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Thema: Hilfe bei

  1. #1
    Eddie
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    Neuling Avatar von Eddie

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    Hilfe bei

    Edit: Da ich es schaffte, dass der Titel verschluckt wurde... *räuspert sich.*

    Hilfe bei der Charakterdarstellung - was macht einen glaubhaften Charakter aus?



    Guten Tag!

    Mein Name ist Denise und in etwa zwei Monaten beginnt mein erstes Con und damit auch meine erste "richtige" Berührung mit einem LARP.

    Angefangen hat das im zarten Alter von 13-14 Jahren - durch meinen Cousin kam ich in meine erste P&P-Runde, die auch noch LARP betrieb und ja, ich wollte sofort mitmachen. Doch wie so oft ist das für eine lange Zeit (bis auf diverses Mitmingeln bei der Spiele-Messe in Essen) eingeschlafen. Zwar hab ich noch P&P, UO und andere Rollenspielarten betrieben, aber so wirklich schnitt ich das Thema LARP nicht an. Nun hat mich letztes Jahr eine Gruppe gefragt, ob ich nicht mal mitmachen möchte. Und ich habe Ja gesagt und spontan eine Karte gekauft für das CoM, gerade weil dort dieses Jahr ja ein neues Kapitel angeschnitten wird und sie meinten, ich als Neuling würde so einfacher in den Plot einsteigen können.

    Während der letzten Monate habe ich also angefangen, mich in das Thema einzulesen. Ich habe mir ein Charakterkonzept erdacht, mir eine Rolle ausgesucht, Gedanken über den Hintergrund des Charakters gemacht (das folgt alles weiter unten) und letztendlich auch die Gewandung konzeptiert und angefangen, diese fertig zu stellen. Nun allerdings bin ich recht ratlos, im wahrsten Sinne der Worte an eine Wand gelangt - so richtig "echt" wirkt meine Gewandung nämlich nicht, so richtig "real" ist auch meine Geschichte nicht. Ich weiß nicht, ob das nervöses "Du-schaffst-das-nicht" ist, oder wirklich etwas dran ist, und möchte daher gerne die Meinungen anderer hören.

    Fangen wir also mit den Eckdaten an:

    Mein Charakter ist, der einfachheit und glaubhafter Darstellung halber, eine Menschenfrau. Sie stammt aus einem eher kleineren Örtchen namens Grünquell, in welchem vorwiegend Menschen wohnen, deren Bewohner aber durchaus, wenn auch sporadisch, Kontakt zu anderen Rassen haben (wobei sich das wohl auf weitgehend bekannte Rassen beschränkt, wie Elfen und Zwerge). Sie kennt sich ein wenig mit Kräutern aus, da der Ort doch recht ländlich ist, und ebenso mit Erster Hilfe. Letzteres hat sie aus schlichter Not gelernt, da ihr Vater Holzfäller ist, und da sind Verletzungen, ob groß oder klein, manchmal unumgänglich. Ein Profi ist sie allerdings nicht und hantiert lieber mit Verbänden als einer Nadel. Auch ihr Wissen um Kräuter ist beschränkt (Margeriten helfen bei Wunden etc.). Bei diesen Dingen wäre es mir lieber, sie IT zu vertiefen und das Wissen darüber nur als Basis mit einzubringen.
    Vom Charakter her ist sie recht einfach gestrickt und praktisch veranlagt. Sie hat einen Viel-Götter-Glauben, welcher Ähnlichkeiten zum Shintoismus aufweist (Waldgötter, Quellgötter, Geister etc), eine ausgeprägte Neugierde, eine gesunde Portion Menschenverstand und soll auch recht umgänglich sein. Ein Kämpfer ist sie definitiv nicht, ob und wie sie dies lernt, bleibt also der Zukunft überlassen.

