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  1. #1
    Carl
    Carl ist offline
    Grünschnabel

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    Aller Anfang ist schwer

    Hey da ich ein ziemlicher Neuling bin würd ich gern eure Meinungen hören ob mein Charakter so spielbar ist oder nicht oder was ich ändern solte.
    Es soll ein orientalischer Händlerssohn werden der bei einer der Seereisen mit seinem Vater Schiffsbruch erleidet und daraufhin auf wanderschaft geht.
    Ich weis is zwar nicht viel Hintergundstorry aber ich denk mal das macht bei nem Anfänger eh nicht so viel aus.

    Mfg Carl :mrgreen:

  2. #2
    Nount
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    Als Hintergrundgeschichte reicht das völlig aus, denn eine großartige Geschichte braucht man nicht.
    Was gut wäre, ist Hintergrund (also Informationen über Herkunft und Land des Charakters - ist er arm oder reich aufgewachsen (wobei ein Händlersohn nach Mittelstand klingt - allzu reich würd ich's nicht machen, das wird dann in der Gewandung teuer ), was hat ihn in der Kindheit/seinem bisherigen Leben geprägt, wie verhält er sich deshalb heute, welche Sitten und Gebräuche gibt es, was für einen Charakter hat er ...

    Solche Dinge kann man natürlich auch auf dem Con improvisieren, aber vielen hilft es, sich im Vorhinein drüber Gedanken zu machen.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  3. #3
    Gerwin
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    Klingt doch gut. Zwei Dinge würde ich jedoch beachten. Erstens haben die meisten Fantasycons einen recht europäischen Hintergrund. Da kann ein Orientale eventuell fehl am Platz wirken. Du musst halt ein wenig darauf achten wo du hingehst.

    Zweitens ist der Bezug orientalischer Gewandung etwas schwieriger. Es gibt einfach deutlich weniger Schneider die so etwas können (und machen) als mittelalterliches Fantasyzeug. Viel wirst du selbst machen müssen. Was aber bei orientalischer Kleidung (da es sich eher um weite Sackkleidung handelt) eigentlich ein geringeres Problem ist.

    Vom Hintergrund würde ich mir aber überlegen, den Charakter lieber in eine bestehende Orientgruppe zu integrieren.

  4. #4
    Carl
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    Danke mal für die Tipps. Ich hab mich mit Orient glaub etwas falsch Ausgedrückt ich hab halt an den Sarazenen im Mittelalter orientiert, wobei ich langsam merk das es doch einfacher wer (im Bezug auf Gewandung bekommen und Gruppe finden die mich ein paar mal mit nimmt) einen ganz normalen Händlersohn zu spielen.

  5. #5
    oliverp
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    Gegenrede und Ermutigung:
    Ich finde, das gerade reisende Händler ein perfekter Hintergund sind, um "Euro-Fantasy" aufzulockern: Den Job gibts seit der Steinzeit, Wikinger und Kelten waren gut darin und von der Seidenstrasse hat auch schon der ein oder andere gehört.;-)

    Hinzu kommt, dass man mit recht einfachen Mitteln viel Wirkung erzielen kann, man muß nur abseits von Larp nach fach- und Versandgeschäften suchen. Ich denke, man bekommt damit den optisch passenden Einstieg deutlich günstiger hin, als mit einem mittelalterlichen Charakter.
    Geändert von oliverp (12.09.2013 um 13:57 Uhr)
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  6. #6
    Gerwin
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    Moment, ich wollte dir den Sarazenen in keinster Weise ausreden. Das geht schon. Nur musst du halt ein paar Dinge vorher bedenken. Unter anderem eben auch, dass die orientalische Kultur eine gänzlich andere ist wie unsere europäische. Schon alleine der Umgang mit Frau und Kindern dürfte für einen Orientalen stark befremdlich, ja sogar teilweise ein direkter Schlag ins eigene Gesicht sein. Hier musst du dann eben eine Möglichkeit finden, wie du dass in deinen Charakter einbaust. Ansonsten hast du halt einen Charakter der "einfach nur ein wenig anders aussieht" und vielleicht noch "minimal andere Sitten hat" aber ansonsten kaum vom mitteleuropäischen Einheitsbrei zu unterscheiden ist. Wenn du das willst rate ich dir tatsächlich zum Spiel eines normalen Charakters.

