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  1. #1
    Occitane
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    Konzeptsuche - Magister, Technikus

    Hallo zusammen,

    für unser erstes Larp suchen wir nun nach einem einfachen, einsteigertauglichen Charakterkonzept für meinen Mann. Es sollte nichts exotisches sein und auch keine Rolle, die große Anforderungen an darstellerisches Talent stellt (Magier, Hexer etc. fällt also mal weg). "Benötigt" wird dieser Charakter spätestens zum CoM 2014, ggf. früher wenn sich was ergibt.

    Die Idee ist erstmal, eine Art Technikus oder Magister auf Reisen darzustellen (vgl. dazu die Technikus-Beschreibung im LarpWiki, da konnte sich mein Mann als Ingenieur einigermaßen wiederfinden ).

    http://www.larpwiki.de/Charaktertipps/Technikus

    In welchem Kleidungsstil könnte nun so eine Art Magister gewandet sein?
    Welche "Epoche" oder welchen Archetypus kann man sich da als Vorbild nehmen?
    Meine google-Suche nach Inspirationen war bisher eher mager....

  2. #2
    Cartefius
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    Da kann man diverse Kleidungsstile nehmen, ich würde aber an eine Epoche anstreben, bei der man eine gewisse "Technisierung" erwartet. Das könnte z.B. griechische oder römische Antike sein, Renaissance oder Barock, aber nicht unbedingt Hochmittelalter.

    Eins der klassischen Vorbilder für diese Art von Charakteren ist vermutlich Warhammer, hier gibt es sowohl imperiale Technikusse, welche eine Mischung aus deutscher Renaissance (geschlitzte Pluderärmel) und wilhelminischer Jahrhundertwende (Zwirbelbärte und Monokel) aufgreifen, als auch zwergische Maschinisten, bei denen das ganze noch mehr in Richtung massiver Messingmaschinen sowie leicht wikingerähnlichen Einschlägen geht. Hier mal zwei Beispiele:
    http://www.games-workshop.com/MEDIA_...01_445x319.jpg
    http://waaagh.de/wp-content/uploads/2011/08/en_f.jpg
    Beiden gemein ist, dass sie extrem aufwändig und schwer umzusetzen sind, generell ist dieses Charakterkonzept eins, das schnell Mengen an Requisite in Form von Maschinen und Geräten braucht: Toll für passionierte Bastler und Sammler, aber oft schwierig für Einsteiger.
    Man kann aber auch recht schlicht mit "Gelehrtenkleidung" einsteigen, also z.B. einer einfachen langen Robe und einer Kopfbedeckung, und je nach persönlichem Gusto in Sachen Werkzeug und Erfindungen langsam aufrüsten.
    Noch ein Detail am Schluss: Schlösser, die man mit Werkzeug knacken muss, sind leider in der Praxis relativ selten. Ich trage schon seit einigen Cons ein passendes Werkzeugset mit mir herum, und bin bislang leider noch nie dazu gekommen, es einzusetzen.

  3. #3
    Occitane
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    Vielen Dank, da ist ja schon einiges dabei.
    Allzusehr in die Steampunk-Richtung soll es allerdings nicht gehen, und auch der Aufwand soll für eine Einsteiger-Erstgewandung überschaubar bleiben (also eher die Einsteiger-Gelehrtenvariante und dann mal schauen ob wir überhaupt dabei bleiben).

    Lange Robe, das hört sich einfach an.
    Und darunter? Hemd und Hose?
    Das könnte ja irgendwie in jede Zeit und Kultur passen, oder?

    Schlösser öffnen war übrigens nicht geplant, eher die Richtung Festungsbaumeister, Belagerungsgeräte, Verteidigungstechnik etc.

  4. #4
    Solnedgang
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    Zwei Sachen von Mir

    Eine Frage vorweg:
    Beim Conquest - du bis Spieler oder?

    Ein (vielleicht) blöder Kommentar am Rande:
    Bettler - super IT tauglich, unglaublich einfach, aber vielleicht ein ganzes Eck zu spielen
    Aber immer super lustig die Bettler in der Stadt
    Gallier sind eigentlich voll die Kommunisten. Die teilen sich die Römer gleich auf.

