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  1. #1
    Katinka
    Katinka ist offline
    Grünschnabel Avatar von Katinka

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    Rotes Gesicht Gnom - Charidee

    Eine neue Charidee nimmt langsam Gestalt an!
    Und zwar soll es ein Gnom sein.

    Zusammenfassung:
    Name: Tik Tik Khaboom (Arbeitstitel und noch nicht fix, vermutlich auch eher eine Art Spitzname)
    Beiname: die Geheimwaffe
    Rasse: Gnom
    Berufung: alles was laut und dreckig ist - Sprengmeister, Bastler, Alchemist, Schlößer-knacker
    Bewaffnung: allerhand Fernkampf (Pistolenarmbrust, Mini-Pistole, Granaten, Fallen, Miniarmbrust)
    Gesinning: chaotisch neutral/gut
    Charakter: aufmüpfig, frech, vorlaut, selbstüberschätzend, goldgierig, egoistisch, misstrauisch - wenn sie jemandem vertraut jedoch deutlich handzahmer.

    Konzeptzeichnungen: (ACHTUNG! Extrem nichtssagend, da ich ungern nach Zeichnungen nähe. Ich nehme ein schlichtes Kleidungsstück, nähe es und ergänze dann erst spontan und improvisiert die Details)
    Unbenannt.jpg
    Klamotte: Pluderhose (LINK) oder eine schlichte gerade Leinenhose. Leinenhemd, lange Lederweste mit allerhand Taschen und Verstaumöglichkeiten für allerhand Klimbimm (Kompass, Fernglas, Lupe, Verbände etc etc)
    Schuhe: Schlichte Schuhe, die eine Abtarnung bekommen - vielleicht selbstgedengelt aus Metall (so einem Gnom kann allerhand auf den Fuß fallen.)
    Pistolenhalter an der Wade: IDEE IST VERWORFEN!!! Erinnert doch zu sehr an Lara Croft.
    Farben: braun/beige/rost
    Facemod etc:
    Ich suche eine kurze Perücke mit Dreads oder noch besser: mit wirren Locken. Ich habe mich in eine sehr verliebt- die es leider nicht mehr gibt: -klick mich, ich bin ein Link- So in diese Richtung sollte es auf alle Fälle gehen. Die Farbe ist fast egal. Hauptsache das Ding sieht echt aus.
    Die Narben ins Gesicht kommen mit Collodium. Die Ohren (lange, spitze Gnomenohren) bekommen noch Kerben hinein. Selbstverständlich wird sie auch öfter mal Ruß im Gesicht haben.
    Dreck! ENDLICH ein Char, der dreckig werden kann! Ölflecken, Brandlöcher, Ruß, Schmauchspuren etc etc! Ich freue mich! Endlich mal rumsiffen!
    Schmuck und Verzierungen: PROBLEM! Laut LarpWiki und auch persönlicher Meinung müssen so Dinge wie Zahnräder auf alle Fälle ran. Ich habe aber Angst, dass es dann zu arg in Richtung Steampunk/Endzeit geht.
    Basteleien. Gnomische Basteleien, an der äußersten Grenze zum "modernen"... Sonnenuhr, Kompass, Fernrohr, Monokel/Schutzbrille. ...da geht doch noch was? Mir fehlen die Ideen.
    Auf alle Fälle brauche ich einen Alchemiekasten und allerhand Werkzeug!

