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  1. #1
    Milla
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    Grünschnabel

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    Frage Und noch ein Neuling, der Hilfe sucht.

    Hallo ihr Lieben,

    nach langem, langem Lesen im LarpWiki und anderen einschlägigen Internetseiten und großer Faszination für die Idee, die hinterm Larp steckt, habe ich mich dazu entschlossen, mich auch mal an die "Realität" zu wagen.

    Jetzt also meine obligatorischen Fragen zu meinem ersten Charakter.

    Vorneweg einmal: Für mich fällt alles, was mit kämpfen zu tun hat, zunächst mal weg. Ich habe vorerst nicht vor, mir ein Schwert oder sonst was anzuschaffen. Wenn es zu solchen Auseinandersetzungen kommt, wollte ich entweder improvisieren, oder schreiend wegrennen, je nach dem Außerdem weiß ich noch nicht, ob das Larp wirklich etwas ist, was ich länger machen möchte, deshalb will ich das Kostüm, das ich mir zusammenbasteln will, möglichst noch anderweitig (sagen wir auf Mittelaltermärkten) nutzen können.

    Damit fällt meine erste Überlegung, nämlich eine Hobbit-Dame schon mal raus, zumal mir bei der partout kein plausibler Grund einfallen will, weshalb sich so ein kleiner Hobbit grade mal aus dem Auenland verzieht, es sei der er schleppt irgendwelche Ringe mit sich herum

    Dann habe ich mir überlegt, ob man wohl meine Haarfarbe mit einbeziehen könnte: Die sind nämlich rot. Leider gefärbt rot, und das auch recht sichtbar, was vielleicht ein Problem darstellen könnte. Ich dachte mir also, ich könnte eine Magd/irgendein einfaches Mädchen aus einem Dorf spielen, dass dort wegen eben dieser roten Haare als Hexe bezichtigt und verjagt wurde, so ganz grundlegend mal.
    Vielleicht könnte man den "Hexencharakter" noch unterstreichen, indem man sie zur Kräutertante macht, dann wiederum weiß ich nicht, ob ich mir das als Anfänger schon zutraue.
    Prinzipiell stelle ich mir vor, dass man mit dem Konzept ganz witzige Spielansätze hätte. Riesen Ausgaben hätte ich auch nicht, wenn ich das Kostüm einfach und im Sinne von Rock, Hemd, Mieder, Schürze halte.

    Nun zu meinen Fragen, bzw. den Problemen, die bei dem Charakter sehe:
    1. Die Haare, die nun ja wirklich sehr rot sind. Ist das zu vertreten oder zu unauthentisch?
    2. Ist Hexenverfolgung in so einer Fantasy-Umgebung überhaupt logisch? Ich meine, so wie ich das sehe, rennen in so einem Larp sowieso zehntausend Magier usw. herum. Gibt es dann soetwas wie Hass auf Hexen überhaupt?
    3. Ich bin schon die ganze Zeit am Überlegen, wie sich ihre Vorgeschichte dann auf ihr Verhalten mit anderen Leuten auswirkt. Lust auf einen misstrauischen, wortkargen, verschreckten Charakter habe ich nämlich nicht. Also eher in Richtung "Angriff ist die beste Verteidigung" gehen?

    So. Ich hoffe ich habe niemanden mit der Wortflut erschlagen. Haltet ihr diese Charakteridee für logisch/umsetzbar? Ich würde mich über Anregungen und Tipps sehr freuen.

    Vielen Dank und Liebe Grüße,
    Milla

  2. #2
    Gerwin
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    Ich machs mal kurz (typischer Gerwinthread, aber mein Bettchen ruft heute so gemütlich).

    Also erst einmal:

    Die Wahrscheinlichkeit dass dich jemand, zumindest der hier mitschreibenden, wegen deinen roten Haaren als Hexe verfolgt ist...gering. Es gibt auf Con zwar immer wieder Leute die wegen roter Haare zur Hexenverfolgung greifen, dass ist dann aber im Regelfall eher lustig gemeint (und nicht jederfraus Humor). Da die meisten Larper ziemliche Gutmenschen geworden sind (oder schon immer waren), die sich weigern werden dich wegen einer OT-Haarfarbe in eine Hexenrolle zu drängen...ist deine Haarfarbe ziemlich egal.