    Zur Darstellung/Gewandung:

    Da ich doch ein wenig mit der Nadel umgehen kann, habe ich beschlossen, den Großteil meiner Gewandung selbst zu machen, auch damit es eben einen "Selbst-genäht"-Look bekommt. Ich habe bei den Hosen mit Leinen und auch Baumwolle hantiert (bei letzterem weiß ich, dass oft darüber geklagt wird, ich hatte jedoch den Stoff über ) und mich für weite, bequeme Modelle entschieden (solche hier: http://p7.storage.canalblog.com/79/1...3/62633215.jpg). Um diesen Stil nicht zu brechen, habe ich auch Oberbekleidung im "Wickel-Look" genäht (Sobald ich eine vernünftige Kamera besitze, werde ich bei Bedarf Fotos posten).
    Da sie sozusagen auf Wanderschaft ist, um sich die Welt im Allgemeinen und andere Heiler im Besonderen anzusehen, soll sie zusätzlich einen Teil ihrer Habe in Taschen und Beuteln bei sich tragen. Als Tasche hätte ich eine Schärpentasche genommen, Beutel würde ich daran und/oder an einem Leder-/Stoffgürtel befestigen. Vielleicht, nur ganz vielleicht, kommt ein Wanderstab hinzu, wenn mein Geldsackerl es zulässt und ich einen schönen LARP-Knüppler finde.

    Alles, was in mein Zelt gehört (Besteck, Becher, Sitzmöbel, Felle, Decken, etc.) lasse ich einmal vorne weg.

    Was könnte eurer Meinung nach einer Gewandung die nötige Tiefe verleihen?
    Ist meine Gewandung überhaupt tauglich?
    Ich habe vor, barfuß mein Con zu bestreiten - machbar oder lieber nicht?
    Und ist meine Charaktergeschichte zu hohl/kurz/undetailiert?

    Danke schon im Vorraus,

    Denise/Eddie
    Geändert von Eddie (06.06.2014 um 05:38 Uhr)
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

  2. #2
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    Hallo und herzlich willkommen!

    Bei der Kleidung kann man sehr schlecht Tipps geben, wenn man nicht weiß, wie sie aussieht
    Bis auf eine vage Vorstellung von der Hose wissen wir ja nun gar nichts darüber. Fotos wären natürlich ideal; eine genauere Beschreibung (am besten mit Beispielbildern) würde aber auch schon helfen.
    Generell wirkt Kleidung glaubwürdig, wenn sie so aussieht, als könnte man sie ohne Probleme tragen und hätte sie als Alltagskleidung geschaffen, nicht als Kostüm:
    Das bedeutet:
    - man sollte möglichst viele unterschiedliche Stoffe verwenden. Wenn öfter als nötig der gleiche Stoff zu sehen ist, sieht es aus wie "ein paar Meter Stoff gekauft und daraus ein Kostüm gemacht". Wirkt eben konstruiert und nicht natürlich (wenn man den Stoff schon besitzt, kann man ggf. auch Teile davon färben).
    - das Outfit sollte draußentauglich sein. Hauchdünne Baumwolle ist im Hochsommer okay. Aber wer durch die Welt wandert, wird das nicht in einem Hochsommeroutfit tun, sondern in einem, das auch für andere Wetterlagen geeignet ist. Irgendwas aus Wolle sollte dabei sein, z.B. ein Umhang - auch im August kann es nachts ziemlich kalt werden.
    - verschiedene Schichten sind praktisch. Wenn ich OT etwas länger unterwegs bin, ziehe ich möglichst nicht ein Kleidungsstück an, sondern mehrere übereinander (üblich sind ja Shirt, Sweat-/Strickjacke, Jacke). Das gilt IT genauso, nur dass man da natürlich andere Kleidungsstücke nimmt und interessanter siehts allemal aus. Z.B. langärmeliges Oberteil, kurzärmeliges Oberteil, Weste (das ärmellose Ding - in D und Ö gibts ja diese Weste/Jacke-Verwirrung *gg*).
    - der Schnitt sollte nicht an der Bewegung hindern. Wenn du dich in der verlinkten Hose frei bewegen, z.B. rennen und klettern (z.B. über Steine/Baumstämme) und dich durchs Gebüsch schlagen kannst, ist sie auch geeignet (auf einem Großcon wird es eher wenig solcher Hindernisse geben, aber normalerweise halten die Charaktere sich ja nicht nur auf der gemähten Wiese auf).
    - Schön sind Details. Das ist für Anfänger nicht so einfach, weil man erstmal einen Blick für den Klamottenstil bekommen muss, aber das erste Outfit muss ja auch gar nicht perfekt sein! Ich zeige als Beispiel für Details mal mein Piratenoutfit, weil ich es gerade im Hinblick auf Details entworfen habe.
    - Accessoires! Eine Kopfbedeckung, ggf. sogar mehrteilig (viele tragen z.B. eine Bundhaube unterm Hut (Beispielbild)oder eine Art Schleier unter der Kappe (Beispielbild)), Gugel/Pelerine, Gürtel- und Umhängetaschen, Bändchen, Broschen (oder anderer Schmuck - schöne Fibeln oder Nadeln, Ketten, Armreifen usw.), Aufnäher ... man muss nur aufpassen, dass es nicht zuu behängt aussieht. Man sollte sich auch nicht alles an den Gürtel hängen und den Rest des Körpers ganz schlicht lassen, das sieht komisch aus