    Bewaffnung:

    Das Ganze bekommt drei-einhalb wichtige Elemente:
    - Sniper und Waffenfreund: Fernkämpfer dank Armbrust mit Zielfernrohr + Miniarmbrust (gemoddete Nerf Jolt mit immer nur EINEM Schuss (dann muss erst ein neuer Bolzen IT gebastelt werden). Eine Minipistole mit Knallplättchen - auch hier immer nur EIN Schuss drauf. Dann kommt noch genau EIN Wurfdolch mit ins Spiel und ein Kurzschwert/Dolch für den Nahkampf.
    Ich will damit genau zwei Dinge erreichen: Im Kampf soll es ordentlich Abwechslung geben. Eine Armbrust allein ist schon sehr sehr effektiv - der Rest ist eher Spielerei. Ein Gnom, der im Kampf abwechselnd Feuerwaffe, Wurfdolch, Miniarmbrust zieht und dann doch wieder zur "Main"-Waffe wechselt finde ich recht authentisch.
    Zweiter spielerischer Vorteil ist dann natürlich, dass man, so man seine Waffen abgeben muss, gut beschäftigt ist und hinterher ein kleiner "Waffenberg" dort liegt.
    Das will ich NICHT erreichen: Der Char soll auf keinen Fall ein Powergaming-Char sein!!! Er bekommt keine Rütung außer hier und da einige Lederverstärkungen. Trifft man ihn, liegt er sofort. Die beiden "ExtraWaffen" aben jeweils nur einen Schuss (Knallplättchen im Hahn der Pistole, NerfDart in der kleinen Jolt). Dann sind sie leer und Munition muss zuerst IT neu gebaut werden.
    - Sprengstoff! (offene Stelle - ich habe null Idee WIE man so etwas da stellt.)
    - Alchemie mit einigen witzigen Dingen. Pulver, dass man ins Feuer wirft, damit höhere Flammen entstehen oder es gar Funken schlägt, Dinge, die man ins Wasser kippt, damit florezierende Flüssigkeit entsteht (ala Knicklicht). ...und ähnliche Spielereien. +Bastelkram für Munition etc.
    Ich werde mir allerhand an Werkzeug zu legen, mit dem ich dann auch ein Wenig dengeln und schrauben kann. Der Char wird WEITWEG vom klassischen ordentlichen Alchemisten sein. Hier und da darf es gern ein Wenig knallen und schief gehen. Rußflecken im Gesicht werden genau so chartypisch werden wie Ölflecken und Brandlöcher in der Klamotte und gelegentliche Schnittwunden. (Endlich ein Char den ich auch versiffen kann, ohne ständig wegen der schönen Klamotte zu weinen).
    Nun meine offenen Fragen, bei denen ich dringend eure Hilfe brauche!
    Sprengstoff! Wie zur Hölle stelle ich so etwas dar? Ein grundlegendes Problem ist dabei: Ich habe OT riesige Angst vor Allem, was knallt. Knallplättchen gehen gerade noch so in Ordnung. Alles was lauter ist, ist eher schwierig. Außerdem möchte ich ja auch niemanden zu Tode erschrecken. Ich bekam auf Cons ja schon "Ärger" mit anderen Spielern, denen die Knallplättchen meiner Zwergin zu laut waren.... *HUST*
    Denkbar wären Bomben. Ich habe vor Kurzem solche sogar gesehen aus Latex - man band ihnen ein rotes Bändchen an die Zündschnur, wenn sie aktiviert waren. Allerdings hakt dort auch schon meine Vorstellungskraft. Wie spielt man so etwas aus? "Explodieren" tun sie ja nicht.
    Knallerbsen wären eine Idee - die gehen aber nur, wenn der Kampfuntergrund entsprechend hart ist. Damit wär auch dies eher schwierig. Dynamit... ist schon recht modern. Mich stört diese Tellingebene. Dieses: "jetzt knallt es gerade"... Hat jemand von euch schon Erfahrung mit soetwas gemacht? Wie wurde es gelöst? Wie würdet ihr es lösen? Vielleicht etwas, das "nur" raucht?!
    Alchemie! Als jemand, der Chemie meist geschwänzt und im Abi als allererstes abgewählt hat, brauche ich hier etwas Nachhilfe. Ich suche einfache Dinge, mit denen man schicke Sachen basteln kann, die rauchen, zischen, Funken bilden, leuchten etc. Gern auch mit Feuer. Einfach etwas "Show" beim Basteln, damit man mir das Bauen des Sprengstoffes und der Munition auch ab nimmt.
    Fallen! Wie baue ich Fallen, bei denen kein Telling nötig ist?
    ----
    Ich bitte um Kritik! Gern auch ehrlich und direkt.
    Anregung, Tipps, Hilfe.... ich BITTE darum!
    Geändert von Katinka (07.10.2013 um 20:10 Uhr)

  2. #2
    Tee
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    Kritik wird noch kommen, da bin ich mir sicher...