    Daher: Lass die Hexenverfolgung wegen den roten Haaren weg. Es kommt unrealistisch, wenn dich auf Con niemand verfolgt (oder bei Verfolgung mindestens 10 white knights auftreten, die dann den armen kleinen Kräuterweibchen helfen wollen), Hintergrundgeschichten aber nur so von diskriminierten Frauen mit roten Haaren triefen. Deine Haarfarbe ist für gewöhnlich egal (warum sie es doch nicht ist, siehe das Sternchen unten).

    Zweitens: Selbstverständlich gibt es Charaktere die nicht unbedingt positiv auf Zauberer, Fingerfuchtler, Kräuterweiber und andere Magieschleuderer zu sprechen sind. Im Regelfall äussert sich das aber eher durch ein "ich mag dich nicht, geh wo anders trinken" *wegdreht* und nicht nur durch eine offensive Verfolgung.

    Im allgemeinen rate ich zu Beginn von einem magiebegabten Charakter ab. Völlig egal ob "echte Hexe" oder Kräuterweibchen. Jeder Magiecharakter steht vor einem Problem. Es gibt real keine Magie (guten Abend liebe Anhänger des Herrn Crowley..bitte gehen sie weiter). Somit musst du mit technischen Hilfsmitteln und / oder entsprechender Schauspielkunst deinen gegenüber Überzeugen. Das fällt selbst Leuten die jahrelang Magier im Larp spielen eher schwer, trotz doch zahlreicher Contage kann ich die Anzahl der magisch begabten Charaktere bei denen ich sagen würde "wow, geile Darstellung, ohne den wäre das Con schlechter" an einer Hand abzählen.

    Klassische Einsteigerrollen wären die Rollen einer Magd, aber auch Diener, Leibeigene, Sklaven, Bauern (mit Bollerwagen und Wasserversorgung) oder einfache Händler eignen sich ideal um einfach mal preisgünstig ins Larp zu schnuppern. Eine Hobbitdame fände ich als Einstieg gar nicht übel, die muss ja nicht unbedingt aus dem Auenland kommen.

    Grüße

    Gerwin

    *zu letzt noch eine persönliche Bitte: Ja, ich weiß, die rebelllische Jugend definiert sich vor allem über ausgeflippte Haarfarben und eigenartige Frisuren. Habe ich früher auch. So etwas passt aber nicht in eine Fantasywelt. Niemand zwingt dich jetzt vor dem Con deine Haare zu entfärben (auch wenn es gut wäre). Wie die meisten Personen versuche ich so etwas zu ignorieren. Gerade Gesichtspiercings und/oder rote Haare machen dieses ignorieren aber verdammt schwierig. Statt deine roten Haare zwanghaft in einer Charaktergeschichte zu problematisieren gibt es eine einfache Lösung. Trage eine Kopfbedeckung die deine Haare komplett abdeckt (alternativ eine Perücke). Insbesondere bei Sommercons ist eine Kopfbedeckung eh zu empfehlen (Stichwort: Hitzschlag. Eine Gefahr die von vielen Larpern unterschätzt wird).

    Viel Spaß am Forum...und nicht traurig sein wegen der Hexe. Glaub mir, du WILLST gar nicht verfolgt werden am Anfang.

  3. #3
    Sosthenes
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    Ach, bitte, die deutsche Larper Szene besteht ja bekanntermaßen zur Hälfte aus Grufties und zur Hälfte aus Physik Studenten. Dementsprechend sind gefärbte Haare nun wirklich nicht selten, und wenn die Leute pinke Haare ignorieren können, dann geht auch rot ohne Probleme. Ich würde mir da erst mal überhaupt keine Sorgen machen, das muss man deswegen auch nicht zum definierenden Merkmal machen.
    (Und lieber Gerwin, die bedeutende Mehrheit der Frauen mit roten Haaren die ich kenne ist Ü50 )

    Das will ich jetzt durchaus als Warnung dahinstellen: So enthoben ist Larp nicht. Die Immersion in eine fiktive Welt ist nicht so grundlegend, also bitte dementsprechend auch keine zu großen Hoffnungen machen, es ist nun mal kaum möglich 24h am Tag, über mehrere Tage hinweg da eine wirklich wasserdichte Illusion aufrechtzuerhalten. Es bildet sich meistens eine Balance aus Echtwelt und Rollenspiel, je nach Stimmung, persönlicher Situation und den Unbillen des Klimas.

