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  1. #21
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Quin Beitrag anzeigen
    @Sosthenes: Paladin ist halt im LARP klassischerweise ne eigene Klasse, die man in den meisten Regelsystemen nicht eben so einfach spielt. Ganz abgesehen von den Anforderungen an die Darstellung. Klar kann ein Krieger gläubig sein und beten. Und vielleicht offenbart sich ihm auch irgendwann seine Gottheit und er kann dann "Wunder" wirken, aber das sollte sich im Laufe des Spiels ergeben. Und der kämpfende Priester (solange er nicht einfach seinen Stab schwingt) ist halt nunmal ein Paladin.
    Ach, wir reden hier von diesem "That's Live" Bullshit? Gut, wenn man sich daran halten muss, ist das sicher begründet.
    Aber das ist schon sehr spezifisch und entspricht keiner mir bekannten Vorlage, auf jeden Fall representiert es nicht einen Schnitt der Vorlagen im Fantasy-Bereich. Das ist halt wieder typisches "Balancing" Gezwänge. Mitsamt "muss man erspielen" Anforderung, die zwar gut gemeint ist, aber mitsamt Erfahrungspunktsystem mehr Schaden anrichtet als abwendet. Aber das ist die grundlegende Regelwerksdiskussion mal wieder.

    Zitat Zitat von Quin Beitrag anzeigen
    "Niche Protection" hat damit nichts zu tun, sondern die Vermeidung eines Übermaßes an Charakteren die alles können und sonst niemanden mehr brauchen. Meine Meinung!
    Kann ich durchaus verstehen. Das ist ja auch ein recht verbreitetes Problem der Priesterkämpfer abseits des Larps. D&D Kleriker als Paradebeispiel. Aber andererseits ist es halt mal ein etabliertes Charakterkonzept umd nicht sogar Klischee zu sagen (im Gegensatz zum kämpfenden Magier). Jetzt nur wegen potentieller Ausnutzung und Alleinspielpotential (das ich bisher selten sah, allein gewinnt man keine Endschlacht) hier ein Pauschalverbot auszusprechen wirft das Kind mit dem Badwasser raus. Es kommt doch hier sehr aufs individuelle Ausspielen an.

    Ich persönlich bin ja generell gegen zaubernde Priester im Fantasy allgemein und gegen Kampfmagie im Larp, aber wers mag...

    Das Problem bei Priestern meiner Erfahrung nach ist ja weniger dass sie jetzt ab und an Sprüche rauslassen, sondern dass allgemein das Spiel eher eindimensional ist. Die meisten Götter sind auch von Vorne herein arg doof und Gebete/Rituale sind zwangsweise simpel oder dummer Hippie Ausdruckstanz.

  2. #22
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    Also meint ihr ja im Endeffekt dass es besser wäre es zu trennen bzw sich nicht als Priester direkt zu bezeichnen. Ok gut kann ich verstehen.
    Denkt ihr eine halbwegs bessere Erklärung wäre, dass wir schon dedizierte Priester haben, nur eben momentan keiner dabei ist, und ich deshalb mehr oder weniger die Rolle für unsre Truppe übernehme?
    Es ist ja auch hier immer die Diskussion bezüglich Paladin. Ich weiss nicht ob ich es als Paladin werten würde, wenn ich im extremen Notfall einen Windstoß mach und mich da göttlicher Energie bediene und danach erstmal umfalle und das Bewusstsein verliere. Auch da bin ich ja komplett auf meine Ordensbrüder angewiesen weil ich sonst schutzlos auf dem Boden lieg. Oder sehe ich das da falsch?
    Bin momentan daheim im Allgäu habe meine Ausrüstung aber alle in Würzburg in meiner Wohnung daher vorerst leider keine Bilder...

