Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 20
  1. #1
    Enrisco
    Enrisco ist offline
    Grünschnabel

    Beiträge
    9

    Südländischer Kämpfer - welche Optik, Bewaffnung und was sonst noch anfällt

    Hallo an Alle,

    Zeit für meinen ersten Post, nachdem ich schon seit gut zwei Jahren schweigend in diesem Forum lese.

    Zuallererst entschuldige ich mich bei Euch, weil dieser Post wirklich lang wird.

    Vorweg: Das ist mein drittes Jahr in diesem Hobby, ich habe also schon ein Mindestmaß an Erfahrung gesammelt.

    Ich möchte mich nun an ein neues Charakterkonzept wagen, und zwar ein Südländerkonzept im weitesten Sinne.
    Über Charakterhintergrund, Name und dergleichen mehr habe ich mir erst wenig Gedanken gemacht, ich widme mich zurzeit hauptsächlich der Gewandung, im späteren Verlauf evtl. auch Rüstung. Das eigentliche Problem ist nur, dass ich trotz wirklich intensiven Nachdenkens über das Für und Wider unterschiedlicher Ansätze nicht wirklich weiß, wo die Reise hingehen soll. Fest steht dreierlei:

    1. Der Charakter soll sich als Teil eines orientalischen Ambientes einigermaßen einfügen.
    2. Er soll trotzdem auf den 0815 Fantasyveranstaltungen, die ich sehr schätze, gut spielbar sein.
    3. Er soll in keiner Weise zum Lachen anregen, es sei denn, er macht einen Witz. Damit will ich auf Folgendes hinaus: Ich finde es unheimlich lästig und störend, wenn ein „orientalischer“ Charakter in Slapstickmanier mit Dummsprech seine Ware an den Mann zu bringen versucht á la ‚Du wollen kaufen meine Teppich?‘
    Ich hoffe sehr, dass ich mit diesen Sätzen niemandem mehr auf die Füße getreten bin als unbedingt nötig, und wenn doch, dann hoffe ich, dass man mir vergibt.

    Hinzu kommt, dass ich die Gewandung nach Möglichkeit selber nähen möchte, einfach weil es mir Spaß macht. Ich nehme an, dass ich dabei auch einiges sparen dürfte.

    Nun zur Gewandung. Bevor ich mich tatsächlich um spezifische Kleidungsstücke kümmere, brauche ich einen durchweg trag- und umsetzbaren Stil. Und hier liebäugele ich inzwischen mit verschiedenen Vorlagen: Einerseits würde ich gerne den Stil der berittenen Plünderer südländischer Grassteppen einfangen, konkret schweben mir hier die Dothraki aus Game of Thrones vor. Hier bleibt das Problem, dass die zu weiten Teilen recht unbekleidet wirken oder in vielen Fällen nur sehr unzureichende Oberbekleidung tragen. Ich schätze die Möglichkeit, mich in ein paar Schichten Kleidung zu hüllen, auch wenn es draußen warm ist.
    Andererseits haben es mir die Haradrim aus Tolkiens Mittelerde angetan, wie sie z.B. hier

    http://www.alleycatscratch.com/lotr/Human/Haradrim.htm

    oder hier als Tabletopfiguren vorkommen:

    http://old.tabletop-hdr.de/armeen/ar...ie-drakenburg/

    In jedem Fall sollte das Farbkonzept ein bisschen gelockert wirken, nicht militärisch streng, schon gar nicht einfallslos und vor allem nicht schwarz-rot. Zugegeben, letzteres ist vor allem beim ersten Link natürlich vorhanden.

    Konkrete Frage: Was spricht für den einen oder den anderen Weg? Wie lässt sich das jeweils gut umsetzen und was würde Eures Erachtens lächerlich aussehen?

    Für beide Ansätze gilt, dass ich inhaltlich auf keinen direkt nach der entsprechenden Vorlage spielen möchte, es sei denn vielleicht, es verschlägt mich mal zufällig auf einen entsprechenden Con.