    Und, bitte, Hobbits/Halblinge gibts genug, die meisten haben auch keinen wirklich extrem guten Grund unterwegs zu sein, ungefähr so viel wie viele andere Reisende und Vagabunden auch. Ich lasse mich hier jetzt lieber nicht über die Sesshaftigkeitsphantasien eines gewissen Professors aus... Die Rolle ist durchaus denkbar, wobei wir hier ja auch nur eine Teilkomponente abdecken, im Gegensatz dazu was das Uralt-Tischrollenspiel sagt ist Halbling allein ja keine ausreichende Tätigkeitsbeschreibung, d.h. die Frage nach Beruf oder Berufung ist damit immer noch nicht erledigt.

    Meine Meinung zu Magie deckt sich teilwese mit der meines Vorredners. Anfänger oder nicht ist da allerdings für mich nicht das Entscheidende, das gleicht sich seltsamerweise fast aus. Sicher, nach ein paar Cons sieht man was möglich ist und kann sich inspirieren lassen, andererseits gehen Neulinge oft hier unverbraucht an die Materia heran und denken noch nicht bei allen an die Effektivität und sind noch nicht so dem Kampfmagie/Ritualmagie Spektrum unterlegen. Aber der Haupteinwand bei Neulingen ist schlicht und einfach der Zeitaufwand den man betreiben muss vor Spielbeginn. Wenn das dann doch nichts wird mit dem Larpen, ist es mehr verschwendete Zeit. Und wird man dann auch nicht genügend auf seine Magie angesprochen im Spiel und kommt nicht dazu das ganze erarbeitete anzuwenden, mag das vielleicht unfairerweise die Freude etwas trüben.

    Andererseits wird man eben häufig von anderen Magiekundigen mit einbezogen, was gerade bei Neulingen oft hilft. Ich mache da jetzt vielleicht einen Hexenkessel auf, aber wenn ich mir Gerwins Liste anschaue, ist da bis auf die Händlerrolle alles ein bisschen arg "devot", und kollidiert damit häufig etwas mit Punkt 3 des OPs. Als Kompromiss wäre vielleicht eine Heiler-Rolle auch gut beraten. Verbände kosten nicht die Welt... Und im Reiche der quasi-historischen Medizin ist der Übergang von mundaner Pragmatik und Magie fließend. Wunden besprechen, ominöse Kräuterwickel -- das kann im Larp nun entweder Beiwerk sein oder tatsächliche magische Effekte haben.
    Wovon ich auf jeden Fall abraten würde, ist eine "geschlossenes" Magieverständnis, d.h. wenn ein Charakter meint schon alles zu wissen und andere Magiekundige als "falsch" betrachtet. Gerade am Anfang ist das nicht gerade förderlich für die Integration. Also bitte kein "Ach, ihr Stubenhocker-Akademiker!" von Hexe zu Magiern.

    Der Grenzbereich von Intime-Aberglauben und Intime-Magie bietet noch andere Rollen an. Wahrsager gibt es meiner Meinung nach zu wenige im Larp.

    Ich persönlich würde ja auch das NSC-Dasein empfehlen. Man ist vielleicht nicht ganz 100% so drin wie ein Spieler, dafür blickt man mehr hinter die Kulissen und hat häufig auch die unmittelbare Hilfe von erfahrenen Spielern.

  4. #4
    Gerwin
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    Und wo siehst du jetzt den Zusammenhang zwischen "devoter Rolle" und "misstrauisch, wortkarg und versteckt"? Eine Dienerin könnte (vorsicht Extremfall) genauso gut eine orientalische Bauchtänzerin sein. Und die ist nun bekanntlich keins der drei.

    Ausserdem halte ich es, gerade bei jungen Larpeinsteigern die meinen über "Angriff ist die beste Verteidigung" ins Spiel zu kommen, durchaus nicht für negativ wenn diese auch mal von einen erfahrenen Spieler ausgebremst werden. Natürlich auf eine "charmant-liebevolle" Art (Achtung, hier steckt KEINE Ironie). Der ständig geknechtete Diener oder der keltische Sklave dessen Wortschatz vor allem aus "Ja Herr*in" besteht ist ein Klischee, welches im Larp so gut wie nie vorkommt, und eine "devote Rolle" ist für gewöhnlich nicht devoter als jeder Mensch der einen modernen Arbeitsvertrag unterzeichnet hat. "Echte IT-Sadisten" sind nun einmal im Larp extrem selten. Funny Fact: Ich musste fast 1,5 Jahre suchen bis ich jemanden für meinen keltischen Sklaven gefunden habe...und selbst da führen wir für Ostern nächstes Jahr noch Vorgespräche um den gegenüber bewusst zu machen "ja, du darfst wirklich gemein sein....nein du musst keine Kartoffel schälen in deiner Adelsrolle, JA wenn es zu weit geht gebe ich dir Bescheid".

