Welt strengster Armee ist, wo man den ganzen Tag gedrillt wird und nie Freizeit hat, sondern irgendwo, wo das etwas lockerer gehandhabt wird.
    Man muss ja nicht Tonnen von hochentwickelter Ausrüstung mitschleppen dafür, sondern kann klein anfangen.

    Ich finde es eigentlich sehr schön, wenn ein Charakter ein interessantes Hobby hat. Sollte halt nur darstellbar sein. Und für einen Charakter, der viel umherzieht, auch transportabel genug.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  8. #8
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    Wobei mir grade durch den Kopf geht, dass man Söldner und Technik auch gut kombinieren kann, als Experte für Belagerungstechniken. Allerdings dürfte das für den Anfang zu aufwändig sein und macht auf vielen Cons wenig Sinn. Aber wenn der Char einen Technikspleen hat, kann er das in die Richtung auch Schritt für Schritt ausbauen und passt mE. besser zum Kämpfer als das Astronomie-Hobby.

    Mit "Kochen" machst du dir aber sicher auch viele Freunde. :tchin:

  9. #9
    Talaos
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    Belagerungstechnik.... :333 ich schwanke grad wirklich zwischen dem kochen und dem technicus. .. ich esse ja selbst sehr gern

  10. #10
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    Du musst dich auf Dauer gar nicht entscheiden, man kann schließlich mehrere Charaktere parallel haben

    Für den Anfang empfehle ich aber, dir nicht zuviel vorzunehmen. Erstmal klein anfangen, vor allem nicht zuviele Aspekte reinnehmen und nicht zuviel Ausrüstung besorgen, sondern das alles langsam wachsen und sich entwickeln lassen.
    Dann ist der allererste Charakter auf dem allerersten Con vielleicht nicht der einzigartigste und originellste überhaupt, aber es ist praktisch, über ein paar Cons hinweg auszuprobieren, was einem genau Spaß macht und welche Sachen man verstärken möchte (und welche in der Praxis vielleicht doch weniger interessant sind, als man sich in der Theorie dachte).
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
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    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

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