    Ich interessiere mich eher für die Klamottenebene und da muss ich sagen finde ich die Konzeptzeichnung zu banal. eine Jacke mit drei Taschen, die sehr OT wirkt und eine Hose....
    Ich bin mir von der Zeichnung und dem Konzept her noch nicht sicher, in welchem Genre du diesen Charakter bespielen willst. Insofern kann ich das Konzept "Gnom" auch schlecht einordnen. Wie sieht es da mit dem kulturellen Background aus?

    Ein Gnom trägt in meiner Vorstellung wenig bis gar keine Kleidung, (ja, das ist so nicht direkt umsetzbar). Wenn doch Kleidung, dann sollte sich diese meines Erachtens doch sehr vom Durchschnittsmenschen abheben. Und zwar ohne allzusehr in die Slapstick Kiste greifen zu müssen ( Verbandspäckchen im Patronengurt).
    Ich fände z.B. eine große Umhängetasche/Sack in der ALLES untergebracht wird und unter umständlichem Wühlen und Kramen herausgeholt wird, deutlich besser als viele Taschen die für genau einen Gegenstand angebracht worden sind. Das ist viel zu organisiert.

    Perücke: Google suche:" Perücke + dreadlock"

    Das sind ein paar Stichpunkte, die mir auf die Schnelle eingefallen sind.
    Ich melde mich wieder, wenn ich noch etwas darüber nachgedacht habe.
    (Das könnte ein Versprechen oder eine Drohung sein.. )

  3. #3
    Katinka
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    Klamottenkonzept ist auch noch seeeehr vage. Ich nähe ungern nach Zeichnungen, da ich viel improvisiere. Es ging mit bei der Zeichnung nur um den ganz ganz groben Schnitt. Die 'Jacke' soll eher eine sehr lange Weste sein, die allerhand Befestigungsmöglichkeiten für Krams bieten soll.

    Konzept für Gnomklamotten habe ich dieses hier aus dem LarpWiki:

    Kleidung

    Ein Techniker wird darauf achten, dass seine Kleidung bequem, robust und praktisch ist. Vorstellbar wären z.B. Latzhosen (nur bitte nicht in blau) aus rustikalem Material (Wolle, allgemein grob gewebte Stoffe, ggfs. Wildleder), vielleicht auch Pluderhosen (oder Latzpluderhosen?), vielleicht Lederflicken auf den Knien, das Oberteil auf jeden Fall mit engen Ärmeln, die nicht beim Basteln behindern. Auf den Kopf könnte eine Leder- oder Wollbundhaube mit breiten Bändern, oder vielleicht ein Schlapphut? Insgesamt sollte es benutzt aussehen, Ölflecken, Brandlöcher etc. wären schön.
    Für alle kleinen Völker gilt: Überdimensionale Details wie sehr große Knöpfe, Schnallen, Aufschläge an der Kleidung lassen die Person, die drinsteckt, kleiner wirken.
    Schutzausstattung


    • eine Schürze, vielleicht auch aus Leder
    • dicke Stulpenhandschuhe, oder auch Handschuhe mit abgeschnittenen Fingern (für feine Arbeiten)
    • eine selbst gebastelte Schutzbrille
    Wenig bis GAR keine Kleidung? O.o Nun, recht spannende Vortellung - doch so GAR nicht das, was ich zur Rasse des Gnoms im Kopf habe. Ich dachte eher an so etwas hier:
    r169_457x256_11572_The_Gnome_s_Ride_2d_fantasy_creature_gnome_griffin_picture_image_digital_art.jpg

  4. #4
    Sosthenes
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    Dang you to heck, Hickman/Weis !

