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  1. #1
    Chevalier
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    CONBERICHT: Buffalo Hill 3 - Ecstacy of Gold 18.10.-20.10.2013

    Ich bin seit gestern wieder da und will einen kurzen Bericht abgeben.


    Anreise:
    War einfach. A3, alles frei, dann recht guter Streckenbeschilderung auf Bundes- und Landstraße folgen bzw. der vorher durch die Orga erfolgten Skizze. Gut organisierte Parkplatzsituation. Ich holte Christina in Erlangen ab und wir waren gegen 14:30 Uhr etwa da.

    Setting:
    Eine US-Kleinstadt im Westen Nevadas im Jahre 1888, zwei Wochen nach Thanksgiving (und damit zeittechnisch offiziell zwei Wochen nach Buffalo Hill 2).

    Infos zu Location und Essen könnt ihr fast 1:1 von meinem letzten Bericht übernehmen; Essen natürlich gab es anderes, aber genauso gut wie letztes Mal.

    Plot/Geschehen:

    Es gab keinen von der Orga direkt geplanten Plot. Nur viele vorher festgelegte Dinge, die anstanden wie die Wahl eines neuen Sheriffs durch die Bürger der Stadt oder den Verkauf der GoldClaims (der direkte oder indirekte Grund für die Anwesenheit vieler Reisender). Den est des Spielgeschehens bestimmten die Spieler durch ihren eigenen Hintergrund, wie der Frauenbund mit einem Kuchenbackwettbewerb, ich mit meiner Schmonzette von Liebe und Zurückweisung, WellsFargo und der Neubau der Bank u.v.m.
    Bei mir war es so, dass ich mich dort mit einem bestimmten Saloongirl treffen wollte, die mir vorher einen Brief geschrieben hatte, dass sie zu meinem Wohle die Beziehung beenden müsse, von wegen meiner Herkunft, in Gosse landen...yaddayada.. Das provozierte mich natürlich nur erst recht dorthin zu fahren. Wieder reisten wir mit der Bahn an, und wie ich vorher meine Mitreisenden warnte wurden wir wieder überfallen (die Banditen folgten die Herausgabe einer Miss Mabel Jones..wer auch immer das sein mochte. Als Offizier der Armee stellte ich mich dieser Forderung natürlich entgegen. Das endete mit 3 Toten Banditen und einer Brustverletzung bei mir (und so wie ich hörte einer toten Frau).
    In Buffalo Hill angekommen wurde ich so gleich von Doc Boon versorgt, ehe ich mich leicht angegriffen auf die Suche nach meinem Mädchen. Dort kam es wie es kommen musste: sie gab mir den Verlobungsring zurück und ich besoff mich ordentlich mit "Whiskey". Allerdings reifte da schon mein Plan und ich besprach mich mit dem Notar und ich ließ mir einen Termin am nächsten Tag geben. Der rest der Nacht war angefüllt mit Trinken, leicht verschwommenen Bildern, wie ich bei der Nichte des Bürgermeisters saß und diverse eher belanglose Gespräche führte, ehe ich ins Bett fiel.

