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  1. #21
    bradley
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    @Hartwig, der grobe steuerliche Überblick auf der Dawanda-Seite ist ja schön und gut, geht aber von gewerblicher Tätigkeit aus. Ich emfehle dir mal -ebenfalls auf Dawanda- die Grundlagen für Verkäufer durchzulesen, da steht in Kurzform das, was hier im Forum bereits dazu gesagt wurde (und das Dawanda ebenfalls zum anmelden von Kleingewerbe rät):

    Sie sind Unternehmer, wenn Sie Ihre Waren – so die Rechtsprechung – „planmäßig gegen Geld anbieten“. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie etwas verkaufen, das Sie zuvor gezielt zum Zweck des Verkaufs hergestellt oder selbst eingekauft haben. Es entscheidet also der Zweck, zu dem Sie den Verkaufsgegenstand oder seine Bestandteile erworben, hergestellt oder bearbeitet haben. Das gilt auch dann, wenn Sie nur geringe Mengen verkaufen oder einen geringen Umsatz machen. Für die Einstufung als unternehmerische Tätigkeit gibt es keine gesetzliche „Bagatellgrenze”. Es spielt auch keine Rolle, ob Sie mit dem Verkauf einen Gewinn erzielen, lediglich Ihre Anschaffungskosten wieder hereinholen oder sogar Verlust machen. Der Begriff des Unternehmers umfasst alle Gewerbetreibenden und Freiberufler.
    Sie sind Verbraucher, wenn Sie einzelne, gebrauchte Gegenstände aus Ihrem Privathaushalt verkaufen – zumindest, wenn es sich dabei um „haushaltsübliche“ Mengen handelt. Bei großen Stückzahlen, oder wenn es sich überwiegend um Neuware handelt, kann es die Rechtsprechung teilweise anders sehen.
    Die Unterscheidung zwischen Unternehmer und Verbraucher ist wichtig, denn als Unternehmer unterliegen Sie in der Regel der Umsatz-, Gewerbe- und Einkommensteuer und ggf. weiteren Steuern. Daneben müssen Sie u.a. diverse Regelungen des Verbraucherschutzes beachten (z.B. Widerrufsrecht, Gewährleistung, Produkthaftung).
    Allerdings gibt es im Gesetz und in der Rechtsprechung auch keine ganz scharfe Abgrenzung, sondern es kommt auf die Gesamtumstände des Einzelfalles an. In Zweifelsfällen tendiert die Rechtsprechung aber zur Einordnung als unternehmerisches Handeln. Die Einordnung als Unternehmer dürfte auf die meisten DaWanda-Verkäufer zutreffen.
    Dies bedeutet nicht, dass Sie resignieren sollten oder gar nichts auf DaWanda anbieten können. Ein Gewerbe oder ein Kleingewerbe anzumelden geht schnell, ist nicht teuer und als Hersteller oder Verkäufer von Produkten profitieren Sie von einigen erheblichen Vorteilen.
    http://de.dawanda.com/cms/c/de/Verka...ch-oder-privat


    An einem Punkt hast du allerdings recht: Schwarzarbeit in kleinem Umfang interessiert in Deutschland keinen. Ist aber dennoch illegal und lohnt sich nicht wirklich im Vergleich zum Kleingewerbe.

  2. #22
    Hana
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    Zitat Zitat von Hartwig Barl Beitrag anzeigen
    Meint ihr bei Dawanda, Etsy & Co. sind alle als Gewerbetreibende gemeldet? Wenn man ein Hobby betreibt und damit bisserl Geld verdient passiert da nix.
    Puh, auf Dawanda etc. sind auch schon einige auf die Nase gefallen, die meinten "Wenn man damit nur ein bisserl Geld verdient, passiert da nix ..."
    Gerade, wenn man seine Dienste/Werke öffentlich im Internet anbietet, wäre ich da vorsichtig!
    Wenn man aber einmalig drei Teile für seine Kumpel baut, ist das ne andere Nummer.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  3. #23
    bradley
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    Zitat Zitat von Hana Beitrag anzeigen
    Wenn man aber einmalig drei Teile für seine Kumpel baut, ist das ne andere Nummer.
    Richtig. Sowas macht man dann sinnigerweise unter 4 Augen und postet es nicht inklusive der Bauprojekte in mindestens 2 verschiedenen Foren im Internet mit der Frage was man dafür nehmen soll.

  4. #24
    Gerwin
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    Nur am Rande:

    Mit irgendwelchen "kriegt das F-Amt eh nicht mit" oder "kommt eh nix" würde ich es gar nicht versuchen. Ich habe inzwischen (obwohl ich das nur nebenbei für nette Mandanten mache) 3 Kleingewerbeanmeldungen mit Problemen hier liegen. Die krieg ich zwar wohl raus. Die Anwaltskosten sind aber durchaus spürbar.

    Im Regelfall zeigt einfach irgendein Konkurrent an. Und, ganz ehrlich, ich kanns verstehen. Ich zahle jeden Monat ordentlich meine Steuern, und Chef auch nochmal. Damit drücken wir unseren Gewinn in die Knie und werfen am Ende Geld für Projekte raus die keiner von uns will oder braucht. Wenn jetzt nebenan ein Anwalt "einfach mal nebenher" beraten würde (und einfach mal nebenher keine Steuern zahlt) würde ich ihn wohl auch melden. Denn nur so funktioniert unser Sozialsystem

    Gruß

    Gerwin

  5. #25
    stephan_harald
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    Um es mal klar zu sagen. Die Finanzämter sind nicht doof. Die haben mittlerweile durchaus die Chance der Internetrecherche und nutzen diese auch.
    Gerade Verkaufsplattformen wie Dawanda, Ebay, Myhammer und Co. werden gerne vom Finanzamt nach schwarzen Schafen durchleuchtet. Da ist so mancher Ebay-Privatverkäufer schon unliebsam erwischt worden. Die setzen da nämlich ziemlich klare Messlatten an, ab wann das Finanzamt jemanden als gewerblich tätig einstuft. Ich freue mich schon auf den Tag, wo das Finanzamt entdeckt das Larporgas ja doch teilweise sehr ordentliche Umsatzzahlen erzielen. Das wird dann der Tag sein, wo alle Orgas die kein e.V. sind oder dies eh schon länger kommerziell betreiben, kollektiv einen Infarkt bekommen.

    Da muss dann nicht mal sowas wie Einkommen-, oder Gewerbesteuer kommen... da reicht ganz simpel eine Umsatzsteuernachforderung... 19% vom Conumsatz wird so einige Orgas tippe ich mal vor erhebliche Probleme stellen. Vor allem wenn es auf Jahre rückwirkend nachgefordert wird.

  6. #26
    bradley
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    Ohja, vor allem weil die auch nach Jahren noch Steuererklärungen nachfordern können, wenn sie meinen man habe gewerblich gehandelt. Und wer -als Privater- kann schon von sich sagen dann noch alles belegen zu können? Dann kommt die Schätzung und das ist immer ungünstig. An der Stelle verstehe ich auch die Angst vieler Schwarzarbeiter nicht einfach offiziell Gewerbe anzumelden. Bei dem ganzen Krempel den man dann völlig legal gegenrechnen kann, muss man schon dicke Aufträge haben oder ein Depp sein um da noch was zu versteuern.

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