    Barfuß kann klappen; ich würde aber für den Notfall Schuhe einpacken. Es hängt doch ziemlich vom Gelände ab (das CoM-Gelände kenne ich nicht, daher kann ich dazu nichts sagen). Und wenns zu kalt ist, ists unschön. Ich weiß ja nicht, ob du es gewohnt bist, draußen barfuß zu laufen - wenn ja, erleichtert das die Sache natürlich gewaltig

    Zitat Zitat von Eddie Beitrag anzeigen
    Mein Charakter ist, der einfachheit und glaubhafter Darstellung halber, eine Menschenfrau. Sie stammt aus einem eher kleineren Örtchen namens Grünquell, in welchem vorwiegend Menschen wohnen, deren Bewohner aber durchaus, wenn auch sporadisch, Kontakt zu anderen Rassen haben (wobei sich das wohl auf weitgehend bekannte Rassen beschränkt, wie Elfen und Zwerge). Sie kennt sich ein wenig mit Kräutern aus, da der Ort doch recht ländlich ist, und ebenso mit Erster Hilfe. Letzteres hat sie aus schlichter Not gelernt, da ihr Vater Holzfäller ist, und da sind Verletzungen, ob groß oder klein, manchmal unumgänglich. Ein Profi ist sie allerdings nicht und hantiert lieber mit Verbänden als einer Nadel. Auch ihr Wissen um Kräuter ist beschränkt (Margeriten helfen bei Wunden etc.). Bei diesen Dingen wäre es mir lieber, sie IT zu vertiefen und das Wissen darüber nur als Basis mit einzubringen.
    Vom Charakter her ist sie recht einfach gestrickt und praktisch veranlagt. Sie hat einen Viel-Götter-Glauben, welcher Ähnlichkeiten zum Shintoismus aufweist (Waldgötter, Quellgötter, Geister etc), eine ausgeprägte Neugierde, eine gesunde Portion Menschenverstand und soll auch recht umgänglich sein. Ein Kämpfer ist sie definitiv nicht, ob und wie sie dies lernt, bleibt also der Zukunft überlassen.
    Als Grundlage ist es ziemlich tauglich.
    Aber das ist ja erstmal nur eine Beschreibung.
    Leben bekommt ein Charakter - wie die Gewandung - durch Details. Die können sich auch einfach aus dem Spiel ergeben.
    Vorlieben, Abneigungen, Ängste, Wünsche, Sitten und Gebräuche, religiöse Einschränkungen/Vorschriften/Weltsicht ... die Schwächen sind hierbei interessanter als die Stärken, weil sie mehr Spielanreize bieten und auch, weil sie schwieriger darzustellen sind (wer keine Furcht hat, braucht ja gar nichts zu spielen, denn man weiß ja, dass die Monster nur kostümiert sind).
    Es kann helfen, sich eine Film- oder Romanfigur als Vorbild zu nehmen und sich ein bisschen daran zu orientieren.
    Und du könntest dir die Charakter-Checkliste im Larpwiki mal anschauen - man muss nicht alles ausfüllen, aber man kann sich die einzelnen Fragen mal durch den Kopf gehen lassen und überlegen, welche besonderen Merkmale man für seinen Charakter daraus ableiten könnte.
    Wichtig ist dabei: Diese Fragen helfen nur, wenn man sie auch wirklich beantwortet. Viele Anfänger tendieren dazu, sie nichtssagend zu beantworten, z.B. auf die Frage "Schüchtern/zurückhaltend? Oder aufbrausend?" "so mittel" antwortet und auf "Hat er einen Herzenswunsch?" "nö", hat zwar Fleißarbeit geleistet, ist in der Charaktererstellung aber keinen Schritt weitergekommen