  3. #23
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Radixtrator Beitrag anzeigen
    Also meint ihr ja im Endeffekt dass es besser wäre es zu trennen bzw sich nicht als Priester direkt zu bezeichnen. Ok gut kann ich verstehen.
    Denkt ihr eine halbwegs bessere Erklärung wäre, dass wir schon dedizierte Priester haben, nur eben momentan keiner dabei ist, und ich deshalb mehr oder weniger die Rolle für unsre Truppe übernehme?
    Nun ja, für jeden ist der "Priester" etwas anderes. Das Wort selbst ist ja eher langweilig und aussagenlos. Es hängt sehr viel von der jeweiligen Religion ab und wie die organisiert ist. Häufig findest du eine Zweiteilung zwischen "Kleriker/Priestern" die sich durch leitende und weihende Funktionen auszeichnen (also sich um die "Gemeine" kümmern) und den Paladinen/Templern/Gotteskriegern deren Primäreinsatz der Kampf ist und die wenn sie Zauber haben, dann meistens Magie wirken die auf sie selbst beschränkt ist (d.h. Schwert weihen ist okay, Angel Summoning weniger). "So ein bisschen Magie" ist halt immer eine eher unschöne Sache, weil das meistens in Leute ausartet die Sprüche wirken, aber selten das ganze Drumherum zelebrieren. Also praktisch etwas bekommen ohne viel dafür zu arbeiten. Und es demnach viel zu viele Zauberwirker gibt. Man sollte sich halt überlegen ob das wirklich notwendig ist.

    Es kommt bei priesterlichen Kampftruppen auch immer drauf an wie viele denn das können. Eine ganze Kompanie von Halbmagiern ist etwas na ja, da bräuchte man schon sehr viel Aufwand um das cool wirken zu lassen. Wenn du der einzige bist, säh ich da weniger Probleme. Nenn dich halt "Kaplan" oder etwas in der Art und schau dass die anderen Spieler mitbekommen dass du der spirituelle Leiter der Gruppe bist. Ein paar Gottesdienste, ein Kampfschrei der vom Rest widerholt wird usw.

    Zitat Zitat von Radixtrator Beitrag anzeigen
    Es ist ja auch hier immer die Diskussion bezüglich Paladin. Ich weiss nicht ob ich es als Paladin werten würde, wenn ich im extremen Notfall einen Windstoß mach und mich da göttlicher Energie bediene und danach erstmal umfalle und das Bewusstsein verliere.
    Naja, ich persönlich bin kein großer Fan der Pflicht dazu alles innerhalb des Spiels auszuleben. Was aber auch immer von Erfahrung und Alter des Spielers abhängt. Wenn jemand 40 ist, muss der nicht unbedingt alles von der Pike auf lernen und als neuer Charakter als Zauberlehrling anfangen. Andererseits kommt es immer etwas schräg wenn 17jährige mit sehr konfusen "Hab alles schon gemacht" Vorgeschichten anfangen. Ja, auch wenn man "groß ist und älter wirkt".

    Aber bei deiner Vorgeschichte kanns ja auch durchaus mal passen. Du fängst mit einer Art "Notweihe" an. Musst als geistliche Führung dienen. Und langsam kommen dafür auch Belohnungen rein. Ich würde da aber vielleicht eher langsame Rituale/Messen als Vorbedingung machen, oder ein Artefakt als Stütze (durchaus verbrauchbar, also Federn, Weihrauch etc.). Plötzlich Macht bekommen und dabei erst mal umfallen hat sowas von Superheld/Mutant für mich.

    Klar, der klassische Fantasy-Paladin fällt so in die Rolle, aber den würde ich persönlich als sehr, sehr selten sehen. Dass Regelwerke wie "That's Live" das als Synonym für "Magiewirker der Rüstung tragen darf" nehmen ist meines Erachtens nach Mist und sorgt für mehr Inflation dieser Rolle und nicht zur Beschränkung. Vom "Individual-Plot" abgesehen, das häufig nicht wirklich zur Con passt. Als Orga gefragt zu werden ob man denn eine Paladinweihe einbauen kann ist ebenfalls nicht so mein Ding.

