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  1. #1
    Cilipepa
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    Konzept: Botenläufer

    Hallo,

    ich bitte um Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge zu meinem in der Entstehung begriffenen Konzept eines Botenläufers:

    Hintergrund:
    XY, fünfter Sohn einer Händlerfamilie aus einer großen Stadt war schon immer mit Forschungsdrang gesegnet und bewies bereits in jungen Jahren beim Mopsen diverser Äpfel Schnelligkeit und Kondition.
    Da er vom Elternhaus nichts zu erwarten hatte, sprach er beim ansässigen Botendienst der Kaufmannsgilde vor und bereist nun, im Auftrag seiner Herren, die Lande.
    Anforderungen der Gilde an Ihre Botenläufer:
    • Eine gewisse soziale Kompetenz: Geschäftspartner sollen Nachrichten von Boten erhalten, die das Handelshaus wenigstens in minimaler Weise repräsentieren können
    • Körperliche Leistungsfähigkeit und Zähigkeit: Es gibt nicht immer ein Wirtshaus am Wegesrand, geschweige denn überhaupt einen (sicheren) Weg
    • Zuverlässigkeit: Nachrichten müssen, allen möglichen Unbillen zum Trotz, ihr Ziel erreichen


    Grundgewandung:
    Leinenhemd, Leinenhose, Wolltunika, Wollgugel, Umhang / Mantel
    Die Grundgewandung soll vor allem einfach, funktional und wetterfest sein. Angedacht ist ein dunkelgrau / braun - Schema.

    Wehrhaftigkeit:
    Lederner Waffenrock mit Besatzplatten, lederne Armschienen, Seitenwehr, Kurzbogen (evtl. Armbrust)
    Die Kleidung soll maximale Beweglichkeit gewährleisten und den Boten als Repräsentant "professionell" wirken lassen, die Waffen pot. Angreifer abschrecken oder in die Flucht schlagen.

    Sonstiges:
    Depeschentasche, großer Gürtelpatch mit dem Wappen des Handelshauses


    In Sachen Kopfbedeckung weiß ich überhaupt noch nicht was ich machen soll. Zur Not wirds ne schlichte Mütze. Ebenso beim Schuhwerk, hier brauche ich etwas, womit ich in der Wildnis klarkomme und das aber auch bei langen Wegstrecken auf der Straße nicht schlapp macht.
    Ebenso fehlt mir noch ein höherer Grad an Indivilualisierung. Die Tasche und das Wappen sind mMn schon gute Anfänge, aber ich würd ganz gern noch mehr einbringen. Allerdings habe ich momentan keine zündende Idee.

  2. #2
    Graf D'Apcher
    Graf D'Apcher ist offline
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    Ja...und wo willst du das spielen ?
    Ihr Wille hebt das Land
    Den Heiligen zur Ehr
    In Demut für Igraina

  3. #3
    Cartefius
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    Das Konzept finde ich durchaus gut. Die Ausrüstung wirkt zwar recht solide, aber irgendwie auch sehr "standardmäßig", wie man sie an unzähligen Abenteurern, Waldläufern etc. sieht. Vor allem sehe ich noch nicht wirklich eine Verbindung zum Konzept: So eine lockere Lederrüstung wirkt nicht besonders repräsentativ, und ist vermutlich auch beim Laufen recht hinderlich, ebenso wie die Schusswaffe. Je nachdem, ob der Charakter eher ein "Jogger" oder ein "Wanderer" sein sollte würde ich da eher bei einer kurzen Seitwehr bleiben oder zu einer Waffe greifen, die auch als Wanderstab dienlich ist.

    Sinnvoll fände ich auch ein auffälliges Erkennungszeichen wie z.B. einen knallroten Jagdhut mit Falkenfeder oder so etwas. Gürtelpatches mag ich persönlich grundsätzlich nicht, da würde ich eher zu einem aufgenähten Emblem auf der Kleidung greifen.

