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  1. #1
    Elvin Siana
    Elvin Siana ist offline
    Grünschnabel Avatar von Elvin Siana

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    Elvin Siana meldet sich zum Vorstellen

    Einen wunderschönen guten Morgen/Tag/Abend, je nachdem wann ihr dies lest. Ich bin noch neu, hier bei InLarp und auch bei LARP generell (ca. ein halbes Jahr Tavernenerfahrung und bald die erste Con) und da dachte ich mir, ich stelle mal meinen Charakter vor und hör auf eure Meinungen und konstruktiven Vorschläge.

    Und was ist dafür schöner und übersichtlicher als der Anfängerfragebogen den ich hier zur Hilfe ziehe:

    A - Zu Deiner Person (falls es nicht schon in Deinem Forenprofil steht und Du es angeben willst)
    Ich bin zurzeit Student und hoffentlich bald Schauspielschüler.


    A1: Wie alt bist Du? (Das ist wichtig, weil nicht alle Larp-Veranstaltungen für alle Altersstufen offen sind und auch nicht alle Charaktere zu jedem Alter passen).

    fast 20 (also in rund 5 Tagen)

    A2: Woher kommst Du, welches Bundesland, welche Stadt? (Um Dir z.B. dabei zu helfen, eine Gruppe in der Nähe zu finden)

    Bochum, also NRW

    B - Vorwissen

    Ich habe jetzt, wie oben erwähnt etwas Tavernenerfahrung, habe mich also mit etwas besser erfahrenen LARPERn unterhalten und

    B3: Wie bist Du zum Larp gekommen? Welche Informationen zu Larp hast Du schon und woher? (Youtube-Videos, Freunde, Larpwiki, andere Foren, Regelwerke...)?

    Ein Kommilitone von mir LARPt für sein Leben gerne und mein bester Freund und ich sind eigentlich schon seit Jahren von sowas begeistert gewesen, also haben wir einfach mal angefangen

    B4: Hast Du schon andere Rollenspielerfahrung? Pen&Paper? Online-Rollenspiele? Oder hast Du sogar schon mal gelarpt?

    3 Jahre intensive WoW Erfahrung, aber auch natürlich Offline-RPGs wie NwN oder Skyrim

    B5: Hast Du ähnliche Hobbies wie z.B. Theater, Cosplay, Mittelaltermärkte, Living History?

    Theater natürlich, wie oben gennant. Auch hatte ich (was vielleicht shitte klingen mag) schon seit meiner Kindheit einen Fable für Freilichtmussen (Detmold, Hagen etc.) und Mittelaltermärkte)

    C - Motivation

    der reine Spaß am Ambiente, dem Charakter und Hintergrunderstellen, dem Menschenkennenlernen und dem Spielen.

    C6: Was hat Dich so am Larp fasziniert, als Du es gefunden hast?

    all die oben genannten Dinge

    C7: Welcher Aspekt von Larp zieht Dich am meisten an? Was erhoffst Du Dir? (Kampfsport/sportliche Betätigung, Wettkampf, Rätsel-Knacken, Theater/Schauspielern, Basteln/Nähen, Charaktere/Geschichten erfinden, Diskutieren/Debatieren, Draußen-in-der-Natur-sein, In-eine-andere-Rolle-Schlüpfen, Erkunden einer anderen Welt, Horror/Grusel/Adrenalin, bestimmte Szenen wie aus Filmen erleben...)

    Theater natürlich, dann auch nocht das Charakter/Geschichten Erfinden (Ich stehe unglaublich auf sowas), dem diskutieren debatieren, dem in der Natur sein (Ruhgebietskind), dem Rollen Spiel und noch so viel mehr

    D - Erste Charakterideen

    Elvin Siana, den alle Siana nennen ist ein recht naiver Schriftgelehrter aus den abgelegenen Ravensbergen. Als er eines Tages Heron trifft, verändert sich sein Leben vollkommen. Heron ist für ihn der größte Held allerzeiten, der ihn gleich dazu veranlasst, Sagen und Lieder über ihne zu schreiben und sich als "Herold Herons" zu nennen. Wahrhaft ein heronischer Anhänger Herons! (OT: Heron ist natürlich ein absoluter Narr, aber das würde Siana nicht wissen wollen und erzählt eine überaus heronische Geschichte nach der anderen)

