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  1. #1
    Muhrsape
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    Grünschnabel

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    DSA - Charakter: Avespriester, Ratschläge erbeten

    Hallo liebe LARPer,

    ich plane einen neuen Charakter, einen aventurischen Avespriester (für die nichtaventurier: Aves = Halbgott, Schutzpatron der Abentuerer, Kind des Diebes/Händlergottes und der Liebes/Rauschgöttin).

    Da ich meine Charaktere gerne so gestalte, daß sie nicht nur mir Spaß machen, sondern vor allem andere Spaß an meinem Spiel haben, wollte ich mal vorfühlen, was Ihr von einem solchen Charakter erwarten oder gerne sehen würdet.
    Natürlich hab ich auch schon einiges an eigenen Ideen, hätte aber gerne im Vorfeld schon möglichst viel Input zur Inspiration.

    Einige Probleme bereitet mir neben dem Inhaltlichen auch das Äusserliche.

    Ich schwanke in der Herkunft zwischen Al'Anfa und Albernia oder auch den entsprechend Grenzzonen zum Horasreich weiß aber auch noch nicht, ob ich hier in der Gewandung einen kulturellen Einfluss darstellen möchte, oder lieber eine Art Internationales Priestergewand entwerfe.

    ich freue mich auf Eure Beiträge

  2. #2
    Chevalier
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    Also erstmal wenn wir von Aventurien reden sollten wir auch Geweihter sagen. Aves ist übrigens auch der Schutzpatron der Entdecker (das ist vielleicht für die Motivation gut) und Namensgeber von Aventurien.

    Die Frage ist: was willst du mit dem Charakter tun. Ich gebe zu ich gehöre zu den Leuten, die DSA-Charaktere, die also eigentlich in einem in sich geschlossenem Setting existieren, so auf normalen LARP-Cons nicht sooo toll finde. Allerdings ist so ein Geweihter auf normalen Abenteurer-Cons natürlich nicht unpassend, wenn es gilt einen Landstrich zu erkunden und Geheimnisse aufzudecken. Auch den Reisenden an sich schenkt Aves seinen Segen, so dass man damit sicher was anfangen kann.

    Avesgeweihte sind traditionell bunt wie Paradiesvögel (daher kommt ja der Name Aves in echt ja auch, wie er für diesen Gott festgelegt wurde), d.h. wenn du eine Kleidungskultur anlegst ist wichtig, dass sich am besten alle Farben wie blau, rot, grün, gelb usw. da leuchtend widerspiegeln.
    ...

    Bardengauer Fest, 14.-16.10.2016 (Chevalier Victor Henri de Nemour)
    Der Spalt unter der Tür (Cthulhu-Horror), 18.-20.11.2016 (Wilhelm Friedrich Richter, Reiseautor)

  3. #3
    Tee
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    Hallo, ich habe mal ein Weilchen nachgedacht. Im Quellenbuch heißt es ja seine Geweihten sind an ihren leuchtend bunten Gewändern und den Vogelpfeifchen zu erkennen.
    Um das ganze nicht wie ein Streuner, Barde oder ähnliches wirken zu lassen würde ich vielleicht eine grau-braune Kutte als Basis nehmen. Grund: Grau-braun ist eine praktische Farbe für unterwegs. Die Kutte lässt die Mitspieler leichter erkennen dass es sich um einen Geweihten handeln muss. Dann würde ich vom Saum aus Schlitze hineinschneiden (vielleicht 12 (Anzahl der Götter) oder acht (Himmelsrichtungen)) und diese mit einem farbigen Stoff hinterlegen (jeder Schlitz eine andere Farbe).
    Hier mal ein Beispiel für solche hinterlegten Schlitze (heißen "Kellerfalten" falls du Anleitungen brauchst):
    http://katis-seelenwaermer.blogspot....1_archive.html
    Das hat den Zweck dass bei Bewegung die Farben sichtbar würden, was mMn gut den Charakter von Aves (als Patron der Reisenden (Bewegung) und Entdecker(Überraschung)) wiederspiegeln würde.
    Dann bräuchtest du noch ein paar Ritualkleidungsstücke. Zuerst dachte ich an eine mit bunten Vögeln bestickte Stola. Ich könnte mir als Alternative aber auch z.B. Manschetten mit bunten Bändern vorstellen, die jede Bewegung der Hände unterstreichen. Und an die Kopfbedeckung sollten unbedingt ein paar lange Federn (z.B. Fasan, Pfau) die bei jedem Schritt mit wippen.