    Was den Zustand der Kleidung angeht: Ich habe in letzter Zeit ein gewisses Faible dafür entwickelt und unheimlich Lust, Kleidung künstlich zu verschleißen. Ich weiß aber nicht, inwieweit ich das tatsächlich umsetzen sollte. Der Charakter war durchaus als für die Verhältnisse seiner Heimat wohlhabender Mann, bzw. Spross eines solchen angedacht. Verhältnisse seiner Heimat heißt konkret, dass man dort Reichtum eher noch in Stück Vieh als in Gold misst, auch wenn Münzen bekannt sind. Dementsprechend ist der reine Lumpen-Look der verlinkten Haradrim vielleicht nicht ideal, oder?
    Hinzu kommen noch ein paar technische Fragen zur Kleidung: Ich möchte auf alle Fälle etliche Schichten verwenden. Wie halte ich mich kühl, d.h. welche Stoffe muss ich nehmen, woher kriege ich die günstig? Welche Schnitte begünstigen ein gutes Mikroklima? Welche sind tragbar, welche ein No-Go?

    Allgemein stelle ich mir für das inhaltliche Konzept eine warme, aber vor allem extrem windige Umgebung in seinem Herkunftsland vor, am besten mit wüstentypischen Temperaturstürzen bei Nacht. Nur die Vorstellung einer Sandwüste behagt mir nicht so recht.
    Spielerisch soll es ein Kampfkonzept werden. Dementsprechend bleibt die Frage nach der Bewaffnung: Speere sind ja wegen des Stoß-Verbotes nicht die ideale Option. Daher wird es wohl ein Säbel(oder etwas Ähnliches, bei der genauen Bezeichnung mögen sich die Experten unter Euch austoben, ich urteile meist nach Bildern). Mir schwebt außerdem vor, weil der Charakter auch in seinen besten Tagen niemals eine Rüstung erhalten wird, mit der er gegen Plattenträger bestehen kann, ihn teilweise auf Fernkampf zu trimmen und hier die Wurfspeere wieder herauszuholen, vielleicht drei Stück. Beschwören könnte ich es nicht, aber ich glaube, Kelmon hat da mal ein vielversprechendes Konzept erwähnt, wie man die sicher und stabil aufbaut. Rohrisolierung mit Panzertape als Spitze wäre jetzt für sich genommen nicht die ideale Ergänzung für dieses Konzept, glaube ich. Geht das erfahrungsgemäß auf?
    Alternativ wäre natürlich ein Bogen möglich, was für Modelle erscheinen Euch da sinnig und preiswert? Als Student bin ich finanziell nicht optimal aufgestellt, aber wenn das Konzept in der Endfassung ein paar hundert Euro(und ein paar Monate Näh- und Bastelarbeit) frisst, ist das ja kein Beinbruch, Hauptsache gut verteilt.

    Weitere Elemente: Ich möchte auf jeden Fall eine Reise- und eine Festgewandung schneidern, letztere aus weniger Schichten, dafür natürlich schöner und wenig bis gar nicht verschlissen. Hat dazu jemand einen konkreten Vorschlag? Wie steht es z.B. mit Sitzmöbeln? Was würdet ihr empfehlen? Würde ein schwerer Mantel genügen, ein Kissen? Vielleicht doch ein Steckstuhl irgendwelcher Machart? Empfehlt Ihr mir sonst noch irgendetwas ganz dringend, evtl. als Lagerbedarf?

    Eines noch zum Abschluss: Ich bin Fantasyspieler, mir ist es schlicht und ergreifend vollkommen gleichgültig, ob etwas historisch jemals so vorgekommen ist wie beschrieben, Hauptsache es funktioniert gut und sieht toll aus. Umgekehrt nehme ich historische Ideen also natürlich auch gerne auf, wenn sie dazu passen.

    Danke an alle, die sich durch den Beitrag gequält haben und nochmals danke an alle, die jetzt noch wach sind und mir antworten
    Was für Macken hat ein solches Konzept? Ist das allein umsetzbar und wirkt es dann auch noch?