    Alternativ gibt es natürlich diverse andere Rollen. Schreiber, jegliche Handwerker, Boten und Chronisten zum Beispiel. Auf einer größeren Veranstaltung darf man sich auch mal als Diplomat versuchen.

    P.S.: Na guttttt bei einer allzu freiheitsliebenden OT-Person die schon bei "geh mal bitte XY holen" eine Identitätskrise bekommt sind Sklaven oder Dienerrollen vielleicht weniger geeignet. Ich gehe jetzt aber von einem Otto-Normalverbraucher aus.
    Geändert von Gerwin (07.10.2013 um 09:01 Uhr)

  5. #5
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    Wenn deine Haare ein sichtbar künstliches Rot haben, wäre es m.M.n. keine gute Idee, durch den Hintergrund das Problem auch noch in den Vordergrund zu rücken. Wenn es künstlich aussieht, leg dir ein Kopftuch zu (ein richtiges, kein Bandana ), das verbirgt die meisten Haare. Wenn ein paar rausgucken, ist das nicht schlimm, aber bei einer sichtbar gefärbten Haarfarbe würde ich die Haare wirklich nicht komplett offen zeigen, das sieht einfach ziemlich modern aus (dass manche Leute es doch tun, macht es nicht besser, man muss ja nicht alles Schlechte nachmachen ). Wahlweise ein Hut o.ä., muss ja kein Kopftuch sein.

    Es ist sowieso nicht sinnvoll, irgendeine unpassende Sache durch Konzept oder Hintergrund "plausibel" machen zu wollen, das funktioniert nicht und lenkt nur die Aufmerksamkeit erst recht auf eigentlich störende Dinge.

    Zu einem geeigneten Alternativkonzept (ich gehe mal davon aus, dass "Hexe" nicht dein ursprünglicher Wunsch ist, sondern nur die Haarfarbe erklären soll - und ist m.M.n. für Anfänger auch nicht so einfach darzustellen):
    Hobbit ist schwierig mit MA-Markt-Kleidung zu vereinbaren, weil Hobbits eher modern angezogen sind (Röcke sind nicht mittelalterlich, sondern neuzeitlich. Im Mittelalter haben Frauen Kleider getragen, keine Röcke.). Und du hast Recht - es gibt zwar Hobbits auf Cons, aber eigentlich ist es schwer zu erklären, was ein Hobbit weit weg von zu Hause inmitten von Abenteuern macht.

    Irgendwas mit Kräutern kann man schon machen. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, dass es auf so gut wie jedem Con ein anderes Kräutersystem gibt (oder auch mal gar keins), d.h. man muss vor jedem Con sein Wissen und ggf. den Charakterbogen umsortieren. Ich persönlich finde das nervig und lasse daher die Finger von Kräutern, Alchemie etc., aber andere stört das nicht.

    Das Einfachste ist wohl die klassische Streunerin - oft ist es auch die davongelaufene Bauers- oder Bürgerstochter, der es zu Hause zu langweilig war. Hat den Vorteil, dass man kein großartiges Wissen braucht, wenn auch den Nachteil, dass man eben nicht viel Hintergrund hat. Aber zum Einstieg sicher okay.
    Gerwins Vorschläge (Magd, Diener, Bauer) finde ich etwas schwierig, weil das eher Charaktere sind, die aus der direkten Umgebung kommen und nicht weit reisen und weil sie eher für Gruppen geeignet sind. Allerdings kann man natürlich definieren, dass der Charakter aus dem Land stammt, in dem der erste Con stattfindet - sollte man dann nur mit der Orga absprechen. Oder gleich als NSC anfangen. Dann aber der Orga direkt bei der Anmeldung sagen, dass man nicht kämpfen möchte und Anfänger ist, dann kann die sich besser darauf einstellen
    Oder du suchst dir eine Gruppe und sprichst mit der deinen Charakter ab, falls du Lust drauf hast. Ich persönlich finde Gruppenspiel toll, aber manche Leute gehen auch lieber alleine auf Cons.
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  6. #6
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Und wo siehst du jetzt den Zusammenhang zwischen "devoter Rolle" und "misstrauisch, wortkarg und versteckt"? Eine Dienerin könnte (vorsicht Extremfall) genauso gut eine orientalische Bauchtänzerin sein. Und die ist nun bekanntlich keins der drei.
    Klar, denn wenn ich die obige Liste erweitern würde um Chauvi-Vorwürfe zu beseitigen, wäre "Bauchtänzerin" auch meine erste Wahl.