    Ich hoffe, es hat schonmal geholfen!
    Viele Dinge kann man aber auch auf dem Con selbst festlegen, weil die Planung ja oft den Kontakt mit der Realität nicht überlebt. Und die beste Voraussetzung ist es sowieso, sich Gedanken zu machen und das tust du ja offensichtlich
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  3. #3
    Eddie
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    Eine überraschend schnelle und tolle Antwort! Danke erstmal dafür!

    Ich versuche mal der Einfachheit halber die einzelnen Punkte abzugehen (ich bin noch etwas müde, fünf Stunden sind zu wenig):

    Was die Kleidung angeht, habe ich die Hosen mal aus Leinen, mal aus Baumwolle genäht. Drei Stück sind's, und alle in unterschiedlichen Farben, mit andersfarbigen breiten Bunden und passenden Säumen an den Beinen. Ich trage sie unglaublich gerne daheim, renne auch mal mit ihnen den Hunden hinterher und habe sie bisher nur dreckig, aber nicht kaputt bekommen. Sie sehen schon so aus wie auf den Bildern, ich habe das Schnittmuster benutzt - nur eben aus Stoffen, die nicht modern bedruckt sind. Im Übrigen kann man die Beine bis zu den Knien hoch rücken und fest binden, was ich sehr praktisch finde, wenn da Schlammpfützen sind. Bewegungsfreiheit ist da also gegeben, nur das mit den Büschen sollte ich vorher noch mal austesten.

    Das mit der Wolle hört sich doch sehr gut an! Da ich selbst nicht allzu schnell friere und das CoM ja im August ist, habe ich Leinen und Baumwolle gewählt, weil warm. An die Nächte habe ich noch gar nicht gedacht, Asche über mein Haupt. Ich werde sehen, ob ich eine hübsche Weste und eine langärmelige Bluse mache, und vielleicht auch einen schicken Umhang darüber. Wäre da Loden gut? Das würde auch gleich den Schicht-Look ergeben, der bisher echt noch fehlt. Ich bin OT kein Freund von Schichten, muss ich zugeben, auch wenn ich ihn an anderen extremst schick finde.

    Der Tipp mit dem Hut ist echt gut, auch daran habe ich noch gar nicht gedacht. Was Accessoires angeht, bin ich im Moment am Sammeln und recht uneins. Im Übrigen, dein Piratenkostüm ist echt hübsch! Ich wünschte, ich könnte sticken - es reicht gerade Mal für Kordelstickerei.