    D8: Wie liesse sich Deine Charakteridee in EINEM Satz beschreiben? Beispielsweise: "Sir Reginald ist ein junger ungestümer Ritter, der nach Ruhm sucht." oder "Fenia ist eine junge Elfe, die sich der Suche nach neuen Heilmethoden verschrieben hat".

    Siana ist ein unerfahrener Schriftgelehrter, der die Kunde Herons verbreiten möchte

    D9: Grob gesagt: Welcher Kultur, welchem Sozialgefüge entstammt Dein Charakter? Ist er ein kämpfender Ork, eine zwergische Matriarchin, ein südländischer Schmuggler, eine nordische Barbarin, ein behütet aufgewachsener Händlersohn?
    Er ist das uneheliche Menschenkind eines Priester der Blutreligion und einer Dorfmagd, wurde aber von den Blutmönchen großgezogen

    D10: Wie soll Dein Charakter - also Deine gespielte Rolle, nicht Du selbst - auf andere Charaktere wirken? Bedenke: Du mußt deinen Mitspielern durch Kostüm und Schauspiel deutlich machen, wie Du wahrgenommen werden möchtest. Solltest Du Dir unsicher sein, backe am Anfang lieber kleine Brötchen. Versuche auch nicht zuviel auf einmal umzusetzen - die tollen Ideen laufen Dir ja nicht weg.
    Siana ist aufgrund seines voherigen Umfeldes etwas naiv und vorlaut bzw. großmäulig, was ihn in so manche bemslige Situation bringt, aber ein ausgezeichneter Rhetoriker was heronische Geschichten Herons anbelangt. Seine Geschichten lassen einem die Haare zu Berge stehen und er erzählt sie gerne. Natürlich ist er da einem kleinen Obulus nicht abgeneigt, schließlich muss auch ein Herold Herons einmal essen.

    D11: Jetzt hast Du ein Grundkonzept, eine Kultur, und eine gewünschte Wirkung, jetzt kommt es noch darauf an, wie man das im Spiel rüberbingt. Hast Du schon Ideen, was man da jeweils machen könnte oder Vorlagen (aus einem Film, Buch, Computerspiel, Comic...) bei denen Dir dieser Aspekt besonders gut gefallen hat? Oder mehrere Figuren, denen der Charakter ähnlich sein soll?
    Man nehme sich etwas Sancho Panza von Don Quichotte, ein wenige C3PO und etwas von jedem guten Sidekick eines jeden Superheldencomics und man hat Siana.
    E - Ausrüstung
    Die üblichen Sachen, die den Körper verdecken (bspw. Hemd mit Heronsymbol) sowie einen Mantel aus den Ravensbergen, Taschen und allerlei Schreibzeugs zum festhalten heronischer Momente

    E12: Hast Du Anforderungen an Deine Ausrüstung, die über Larp hinaus gehen? Möchtest Du sie also z.B. für andere Dinge verwenden (Mittelaltermarkt, Theater, Karneval?)
    Meine Leinenhose ist so bequem, dass ich sie mittlerweile auch OT anziehe ansonsten sind meine Anforderungen nicht so groß.

    E13: Hast Du schon Sachen (Kleidung, Waffen, Lagerausrüstung...), die Du nutzen willst?
    jap und fast alles mit Hilfe wunderbarer Menschen selbstgemacht.

    E14: Wieviel Geld und Zeit kannst und willst Du aufwenden? (Falls Du noch nie auf einem Larp warst, solltest Du vielleicht nicht zuviel investieren, für den Fall, dass Dir das Hobby nach dem Hereinschnuppern doch nicht gefällt)

    Ich bin Student und wohne zuhause, habe dementsprechend erstmal Geld und Zeit.