    Liebe Grüße, Enrisco

    P.S.: Bitte entschuldigt abermals, falls ich arrogant klinge oder Ähnliches, gerade bei schriftlicher Kommunikation passiert mir das häufig und ich kriege es meistens nicht mit.

  2. #2
    Sadayori
    Sadayori ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von Sadayori

    Beiträge
    164
    Die Dothraki aus der Game of Thrones Serie finde ich persönlich absolut schrecklich - also rein von ihren Outfits jedenfalls. Das bisschen, was sie am Leib tragen, ist ja größtenteils auch noch Leder. So ne Lederhose find ich aber eher merkwürdig.

    Den Hauptmann in dieser Tabletop-Armee finde ich hingegen recht gelungen, sowas könnte ich mir als Vorlage gut vorstellen. Ich würde für die Kleidung als unterste Schicht eine Pluderhose und eine Tunika aus Leinen nehmen, die Hose alternativ auch aus Wolle. Die Tunika würde ich relativ lang machen und vielleicht vorne offen mit so einem "Wickelverschluss" wie hier: https://www.mytholon.com//product_in...4e0ce27aabee12

    Darüber könnte man noch einen vorne offenen Mantel aus Wolle tragen, mit weiten Ärmeln und vielleicht auch einer Kapuze. Dazu niedrige Stiefel und eine orientalische Kopfbedeckung (Turban, Fez oder so), eine Schärpe, fertig. Verschleißen würde ich die Kleidung nur in Maßen und wenn du wohlhabend sein sollst eigentlich gar nicht...

    Als Rüstung könnte man später einen offenen Helm mit Turba drumrum gewickelt tragen, dazu ein kurzes Kettenhemd oder vielleicht einen Schuppen- oder Lamellenpanzer. Zum Säbel als Waffe würde ich auf jeden Fall noch einen Schild nehmen. Ein oder mehrere Wurfspieße klingen auch gut, wenn sie denn vernünftig aussehen.
    "Wenn ich doch nur ein Schwert hätte!"

  3. #3
    Enrisco
    Enrisco ist offline
    Grünschnabel

    Beiträge
    9
    Tja, das Problem mit den Dothraki ist ja eben, dass sie ständig halb nackt herumlaufen. Auf mich wirken sie trotzdem stimmig, aber ich habe keine Ahnung, weshalb.
    Die verlinkte Tunika scheint mir ziemlich geschlossen zu sein, das ist bloß ein schmaler Gürtel drum gebunden. Was meinst du genau mit dem "Wickelverschluss"?
    Woher kriege ich eigentlich einen Wollstoff, der gut aussieht und gleichzeitig so dünn ist, dass er typisch locker sitzt, wie eben bei einer Pluderhose?
    Sterbe ich unter einem entsprechenden Wollmantel nicht? Bis zwanzig Grad oder so habe ich mit einer Wolltunika bisher noch kein Problem gehabt, aber wenn es im Sommer wortwörtlich so richtig heiß her geht, stelle ich mir das nicht eben angenehm vor.
    So wie du es vorschlägst, wären das nur recht wenige Schichten und auch nur, wenn man den Mantel trägt. Irgendwie wünsche ich mir einen vielschichtigeren Aufbau, ohne zu schmelzen...
    Der Turban sagt mir für die Kopfbedeckung am ehesten zu, aber wie genau näht man sowas und wie kann man den schnell binden ohne Hilfe? Ich hatte das einmal als NSC auf und es war jedes Mal ein elendes Gefummel, bis das Ding richtig saß. Gibt es dazu irgendwelche Tricks?

  4. #4
    Tee
    Tee ist offline
    Alter Hase Avatar von Tee

    Beiträge
    1.823
    Das klingt nach einer Anfrage ganz nach meinem Geschmack......