  5. #5
    Katinka
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    Ich bin mir sicher du bist so gut und erklärst mir, was du mit diesem Sätzchen ausdrücken wolltest?

  6. #6
    Quin
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    Ich denke, er bezieht sich damit auf die Dragonlance Gnome. Denn so einen willst du ja offenbar darstellen. Ich weiß aber auch nicht, ob sowas in der Form tatsächlich ins Fantasy-Larp passt.

  7. #7
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    Naja, es ist nicht ganz Tinker Gnome, dazu fehlt ja die "tragische" Inkompetenzkomponente. Aber soweit ich weiss ist das der Ursprung vom ganzen gnomischen Clockworkpunk, was ja inzwischen auch bei den generischen Gnomen gelandet ist (genau wie seit einigen Jahren der Standard Halbling Kender-Charakteristien annimmt).

    Und ich denke das passt ohne Probleme auf aktuelle Cons. Rennen ja auch genug Piraten rum, und immer mehr Steampunk-Leute. Im Vergleich dazu sind Mechagnome ja fast altmodisch. Ich hab' jetzt wirklich nichts gegen den Charakter, Katinka, versteh mich nicht falsch, ich wollte nur den Moment nutzen um etwas Dampf gegen Dragonlance abzulassen, "tiny fists of rage" wie's so schön heisst. Was anderen ihr Salvatore ist...

  8. #8
    Katinka
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    Nun, ich hatte nicht vor, in Richtung Drachenlanze zu gehen (auch wenn ich einen Kender habe...). Was ich über die DL-Gnome gefunden habe, finde ich nicht weiter verwerflich - hat mit meinem Konzept so jedoch nicht viel gemein:
    Gnome sind zwar mit den Zwergen verwandt und haben auch ähnliche Lebensgewohnheiten, aber trotzdem sind sie von kleinerer Gestalt und sind, worauf jeder Gnom besonderen Wert legt, eine weniger rundliche Erscheinung. Dafür sind sie aber mit wesentlich größeren Nasen ausgestattet, haben stark gebräunte Haut und meistens weißes Haar, was ihnen in den Augen von anderen Rassen ein etwas seltsames Aussehen verleiht. Trotzdem besitzen Gnome einen großen Sinn für Humor und lieben Streiche.
    Gnome empfinden eine große Achtung und Liebe für alles Lebende. Genau wie die Zwerge mögen auch sie Edelmetalle und ganz besonders Edelsteine (in deren Bearbeitung sie wahre Meister sein können) sowie daraus gefertigten Schmuck.
    Gnome bevorzugen als Lebensgebiet hüglige, bewaldete Gegenden, in dem möglichst keine Menschen siedeln. Auf Krynn leben die meisten Gnome im Berg Machtnix auf der Insel Sancrist, weil sie dort, ungestört von anderen, ihren Forschungen nachgehen können.
    Das leichte Misstrauen gegenüber anderen, größeren Rassen (z.B. Menschen und Elfen) ist wohl aufgrund ihres kleineren Körperbaus entstanden. Nie würden die Gnome jedoch aufgrund dieser Wesensart anderen Leuten feindselig gegenüberstehen. Sie verhalten sich meistens heimlichtuerisch und verstohlen, und selbst wenn sie die betreffenden Personen kennen, bleiben sie meistens zurückhaltend. Mit ihren Vettern, den Zwergen, kommen die Gnome gut aus, wobei sie allerdings wenig Verständnis für die verschlossene, von der Natur abgekehrte Lebensweise der Zwerge aufbringen können.
    Lediglich das Fett-und-Kursive stimmt so in etwa überein.

    Aber nur des Interesses halber: Was spricht gegen einen Drachenlanze-Gnom im Fantasy-Larp?
    Begründet doch bitte mal! Mit SOLCHEN Aussagen kann ich nix anfangen.