    Am nächsten Tag sollte morgens die neue Bank eröffnet werden (die alte war gesprengt worden bei einem Überfall) gebaut vom deutschstämmigen Architekten Mr.Reineck, den ich bereits vom letzten Mal gut kannte. Das verzögerte sich aber und so wurde zunächst die Kirche neu eingeweiht (der alte korrupte katholische Reverend Cotton war mittlerweile vom tugendhaften protestantischen Preacher Bliss abgelöst worden, was gewisse religiöse Ressentiments gerade bei den Iren auslöste) und anschließend die Bank eröffnet. Danach ging es zu den Claims (eine recht beschwerliche Reise über Stock und Stein und Wasser (Geröllwall und ein Floß mit Seilzug), wo Probebohrungen gegen 25Dollar pro Stunde gewährt wurden. Einige wurden schon dabei gut fündig (Fundstücke durften behalten werden) und so fiel der Goldpreis in der Bank bald von 3$ pro Gramm auf nur 1,22$. Der weil ging mir mein Saloongirl immer noch aus dem Weg, Nachrichten an sie wurden offenbar von ihren Kolleginnen nicht überbracht.
    So nahm ich den Ring, versetzte ihn für 100$, eröffnete damit ein Konto auf ihren Namen bei der Bank, marschierte zum Notar, eröffnete dort ein Testament, dass sie als Erbin meiner Person einsetzte und gleichzeitig eine notariell beglaubigte Willenserklärung unter keinen Umständen das Erbe meiner Eltern antreten zu wollen. Damit wusste ich sie zumindest nicht mittellos wenn ich stürbe und andererseits war damit auch der Grund genommen, weswegen sie mich schützten wollte. ich nahm schließlich an, dass sie zu ihren seltsamen Taten durch äußere Umstände gezwungen worden wäre.
    Anschließend wohnte ich noch dem Kuchenwettbewerb bei um anschließend die Schneiderin Ms.Hobbs (die die Neugierde trieb) und den Architekten Reineck auf dem Weg zu den Claims mit sicherem Geleit zu versorgen. gerade drt angekommen kam jemand und meldete Banditen im Wald. Ich folgte ihm umgehend, um meiner Pflicht nachzukommen diese Schurken in ihre Schranken zu weisen, doch hatten sie sich offenbar verdünnisiert. Als ich alleine gerade wieder die Fähre zu den Claims zurück überquert hatte tauchten sie aus ihrer Deckung auf. Ich lieferte mir ein Feuergefecht, bis meine Munition verschossen war und wurde selbst dabei schwerstens verletzt, blieb blutend und bewußtlos zurück, was durchaus meinen Plänen ja entsprach aus Trotz zu sterben.
    Jedoch wurde ich gefunden und gerade noch so eben rechtzeitig, bevor ich verblutet wäre versorgt. Dabei entwendete man mir aber nicht wie vorher die Banditen den pekuniären Besitz, sondern einer der Leute die mich fanden klauten mir die Taschenuhr. Südstaatenpack! *g*
    Naja ich war danach von den Doktoren gut versorgt worden, aber mein Bauchschuß so schwer, dass ich mich entschied diesen Abend nicht mehr als 1st Lieutenant Grey aufzutauchen. Als mich am Krankenbett auch noch der Brief meiner Geliebten erreichte ich sollte sie endgültig vergessen konnte nur Mr.Reineck verhindern, der mir den Revolver entwand, mich selbst zu erschießen um das Leiden zu beenden.

    Ich selbst erschien den Abend, da mein Main-Char noch krank darniederlag, in meiner neuen Zivilgewandung als "Victor Henry Pyke, Life and Fire Boston Insurance" und nutzte die Gelegenheit mit Leuten zusammen zu kommen, die ich vorher IT nicht kennengelernt hatte, und genoß die abendlichen Darbietungen im Saloon auf der Bühne. Das war sehr spaßig auch wenn ich zu meiner Schande gestehen muss, dass wir dort etwas ins OT abrutschten. Ich schiebe es auf den Genuß von Alkohol.

    Am nächsten Sonntagmorgen stand ich aber wieder als 1st Lieutenant Grey auf, nahm ein Frühstück zu mir und wohnte der protestantischen Messe in der Kirche bei. Gegen 11 Uhr wurde dann bei einer Abschlußveranstaltung der Con offiziell beendet und es wurde zusammengepackt. Doch ahbe ich gestern Abend noch mit meiner Partnerin schnell er Skype unser weiteres fortkommen vor Ort ausgespielt, das wir zeitlich nicht mehr hinbekamen.

    Ich hatte jedenfalls viel Spaß. Der Con bekommt ein dickes Lob für sein Super-Ambiente und vor allem auch für die großartigsten Spieler, die jemals auf einem Fleck zusammengekommen sind!
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

  2. #2
    Section31
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    Danke für den Bericht. Das klingt ja alles sehr gut!
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  3. #3
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    Was ich nicht geschafft habe war, mit einem gewissen Mr. Schmidt (?) zusammenzutreffen. Obwohl ich Leute ausfindig machen konnte, die ihn kannten, war er in den betreffenden Momenten nie in Sichtweite. Und in dem Moment, wo er wieder aufgetaucht war, haben andere IT-Ereignisse das Zusammentreffen verhindert.

    Zum Con allgemein: Es war Western in Reinkultur und von allen Beteiligten hervorragendes Live-Rollenspiel. Ich kann mich dem Lob vom Chevalier nur anschließen.

    Allein die Stimmung während der TimeIn-Ansprache. Der Saloon war bis auf den letzten Platz mit filmreifen Typen besetzt. Die ganze Luft scheint zu prickeln, weil diese Meute einfach nur noch ANFANGEN will. Dann endlich das erlösende TIME IN - und die Stadt Buffalo Hill erwacht zum Leben. Ein Formel 1 Start ist nichts dagegen.