    Ich fände die Haradrim als Vorlage erstmal nicht verkehrt.
    Fangen wir also mal damit an:

    Soviele Schichten wie du schreibst, tragen die eigentlich nicht. Wenn man genau hinschaut, tragen die als Grundgewandung auch nicht mehr als eine Tunika, eine Pluderhose, einen Turban und einen Gürtel. Der eine oder andere hat vielleicht noch eine Weste oder eine Schärpe.
    Das was den Effekt ausmacht, ist die geballte Ladung "Extras"
    Der Gürtel ist nicht nur ein schmaler Lederriemen, sondern er ist überbreit, hat eine Eigenstruktur, hat aufgesetzte Zierteile, Einfassungen, Herabhängende Teile etc...
    Gleiches gilt für den Kragen, bei den Armschienen ebbt das ganze dann etwas ab.

    Die Farbpalette wirkt stimmig, weil die Gruppe sich auf eine Farbrichtung mit Abstufungen geeinigt hat. Dazu kommen dann ein bis zwei Akzentfarben (gold und ein blaugrau).
    Die Farben stammen in dem Fall alle aus einer natürlichen, warmen Farbpalette und harmonieren dadurch zusammen.
    Weiterhin wurden Stoffe mit unterschiedlichen Strukturen verwendet.

    Diese beiden Punkte zusammen finde ich ganz wichtig: Möglichst keine zwei Kleidungsstücke aus dem gleichen Stoff machen, sondern bewusst Stoffe mit unterschiedlicher Struktur und leicht unterschiedlichen Farben verwenden. Im echten Leben läuft man schließlich auch nicht von Kopf bis Fuß in einen Stoff gehüllt rum.
    Stoffe mit schöner Struktur zu finden ist leider gar nicht so leicht. Aber da du ja Zeit hast, kannst du ja die Augen offen halten.

    Material kannst du nehmen was du findest. Je weiter und lockerer ein Kleidungsstück sitzt, desto mehr kann Luft an den Körper. Abstand nehmen würde ich von so "Standardqualitäten" also nicht dick und nicht dünn, dicht und glatt gewebt (vergleichbar mit z.B. Ikea Ditte). Diese Stoffe sehen einfach nur langweilig aus, sie fallen nicht schön, und sie sind recht dicht=warm.

    Baumwollstoffe können gut sein wenn du z.B. etwas findest das aus sehr feinen Fäden gewebt wurde. Es gibt leichte Wolltuche die sich eignen können, genauso wie gröbere Leinenstoffe oder verschiedene Seidenqualitäten. Am besten bei jeder Gelegenheit die Stoffläden durchkämmen und alles anfassen Nach Sonderangeboten Ausschau halten kann sich lohnen sofern man weiß auf welches Ziel man zusteuert. Raumausstatter haben z.B. oft auch eine Wühlkiste mit interessanten Reststücken.

    Vielleicht solltest du damit beginnen dein Ziel etwas näher ein zukreisen. (Fragen nicht nach Wichtigkeit geordnet)
    -Welche Farbe soll die Hauptrolle in deinem Konzept bekommen
    -Welches Kleidungsextra soll am wichtigsten werden? Kragen? Gürtel? Weste?Kopfbedeckung? Mantel?
    -Was für einen Charakter soll die Kleidung zum Ausdruck bringen
    -Wie schätzt du deine Bastel- und Nähkenntnisse ein......

    hier mach ich erstmal Schluss, bestimmt kommt aber noch mehr dazu
    Ich bin gespannt wo die Reise hingeht.