    Barfußlaufen bin ich gewohnt. Allerdings ist hier der Einwurf mit der Nacht auch berechtigt - ich werde mir mal ansehen, ob es zumindest leichtes Schuhwerk gibt, dass zu meiner Gewandung passen will.

    Zu guter letzt werd ich mir nach dem Frühstück die Charakter-Checkliste zu Gemüte führen und sehen, was ich alles auf Anhieb ausfüllen kann. Auf dem ersten Blick wirkt sie ja doch sehr lang und detailiert. Und geholfen hat dein Post auf jeden Fall sehr gut, danke vielmals!
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

  4. #4
    Eddie
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    Ich habe mir gestern die schöne Checkliste angesehen und mir ein paar Gedanken dazu gemacht.
    Die ersten beiden Punkte habe ich schon einmal beantwortet und in Textform gebracht, ich werde wohl nach und nach die ganze Liste durcharbeiten, um ein genaueres Bild von meinem Charakter zu machen.

    Kindheit/Jugend/bisheriges Leben

    Was hat den Charakter geprägt?

    Eddie ist im kleinen Städtchen Grünquell zu Schimmering aufgewachsen -ein recht ländliches Örtchen, das fast schon zur Grenze zum Dorf steht und wo jeder jeden zu kennen scheint. Ihre Eltern waren dort einfache Freie - der Vater war ein Holzfäller, die Mutter Hausfrau. Insgesamt waren sie zu siebt, mit Eddie als viertes Kind und jüngsteTochter. Wie viele Kinder Grünquells ist sie sehr naturnahe und auch tierlieb aufgewachsen. Reich war Eddies Familie nie, und sie musste schon früh die Arbeit lernen, indem sie der örtlichen Heilerin Dinge erledigte und deren Haushalt tat. Dabei hat sie hier und dort ein wenig vom Badertum aufgeschnappt - nicht viel, aber genug, um sie neugierig zumachen. Ihr Verhältnis zur eigenen Familie und zur Stadt im Allgemeinen konnte man als sehr eng bezeichnen, wobei ihre Mutter tatsächlich Eddies Vorbild war. Diese konnte nämlich, wie nur wenige Frauen in Grünquell, richtig Lesen und Schreiben, und versuchte zumindest, Eddie dies auch beizubringen, mit mäßigem Erfolg.
    Nachdem sie volljährig wurde, beschloss sie, endlich in die Lehre zu gehen. Und da sie sich während ihrer Hausmädchenarbeit recht kräftig für das Heilerhandwerk interessierte, fragte sie die Heilerin um einen Lehrplatz. Doch zu ihrem Entsetzen hat die Heilerin, der sie so lange als Hilfe im Haushalt gedient hatte, schon das Müllersmädchen genommen.
    Trotz eines langen Gesprächs, welches daraufhin zwischen ihren Eltern, der Heilerin und der Müllersfamilie folgte, war es der Heilerin am Ende unmöglich, einen zweiten Lehrling zu nehmen. Jedoch beschloss man, da die Lehrwünsche in Grünquell als sehr wichtig genommen wurden, Eddie das nötigste des Heilerhandwerks, nämlich die Erste Hilfe, genauestens zu erläutern, ehe die Heilerin ihr riet, wie die Gesellen der Zünfte auf die Walz zu gehen, wenn auch in ihrem Falle um ihre Lehre erst überhaupt zu beginnen. Nachdem diese Idee auch das Einverständnis ihrer Eltern bekam, packte sie ihre Siebensachenein und machte sich auf, ihre Wanderjahre zu beginnen.


    Sozialverhalten

    Wie geht der Charakter mit Menschen um?