    Wells Fargo war zum dritten Mal dabei. Mit 13 + 1 Mitarbeitern größer als je zuvor. Wir betreiben als InTime-Dienstleistung die Bank, sowie einen Brief- und Frachtdienst, inkl. eigenem Sicherheitsdienst, welchen mein Charakter alias Charly Winter koordiniert. Die Bank hatte durch das Goldrausch-Setting diesmal den Löwenanteil des Spiels bekommen. Während die Briefpost harte Konkurrenz durch einen wirklich gut gemachten Telegrammdienst hatte.

    Dafür hat die Orga sich mit dem Bau des neuen Bankgebäudes nicht lumpen lassen. Eine wahre Festung mit (InTime) abschließbaren Türen, Fenstern, Hintertür und separatem Schalterraum mit einem wuchtigen Tresor. Sollbruchstellen gab es allerdings auch, so dass die Balance aus Sicherheit und Angreifbarkeit im Spiel gegeben war.

    Nachdem die Spieler im Lauf des Samstags mehr oder weniger viel Gold aus den Claims gekratzt hatten, war der Andrang für den Goldhandel ziemlich groß. Am Ende lagerten mehrere Kilogramm Gold im Tresor. Das wiederum wurde zur Herausforderung für unseren Sicherheitsdienst. Denn wo Gold ist, sind auch Galgenvögel, die den schnellen Reichtum wittern. Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Die Bank bliebt unberaubt, wurde aber wieder einmal gesprengt. Anscheinend eine Tradition auf Buffalo Hill Cons. Dieser Angriff wurde von der Orga inszeniert. Von Spielerseite aus hat meines Wissens niemand einen ernsthaften Überfall oder Diebstahl versucht. Vielleicht hat da die kontinuierliche Präsenz unserer Wachleute in "unserem" Stadtteil dazu beigetragen.

    Nebenbei hatte unser Bank-Sicherheitschef Bradley Nolan für den Posten des Sheriffs kandidiert, so dass wir irgendwann mitten im Wahlkampf steckten. Besonders der auswärtige Kandidat Mr. Harkenstreet (?) mit seinem Männern kämpfte mit ziemlich harten Bandagen. In einem klärenden Gespräch mit seinem Brötchengeber konnten wir zumindest klarstellen, dass es im Interesse von Wells Fargo liegt, wenn die Stadt nicht komplett in die Hände eines Gold-Konsortiums gerät. Man will schließlich seine vielen Kunden nicht zugunsten eines einzelnen verlieren.

    Es ist bei dieser Lage leider unausweichlich gewesen, dass ich von vielen anderen Ereignissen im Rest der Stadt wenig oder nichts mitbekommen habe. Trotzdem hatten wir am Samstagabend noch einmal eine große Szene: Nach der Sprengung hinteren Bankwand wurde von Wells Fargo in Carson City ein Abtransport der Goldeinlagen angeordnet. Eine Stunde später kam ein größerer Trupp schwer bewaffneter Männer die Main Street herunter und zu unserem Office. Anführer: Spencer McSlush, Ex-Sherriff von Buffalo Hill, der unter höchst zweifelhaften Umständen um Thanksgiving herum aus der Stadt verschwunden war. Seine Papiere waren wasserdicht. Trotzdem war die ganze Situation zweifelhaft. Wir spielten auf Zeit und verzögerten die Übergabe so lange, bis McSlushs Verlobte, die er Thanksgiving vor dem Traualtar versetzt hatte, auftauchte. Da wurde es McSlush anscheinend zuviel und er zog mit seinen Männern ab.

    Ungeklärt blieb auch dieses Mal, wer der Mörder des alten Sheriff Stansfield gewesen sein könnte. Immerhin: Die Akte mit den Ermittlungsergebnissen ist wieder aufgetaucht. Richter Lynch und mein Charakter zerbrechen sich wahrscheinlich schon die Köpfe darüber.

    Zwei kleine Wermutstropfen: Speziell am Samstag gab es mir zu viele Todesopfer, die einfach mal so zwischendurch gestorben sind, ohne dass ein tieferer Sinn erkennbar wurde. Und dass am Samstagnachmittag eine Stunde lang ein Hobbyreiter mit seinem Pferd auf dem Platz vor der Bank trainierte, während die Orga eine Überfallaktion mit Pferden und Dynamit signalisiert hatte, wurde irgendwann nervig.

    Aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Wie sagte Maze beim TimeOut: Ihr seid Buffalo Hill! Jederzeit wieder. Yeeehaaa!

    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  4. #4
    Chevalier
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    Hartensteen hieß der Typ.
    Weiß ich, weil ich in der garetischen Grafschaft Hartsteen ein DSA-Baron bin und es mir gut merken konnte. *g*
    ...
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