  5. #5
    Enrisco
    Enrisco ist offline
    Grünschnabel

    Beiträge
    9
    Also schonmal vorweg danke. Im Analysieren von Kleidungskonzepten im Hinblick auf ihre Stärken tue ich mich immer schwer, da bin ich über jeden Rat froh.
    An prominenten Kleidungsstücken wollte in meinen bisherigen Überlegungen vor allem einen Gürtel und einen Mantel haben, zwangsweise auch der Turban, immerhin dürfte er beim Blick ins Gesicht am stärksten ins Auge fallen. Der Gürtel soll sich im weitesten Sinne an diese "Barbarengürtel" anlehnen, wie man sie aus Fantasyartworks häufiger kennt und wie sie auch - schlag mich tot ich glaube im Wiki - erwähnt werden. Allerdings weniger martialisch und zwar sehr breit aber nicht mit diesem beinahe-Kürass-Charakter, den die Gesellen auf alleycatscratch.com haben, da ziehe ich die Tabletop-Variante vor.
    Der Mantel soll irgendwie auch als Prunkobjekt und Standeszeichen dienen(in einer Kultur, die ich letzten Endes wahrscheinlich selbst werde schreiben müssen. Ich hoffe nur dass ich wenigstens ein passendes LARP-Land finde. Wenn jemand Vorschläge hat, nur immer her damit, ich bin froh, wenn ich nicht die kompletten Mittel- und Südlande allein durchstöbern muss), ohne dabei allzu verspielt zu wirken. Also Stickereien o.Ä., aber kein unnötiges Gebamsel.
    Meine Nähkenntnisse sind beschränkt, aber ich arbeite daran. Im Notfall habe ich auch ein paar Leute in der Nähe, die ich da um Hilfe bitten kann, ansonsten nerve ich die Forengemeinde mit meinen Fragen
    Der Charakter soll auf alle Fälle eine gewisse Wegstrecke abbilden, ein wenig abgenutzt darf es schon alles sein und eine grundlegende Ernsthaftigkeit auf alle Fälle, also kein schreiend buntes Farbkonzept.
    Was das betrifft würde ich insgesamt gedeckte Farben für die Alltags- und dann etwas kräftigere und auch verspieltere für die "Festgewandung"(nicht dass das ein idealer Charakter für höfische Bälle wäre, aber schon wenn man abends in irgendein anderes Lager eingeladen wird, sollte man ja auch nicht aussehen wie frisch aus dem Wald gekrochen, nur zur Verdeutlichung meines Begriffsverständnisses). Ich spiele zur Zeit allein, auch wenn vielleicht demnächst ein paar Freunde dazu kommen, das ist noch nicht entschieden. Also kann ich beim Farbkonzept wohl ganz nach Gutdünken verfahren. Wie steht es mit selber färben? Kriegt man solche verwaschenen Töne mit Simplicol hin oder muss ich mir da was Anderes einfallen lassen?
    Zu den Rüstungen der Haradrim muss ich fürs Erste leider sagen: Noch nicht. Ich nähe gewöhnlich von Hand, da brauche ich mir um solche Dinge in den nächsten zwei oder drei Monaten keine Sorgen machen :/
    Aber um mal bei den Farben konkret zuwerden: Es soll nicht böse wirken, nur eben weder nach Kender, noch nach weißer Ritter. Der blaugraue Ansatz sagt mir da eigentlich ganz gut zu, ebenso wie die hellen Mäntel über Rot, die bei den Tabletopfiguren zum Einsatz kommen. Was meinst du, wäre eine rote Oberschicht über dem blau, das dann hauptsächlich an den Ärmeln, dem unteren Saum und dem Halsausschnitt zum Vorschein kommt, eine sinnige Kombination? Ich bin hinsichtlich bunten Gewandungen leider recht wenig bewandert, meine bisherigen Konzepte waren vorwiegend braun und grau...

    Hinsichtlich der Stoffauswahl: Wofür werden z.B. solche leichten Wollstoffe verwendet? Ich wüsste spontan nicht, wonach ich Ausschau halten sollte... Außer Bundeswehrdecken fallen mir da keine günstigen Bezugsquellen ein und die sind nun nicht unbedingt der Inbegriss von Leichtigkeit Gleiches gilt übrigens bei mir auch für Seide, da finde ich nur Meterware oder Schals, das kreist dann zwischen hässlich und teuer, bzw. ihren jeweiligen Gegenpolen -.-

    Eine Frage noch zum Abschluss: Kann man einen Turban irgendwie sinnvoll verzieren? Die Haradrim bei alleycatscratch haben z.B. ihre mit irgendwas zusammengeschnürt, kann man da evtl. irgendwelche passenden Glücksbringer oder Ähnliches dranhängen oder zerfällt das trotzdem, sobald ich das ganze Konstrukt abnehme?