    Wenn es mit der Fremdrasse echt so blöd ist, wird es halt ein schießwütiger Mensch und ich verzichte auf den Gnom. Aber dazu brauche ich Argumente. "Dang u to heck, liebe Drachenlanzen-Autoren" hilft mir nicht wirklich weiter.

  9. #9
    Sosthenes
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    Also wenn wir nur noch Forenposts erlauben die wirklich voll und ganz konstruktiv sind, sähen Internet-Foren plötzlich leer aus (Ich hab' ja auch keinen seitenlangen Verriss gepostet, ein kurzer Zwischenruf wird doch noch erlaubt sein)

    Zitat Zitat von Katinka Beitrag anzeigen
    Aber nur des Interesses halber: Was spricht gegen einen Drachenlanze-Gnom im Fantasy-Larp?
    Ein purer Tinker Gnome? Naja, das ist so das Problem mit manchen DL Rassen, sie sind zwar ganz lustig zu lesen, aber als komplette Kultur und Zivilisation einfach nicht glaubwürdig, da muss schon viel mit Magie begründet werden (dieser tolle göttliche Edelstein). Das trifft meines Erachtens auf Kender, Gossenzwerge und Tinker Gnomes. Ich bin kein großer Freund von "comic relief" Rassen.

    Aber das wurde ja auch nicht hundertprozentig übernommen, der ganze "verflucht zum Scheitern" Faktor wird ignoriert, was bleibt ist ein neues Gnomenbild das stark mechanisch geprägt ist, endgültig zementiert durch Blizzard (die ja auch noch nie eine eigene Idee hatten). "Ursprünglich" (im Fantasy Bereich) deckten Gnome ja eher die magische Variante der Zwergenlegenden ab, nachdem diese durch Tolkien auf ein eher weltliches, martialisches Bild geprägt wurden. Also eher die Laurin Schiene, magisch begabt, dafür noch etwas kleiner und nicht so körperlich brillierend. Der Feenwelt näher als die meisten anderen sterblichen Rassen. Auch da war Handwerkskunst schon ein Faktor, aber ohne anachronistische Faktoren. Edelsteine waren sehr beliebt, wenn ich mich nicht irre. Das fand ich persönlich ein stimmigeres Konzept, war halt mehr mythologisch und ein guter Ausgleich dafür, dass Zwerge eben ganz und gar "normal" waren.

    Die fortschreitende Technologisierung dieses Bildes hat meiner Meinung nach zwei Nachteile: Zum einen wird selbst bei Gnomen die nicht alles verhauen (die Tinkers halt) die humoristische Komponente oft betont, d.h. Cartoon-artige Explosionen, überdimensionierte Konstrukte und generell Maschinen auf die Rube Goldberg stolz wäre. Und das mag in kleinen Dosen vielleicht noch lustig sein, im Langformat (z.B. Larp) strapaziert das die Nerven etwas. Wie wenn Shakespeare einen Dreiakter geschrieben hätte der nur Szenen des Macbeth-Pförtners oder der Hamlet-Totengräber enthält...
    Zum anderen ist Technologie so eine Art Büchse der Pandora, zu schnell kommt zu viel heraus. Wir fangen an mit klassischem Clockpunk. Armbrüste, Zahnräder usw. Aber ehe man es sich versieht ist man voll im Steampunk drin. Sprich Jules Verne, 1900 rum. Was nun historisch den Larp-Bereich etwas überdehnt, ich persönlich bin ja schon froh wenn nicht genügend Piraten herumlaufen (1700+). Ich meine, ich könnte hier ein napoleonisches Regiment nehmen und wäre weniger extrem fortgeschritten, sowohl was Technik (die man ja noch als Magie abtun kann) als auch Kleidung. Demnächst auf diesem Kanal, die 95th Rifles auf dem Drachenfest ("Over the Hills and Too Far Away").