  5. #5
    Cartefius
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    Der Vorteil bei langen Obergewändern ist tatsächlich, dass man "drunter" recht schlichte oder improvisierte Kleidung tragen kann, was das ganze recht einsteigerfreundlich macht, mit einem Hemd und einer einfachen Stoffhose ist man da gut bedient. Was die Ausführung angeht, würde ich allerdings ein bisschen versuchen, dieses zentrale Gewandungsstück auch etwas konkreter zu gestalten und mit Details zu versehen, die es interessant machen, und dementsprechend auch Stilelemente einer bestimmten Epoche aufgreifen. Spätmittelalterlich angelehnt könnte man es z.B. machen, indem man lange Reihen aus Stoffknöpfen verwendet (Beispiel), für die Renaissance die Ärmel schlitzen und mit kontrastfarbigem Futter hinterlegen, für die Antike einen simplen geraden Schnitt nehmen und mit Mäandermustern verzieren oder ähnliches. Wichtig ist auch immer die Wahl der Kopfbedeckung, die trägt viel zum Gesamteindruck bei.

  6. #6
    Occitane
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    Zitat Zitat von Solnedgang Beitrag anzeigen
    Zwei Sachen von Mir

    Eine Frage vorweg:
    Beim Conquest - du bis Spieler oder?
    Ja, Spieler.

    Zitat Zitat von Solnedgang Beitrag anzeigen
    Ein (vielleicht) blöder Kommentar am Rande:
    Bettler - super IT tauglich, unglaublich einfach, aber vielleicht ein ganzes Eck zu spielen
    Aber immer super lustig die Bettler in der Stadt
    Nicht gerade das, an was ich gedacht hätte, aber durchaus eine Überlegung wert

    @Cartefius: Oh je, ich hasse Knopflöcher! Und ich seh mich schon die nächsten Wochen allabendlich kleine Stoffknöpfe annähen
    Aber das Beispiel ist toll, ich denke wir werden uns dann auf eine schöne Robe konzentrieren und den Rest einfach halten. Sozusagen ein bei Gefallen ausbaufähiges Konzept!

  7. #7
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    Hut nicht vergessen!

  8. #8
    Gerwin
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    Nur damit hier nicht der Eindruck "alle finden nen Technikus super" entsteht:

    Ich rate im allgemeinen (auch auf Großcons) von diesem Konzept ab. Er wird zwar zugelassen (wie fast alles), dürfte aber bei recht vielen Spielern nicht gerade auf Gegenliebe stoßen. Ich habe erst auf dem letzten CoM eine Situation erlebt, in der ein (eigentlich gut gemachter) ähnlicher Charakter dafür gesorgt hat, dass nach kürzester Zeit die Hälfte der ums Lagerfeuer versammelten Gruppe plötzlich ganz schnell "was zu tun" hatte. Gerade bei Anfängern wäre ein klassischer Fantasycharakter (nicht unbedingt Warhammerfantasy) besser geeignet.

    Dass dein Freund sich auch beruflich mit Technik beschäftigt, ist für mich eher ein weiterer Grund zu sagen "machs nicht". Ein "Profi" hat oft erweiterte Wissensstände aber eben auch Schwierigkeiten zu unterscheiden was nun sein Charakter weiß. Ich würde auch nach einigen Contagen Erfahrung nie auf die Idee kommen IT einen Juristen (oder auch nur einen vergleichbaren Akkademiker) zu spielen. Dazu kommt, dass deinen Freund (gerade als Anfänger) recht langweilig sein dürfte. Ich habe den Bau von Festungen oder Belagerungsmaschinen selbst auf Großveranstaltungen noch nie miterlebt. Um einen Eindruck der Larpwelt zu bekommen rate ich am Anfang zur klassischen "Krieger, Magier, Heiler" Dreiteilung. Das, ohne Zweifel vorhandene, OT-Wissen kann er ja gerne in den OT-Lager/Maschinenbau einbringen.