    Eddie hat ein optimistisches Gemüt. Es fällt ihr leicht, Freunde zu finden und Bekanntschaften zu schließen. Sie geht offen und direkt auf Fremde zu, zumindest solange diese nicht zu Abschreckend wirken, und passt sich Neuem recht zügig an - eine Eigenschaft, die ihr in den ersten Wochen ihrer Wanderjahre sehr geholfen hat, da sie in vielen Fällen lernen musste, auch im Freien zu schlafen oder in Heuschobern. Ihre guten Freunde musste sie leider in Grünquelllassen, aber sie hat sich bald eine neue gute Freundin gefunden - Flynn*, und mit ihr den guten Rolf. Letzterem folgen beide im Moment.
    Trotzdem sie recht naturverbunden ist und in einem sehr kleinen Städtchen aufwuchs, scheinen ihr bislang große Menschenmengen nicht zuwider. Sie genießt die ganzen neuen Eindrücke, die sich ihr bieten, ist aber noch nicht lang genug unterwegs, um auch gewisse negative Eindrücke gesammelt zu haben. Ein Feind- oder Furchtbild hat sie sich noch nicht gemacht - aber auch in der Liebe hinkt sie recht hinterher.
    Sowohl ihre Aufmerksamkeit als auch ihre Meinung und ihr Geschmack lassen sie oft und gerade in Diskussionen, die sie langweilen, wie das obligatorische Fähnchen im Wind erscheinen.

    (*Flynn ist der Charakter einer Freundin von mir, mit der ich unter anderem das CoM besuchen werde.)

    Religion/Glaube

    InGrünquell glaubt man nicht nur an die Elemente, sondern hat einensehr ausgeprägten Vielgötter-Glauben und Ahnen-Glauben. Fast jedesgrößere Haus beherbergt hier einen sogenannten Hausgeist, meist inForm eines Holunders oder eines interessanten Fassadenriss, wo kleineSchreine aufgebaut werden, um jedes Jahr den Hausgeist mit kleinenLeckereien zufrieden zu stimmen. Der nahe Wald, Bäche, der FlussSchimmering und andere Örtlichkeiten beherbergen nach diesem Glaubenauch kleine Götter und Geister, welchen man zu verschiedenenFeiertagen mit diversen Dingen opfert - oft spielt Kuchen dabei einegroße Rolle, oder auch frische Erntewaren.
    DieAhnen der Familien spielen ebenfalls eine große Rolle, im Speziellenallerdings eher nur für den Familiensegen. Die Ahnen sollen eingutes Wort für die lebenden Familienmitglieder sprechen, damit ihnenGlück und Wohlstand sicher ist.
    EineKirche gibt es nicht - nur einen etwas größeren Schrein in derOrtsmitte. Zumeist erfolgt der religiöse Unterricht innerhalb einerFamilie, was auch bei Eddie die Bindung und den Glauben verstärktund zu einer Selbstverständlichkeit gemacht hat. So kann man sie abund an, wenn sie einen Geist um sich wähnt, ein Gebet sprechenhören, und zu Feiertagen opfert sie auch abseits ihrer Heimat.
    DieserGlaube macht sie allerdings auch sehr abergläubisch. Sie sieht guteund schlechte Vorzeichen überall und hat die Tendenz, sich mitAmuletten zu schützen.

    Geändert von Eddie (07.06.2014 um 13:16 Uhr)
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

  5. #5
    Gerwin
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    Ohne jetzt alles gelesen zu haben (bin etwas auf dem Sprung, später vergesse ich es aber) zwei Dinge.

    Erstens: Eddie ist gefühlt ein Männername. Und in einer Welt abseits von Genderstudies haben Männer Männernamen. Und Frauen Frauennamen. Mir ist durchaus bewusst, dass es irgendwo auf der Welt sicher auch Orte gibt, an denen Frauen "Eddie" gerufen werden. Für 90 Prozent deiner Mitspieler klingt es aber nach "Edy" und damit "kurz für Eduard".

    Ich kenne das Gelände des CoM und rate EXTREM von jeglichen Barfußversuchen ab. Das geht nach hinten los. Natürlich musst du selbst wissen was du tust (jaja..ich weiß, Anfänger sind alle barfussgewöhnt) aber keine Schuhe kann und wird dir das Con verderben.