    E15: Hast Du Zugang zu handwerklichen Begabungen (Also ob Du z.B. Näherfahrung hast oder jemanden in der Familie, der oder die Dir helfen kann)?
    Ich habe Freunde, die sich in Lederverarbeitung auskennen und Verwandte, deren Fähigkeiten im nähen ich über alle Maßen schätze.

  2. #2
    Mopsinaut
    Mopsinaut ist offline
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    Herzlich Willkommen! Dein Konzept gefällt mir gut und ich denke mit dem Charakter lässt sich eine MengeDpaß haben.

    Gruß Mopsinaut/Till

  3. #3
    Gerwin
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    Generell wärst du mit dem Konzept wohl weder Gerwins IT-Freund noch wäre ich OT dafür zu begeistern. Schade eigentlich (die Grundidee ist nämlich gut).

    Ich sag dir auch mal warum:

    Siana ist aufgrund seines voherigen Umfeldes etwas naiv und vorlaut bzw. großmäulig, was ihn in so manche bemslige Situation bringt, aber ein ausgezeichneter Rhetoriker was heronische Geschichten Herons anbelangt.
    Das Mythodea hat mal wieder bewiesen, es gibt eine gute Art mit großmäuligen Charakteren umzugehen. Nämlich, man schlägt ihnen den Kopf ab. Danach erledigt sich dieses Problem von selbst. Der Grad zwischen "Großmaul" und "der nervt IT, töte ich ihn halt" ist oft sehr eng und im Regelfall hält man sich nur zurück um nicht später ein "Mimimimi" anhören zu müssen.

    Man nehme sich etwas Sancho Panza von Don Quichotte, ein wenige C3PO und etwas von jedem guten Sidekick eines jeden Superheldencomics und man hat Siana.
    Auf einen humoristischen Con durchaus in Ordnung. Bei Menschen die ihren Charakter ernst nehmen eher nicht.

    Er ist das uneheliche Menschenkind eines Priester der Blutreligion und einer Dorfmagd, wurde aber von den Blutmönchen großgezogen
    Was stellst du dir unter einem Blutgott vor? So ein Warhammerzeug wie diesen Khorne? Wenn ja, lass es lieber sein. Derartige Charaktere werden (zum Glück) fast nie zugelassen, und wenn ist die einzig sinnvolle Interaktion im Regelfall "ich bring den halt um".

    Nebenbei angemerkt sagt mir der Name Hereon nichts (man möge verziehen wenn so etwas wirklich bespielt wird) und du wärst nur der x-te Larper mit einem möchtegernindividuellen Hintergrund. Davon würde ich eher absehen. Schließ dich einen bekannten Hintergrund oder einer bekannten Gruppe (am besten mehr als 18 Spieler) an und spiele einen Schreiber/Schriftgelehrten in dieser. Les dich ein wenig in Larpreligionen ein und wähle vielleicht eine die weniger blutrünstig ist. Dann ist alles gut (das Schreiber und Geschichtenerzählerkonzept ist ja toll).

    Gruß

    Gerwin

    Btw. Siana ist ein Mädchenname...glaube ich.

  4. #4
    Quin
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    Hallo Elvin,

    ich finde dein Konzept grundsätzlich nicht schlecht. Gerade ein Schriftgelehrter und Geschichtenerzähler hat viel Potential um Leute kennenzulernen und als Neuling ist das nicht unwichtig um Spaß auf nem Con zu haben.
    Zu ein paar Punkten im Einzelnen:

    Elvin Siana, den alle Siana nennen ist ein recht naiver Schriftgelehrter aus den abgelegenen Ravensbergen. Als er eines Tages Heron trifft, verändert sich sein Leben vollkommen. Heron ist für ihn der größte Held allerzeiten, der ihn gleich dazu veranlasst, Sagen und Lieder über ihne zu schreiben und sich als "Herold Herons" zu nennen. Wahrhaft ein heronischer Anhänger Herons! (OT: Heron ist natürlich ein absoluter Narr, aber das würde Siana nicht wissen wollen und erzählt eine überaus heronische Geschichte nach der anderen)
    und
    Siana ist ein unerfahrener Schriftgelehrter, der die Kunde Herons verbreiten möchte
    Naivität ist für nen Anfänger ne gute Idee. Viele wollen gleich den abgebrühten, obercoolen Krieger/Magier/Paladin spielen und haben noch gar keine Ahnung von der Spielwelt. Da ist es schöner, wenn sowohl der Charakter als auch der Spieler noch unerfahren sind und erst langsam ihre neue Welt kennenlernen. Das hat Potential. Aber: Wer ist dieser Heron? Gibts den wirklich oder hast du ihn einfach nur für deine Charaktergeschichte erfunden? Ich denke mal letzteres, aber das ist gar nicht schlimm. Du solltest dann nur aufpassen, was du für Geschichten erzählst. Am Anfang werden dir die anderen Spieler oder auch NSC sicherlich noch zuhören, wenn du mit ner spannenden Geschichte kommst. Aber irgendwann werden sie kapieren, dass das Ganze irrelevant für sie ist und dann wirst du kaum noch Zuhörer finden. Ich glaube, dass es auf Dauer besser wäre, wenn du Geschichten von deinen erlebten LARPs aufschreibst und die dann auf den nächsten Veranstaltungen abends am Lagerfeuer erzählst. Du kannst auch Heldengeschichten über Spieler oder Gruppen schreiben, die was Besonderes vollbracht haben. Da wird sich vielleicht der eine oder andere wiederfinden oder er hat schonmal davon gehört und da werden dir die Leute aufmerksam zuhören und sicherlich auch eher was springen lassen, als für irgendeine Fantasiegeschichte über einen anonymen Helden names Heron. Ausserdem ist ein Geschichtenerzähler, der die Heldentaten der Spieler zu ner spannenden Geschichte verwurstet ein gern gesehener Gast an (fast) jedem Lagerfeuer. Ich habe diese Erfahrung selbst schon gemacht, von daher kann ich dir diesen Tipp nur wärmstens empfehlen.

    Dann:
    Siana ist aufgrund seines voherigen Umfeldes etwas naiv und vorlaut bzw. großmäulig, was ihn in so manche bemslige Situation bringt, aber ein ausgezeichneter Rhetoriker was heronische Geschichten Herons anbelangt.
    und
    Man nehme sich etwas Sancho Panza von Don Quichotte, ein wenige C3PO und etwas von jedem guten Sidekick eines jeden Superheldencomics und man hat Siana.
    1. Meinst du "heroisch" oder ist "heronisch" als Wortspiel gedacht? ;-)
    2. Es ist gar kein Problem einen vorlauten Charakter zu spielen. Entgegen dem, was Gerwin geschrieben hat, hab ich in über 10 Jahren LARP noch nie erlebt, dass ein Charakter umgebracht wurde, weil er genervt hat (Mal von Kendern oder Gobbos abgesehen, die einen EXTREMEN Nervfaktor aufwiesen, aber ich denke, dass wäre mit dir nicht vergleichbar). Du musst halt nur deine Grenzen kennen. Kein Spieler wird es dir übel nehmen, wenn du naiv und vorlaut auftrittst und dies erkennbar teil deines Spiels ist. Nur solltest du nicht ständig dem Anführer des Lagers/Oberpriester/Haupt-NSC vor allen Leuten widersprechen und rumpampen, das könnte dann doch zu unsanfteren Reaktionen führen. Ich glaube, du würdest gut damit fahren, wenn du gelegentlich ruhig mal den Besserwisser raushängen lässt - in dem OT-Wissen, dass du unrecht hast - und dich dann zurecht weisen lässt und dies auch akzeptierst. Das würde sehr schön deine vorlaute Natur aber gleichzeitig auch deine Naivität darstellen und dein Umfeld merkt sofort, dass du das spielst und dir dadurch auch bewusst ne Schwäche gibst. Sowas kommt meistens sehr gut an.