  4. #4
    DerDrahtige
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    Was ich von einem Geweihten des Aves erwarte? Prinzipiell steht es sehr gut beschrieben im DSA-Regelwerk "Wege der Götter" seine 118f:
    Tracht:
    Für Novizen in Gelb mit aufgesticktem Paradiesvogel, für die "normalen" Geweihten, die Zugvögel bunte bestickte Gewänder in blau, rot, gelb und grün, die aus sich überlappenden Stoffbahnen bestehen.

    Sicher da ist Spielraum, aber ich würde von einer braunen Kutte komplett abraten. Das entspricht nicht meiner Vorstellungen von den bunten Paradiesvögeln, die sie sein sollen.

    Vom Verhalten würd ich mich grundsätzlich an die im Regelwerk beschriebenen Gebote halten:

    1. Bleibe nie lang an einem Ort, sondern reise weiter, dem ungewissen entgegen.

    2. Leiste keinen Eid, der deinen Willen bindet und dich am reisen hindert. Erkenne keinen anderen Herren als die Götter an.

    3. Helfe Reisenden und Gefährten in der Not..

    4. Halte deine Reisen in Berichten fest, in welcher Form (Schriftlich/mündlich, Lyric/Prosa) auch immer.

    Bei DSA Charakteren würd ich mich immer möglichst nah am Regelwerk halten, da sie die Grundlage der Welt sind.
    „Rein verstandlich betrachtet erscheint das Leben nicht anders als eine sinnvolle Sinnlosigkeit.“
    Paul Bertololy

  5. #5
    Cartefius
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    Was das Inhaltliche angeht, müsste man glaube ich nochmal intensiver nachdenken: Auf der einen Seite haben die DSA-Gewihten ja den Vorteil, eine schöne gesellschaftliche Einbindung und diverse ausgearbeitete Aufgaben wie Seelsorge und ähnliches zu besitzen, auf der anderen Seite macht dies das Spiel eines Geweihten natürlich auch zu einer anspruchsvollen Sache. Erschwert wird das noch durch den "Wander"-Aspekt dieses Gottes, der viele traditionelle Klischees die wir mit Kirche verbinden unpassend macht. Auf der anderen Seite ergeben sich natürlich auch Möglichkeiten, z.B. könnte ein Avesgottesdienst so beschaffen sein, dass der Geweihte mit den Gläubigen eine kurze Strecke mit mehreren symbolischen Wegpunkten abwandert, und an jedem dieser Wegpunkte eine kurze Predigt hält (Beispiel: Eine Station ist ein Baum, und daran, wie er sich von der festen Wurzel zu den Ästen verzweigt erklärt der Geweihte, wie sich der Lebensweg eines Menschen aus vielen Entscheidungen zusammensetzt) und liturgische Handlungen vollführt (beim vorherigen Beispiel zu bleiben: Jeder Gläubige erhält an dieser Stelle einen Apfelkern, und wird aufgefordert, ihn nach seiner nächsten wichtigen Entscheidung sinnbildlich einzupflanzen), um dann zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
    Ebenfalls schön, wenn auch im aventurischen Hintergrund nicht so stark ausgearbeitet, finde ich immer Requisiten die man unter das Volk bringen kann, wie z.B. die Heiligenkärtchen bei den Ceriden. Analog dazu vorstellen könnte ich mir da z.B. spielkartenförmige "Reisebegleiter" mit einem Gebet, einem Wanderlied oder auch einer kleinen Landkarte des näheren Geländes. Ansonsten finde ich Reiseschreine immer toll für Wanderpriester, obwohl das für Aves fast schon zu "stationär" sein könnte, vielleicht könnte man aber einen Sammelaspekt einbauen wie eine Art Reliquar, in dem man ein Steinchen von jedem Ort hineinlegt in dem man gewesen ist oder ähnliches.