  7. #7
    Milla
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    Vielen lieben Dank erstmal für die schnellen Antworten!

    So im Großen und Ganzen ist da genau das wieder angesprochen worden, worüber ich mir vorher auch schon "Sorgen" gemacht hatte.

    Einige kurze Anmerkungen habe ich dazu:
    Zum Einen wollte ich gar keine richtige Magiekundige spielen, sondern nur einen Menschen, der als solcher verschrien wurde. Die Kräuterkunde an sich ist ja jetzt nicht wirklich magisch, und selbst die hatte ich nur unter dem Vorbehalt, ob das nicht zu "hoch" für einen Anfänger ist, dazugeschrieben.
    Da aber die Wahrscheinlichkeit, dass das von anderen Spielern aufgegriffen und angespielt wird, recht gering zu sein scheint (was mir auch logisch vorkommt), kann man es auch gleich weg lassen. Dann brauche ich allerdings irgendeinen anderen Grund, der den Charakter von zu Hause weglockt

    Und ja, der ganze Charakter war für mich ein Plan B, weil ich mich aus oben genannten Gründen gegen den Hobbit entschieden habe (der rennt mir ja auch nicht weg und den kann ich gegebenenfalls auch noch spielen, wenn mir die zündende Idee für seine Hintergrundgeschichte kommt)

    Über soetwas wie eine Wahrsagerin (oder zumindest eine Frau, die behauptet, eine zu sein ) hatte ich ehrlich gesagt auch schon nachgedacht.
    Aber ich finde, so jemand gehört in eine Gruppe von Menschen - fahrendes Volk, von Gauklern oder Zirkusleuten, oder was auch immer, mit der ich leider nicht aufbieten kann.

    Schließlich nochmal kurz zu meinen Haaren: Die sind zwar rot, aber aus Erfahrung weiß ich, dass die Haarfarbe bei weitem natürlicher aussieht, als irgendeine Perücke, die momentan in meinem Budget wäre. Da bleiben die Haare besser so wie sie sind, als wenn ich sie mit "wunderschönem" Plastik-Glänzen überdecke.
    Und Gerwin: Ich habe weder Tattoos noch Piercings und als sonderlich rebellisch würde ich mich jetzt auch nicht beschreiben. Der Grund, weshalb ich mir die Haare färbe ist ein einfacher: Weil ich es hübsch finde. Außerdem färbt mir meine Mutter die Haare (so rebellisch bin ich ) An den Tipp, meine Haare zumindest teilweise mit einer Kopfbedeckung zu verstecken, werde ich ich mich aber dankend halten.

    Da jetzt doch öfters auch noch mal der Vorschlag gekommen ist, ich solle es mit den NPCs versuchen, werde ich auch da nochmal drüber nachdenken. Das klang nach einer netten Möglichkeit, mal in dieses Hobby hineinzuschnuppern, aber ich dachte, da ich vorerst mal nicht kämpfen möchte, fiele das für mich heraus. Wenn ich den SL einfach sagen kann, das ich das nicht möchte, und die damit kein Problem haben, wäre das vielleicht wirklich eine gute Option für mich.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Milla Beitrag anzeigen
    Schließlich nochmal kurz zu meinen Haaren: Die sind zwar rot, aber aus Erfahrung weiß ich, dass die Haarfarbe bei weitem natürlicher aussieht, als irgendeine Perücke, die momentan in meinem Budget wäre. Da bleiben die Haare besser so wie sie sind, als wenn ich sie mit "wunderschönem" Plastik-Glänzen überdecke.
    Ich finde ja, dass eine Kopfbedeckung ausreicht und eine Perücke nicht unbedingt nötig ist, aber deine Annahme, taugliche Perücken seien teuer, ist ein Irrtum: Meine hat ca. 15 € gekostet. Der Haaransatz ist ein Schwachpunkt, weil zu voluminös, aber sobald ich einen Hut oder eine Kappe drüber trage, sieht es täuschend echt aus (jedenfalls wurden meine blonden Löckchen schon diverse Male für echt gehalten). Auch sehr günstige Perücken glänzen nicht künstlich, wenn es keine Karnevalsperücken sind. Der Haaransatz ist, wie gesagt, u.U. kritisch, aber auch da hängt es vermutlich vom Modell ab. Ich kenne jedenfalls Leute mit Billigperücken, bei denen auch diese Stelle kein Problem ist