    Dann zu guter Letzt:
    Er ist das uneheliche Menschenkind eines Priester der Blutreligion und einer Dorfmagd, wurde aber von den Blutmönchen großgezogen
    Lass das einfach weg. Der Anfang war wirklich gut, aber wenn du sowas einbaust nimmt dich keiner mehr ernst und du machst dein ganzes Konzept kaputt. Ich kann dir also nur dringend raten, von sowas abzusehen und nen ganz normalen Familienhintergrund zu basteln. Keine toten Eltern, keinen Halbdämon-Onkel oder sonstwas. Einfach nur ne normale. lebendige Familie, zu der du wieder nach Hause kommen kannst, wenn deine Reisen beendet sind. Du hast ja ohnehin nen guten Grund in der Welt rumzulaufen: Deine "heronische" Geschichtenerzählerei.

    So viel mal von mir. Ich kann das Konzept gut nachvollziehen, weil ich mal etwas ähnliches (zumindest in der Richtung) gespielt habe und damit ganz gut gefahren bin. Ist aber, wie immer bei solchen Ratschlägen, nur meine subjektive Erfahrung. Jemand anders hat da vielleicht ne ganz andere Meinung dazu.
    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.
    Geändert von Quin (07.08.2013 um 11:16 Uhr)

  5. #5
    Cartefius
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    Hallo Elvin,
    erstmal willkommen im Forum und im Hobby. Dein Charakter klingt erstmal so, wie er ist, solide und spielbar, ich versuche aber mal auf einige einzelne Punkte einzugehen.

    Kompatibilität mit Spielumfeldern
    Bei der Frage, ob der Charakter in der Auswahl seiner Cons und seiner Spielumgebung eingeschränkt ist, und ob das Konzept von sich aus konfliktträchtig ist, sehe ich keine Probleme. Der Charakter dürfte in den meisten Fantasy-Hintergründen und Conarten problemlos spielbar sein.

    Spielmechanik

    Da der Charakter aktuell keine spielrelevanten Fertigkeiten aufweist, die durch Punkteregelwerke üblicherweise abgedeckt werden, sehe ich auch hier kein Problem. In einigen Regelwerken gibt es eine Fertigkeit wie "Geschichten und Legenden", bei der die Orga damit ausgestattete Charaktere mit zusätzlichen Hintergrundinfos ausstattet, das könnte unter Umständen für dich interessant sein.

    Aufgaben und Stärken im Spielgefüge

    Auf vielen Cons orientieren sich viele Plotelemente an bestimmten Hauptrichtungen von Spielerfertigkeiten, z.B. "Kampf", "Magie" oder "Heilkunde". Da dein Charakter aktuell keine Stärken in einem dieser Gebiete besitzt, kann es sein, dass du es auf sehr eingleisig angelegten Cons und Spielerumfeldern ab und an schwer hast, Anschluss an den Plot zu finden, weswegen du darauf eingestellt sein solltest, eventuell mehr "Ambientespiel" zu betreiben, was aber nicht schlecht sein muss.
    Auf der anderen Seite ist auf vielen Cons ein wichtiger Aspekt auch das Sammeln, Bündeln und Austauschen von Informationen, wofür dein Charakter sehr gut geeignet erscheint.

    Hintergrund
    Hier sehe ich aktuell noch ein paar Lücken: Der Charakter hat zwar einen klaren Beruf und ein zentrales Thema, das finde ich sehr gut weil es etwas ist, was vielen Charakteren fehlt. Auf der anderen Seite fehlt ihm noch ein bisschen "Fleisch" was das Drumherum angeht, also Dinge, die neben seinem Beruf sein Auftreten prägen und Stoff zum alltäglichen Spiel liefern.
    Besonders naheliegend sind da in erster Linie die Aspekte der Kultur, aus der er stammt, also eine griffige Einordnung wie "frühmittelalterliches Fischerdorf" oder "barocke Großstadt", sowie seinem gesellschaftlichen Stand, also z.B. arm, reich, frei, gebunden, militärisch, klerikal und so weiter. Sinn der Sache ist, den Charakter später darstellerisch so auszugestalten, dass man ihm im Spiel erkennen und einordnen kann, und dass sich alleine aufgrund dieser groben Positionierung schon bestimmte Haltungen zu anderen Charakteren ergeben: Ein armer Fischer wird sich z.B. einem Ritter gegenüber anders verhalten als ein reicher Stadtschnösel, und umgekehrt.
    Ein weiteres Element wäre das des Glaubens und vor allem der Frage, welche täglichen Auswirkungen das auf das Leben des Charakters hat. Unter dieser "Blutgott"-Geschichte kann ich mir aktuell noch gar nichts vorstellen, die müsstest du vielleicht mal weiter ausführen.