    Gruß

    Gerwin

    P.S.: Der Spielansatz "nicht viele Lehrstellen für Frauen" bzw. ein sehr konservatives Frauenbild im allgemeinen passt nur in die wenigsten Larpsettings, einfach weil die Spielerin sich dann auch in dieses konservative Frauenbild fügen müsste. Sonst haben wir irgendwann nur noch Rebellen.

    P.P.S.: Untergliederungspunkte wie 1.0 machen nur Sinn, wenn 1.1 folgt .

  6. #6
    Eddie
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Erstens: Eddie ist gefühlt ein Männername. Und in einer Welt abseits von Genderstudies haben Männer Männernamen. Und Frauen Frauennamen. Mir ist durchaus bewusst, dass es irgendwo auf der Welt sicher auch Orte gibt, an denen Frauen "Eddie" gerufen werden. Für 90 Prozent deiner Mitspieler klingt es aber nach "Edy" und damit "kurz für Eduard".
    Vielleicht hätte ich anmerken sollen, dass sie mit vollen Namen Edeltraut heißt - eine gute Freundin meinte, wieso ich es nicht einfach auf Eddie abkürze. Die Verwechslungsgefahr kenne ich. (Tante Edit: Dieser Smiley wirkt so verkniffen)

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Ich kenne das Gelände des CoM und rate EXTREM von jeglichen Barfußversuchen ab. Das geht nach hinten los. Natürlich musst du selbst wissen was du tust (jaja..ich weiß, Anfänger sind alle barfussgewöhnt) aber keine Schuhe kann und wird dir das Con verderben.
    Da ich das Gelände nicht kenne, und da ich, wie gesagt, schon die Nächte nicht einberechnet habe, werde ich mir ein Paar mitnehmen. Allerdings bin ich sehr zuversichtlich, zumindest was das Lager anbelangt. Ich würde aber auf keinem Acker mit nackten Füßen rumrennen, daher hoffe ich einfach, dass es kein Acker ist, sonst bleiben die Schuhe dran. DEN Fehler macht man nämlich nur einmal.

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    P.S.: Der Spielansatz "nicht viele Lehrstellen für Frauen" bzw. ein sehr konservatives Frauenbild im allgemeinen passt nur in die wenigsten Larpsettings, einfach weil die Spielerin sich dann auch in dieses konservative Frauenbild fügen müsste. Sonst haben wir irgendwann nur noch Rebellen.
    Angenommen und abgeändert - es soll kein allzu konservatives Frauenbild darstellen, sondern nur ein Örtchen, bei dem es noch gewisse "Männerdinge" und gewisse "Frauendinge" gibt, aber ich erkenne die Schwierigkeit, mit der Begründung auf 'nem LARP wie der CoM aufzutauchen.


    Danke für die Tipps!
    Geändert von Eddie (07.06.2014 um 13:21 Uhr)
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

  7. #7
    Gerwin
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    Du kannst mit so einem Hintergrund durchaus auf dem CoM auftauchen. Find ich sogar nicht schlecht. Die Frage ist nur, WILLST du es? Realistisch gesehen wären "Frauendinge" "Kochen, Putzen, Haushalt, Kinder, Belustigung des Mannes". Jetzt gehöre ich, beispielsweise, zu den Leuten, die eine geschlechterdifferenzierung im Larphintergrund durchaus realistisch und interessant finden. Es kann aber geschehen (wenn mir nun Trulla X IT von zu Hause erzählt wo Frauen im wesentlichen Frauendinge tun) dass dann mein Gerwin durchaus sagst: Endlich mal eine anständige Frau. Da gibt es übrigens noch ein wenig Abwasch...und um das Essen..na du weißt schon..irgendwer MUSS sich ja drum kümmern."