  4. #4
    Sosthenes
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    Grundsätzliche Frage: Ist das praktisch eine Entschuldigung/Begründung für den Con-Besuch oder hast du vor IT Aufträge anzunehmen? (Orga-Subquests mal nicht mitgerechnet)

    Letzteres würde häufig in eine Art Mini-Diplomat übergehen, z.B. wenn dich die versammelte Ratlose-SC-Mannschaft ins Ork-Lager schickt um eine Unterhandlung anzuberaumen.

    Bei der Bewaffnung würde ich das allerdings weniger "Botenläufer" nennen. Darunter würde ich jemand verstehen der wirklich eher rumjoggt und eher darauf vertraut dass er als Bote eine gewisse Unberührbarkeit hat -- "don't shoot the messenger". Dann explizit keine Waffe, zumindest nichts offensichtliches, einen Botenstab und sonst auch deutliche Anzeichen dass man von diesem Gewerbe ist. Mir drängen sich da Hermes-Flügel irgendwie auf

    Bewaffnet und gewappnet ist's halt ein x-beliebiger Abenteurer mit einem manchmal überdurchschnittlich gutem Anwesenheitsgrund.

  5. #5
    Quin
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    Mir gefällt das Konzept, weil es mal nen sinnvollen Grund vorgibt um "unterwegs" zu sein. Das ist für jeden absolut nachvollziehbar. Allerdings bleibt die Frage von Sosthenes, ob du gerade auf dem Weg von A nach B bist um ne Nachricht zu überbringen und zufällig grade am Schauplatz des Cons vorbei kommst oder ob du auch Aufträge vor Ort annimmst.
    Die Ausrüstung halte ich für absolut zweckmäßig aber eben nicht "interessant" genug um als Alleinstellungsmerkmal zu dienen. Gürtelpatches finde ich auch nicht so toll, dann eher sowas wie nen Überwurf mit Wappen, oder ja, auch nen auffälligen Hut oder möglicherweise auch ne Meldetasche mit besonderer, auffälliger Kennzeichnung (das könnte ja sowas wie das Markenzeichen des Boten sein und schließt dann auch den Kreis von der Gewandung/Ausrüstung zum Charakterhintergrund). Von Bogen oder sogar Armbrust würde ich absehen. Gerade eine Armbrust ist viel zu schwer, sperrig und wartungsbedürftig um wirklich Sinn zu machen. Eher nen Wanderstab/Kampfstab und nen längeren Dolch/ein Kurzschwert. Dazu noch nen Rucksack in dem du alles trägst was du brauchst und mit dem du zur Not auch mal alleine im Wald übernachten könntest. Dann würde ich das Konzept IT wie OT auch als Bote akzeptieren und fände das wirklich gut.
    Ach ja: Als Rüstung wirklich nur ne ganz leichte Lederrüstung. Schließlich ist Geschwindigkeit dein Kapital und auch deine Lebensversicherung.
    Ich hoffe, ich konnte helfen.

  6. #6
    Sosthenes
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    Geschwindigkeit ist so eine Sache, was mich ja auch grade ein bisschen verwirrt. Ich meine "Botenläufer" klingt für mich eher nach Kurzstrecken, mit häufigen Wechseln damit's auch schnell geht. Oder eben die griechischen Hemerodromoi (siehe Pheidippides). Aber auch die waren dann nur einen Tag plus/minus unterwegs.

    Ich nehme also an dass der "Bote" Part bedeutend wichtiger ist als der "Läufer" -- und letzteres eh nur aus OT Gründen da ist, IT wäre man eher beritten wenn möglich.