    Schauspiel und Interaktion
    Auch hier sehe ich erstmal keine Probleme, ein Charakter der offen und naiv an Dinge herangeht ist eigentlich immer eine gute Idee, weil man sich damit erleichtert, ins Spiel zu kommen. Was das Spiel eines "nervigen" oder "schwatzhaften" Charakters angeht, so habe ich da grundsätzlich kein Problem mit, im Gegenteil, ich spiele selber mal ab und an Rollen, die in dieser Richtung gehen, und meiner Meinung nach bieten sie in vielen Situationen eine hervorragende Möglichkeit, andere ernstere und professionellere Charaktere durch den Kontrast stärker wirken zu lassen.
    Drei Dinge würde ich hierbei allerdings bedenken:
    Erstens sollte man aufpassen, dass man nicht destruktiv auf Stimmungen und Spielszenen wirkt. Viele Situationen im Larp lassen sich sehr einfach ins Lächerliche ziehen, und ich merke bei mir, dass die Versuchung oft sehr groß ist, da durch einen pointierten Kommentar einen Lacher zu bekommen. Allerdings kann man auf diese Weise auch sehr schnell jeden mühsamen Versuch torpedieren, Drama oder bedrohliche Stimmung aufzubauen, weswegen man OT-umsichtig genug sein sollte, in solchen Situationen rechtzeitig in den Hintergrund zu treten und sich auch mal auf die Zunge zu beißen.
    Zweitens sollte man bei einem solchen Charakter immer wissen, wann es genug ist, da manche Spieler nicht gut damit umgehen können, auf die Schippe genommen zu werden, oder schon dadurch verwirrt werden, wenn ein anderer Charakter aus Rollenspielgründen offensichtliche Fehler macht. Solchen Personen sollte man erfahrungsgemäß besser aus dem Weg gehen.
    Drittens, aber das schein bei deinem Charakter ja schon geplant zu sein, sollte man gerade mit einer solchen Rolle den Mut haben, auch negative Folgen seiner Handlungen auszuspielen. Wenn der Schwatzkopf auch mal einen auf die Nase bekommt, weil er den Bogen überspannt hat, macht das die Rolle meiner Ansicht nach nur noch runder und interessanter.

    Die von Gerwin beschriebene Herangehensweise, dass ein Charakter eine Person, die ihm auf die Nerven geht ohne Vorwarnung mit der Axt totschlägt, ist im Larp recht selten, die meisten Leute spielen zum Glück Charaktere, die nicht derart psychopathisch veranlagt sind. Allerdings sollte man schon im Auge behalten, dass es schon öfter mal Charaktere gibt, die nur sehr wenig rollenspielerische Zwischentöne zwischen "du bist mein Freund, mit dir gehe ich saufen!" und "du bist mein Feind, ich schlag dich tot!" kennen.

    Ausstattung
    Hier kann ich mir aktuell noch nicht so richtig viel vorstellen, die Kombination Hose-Hemd-Umhang klingt erstmal nicht besonders spannend und charakterunterstützend, ich denke, da gibt es noch viel Potential. Je nachdem, ob der Charakter mehr als typischer Schriftgelehrter (also zurückhaltend, akademisch und trocken) oder als Darsteller und Alleinunterhalter (also extrovertiert, auffällig und grell) rüberkommen soll, würde ich da unterschiedliche Wege gehen, und auch die oben angesprochenen Aspekte von Stand und Kultur spielen da mit rein.