    Wenn du derartige Dinge nicht IT thematisiert haben willst (was ich verstehen kann) dann rate ich tatsächlich zum rauslassen. Wenn es dich nicht stört, ab und an auch mal zu einer Tätigkeit aufgefordert zu werden, die (aus moderner Sicht) evtl. frauenfeindlich sein könnte, dann lass es drin.

    P.S.: Es sind Wiesen. Zumindest war das bisher so. Und da liegen spitze Steine, Scherben und auch mal ein Hunde oder Kuhhaufen rum.

  8. #8
    Eddie
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    Die Dinge, die ich tun möchte, wären wohl tatsächlich mitunter auch Frauendinge. Kochen gehört im Lager dazu, ebenso wie etwas für Ordnung sorgen, Abwasch, solche Dinge. Aber ich will mit meinem Char auch in Richtung der Heilerin gehen, also von anderen Heilern mehr lernen. In Kämpfe will ich gar nicht - allerdings sind die Heiler ja meist irgendwo in der Nähe einer Schlacht, wo man die Verletzten halt hinbringt, in ein mobiles Lazarett oder so.
    Ich werde es mir ansehen. Wenn ich denke, dass ich es einigermaßen gut hinbekomme, ohne dass es mir schwer fällt... moi, gerne! Wenn es allerdings darin ausartet, dass ich keine spaßigen Dinge machen kann (mit meiner Gruppe eine Queste machen etc.), das wäre dann doch schon doof. Ich möchte nicht nur im Lager sein.

    P.S.: Es sind Wiesen. Zumindest war das bisher so. Und da liegen spitze Steine, Scherben und auch mal ein Hunde oder Kuhhaufen rum.

    Ich denke, ich sehe es mir am besten vor Ort an. Wiese ist besser als Acker, aber Scherben sind nicht so mein Ding.
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

  9. #9
    Gerwin
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    Ich hoffe mal du liest noch mit:

    Ich glaube ich habe mich da unklar ausgedrückt. Niemand wird dich zu Dingen zwingen, zu denen du im Moment keine Lust hast..nur weil das zu deinen Charakter passt. Selbst bei "extrem abhängigen Charakteren nicht". Wenn mein Leibeigener nun Lust hat sich in der Stadt einen zu trinken und den Barden zuzuhören, werde ich sicher nicht sagen "nein, erst wenn das Geschirr fertig ist". Dann ist nämlich der Barde OT weg, und der Charakter wurde zwar charagetreu gespielt (der Spieler ist aber enttäuscht). Nur wenn du jetzt (wie viele Personen) GENERELL sagen würdest "Ich habe auf diesen ganzen Mann/Frau Kram IT keine Lust (weil ich OT schon als Frau genug diskriminiert werde/es nicht in meine Fantasywelt passt, ich einfach keine Lust habe) dann solltest du dir die Geschichte überlegen.

    Natürlich darfst du auch als konservativ aufgewachsene Frau mit deiner Gruppe questen. Und alles andere tun, worauf du gerade Lust hast. Sooo eng sieht das auf dem Mytho eh niemand.

    Ansonsten viel Spaß auf einer der schönsten Larpveranstaltungen überhaupt. Ich schaffe es wohl dieses Jahr nicht (obwohl es vor der Tür liegt...aber Arbeitsanfang geht einfach leider vor *Mitleid will).

  10. #10
    Eddie
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    Überhäuft ihn mit Mitleid.

    Wenn es nicht allzu eng gesehen wird, wie du es eben beschreibst, würde ich es doch versuchen. Ich habe mir nämlich schon überlegt, wie mein Charakter untertellergroße Augen macht, wenn sie manche Frauen sieht (wohlbemerkt: Menschenfrauen), die Berufen nachgehen, die Eddie nur als typische Männerberufe kennt - oder anders herum.

    (Ich muss übrigens an die 10 Stunden fahren - Mitleid, plz.)
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