    Letzten Endes ist die Darstellung eines Orientalen halt immer in gewisser Weise ein ziemlicher Spagat. Und endet leider nur zu häufig bei Bauchtanzkleidung, Shishatabak und einer Einstellung die irgendwo in den Humanismus der frühen Neuzeit (aber eben nicht ins Orient) passt. Auf der anderen Seite kann eine zu übertriebene Klischeedarstellung ("wie, du lässt deine Frau SO rumlaufen? Also bei uns hätte es so etwas nicht gegeben) schnell zu rein im realen Leben verwurzelten Missverständnissen führen. Wenn du allerdings (auch von anderen erfahrenen Larpern beraten) einen entsprechenden Mittelweg einschlägst passt das alles schon. Beim Kauf von Kleidung über entsprechende "Orientshops" wäre ich allerdings extrem vorsichtig. Ich habe da schon einige durchprobiert, die meisten Dinge sind einfach von der Qualität kaum larptauglich. Dafür ist das ganze aussenrum (Schmuck, Kopfbedeckungen und Co.) in vielen traditonell-moslemischen Urlaubsgebieten recht günstig zu bekommen. Wenn du noch Hinweise suchst, es gab hier auch mal eine Orientgruppe in der einige Links gesammelt wurden.

  7. #7
    Sosthenes
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    Ich würde mal ernsthaft in Frage stellen ob ein Pseudo-Sarazene im Schnitt ein schlimmeres Klischee bzw. weichgewaschener ist als dasselbe in pseudo-mittelalterlich/-keltisch usw.

    Durchdacht prä-humanistisch ist keiner, weder der Ritter, noch der Mohr. Alles durch einen romantischen/neuzeitlichen Blickwinkel betrachtet, und was das betrifft ist 1001 Nacht keinen Deut anders als die Artussage. Sofern man eben auch akzeptiert dass man etwas verklärtes spielt und nicht extrem auf halbschaurigen Historismus geht und oft gerade aggressiv die Andersartigkeit ausleben will (Larper, gerade Neulinge, haben oft einen Trend zum Aussenseitertum). Ein "kleiner Muck" Händler hätte sicher keine Probleme.

  8. #8
    oliverp
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    Du hast natürlich recht bei der Qualität der Shops, Gerwin, Neukölln und Wedding um die Ecke machen es uns da einfach in Berlin.
    Wäre ich nicht sehr hellhäutig und rothaarig...hätte ich entspanntes und billiges Larp.:-)
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  9. #9
    Carl
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    Grünschnabel

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    Gerwin du hast mir den Sarazenen auf keinen Fall ausgeredet (auf geschoben ist nicht aufgehoben) aber ich weiß auch was du meinst. Meine Überlegung war halt einfach mal am Anfang was einfacheres zum spielen da fand ich den gestrandeten orientalischen Händlersohn ganz passend, Das mit den orientalischen Klamotten dürfte auch kaum Probleme geben da mein Opa aus Ägypten kommt und jetzt kommt das große aber wie du bereits sagst passt das halt auf vielen auch nicht so richtig des halb kam mir der Gedanke es um zu ändern.Mein anderes Problem ist halt das ich gar keine Ahnung habe welche Gruppen bei mir in der nähe ( Raum Augsburg,München ) so aktiv sind.

  10. #10
    Gerwin
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    Naja, wenn dein Opa aus Ägypten kennt, kann er dir sicher helfen. Lass dich von mir da nicht entmutigen. Eine Gruppe brauchst du auch nicht unbedingt. Ein oder zwei Kumpels genügen ja auch. Im Notfall geht so ein Konzept auch alleine oder mit der Freundin. Wenn du dann noch recht dunkelhäutig und dunkelhaarig bist kannst du auch noch deine körperlichen Voraussetzungen nutzen, was generell gut ist.

    @ Sosthenes:

    Der Unterschied ist, dass der Klischeesarazene eben ein anderes Klischee erfüllt als der typische Ritter. Das merkst du schon alleine an der Herkunft vieler Worte. Pascha, Harem und Co kommen alle aus den orientalischen Bereich. Auch verbindet man im Klischee den stolzen Ritter nicht unbedingt mit dem Schutz von Familienehre, sondern eher mit der Rettung von Jungfrauen. Wie aggressiv der Sarazene dann seine eigenen Werte verfolgen muss ist eine andere Frage.

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