  9. #9
    Occitane
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Nur damit hier nicht der Eindruck "alle finden nen Technikus super" entsteht:

    Ich rate im allgemeinen (auch auf Großcons) von diesem Konzept ab. Er wird zwar zugelassen (wie fast alles), dürfte aber bei recht vielen Spielern nicht gerade auf Gegenliebe stoßen. Ich habe erst auf dem letzten CoM eine Situation erlebt, in der ein (eigentlich gut gemachter) ähnlicher Charakter dafür gesorgt hat, dass nach kürzester Zeit die Hälfte der ums Lagerfeuer versammelten Gruppe plötzlich ganz schnell "was zu tun" hatte.
    Kannst du mir das näher erklären? Was hat der Charakter da falsch gemacht bzw. warum ist so ein Charakter nicht gerne gesehen?

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Dass dein Freund sich auch beruflich mit Technik beschäftigt, ist für mich eher ein weiterer Grund zu sagen "machs nicht". Ein "Profi" hat oft erweiterte Wissensstände aber eben auch Schwierigkeiten zu unterscheiden was nun sein Charakter weiß. Ich würde auch nach einigen Contagen Erfahrung nie auf die Idee kommen IT einen Juristen (oder auch nur einen vergleichbaren Akkademiker) zu spielen. Dazu kommt, dass deinen Freund (gerade als Anfänger) recht langweilig sein dürfte. Ich habe den Bau von Festungen oder Belagerungsmaschinen selbst auf Großveranstaltungen noch nie miterlebt. Um einen Eindruck der Larpwelt zu bekommen rate ich am Anfang zur klassischen "Krieger, Magier, Heiler" Dreiteilung. Das, ohne Zweifel vorhandene, OT-Wissen kann er ja gerne in den OT-Lager/Maschinenbau einbringen.
    Ok, so hab ich das noch nicht betrachtet.
    Magier oder Heiler stelle ich mir allerdings als Anfängercharakter schwer vor, ich wüsste gar nicht wie ich da Sprüche, Magieeffekte oder das Heilen darstellen sollte. Das wollen wir uns erstmal "anschauen", bevor wir uns an so einen Charakter wagen oder sich der Einsteigercharakter evtl in diese Richtung weiterentwickelt.
    Krieger setzt ja voraus, Waffen und Rüstung zu haben. Das wollen wir uns für den ersten Con noch nicht kaufen, wir sind nur im Besitz eines Reiterbogens (weiß jedoch nicht ob der überhaupt larptauglich ist).

  10. #10
    Gerwin
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    Weil es, zumindest sehe ich und wohl auch einige andere dass so, schwierig ist extrem verschiedene Technologielevel auf ein Con zu bringen. Ich will jetzt niemanden etwas ausreden, abewr man stelle sich vor, dass mein Charakter beispielsweise noch mit dem Rammbock und 20 Mann anklopft, der Tüftler dann aber sagt "irgendwie ist dass dumm, wenn wir hier und da ein Zahnrad anbringen" oder "Moment, warum sprengen wir nicht einfach....?". Im klassischen Fantasydreiklang ist dieser Unterschied nicht so groß. Natürlich schützt eine gothische Plattenrüstung deutlich besser als ein griechischer Muskelpanzer. Aber irgendwie ist es doch noch "eine Kategorie", ein ungefähres "Technologielevel". Sobald (und sei es nur auf dem Papier) zu stark voneinander abweicht wird ein sinnvolles Zusammenspiel immer schwieriger.

    Das heißt jetzt nicht "der Technikus" macht was falsch. Ich bin aber inzwischen dazu übergegangen, derartigen Konzepten prinzipell aus dem Weg zu gehen. Insbesondere wenn sie an Epochen wie den Barock angelehnt sind oder in Richtung "Steampunk" tendieren. Es gibt einfach Konzepte die weniger anecken.

    Und naja, das Konzept des Tüftlers setzt viel OT-Vorarbeit und auch meist nicht gerade wenig Geld voraus. Eine Barockklamotte dürften die wenigsten von uns "mal eben so" nähen, und auch das notwendige Kleinzeug liegt meist nicht irgendwo in der Schublade. Ein Krieger ist eigentlich ein günstiger Einstiegscharakter, Helm und Waffe kommen selten auf 200 Euro. Zumindest die gut gemachten Techniker an die ich mich erinnere waren da deutlich drüber.

    Aber, wie gesagt, ich bin da auch nicht ganz objektiv. Wenn ich schon "Barock" im Fantasylarp lese schrillen für mich alle Alarmglocken. Wenn er es durchziehen will soll er es tun.

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