    Wo wir gerade bei Sachen sind die ich nicht mag: Windstöße gehören definitiv dazu. Kann's kein anderer Zauber sein? Vielleicht einer der weniger auf Ungläubige wirkt, sondern mehr auf Gläubige? Vielleicht sogar die Frage offen lässt ob es nun wirklich so wundersam war oder nur Zufall? (Kampfsegen, Moral stärkern usw.)

  4. #24
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    Also ich bin definitiv der einzige von uns der sowas in der Art kann. Die anderen sind Krieger die aber keine "Magie" durch die Götter wirken, das bin nur ich.. Da das ganze primär momentan auf einem DKWDDK Larp stattfindet ist das mit den Regeln momentan eh egal Das Drumherum ist auch klar, ich würde erst mal eine Art Ritual machen und Energie in eine Feder "speichern" und mich dieser Energie dann bedienen, falls es notwendig ist. Meinst du sowas?

  5. #25
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    Das Drumherum ist auch klar, ich würde erst mal eine Art Ritual machen und Energie in eine Feder "speichern" und mich dieser Energie dann bedienen, falls es notwendig ist. Meinst du sowas?
    Gerade das ist bei DKWDDK sehr schwierig.

    Einerseits ist das natürlich für dich eine vernüftge Lösung, denn du stellst die Energiespeicherung dar, vielleicht/wahrscheinlich auch sehr schön stimmig und alles, nur deine Mitspieler/Gegner (im Falle der Kampfmagie) bekommen davon gar nichts mit.
    Die sehen nur wie du die Feder nimmst, irgendwas kurzes damit machst und dann zauberst.
    Im DKWDDK ist es aber für Effekte doch gerade wichtig das dein Gegenüber, derjenige der den Effekt ausspielen soll deine Darstellung sieht/mitbekommt.

    Vorbereitungen in der eigenen Gruppe/im eigenen Lager sind vielleicht für Effekte die relevant für deine Mitspieler sind ungeschickt.

    Was z.b für so einen Priester völlig Problemlos machbar sind, sind Zauber die "keinen" Effekt haben: Göttlicher Segen und sowas.
    Kampfzauber von einem kämpfenden Char sind im DKWDDK problematisch. Denn strenggenommen ist die Darstellung von Zaubern so aufwendig das du kaum Zeit und Ressourcen hast noch nebenbei zu Kämpfen.
    Denn wieder strenggenommen musst du im DKWDDK deine Zauber so gut darstellen das sie dein Gegenüber aktzeptiert.
    Dieses "so gut dass" setzt sich da zusammen aus Schauspiel und Effekt.
    Entweder du lieferts also überragendes Schauspiel - das kann kaum ein "Ich ziehe die Energie aus der Feder und Zaubere" sein - und hast einen zumindest aktzeptablen Effekt, oder aber du ziehst die Energie wirklich nur schnell ohne Schauspiel aus der Feder, dann muss aber dein Effekt Atemberaubend sein.
    Das ist Segen und Fluch des DKWDDK - du musst deinen Gegenüber überzeugen, nicht für dich spielen.

    Damit ich in etwa einschätzen kann auf welchem "DKWDDK"-Level wir uns unterhalten: Wie stellst du denn einen Windstoss dar?
    (Level ist hier wertungsfrei - es gibt einfach sehr unterschiedliche Auffassungen und Conumfelder)
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
    Die eigene Gruppe macht immer "ernsthaftes Reenactment".
    Leute mit höherem Anspruch sind immer "nervige Nörgler".
    Leute mit geringerem Anspruch sind immer "Gewandungsversager"

  6. #26
    Sosthenes
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    Ich sehe das hier etwas zweigleisig. Die Darstellung im Einsatzfall muss natürlich in sich schlüssig sein, darf also keine Voraussetzungen haben die das Gegenüber nicht mitbekommt. Dass ich die ganze Nacht im Wald gesessen und meditiert habe steht mir ja nicht gerade im Gesicht geschrieben. Also muss die Zauberhandlung schon einen gewissen Wow-Effekt haben, der leider selten rüberkommt. Wobei man Windstoß sicher gut ausspielen kann, ich halte hier nur den Effekt an sich für im besten Fall lächerlich und im schlimmsten Fall für gefährlich.