    Und gespannt bin ich auch, das kannst du mir glauben

  6. #6
    Tee
    Tee ist offline
    Alter Hase Avatar von Tee

    Beiträge
    1.823
    http://www.baltopolis.de/turban.html

    Hier in Link zum Turban binden.
    Turban verzieren kannst du z.B. mit einem Emblem in der Mitte (Feder nach Wunsch ) du kannst Ketten darumwickeln, herunterhängen lassen, mit Faltungen arbeiten, ein festes Kopfteil einfügen etc. Anstecker haben in der Regel eine Nadel hintendran, mit der du ihn einfach am Stoff feststecken kannst. Ketten kannst du entweder feststecken oder einfach miteinwickeln.
    Ich fände es gut, wenn die Festgewandung eine besonders prächtige Kopfbedeckung beeinhalten würde.

    Stoffe werden in der Regel als Meterware, seltener als Coupon ( = abgeschnittenes Stück) verkauft. Gerade wenn du nicht soviel Erfahrung mit Stoffkauf hast, ist es wichtig mal in ein paar Stoffläden, Kaufhäuser mit Stoffabteilung oder Raumausstatter zu gehen und Stoffe anzufassen, um ein Gefühl dafür zu bekommen was sich gut anfühlt und was weniger.
    Wenn du Stoffe im Internet suchst, würde ich immer das Material + Meterware als Bilder suchen, alternativ material + fabric, da kommt man, finde ich am ehesten zum Ziel.

    Zu den Farben: ich würde mich entscheiden: Blaugrau ( dann nicht zu dunkel wählen) oder rot.
    Falls du beide Farben haben möchtest, denk daran dass sich das Rot immer in den Vordergrund drängen wird und von daher eine wesentlich kleinere Fläche einnehmen sollte, als das Blau, wenn es noch einigermaßen im Gleichgewicht bleiben soll.

    Mit Simplicolfärben: Da würde ich wahrscheinlich so vorgehen dass ich mit zwei Farbtönen experimentieren würde, ist aber viel Glücksache dabei. Und ich glaube, ich würde da eher zur Textilfarbe greifen, da die nicht richtig waschecht ist und somit eher den usedlook erzeugen wird.
    Eine Einfache und kostengünstigere Methode für den gewissen "Patinalook" können Teebäder sein (normaler schwarzer Tee in ausreichender Menge).

    Oder du inverstiert in diesen netten Shop hier: http://www.patin-a.de/ki/Patinierbedarf-26.html

    ....
    Fortsetzung folgt

  7. #7
    Enrisco
    Enrisco ist offline
    Grünschnabel

    Beiträge
    9
    Im Augenblick versuche ich, das Rot-Blau-Verhältnis mittels Photoshop ein bisschen auszubalancieren. Ich denke, es wird am Ende eher was Blaues, aber ganz und gar auf eine Farbe setzen will ich nicht unbedingt. Wenn ich einigermaßen zufrieden bin, lade ich das Bild hoch und gebe es für den Verriss frei
    Was die Tee-Methode angeht(und ich bitte abermals um Entschuldigung, das hätte sich nicht auf deinen Namen beziehen sollen, aber heute kann ich mich vor Wortspielen der traurigsten Art irgendwie nicht retten): Wieviel Tee braucht man da? Anders gefragt: Lohnt es sich da überhaupt, mit Teebeuteln anzufangen oder soll ich da gleich jenseits des trinkbaren Bereichs anfangen, zu schaufeln?
    Was genau meinst du mit einer besonders prächtigen Kopfbedeckung? Einen prunkvollen Turban oder lieber gleich ein rein phantastisches Stück, das entsprechend aufwendig ausfällt?
    Danke im Voraus, es geht endlich wieder was voran, nachdem ich wochenlang von Idee zu Idee gestolpert bin.