    Das jetzt als Langform meiner allgemeinen Meinung dazu. Ich hätte es ja beim einen Störersatz belassen, aber wenn man in meinen Wunden rumstochert

    Ich verstehe jetzt dass das wieder nur begrenzt konstruktiv ist. Meine Sicht eines Mechanikus wäre historisch/technisch deutlich begrenzter. Denken wir da eher an Da Vinci, also mehr Holz als Messing, mehr Flaschenzüge als winzige Zahnräder. Definitiv mehr Armbrüste als Schwarzpulverwaffen, wobei frühe Hakenbüchsen und Handkanonen denkbar wären (Steinschlosspistolen wären da out). Kleidung mehr Renaissance, als Gnom dann doofe Mütze natürlich erforderlich.

    Aber ich will hier niemanden bekehren, es gibt Larp-Kategorien die mich mehr stören und selbst da lass ich die Leute nach ihrer Fasson glücklich werden. Steampunk erfreut sich ja immer größerer Beliebtheit. Nur eine Frage der Zeit bis jemand eine blaue Polizeinotrufzelle im Spielerlager abstellt

    Kennt jemand noch "Top Ballista"? Ächz...

  10. #10
    Quin
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    Ich war gestern einfach bloß zu müde um noch viel zu schreiben, sorry. Aber jetzt bekommst du ein ausführlicheres Feedback und hoffentlich ein paar Tipps von mir :-)

    Mein erste, intuitive Ablehnung dieses Charakterkonzepts für das Fantasy-Larp beruhte darauf, dass ich schon zu viele "Sprenggobbos" u.ä. suizidäre Charaktere gesehen haben, die irgendwie versucht haben lustig zu sein, ne Bombe (die natürlich OT nicht mal ein Geräusch o.ä. gemacht hat) in die Reihen der SC oder NSC zu tragen und damit möglichst viele (N)SC auszuschalten. Sowas fand ich nie spielbereichernd und der Klamaukfaktor bei solchen Charakteren ist mir zu hoch um damit ernsthaft spielen zu wollen. Ich habe allerdings gar nichts gegen Alchemisten oder Bastler, die ihre Sache gut ausspielen, wo es knallt und raucht und stinkt und die dann irgendwas Sprengstoffartiges zusammenmischen. So viel mal vorne weg.

    Zu deinem Charakter speziell:

    Ich kann mir noch nicht wirklich was darunter vorstellen. Soll sie eher witzig sein? Ernst? Böse?
    aufmüpfig, frech, vorlaut, selbstüberschätzend, goldgierig, egoistisch, misstrauisch
    kann vieles davon sein. Falls es ein Klamaukcharakter werden soll, der sich regelmäßig selber in die Luft sprengt, dann würde ich davon abraten. Falls es ein ernsthafter Tüftler sein soll, nur eben kein Mensch sondern ein Gnom, dann schon eher. Warum aber dann ein Gnom und kein zwergischer Ingeniuer o.ä.?

    Zur Ausrüstung:
    Je mehr und vielfältiger, desto besser. Aber: Von zu modernen Dingen würde ich abraten. Kompass und Sonnenuhr find ich persönlich OK, wegen mir auch noch ein Monokel. Schutzbrille o.ä. würd ich aber weglassen. Genauso wie metallene Zahnräder. Ich finde das passt gar nicht in ein, ans Mittelalter angelehntes, Fantasysetting. Das ist mir zu Steampunk. Wenn Zahnräder, dann aus Holz. Die gabs auch schon im Mittelalter und sind viel ambientiger und du kannst sie selber bauen. Diese Meinung ist aber natürlich subjektiv, andere finden das vielleicht sogar gut. Ansonsten würd ich alles mögliche mit mir rumschleppen, was man auch nur ansatzweise irgendwie gebrauchen kann (oder auch nicht, aber ja vielleicht irgendwann mal...)