    Die andere Schiene wäre für mich nicht dem Zauber dienlich, sondern meiner Existenz als Zauberer. Es herrscht ja ein gewisses Quid pro Quot im Larp-Umfeld. Man gesteht mir gewisse Fähigkeiten oder Eigenheiten zu, wenn ich dafür etwas biete. Will ich Adeliger Großpuba sein, sollte ich dementsprechend aussehen vielleicht auch Gefolge haben und mich drüm kümmern dass die Orga das evtl. einbaut. Will ich im Kampf was aushalten, brauch ich dicke Rüstung.
    Will ich daß meine Mitspieler drüber hinwegsehen dass meine Magie keine tatsächliche Wirkung hat, sollte ich dementsprechend auch etwas in die "Gemeinkasse" zahlen. Bei Magiern ist das meist ein gewisse Klischee-Ambiente. Spitzhüte und Roben bereichern das Lagerleben, und dafür dass man sich vielleicht ein bisschen lächerlich macht, darf man sich etwas unsichtbare Macht herausnehmen.

    Bei Priestern gilt ähnliches, plus Gottesdienste und ähnliche Sakralhandlungen. Hier ist auch der Punkt warum Kampfpriester unter Umständen nicht so gerne gesehen werden: Wer ständig in Rüstung rumläuft, sorgt jetzt nicht für Priester-Ambiente. Dumme Symbole haben genügend Leute auf ihren Waffenröcken. Und wer sich nur drum kümmert dass seine Einheit kampfstark ist, macht auch selten sakrale Handlungen die für die anderen Spieler auch interessant sind. Kampfpriester sind häufig eher isolierte Gesellen, besonders wenn sie mitsamt Gläubigentruppe kommen. Und demnach bieten sie ein recht geringes Kosten/Nutzen Verhältnis.

    Es gilt halt für beide "Kassen" etwas zu bieten.

  7. #27
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    Also anfangen tu ich mit einem Gebet aus meinem Gebetsbuch, zieh dann aus dem Buch die Feder die ich vorbereitet hab (noch nicht sicher ob die Feder die Energie hat den Windstoss zu machen oder nur die Energie meinen Gott zu rufen aber denke eher letzteres), Strecke das Buch und die Feder zum himmel hinauf und rufe dabei meine Götter, breite dann meine Arme aus und bitte sie mir die kraft ihrer schwingen zu verleihen, geh dann mit einem Bein ein schritt zurück um praktisch einen festen Stand zu haben, winkel meine Arme an(alles natürlich noch wärend ich meine Götter bitte), sag dann an was ich tatsächlich überhaupt machen will, dass die anderen reagieren können und lass meine Arme praktisch in einer Kurvenähnlichen Bewegung nach vorne schnellen(Feder in der einen hand, buch in der anderen), lass meine Arme sich in der Bewegung überkreuzen und drück mich je nach stärke des Zaubers nach hinten ab und lass mich von 2 anderen abstützen. Danach versuche ich in sicherheit zu kommen oder werde einfach gleich ohnmächtig (nur wenns richtig passt oder "dramatisch" wirkt). Kampfunfähig bin ich danach allemal

  8. #28
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    sag dann an was ich tatsächlich überhaupt machen will
    Aber macht nicht gerade das Spiel OHNE Calls das DKWDDK aus?
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    Zitat Zitat von Kelmon
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  9. #29
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    "Zerschmettere meine Feinde mit eine Windstoß deiner kräfigen Schwingen" . So in etwa....

  10. #30
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    Alles klar. Das ist ja "zumindest" die It-Freundliche Variante
    "Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen." (Goethe)
    Zitat Zitat von Kelmon
    Lustige Tatsache:
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