  8. #8
    Enrisco
    Enrisco ist offline
    Grünschnabel

    Beiträge
    9
    Doppelpost hin oder her, ich stelle jetzt schon mal die angekündigten Konzepte rein. Ich gebe gern zu, dass es in der Geschichte der Kunst durchaus schon großartigere Werke gab, um es mal vorsichtig zu formulieren, mein Augenmerk lag auf den Farben und ich glaube zeichnerisch lohnt es sich kaum, groß Kritik zu üben. Das mäßig gefärbte Ding in der Mitte soll ein breiter Gürtel sein, unter dem ich eine seitlich gebunden Schärpe geplant habe, deren Enden lang herunterhängen.
    Lasst Euch üb rigens ruhig über die Kleidungsstücke und die Schnitte aus, ich habe mal zusammengemixt, was mir so in den Sinn kam.
    Und ja, ich gebe es zu, die Sache mit dem Bilder hochladen muss ich mir nochmal genauer zu Gemüte führen, das klappt noch nciht recht zufriedenstellend. Hoffe nur, dass es alles so rauskommt, wie beabsichtigt -.-

    http://

    http://www.directupload.net/file/d/3...ugvlnm_png.htm
    http://www.directupload.net/file/d/3...aq7yec_png.htm
    http://www.directupload.net/file/d/3...lnqjj3_png.htm
    http://

    Ja, gut genug immerhin. Dann eine gute Nacht allen, die sich jetzt noch die Mühe gemacht haben, das hier zu lesen

  9. #9
    Sadayori
    Sadayori ist offline
    Gelegenheitsschreiber Avatar von Sadayori

    Beiträge
    164
    Wegen des "Wickelverschlusses": Da hatte ich mich verkuckt, die Tunika von Mytholon hat wirklich keinen. Ich meinte sowas: http://www.budo-kampfsport-shop.de/o...-judojacke.jpg
    "Wenn ich doch nur ein Schwert hätte!"

  10. #10
    Tee
    Tee ist offline
    Alter Hase Avatar von Tee

    Beiträge
    1.823
    Mir gefällt die erste Farbvariante am Besten.

    Da hätttest du dann eine Tunika mit anliegenden Ärmel, eher Körpernah geschnitten, eine Tunika weit und wadenlang mit Trompetenärmeln, eine schmale Jacke mit Hängeärmeln und nicht zum schließen gedacht, eine Pluderhose, eine Schärpe und einen Turban.

    Bei den Ärmel würde ich mich auf eine Linie einigen: Gerader oder geschwungener Saum und den dann entsprechend varieren. Diese Linienführung kannst du dann z.B. auch an der Vorderen "Ecke" der Jacke wieder aufnehmen.

    Und die Oberteile bräuchten vielleicht noch verschiedene Ausschnitt/ Kragenlösungen. Da würde ich auch vorher schon mal versuchen eine grobe Linie zu finden. Die genauen Details kommen dann in der Umsetzung dran.

    Zum prächtigern Turban: Da könnte ich mir z.B. sowas in der Art ganz gut vorstellen.
    http://www.oriental-style.de/index.p.../l-KAT74?seg=2
    Ich wäre aber auch durchaus offen für ein fantastische Stück

    Wegen dem Tee: Das kommt auf die Menge an Stoff an die die Färben willst, auf das Material und wie stark du es haben willst. Da es aber nur einen Patina und nicht eine Vollfarbe sein muss (und Teebeutel in der Regel den billigsten Tee (mit viel Färbevermögen ) enthalten sollte das durchaus ausreichen. Da musst du einfach selber mal ausprobieren (an Reststücken z.B.).

    Und ich glaube die Festgewandung sollte ein paar tolle Pantoffeln beeinhalten.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
  • BB-Code ist an.
  • Smileys sind an.
  • [IMG] Code ist an.
  • [VIDEO] Code ist an.
  • HTML-Code ist an.
(c) mit Unterstützung von Trollfelsen.de