    Waffen: Ich lehne Feuerwaffen im Fantasy-Larp grundsätzlich ab. Für mich hat das da nichts verloren. Bögen, Armbrüste, etc... ja, aber keine Pistolen, Kanonen o.ä.. Ich finde also die Nur-Ein-Schuß-Pistole nicht gut. Zur Armbrust: Warum denn bitte ne Nerfgun??? Warum nicht ne echte Armbrust mit irgendwas witzigem oben drauf oder unten drunter montiert. Ne Platsiknerfgun finde ich extrem unpassend. Ich würde sowas schlichtweg ignorieren oder drüber lachen denn sowas stört das Ambiente zu sehr. Ich würde dir raten, deine Waffenauswahl nochmal zu überdenken. Arbeite lieber mit defensiven Waffen bzw. Verschleierungstechniken die dich schützen und aus einem Kampf sicher entkommen lassen. Nebel z.B., oder Klebstoff, der den Gegner verlangsamt, damit er dir nicht nachlaufen kann. (Ideen zur Umsetzung kann ich auf Nachfrage gerne bieten.) Das fände ich passender und interessanter, sonst bist du nur "die mit der Nerfgun".

    Sprengstoff: Nimm etwas Rauchpulver (nur wenig), zwei oder drei einzelne Kettenkracher (oder auch nen kleinen Böller, je nachdem wo es zünden willst) und ein Stück Wunderkerze als Zündschnur.. Das Ganze bastelt du in ein IT-taugliches Gefäß, das nicht zersplittert (Tonkugel, z.B.) und zündest die Wunderkerze an. Die brennt runter, entzündet die Kettenkracher und schließlich auch das Rauchpulver. Dann knallts und rauchts und ist total harmlos (nur Outdoor natürlich!). Die Vorteile: Harmlos, nicht laut, kostengünstig, du hast auf dem Con was zu tun, wenn du dir die Dinger baust. Nachteil: Pyro immer nur nach vorheriger Absprache mit der SL! ALternativ kannst du Rauchbälle nehmen. Die Rauchen dann bunt, knallen aber nicht. Ich würde sie auch nicht als Sprengstoff erkennen. Wenn du Sprengstoff wirklich darstellen willst, dann muss es halt immer knallen. Wenn du das nicht magst, dann bastel lieber was anderes und lass den Sprengstoff sein.

    Zum Thema Alchemie würd ich einfach mal im Netz suchen und die Foren durchstöbern. Da gibts unendlich viele Ideen und Anleitungen. Sorry, wenn ich es mir hier einfach mache.

    Fallen: Eine Falle mit nem Zettel dran ist für mich keine Falle und Telling ist Mist. Die billigste Art ne funktionierende Falle zu bauen ist mit ner Mausefalle. Spannen, im Boden festmachen, Schnur dran, fertig. Latscht jemand auf die Schnur, schnappt die Falle zu. Für jeden erkennbar, dass grad was passiert ist. (Kann man auch noch mit ner Knallerbse in der Falle aufpeppen). Da gibts ebenfalls noch viele weiter Möglichkeiten Fallen zu bauen. Hier wäre es interessant in welche Richtung deine Fallen gehen sollen. Klassische Waldläuferfallen (Äste zurückbinden, angespitzte Stöcke, Fallgruben, etc.), Menschenfallen (z.B. Netze), magische Fallen oder Alchemistische Fallen (Feuer, Rauch, Kleber, Betäubung, etc...)? Alle Fallen sind natürlich funktionsfähig aber nur angedeutet und können niemandem Schaden zufügen.

    So, jetzt habe ich dir ein ausführliches Feedback gegeben. Bitte nimm nichts davon persönlich, ich habe nur meine Meinung zu gewissen Facetten im LARP widergegeben. Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen mitgeben. Bei Fragen einfach melden.

    Viele Grüße

    Edit: Sosthenes' und meine Meinung scheinen sich hier wohl zu decken.
    Geändert von Quin (08.10.2013 um 10:14 Uhr)

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