    Ich schwanke in der Herkunft zwischen Al'Anfa und Albernia oder auch den entsprechend Grenzzonen zum Horasreich weiß aber auch noch nicht, ob ich hier in der Gewandung einen kulturellen Einfluss darstellen möchte, oder lieber eine Art Internationales Priestergewand entwerfe.
    Ich persönlich würde immer dazu raten, einem aventurischen Charakter eine klare kulturelle Herkunft zu geben und diese auch unter anderem im Kleidungsstil erkennbar zu machen.
    Ansonsten wäre mein kulturunabhängiger Ansatz für einen solchen Geweihten ein Gewand aus sehr robusten, reisetauglichen Materialien, also viel Wolle, Sattlerleder, praktische Schnitte, derbe Wanderschuhe, Tragegeschirr, Wetterschutz und ähnliches, selbst Kniehosen als Anlehnung an klassische "Wandertracht" könnte ich mir gut vorstellen.
    Dies würde ich in bunten, aber immer leicht gedeckten Farben machen, um das ganze bodenständig und praktisch und nicht wie Gauklertracht oder die Regenbogenfarben von Tsa-Geweihten wirken zu lassen: Z.B. Olivgrün, Ziegelrot und Ockergelb, durchaus auch Brauntöne als Grundfarben, von denen sich die Primärfarben und Stickereien abheben können ohne sich zu beißen.
    Final würde ich dann auf jeden Fall Federn, insbesondere Pfauenfedern, nutzen, da gibt es z.B. diverse mittelalterliche Vorlagen für Hüte mit Pfauenfederbesatz, wobei allerdings diese Stilrichtung höchstens nach Albernia, nicht aber nach Al Anfa oder Horasien passen würde, sich allerdings abwandeln ließe.
    http://www.diu-minnezit.de/realie_de...61&lid=0&tid=3
    Gerade so ein "Schnabelhut" mit Federdecke fände ich wegen der vogelartigen Form gut, ich würde den Hutkörper aber nicht aus Brokat sondern aus bewusst derbem Filz machen:
    http://www.diebehueterin.de/bilder/f...stian-Muel.gif

  6. #6
    DerDrahtige
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    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Dies würde ich in bunten, aber immer leicht gedeckten Farben machen, um das ganze bodenständig und praktisch und nicht wie Gauklertracht oder die Regenbogenfarben von Tsa-Geweihten wirken zu lassen: Z.B. Olivgrün, Ziegelrot und Ockergelb, durchaus auch Brauntöne als Grundfarben, von denen sich die Primärfarben und Stickereien abheben können ohne sich zu beißen.
    Ich würde eben grade sehr bunt und knallig nehmen, weil es dem Wesen der Aves-Geweihtenschaft entspricht. Nicht umsonst ist der Paradiesvogel sein heiliges Tier. Die meisten tragen das oben von mir beschriebene Gewand oder Kleidung die an Alltagskleidung von wandernden Handwerksgesellen und Abenteurern erinnert, aber stehts bund und gepflegt. Ich denke, eine Gewandung, die an einen Gesellen auf der Walz erinnert wäre durchaus passend.

    Der Herr der Reisenden und Abenteurer und seine Geweihten haben auch lange nicht das Ansehen wie andere Geweihte. Nicht umsonst ist "Avesjünger" in Aventurien ein Schimpfwort für einen unsteten Herumtreiber. In der Bevölkerung werden Aves-Geweihte misstrauisch beäugt und ernten meist Unverständnis. Immerhin ist die fehlende Ortsgebundenheit etwas ungewöhnliches. Es ist eher der Glauben der Abenteurer und Streuner, als SOhn von Rahja (Lebenslust) und Phex (Listigkeit/Ungebundenheit).