    Dann hinge für mich viel davon ab wie wichtig man ist. Geht es eher um das Tagesgeschäft, d.h. man ist einer von vielen, also ein mittelalterliches Tickertape? Dann reicht ne Tasche und ein Abzeichen, ja. Wie stark man dann bewaffnet und gerüstet ist, hängt wohl von der eigenen Paranoia ab. Ich würde nicht denken dass das Haus hier sehr viel stellen würde bzw. ob der Lohn gut genug für ausgiebige Metallrüstung und Armbrust wäre (von der Unwegbarkeit die allein auf schneller Reise in Schuss zu halten).

    Gehts um schwierigere Missionen und wichtigeres Zeug gleitet der Charakter je nach Art des Weges und der Art der Überbringung mitunter schon in die Waldläufer oder Agenten Schiene ab.

  7. #7
    Gerwin
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    Im allgemeinen ein interessantes Konzept, ich würde mir aber vorher ein paar Fragen beantworten.

    Wenn du tatsächlich Bote auf Con sein willst, dann benutze meiner Erfahrung nach auf keinen Fall einen Kampfstab oder Wanderstock. Die Entfernung auf Cons mit verschiedenen Lagern (eigentlich die einzige Möglichkeit Bote zu sein) sind meist deutlich unter einen Kilometer. Niemand muss denklogisch im Wald schlafen oder längere Wege zurücklegen. Dein Bote kann zwar auch längeres Marschgepäck dabei haben, wenn er aber nur halbwegs mitdenkt legt er dieses ab.

    Wenn du eine Armbrust willst, dann ist der Bote wohl das beste Beispiel für eine Handarmbrust. Lass dich da vom Gemecker mancher Larper nicht unbedingt beeindrucken. Handarmbrüste gibt es inzwischen, die Technik wäre auch im Mittelalter möglich gewesen, und die Teile haben OT nicht wenig Kraft (die IT-Version ist natürlich Kinderspielzeug). In der Theorie kannst du eine Armbrust auch (anders als einen Wanderstab) wie ein modernes Gewehr auf dem Rücken tragen und dann dennoch sehr schnell laufen.

    Was am Ende in meinen Augen auch noch wichtig ist, ist die OT-Fähigkeit "laufen". Also schnelles laufen. Das muss man meist, am besten auch IT-Klamotte, trainieren. Die Stärke eines Boten ist nun einmal nicht die Wehrhaftigkeit sondern seine Fähigkeit schnell und wendig die (auf Con kurzen) Strecken zurückzulegen. Wenn du erst einmal Kilometerzeiten um die 4.30 Minuten läufst, dann kann dein Bote die Wehrhaftigkeit auch hinten anstellen. Da kommt eh kein gerüsteter hinterher.

    Komplett verzichten würde ich auf unnötigen Balast wie "Umhang/Mantel" und ähnliches. Zumindest im Sommer.

    P.S.: Viel wichtiger als eine großartige Gewandung ist für so einen Charakter wirklich ein durchdachtes, passendes Schuhwerk. Auch OT. OT wirst du für gewöhnlich keinen Mantel brauchen, dass ist maximal schmückendes Beiwerk. Ohne gute Schuhe hörst du aber nach den ersten 2000 Metern auf zu laufen.
    Geändert von Gerwin (05.11.2013 um 11:34 Uhr)

  8. #8
    EB
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    Das Konzept hört sich recht solide an. Auch die Idee/Herkunft ist stimmig. Von einer zu schweren Bewaffnung würde ich dir allerdings auch eher abraten.
    Fraglich ist, wie zuvor genannt, was genau du auf einem Con machst, wenn du keinen Auftrag hast.

    Zur Gewandung:

    http://www.das-bild-im-mittelalter.de/fotos/0043.jpg

    http://www.horstreil.de/Germania/04_...erstab_(O).jpg

  9. #9
    Sosthenes
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    Mich persönlich stören Pistolenarmbrüste weniger (wobei ich das mit der Effizienz stark bezweifle, generell ist mir das beim abstrakten Larp-Sportkampf aber eh wurscht), aber wenn wir wirklich vom "Laufen" im nicht übertragenen Sinne reden sind Fernkampfwaffen oft nicht das wahre. Da rennt man durch die Felder oder den Wald und plötzlich kommt jemand aus dem Unterholz bzw. dem Feld. Da hat man wenig Zeit, eine Armbrust zur Selbstverteidigung bereit machen kann dann die letzte Handlung im Leben sein. Da würde ich mich eher (kannnichtglaubendassichdassage) Ninja-artig verhalten: Wurfmesser-/sterne zur Abschreckung, dann weglaufen, dabei Krähenfüße fallen lassen.