  6. #6
    Elvin Siana
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    Erstmal vielen Dank für die Tipps und Meinungen! Zu den Fragen und Bemerkungen

    Ich glaube, ich habe den falschen Begriff für diese Religion genommen, denn so meinte ich sie nicht.
    einem Blutgott vor? So ein Warhammerzeug wie diesen Khorne?
    und
    keinen Halbdämon-Onkel
    Blut hat in dieser Religion nicht den Sinn im Schlachtungsriten oder ähnlichem zu tun sondern Blut ist in dieser Religion eher eine reinigende Komponente. Ein Teil dieser Religion und ein großer Teil der traditionellen Riten orientiert sich eher am Aderlass einer geringen Menge Blut zu bestimmten Festen, welches dann gereinigt wird. Das Blut wird, wie es in echt auch möglich wäre, getrennt in das helle Plasma und den dunklen Rest. Der dunkle Rest im Blut symbolisiert die Bosheit im Körper des Menschen und der helle Bestandteil ist das göttliche. Das helle Blut wird zelebriert und zur Stärkung und Reinigung vom jeweiligen Spender eingenommen und das dunkel Blut wird auf dem Friedhof rituell verscharrt, das ist einer der großen Ansätze dieser Religion. Es ist auch in keinster weise sinister gemeint, sondern schlicht eine starke religiöse Tradition in dem Dorf aus dem Siana kommt.
    Falls dies natürlich aus irgendwelchen Gründen für LARP überhaupt nicht geht (natürlich würde ich niemals echtes Blut nehmen, abzapfen geschweige denn trinken) würde ich mich von diesem Konzept auch trennen. Es war für mich ein interessantes und ausbau-wertes Konzept, dass ich natürlich niemandem ungefragt oder thematisch ungebunden aufgedrängt hätte (also kein: Hey, kennst du meine Religion schon? Die hat sonst keiner!)

    Bei Menschen die ihren Charakter ernst nehmen eher nicht.
    Meinst du, ich nehme meinen Charakter nicht ernst? Natürlich werde ich nicht OT Witze machen, oder die ganze Zeit alles in den Dreck ziehen nur um vorlaut und lustig zu sein, da hast du meinen Charakter falsch verstanden. Klar hat der Charakter einen humoristischen Ansatz, aber das heißt nicht, dass er nicht ein ernsthafter Charakter sein kann, wenn es drauf ankommt, so eindimensional ist der Charakter nicht angelegt.

    Nebenbei angemerkt sagt mir der Name Hereon nichts
    Und genau deswegen hat Siana es sich zu einer Teilaufgabe gemacht, die Kunde des großen Heron zu verbreiten. Würde ihn schon jeder kennen, was könnte ich den Leuten dann noch über ihn erzählen ;-)

    Btw. Siana ist ein Mädchenname...glaube ich.
    Es ist ja auch eigentlich sein Nachname, aber alle nennen ihn so, halt eher ein Spitzname.


    nur solltest du nicht ständig dem Anführer des Lagers/Oberpriester/Haupt-NSC vor allen Leuten widersprechen und rumpampen,
    oh Gott, soweit wäre ich selbsverständlich nicht gegangen, tut mir leid falls es so herübergekommen ist. Natürlich soll Siana kein unausstehlicher Nörgler sein, sondern eher, wie du später ausführtest, jemand sein der durch seine Naivität und sein Problem, manchmal nicht zu wissen, wann man etwas nicht sagen sollte in Schwierigkeiten gerät (natürlich auch das nur in humanen Maßen). Um eine Situation vielleicht verständlicher zu machen ein Beispiel, wie es Siana passiert ist
    Siana: >>Und so hat Heron den Drachen besiegt<<
    irgendein Krieger: >>Es gibt keine Drachen<<
    Siana: >> Doch natürlich, Heron hat einen besiegt, also muss es sie geben<<
    irgendein Krieger: >>Hör zu, es gibt keine Drachen und Schluss<<
    Siana: >>Also wem soll ich eher glauben, dem heronischen Heron oder euch?<<
    Dafür hat Siana dann einen auf die Nase bekommen, denn Heron war leider grad nicht da.