    Die Idee von Gottesdienst als symbolische Wanderung find ich im übrigen ziemlich gut! Das entspricht auch meiner Vorstellung vom Wesen Aves
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    Paul Bertololy

  7. #7
    Cartefius
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    Ich würde eben grade sehr bunt und knallig nehmen, weil es dem Wesen der Aves-Geweihtenschaft entspricht. Nicht umsonst ist der Paradiesvogel sein heiliges Tier.
    Meiner Meinung nach gibt es da mehrere Nachteile:
    Erstens ist da die Problematik, dass Stoffe in "knalligen" Farben in einer Fantasywelt zu großen Teilen genau umgekehrte Assoziationen wecken wie in unserer modernen: Solche Stoffe rein, satt und farbecht zu färben ist mit Pflanzenfarbstoffen (wie ich annehmen würde dass es in Aventurien gemacht wird) eine sehr schwierige Angelegenheit, weswegen solche Stoffe aus hochwertigem Ausgangsmaterial, teuer und empfindlich wären. Erstens könnte sich das ein typischer Avespriester, so wie ich ihn mir vorstelle, nicht leisten, und zweitens wäre das für jemanden, der ständig im Freien unterwegs ist, auch sehr unpraktisch, da das feine sonnengelbe oder scharlachrote Gewand von Regen, Sonne und Straßenstaub schnell ausbleichen oder verschmutzen würde. Deswegen würde ich zu derben Stoffen in kräftigen, aber eben auch gedeckten "natürlichen" Farben raten, da man meiner Auffassung nach ein mattes, unempfindliches Blau, Ocker oder Krapprot auch mit recht einfachen Mitteln in Aventurien herstellen könnte, das ganze deutlich erschwinglicher und praktischer wäre, die Symbolwirkung für den Priester (z.B. "ich trage ein gelbes Kleidungsstück") aber prinzipiell die gleiche bliebe. Kleine, wertvolle Details wie ein kleines Tuch aus strahlendblauer Seide, eine dottergelbe Stickerei oder eine auffällige Pfauenfeder würden da trotzdem Sinn machen, aber durch den Kontrast auch besser zur Geltung kommen.
    Dazu kommt, dass umgekehrt heutzutage "grelle" Stoffe nicht nur erschwinglich, sondern geradezu billig sind: Dank der moderen Synthesechemie bekommt man in jedem Stoffladen bekommt für kleines Geld Polyester- und Baumwollstoffe in den knalligsten Farben, und gerade gedeckte, vielschichtige und "erdige" Mischfarbtöne findet man eher im hochwertigen Preissegment. Wer also einen Charakter heutzutage mit einfachen Stoffen und gleichzeitig in grellen Farben einkleidet läuft Gefahr, dass das Endergebnis wie ein billiges Karnevalskostüm aussieht, weil man dort genau diese Kombination findet.

    Der zweite Punkt ist, dass Regenbogenfarben bei mir in erster Linie Assoziationen zu Tsa wecken, weil sie dort einen noch deutlicheren Eckpfeiler des Geweihtenornats ausmachen, und die Göttin vermutlich auch bekannter ist als Aves. Alleine aus diesem Grund würde ich mich für den Halbgott primär auf die Aspekte "Wanderschaft" und "Vögel" konzentrieren, weil diese eindeutiger zuzuordnen sind.

  8. #8
    Tee
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    Da stimme ich voll und ganz zu.
    Es gäbe ja immer noch die Möglichkeit ein Liturgisches Gewand in leuchtenderen Farben "nach Vorlage" und ein Alltagsgewand in gedeckteren Tönen zu haben.
    Ein OT Priester läuft ja auch nicht die ganze Zeit im vollen Ornat herum.

    Und auch wenn es die Vorlage anders beschreibt würde ich Farben wählen, die keine Primärfarben sind. Grün ("auf dem Weg zwischen Blau und Gelb") Orange (zwischen Gelb und Rot) und Lila (zwischen Rot und blau) hätten für mich schon eine ganz andere Beziehung zum Charakter als das simple rot, gelb, blau = Bunt,

  9. #9
    DerDrahtige
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    Geweihte in Aventurien auch nicht, aber sie sind immer deutlich als das zu erkennen, was sie sind (Phex mal ausgenommen).