    Wenns aber eher ein "Bote" sans "läufer" ist, dann hat eine Armbrust natürlich den Vorteil dass ich damit recht gut Leute einschüchtern kann. Tut weh, und ist lange ohne Mühe schussbereit.

  10. #10
    Cilipepa
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    Vielen Dank für die ausführlichen und hilfreichen Antworten bisher. Ich versuche auf Fragen so gut es geht einzugehen:

    Ich nehme also an dass der "Bote" Part bedeutend wichtiger ist als der "Läufer" -- und letzteres eh nur aus OT Gründen da ist, IT wäre man eher beritten wenn möglich.
    Das ist vollkommen richtig. Einen Botenreiter kann ich nicht darstellen, also nannte ich es Botenläufer. Ich könnte aber genausogut nur allein mit "Bote" leben.
    Ich möchte das nicht nur ausspielen, um einen Grund zu haben, aufs Con zu fahren, sondern würde auch im Spiel gerne Aufträge annehmen und mich so einbringen.

    Sinnvoll fände ich auch ein auffälliges Erkennungszeichen wie z.B. einen knallroten Jagdhut mit Falkenfeder
    In gewisser Weise soll diese Rolle mitunter die Depeschentasche übernehmen, aber ein weiteres auffälliges Merkmal unterstützt und ergänzt das sicher. Ich werd drüber sinnieren, wie sich das umsetzen läßt. Ich denke da auch im ersten Moment an eine auffällige Kappe, oder eine signalfarbene Gugel.

    Komplett verzichten würde ich auf unnötigen Balast wie "Umhang/Mantel" und ähnliches. Zumindest im Sommer.
    Einen Mantel werde ich nur eingerollt mit mir rumtragen und zur Not als Decke missbrauchen. Der kommt nur raus, wenn ich vom Regen überrascht werde. Ich finde ihn ansonsten auch viel zu hinderlich um sich damit abzugeben.

    Viel wichtiger als eine großartige Gewandung ist für so einen Charakter wirklich ein durchdachtes, passendes Schuhwerk
    Das sehe ich absolut genauso und darin liegt mein größtes Problem. Ich hab momentan noch keine Ahnung, welche Schuhe ich dafür nehmen soll.

    Waffentechnisch bin ich noch unentschlossen. Das Einzige, was feststeht ist eine kurze Seitenwehr. Ich habe da ein kurzes Sax o.ä. im Blick, würde das aber noch ganz gern um eine Fernkampfwaffe erweitern. Sollte ich feststellen, dass das gar nicht passt, bin ich aber auch gerne bereit, diese dem Konzept zu opfern.
    Da ich im LARP noch nie eine Armbrust zur Hand hatte, weiß ich auch nicht, inwieweit die mich im Botendasein behindert, wenn ich Sie auf dem Rücken spazierentrage. Abschreckend auf Angreifer wäre sie wohl allemal.
    Mit dem Kurzbogen hingegen habe ich schon Cons hinter mir und wenn ich mal nen guten Weg finde, diese elenden Pfeile lauf- und springecht unterzukriegen, ohne dass Sie sich ständig in alle Winde verabschieden, ist auch das eine Alternative.
    Das Ziel ist es letztendlich Gegner abzuschrecken, zu umgehen oder zu verhandeln. Falls das nicht klappt suche ich mein Heil in der Flucht und/oder Bekämpfung auf Distanz.

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