    1. Meinst du "heroisch" oder ist "heronisch" als Wortspiel gedacht?
    Jap, genau das. Der heronische Heron. Der ganze Charakter Heron ist ja auch eher mehr als Stoff für die epischsten Geschichten gedacht (ich kann auf Verlangen gerne eine reinstellen) und sorgt manchmal auf für lustige Momente nach dem Motto:
    >>Ach, so eine Armee, die wäre doch ein Kinderspiel für Heron<<
    >>Ja und wo ist dann Heron?<<
    >>Der..ist...nicht hier...sondern...köpft bestimmt gerade irgendwo einen bösen Dämon auf der Spitze eines Berges, dass kann ich euch versichern!<<
    Natürlich ist Siana nicht nur von Heron abhängig und wird die ganze Zeit nur über ihn reden oder Scherze machen, sondern ist auch intelligent genug um über andere Themen reden zu können, schließlich ist er als Schriftgelehrter auch belesen, also ist er beileibe kein dummer August mit nur einem Thema.


    würde ich da unterschiedliche Wege gehen, und auch die oben angesprochenen Aspekte von Stand und Kultur spielen da mit rein.
    Danke für den Tipp, da werd ich drüber nachdenken! Die Kleidung die ich bis jetzt hatte, war zu einem großen Teil bewusst un-aussagekräftig gehalten, damit Platz zur Entwicklung der offen ist, wie du angeregt hast.

  7. #7
    Quin
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    So wie es aussieht, hast du dir schon tiefergehende Gedanken gemacht. Ich kann mir das Konzept gut vorstellen und fände es auch witzig deinen Charakter IT zu treffen. Also, ich finds gut. Du solltest dir halt noch ein paar Gedanken zu deinem Hintergrund machen (Wo kommt Siana her? Was hat er vorher gemacht? Was sind seine Ziele im Leben, ausser die Geschichten über Heron zu erzählen? etc...). Aber wenn du das hast und auch ne passende Ausrüstung, dann steht eigentlich nichts im Wege um dein Konzept einfach mal auszuprobieren. Wie oben schon gesagt, fände ich es für nen Geschichtenerzähler nicht verkehrt, wenn er auch andere (wirklich auf Con erlebte) Geschichten zum Besten geben könnte. Ich glaube, das würde den Charakter interessanter und beliebter machen und dafür sorgen, dass man im sein "Dummgelaber" auch mal nachsieht. Aber das ist dann deine Entscheidung, ob du das versuchen willst, oder nicht.
    Nur mit deiner Blutreligion habe ich noch ein Problem: Ich glaube, dass das IT zu erheblichen Problemen führen könnte, da du da schnell in die "böse" oder zumindest zwielichtige Ecke gestellt werden könntest. Also ich möchte (egal mit welchem Charakter) niemanden abends an meinem Lagerfeuer sitzen haben, der vorher irgendwas Komisches mit seinem Blut gemacht hat. Mein Magier würde sich so jemanden sogar ganz genau anschauen und äusserst argwöhnisch reagieren. Ich denke, dass das vielen anderen Charkteren genauso gehen wird. Von daher tust du dir als Geschichtenerzähler keinen Gefallen, wenn dir jeder so misstraut, dass er deine Geschichten gar nicht hören will. Ist meine subjektive Meinung, aber ich würds echt lassen, auch wenn das Ganze gar nicht böse ist. Aber es könnte halt so wirken, v.a. wenn du der Einzige bist, der dieser Religion anhängt und solche Rituale durchführt. Machen kannst du es natürlich, da hindert dich keiner daran, aber es wird dich stark einschränken, wenn du es tatsächlich ausspielst.
    Geändert von Quin (07.08.2013 um 22:42 Uhr)

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