    Ok, das mit den naturgefärbten Stoffen sehe ich in Ansätzen ein, auch wenn es sich nicht mit dem Hintergrund deckt. Es nimmt wahrscheinlich etwas von der Assoziation zum Tsa-Geweihten heraus, die meiner Ansicht nach auf Grund er Gewandung an sich nicht auftreten dürfte, schließlich haben auch die Tsa-Geweihten ein festgelegtes Ornat, das sich deutlich von dem der Aves-Geweihten unterscheidet. Zwischen bunt und 4-farbig besteht meiner Meinung ein Unterschied. Auch die Art der Kleidung ist zwischen beiden Kirchen sehr unterschiedlich.

    Bei den Farben bin ich sehr zwiegespalten, da in DSA die Farbzuordnung der Geweihten eigentlich recht genau festgelegt ist. Wenn man naturgefärbte Stoffe nimmt, kann man sicher bei der "gewollten" Farbgebung bleiben ohne das man aussieht wie in den Farbtopf gefallen.
    Das Problem ist natürlich, dass Aventurien dem PnP entstammt und daher Dinge vorschreibt, die kaum darstellbar sind. An solchen Punkten sollte man die Vorlage verändern bzw. weit auslegen. Ansonsten is es grade bei eine so festgelegten und ausgearbeiteten Welt wie DSA wichtig, nahe am Vorbild zu bleiben, sonst wäre zu mindest meine Immersion als 10 Jähriger DSA-Spieler doch gestört.

    Deswegen ist auch Cartefius anfängerlicher Vorbehalt gegen DSA-Chars außerhalb von DSA verständlich, da es zum Teil doch eine sehr spezielle nicht mit allem harmonierende Optik hat.
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    Paul Bertololy

  10. #10
    Cartefius
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    Bei den Farben bin ich sehr zwiegespalten, da in DSA die Farbzuordnung der Geweihten eigentlich recht genau festgelegt ist. Wenn man naturgefärbte Stoffe nimmt, kann man sicher bei der "gewollten" Farbgebung bleiben ohne das man aussieht wie in den Farbtopf gefallen.
    Kommt halt auf die Umsetzung an: Eine "gelbe" Robe und selbst ein Hauptgewand in den vier Primärfarben kann man ja (inbesondere mit dem geforderten Blau als oberster Farbe) so gestalten, dass man nicht aussieht wie ein explodierter Regenbogen. Spannend wird es dann, das auch noch mit dem kulturellen Einfluss zu verquicken, was Schnitte und Verzierungen angeht...

    Das Problem ist natürlich, dass Aventurien dem PnP entstammt und daher Dinge vorschreibt, die kaum darstellbar sind. An solchen Punkten sollte man die Vorlage verändern bzw. weit auslegen. Ansonsten is es grade bei eine so festgelegten und ausgearbeiteten Welt wie DSA wichtig, nahe am Vorbild zu bleiben, sonst wäre zu mindest meine Immersion als 10 Jähriger DSA-Spieler doch gestört.
    Meiner Erfahrung nach ist das Problem oft mehr, dass Aventurien traditionell schreiberisch entwickelt wird, ohne parallel eine solide visuelle Umsetzung in Sachen Design zu berücksichtigen. Das führt dazu, dass viele aventurische Dinge gar keinen erkennbaren Stil haben, bzw. dieser von jedem Zeichner wieder neu ersonnen werden muss und deswegen häufig aus inkonsisten Bruchstücken besteht.
    Deswegen muss man da teilweise extrem viel extrapolieren und mit allen möglichen Sachen gegenchecken, sonst kommen sehr schnell bei zwei Leuten zwei völlig unterschiedliche Umsetzungen heraus, auf der anderen Seite kann das die Sache auch interessant machen.

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