    Da jetzt doch öfters auch noch mal der Vorschlag gekommen ist, ich solle es mit den NPCs versuchen, werde ich auch da nochmal drüber nachdenken. Das klang nach einer netten Möglichkeit, mal in dieses Hobby hineinzuschnuppern, aber ich dachte, da ich vorerst mal nicht kämpfen möchte, fiele das für mich heraus. Wenn ich den SL einfach sagen kann, das ich das nicht möchte, und die damit kein Problem haben, wäre das vielleicht wirklich eine gute Option für mich.
    Das hängt ganz vom Con ab: Auf sehr kampflastigen Cons werden eher Kampf-NSCs gebraucht, auf Ambientecons natürlich nicht. Aber auch auf Schlachten- oder Abenteuercons gibt es meist Rollen für Nichtkämpfer (ggf. sind es weniger und die Plätze dafür schneller voll) - einfach die Orga fragen
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  9. #9
    Sosthenes
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    Das NSC Dasein hängt halt stark von der Orga ab, gerade wenn es um Nichtkämpfer geht. Es wird zwar oft angeboten, aber dann gibt's häufig eine Handvoll Prestige-Rollen (der Fürst, der Wirt, der Hofmagier...) und der Rest darf sich dann Beschäftigung suchen als rumlaufendes Dorfpersonal. Was jetzt nicht immer die berauschendste Aufgabe ist, und meiner Erfahrung nach häufig zu kollektiven Blödelaktionen führen kann. Der Teufel findet Arbeit für die Untätigen...

    Also am besten vorher anfragen was denn genau für "Ambiente-NSCs" zu tun ist und wie viel Artgenossen man dabei hat. Und falls das nicht passt, eben als Spieler kommen. Wobei man hier auch gut die Grenzen verwischen kann, wenn man fragt ob man evtl. etwas besser integriert werden kann ohne dass man gleich NSC-Pflichten übernimmt. Vielleicht ein NSC ein Verwandter und damit Ziel der Reise, vielleicht muss man gerade beim Fürsten Dienst leisten oder eine Rechtsfrage klären usw.

    Zitat Zitat von Nount Beitrag anzeigen
    Ich finde ja, dass eine Kopfbedeckung ausreicht und eine Perücke nicht unbedingt nötig ist, aber deine Annahme, taugliche Perücken seien teuer, ist ein Irrtum: Meine hat ca. 15 € gekostet.
    Ah, Polyesterperücken und Kopfbedeckung? Mein Altherrenkreislauf rebelliert schon beim Gedanken...
    (Angedenks meines Altherrenhaaransatzes hatte ich zwar auch schon dran gedacht)
    Geändert von Sosthenes (07.10.2013 um 12:54 Uhr)

  10. #10
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    Zitat Zitat von Sosthenes Beitrag anzeigen
    Ah, Polyesterperücken und Kopfbedeckung? Mein Altherrenkreislauf rebelliert schon beim Gedanken...
    (Angedenks meines Altherrenhaaransatzes hatte ich zwar auch schon dran gedacht)
    Ich finde das eigentlich überhaupt nicht warm. Wenn du Bedenken hast - es muss ja keine dicke Filzmütze sein, dann nimmt man halt ein Leinen- oder Baumwollkäppchen

    Ich fand es nur anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, den ganzen Tag eine Perücke zu tragen, aber inzwischen ist das recht angenehm.

    Und es stimmt schon, ein NSC-Con ist immer ein Risiko, weil es ziemlich von der Orga abhängt, obs ein Top-Con oder ein Flopp wird, aber wenn man niemanden kennt (und keine Person ist, die nach 10 Minuten mit der kompletten Spielerschaft befreundet ist), ist das als SC auch ein Risiko, da hängts halt von den Mitspielern ab.
    Je nach Con kann man sich sogar als NSC am Plot beteiligen (eher bei ziemlich kleinen Cons natürlich), kommt eben immer drauf an.
    Und auch als Ambiente-NSC kann man recht viel mitkriegen - wenn man als neugieriger Anfänger verschiedene Sachen ausprobieren will, kann man auch da auf die SCs zugehen und sich z.B. mit dem Alchemisten, der Kräuterkundigen oder dem Wanderheiler unterhalten und Dinge zeigen lassen
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