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  1. #1
    Rabensang
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    Erfahrener User Avatar von Rabensang

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    Selbstgebaute Waffen verkaufen

    Hi Leute. Ich hoffe, dass ich hier richtig bin mit der Frage.

    Und zwar bin ich grad dabei, für ein paar Freunde Waffen zu bauen. Jetzt ist die Frage, wie das mit der Bezahlung ist. Und zwar hab ich jetzt gehört, man bräuchte nen Gewerbeschein dafür, aber ich würde damit doch wesentlich weniger verdienen als z.B. bei nem Mini-Job, steuerlich also irrelevant. Außerdem mach ich das ja nicht regelmäßig, sondern nur, weil ich grad sowieso was für mich gebaut hab. Wie ist das also? Wär cool, wenn mir da jemand was zu sagen könnte.

  2. #2
    Justav
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    Wenn das eine einmalige Sache ist, wird da weder wegen der Umsatzsteuer, noch der Gewerbesteuer, noch der Einkommensteuer groß ein Hahn nach krähen. Obwohl ein Überschuss/Gewinn theoretisch wohl einkommensteuerpflichtig wäre...
    So long

    Justav

  3. #3
    Hinner
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    Man muss doch auch nichts anmelden, wenn man bei eBay irgendwas gebrauchtes Verkauft :'D...

  4. #4
    Quin
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    Fingerwundschreiber Avatar von Quin

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    Frag doch nicht, sondern machs einfach. Wer sollte sich daran denn bitte stören???

  5. #5
    Nount
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    Zitat Zitat von Hinner Beitrag anzeigen
    Man muss doch auch nichts anmelden, wenn man bei eBay irgendwas gebrauchtes Verkauft :'D...
    1. Es gibt einen Unterschied zwischen gebrauchten Sachen und Neuware.
    2. Wenn man viel Gebrauchtes verkauft, kommt man ebenfalls durchaus in den gewerblichen Bereich (sonst könnte ja jeder Trödelhändler behaupten, er verkaufe ja nur Gebrauchtwaren )
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  6. #6
    Rabensang
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    Erfahrener User Avatar von Rabensang

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    Ich habe inzwischen erfahren, dass es egal ist, wenn man die Bezahlung in gegenseitigem Einvernehmen als "freiwilligen Unkostenbeitrag" ansieht. Und solange das unter einem Betrag von ca. 8300 € pro Jahr bleibt, muss man auch keine Steuern dafür abführen. So zumindest die Aussage einer Freundin, die sich in der Materie auskennt.

  7. #7
    Justav
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    Zitat Zitat von Quin Beitrag anzeigen
    Frag doch nicht, sondern machs einfach. Wer sollte sich daran denn bitte stören???
    Wenns blöd kommt: Das Finanzamt und die Gewerbeaufsicht. Aber wie gesagt nur, wenn man das mit einer gewissen Regelmäßigkeit betreibt und man ne Menge Pecht hat...

    Zitat Zitat von Nount Beitrag anzeigen
    1. Es gibt einen Unterschied zwischen gebrauchten Sachen und Neuware.
    Etwas exakter: Es gibt einen Unterschied zwischen dem Verkauf eigener gebrauchter Sachen (denn das ist idR nicht nachhaltig), und dem Handel mit Dingen, egal ob die neu oder gebraucht als Ware eingekauft werden.

    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Ich habe inzwischen erfahren, dass es egal ist, wenn man die Bezahlung in gegenseitigem Einvernehmen als "freiwilligen Unkostenbeitrag" ansieht. Und solange das unter einem Betrag von ca. 8300 € pro Jahr bleibt, muss man auch keine Steuern dafür abführen. So zumindest die Aussage einer Freundin, die sich in der Materie auskennt.
    Nur aus Prinzip (für dich dürfte es nicht ins Gewicht fallen): Ein "Unkostenbeitrag" darf halt mehr oder minder nur die Unkosten wieder reinbringen. Wenn du deine Arbeit bezahlt haben willst (also mehr nimmst, als du selber ausgibst, über Bagatellbeträge hinaus), wäre es theoretisch steuerpflichtiges Einkommen. Da gibt es zwar ein steuerfreies Existenzminimum (Grundfreibetrag, ca 8.300 €), aber das zählt für alle Einkünfte, nicht nur für eine spezifische Sache.

    Mag sein, dass es eine Bagatellgrenzen gibt, wo das ganz aus der Einkommensteuerpflicht rausfällt, aber bestimmt nicht mehrere Tausend Euro.

    Aber wie gesagt, wenns kein Dauerzustand ist, Schwamm drüber...

    EDIT: Und wenn du planst, mehr als 17.500 € zu verlangen, würde auch noch die Umsatzsteuer ("Mehrwertsteuer") zuschlagen, aber von der Grenze sind wir vermutlich noch ein kleines bissel entfernt...
    So long

    Justav

  8. #8
    oliverp
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    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Ich habe inzwischen erfahren, dass es egal ist, wenn man die Bezahlung in gegenseitigem Einvernehmen als "freiwilligen Unkostenbeitrag" ansieht. Und solange das unter einem Betrag von ca. 8300 € pro Jahr bleibt, muss man auch keine Steuern dafür abführen. So zumindest die Aussage einer Freundin, die sich in der Materie auskennt.
    8300€ gilt für das gesamte Einkommen mWn. Es gab zumindest vor ein paar Jahren noch Freigrenzen, damals einmalig 400€ pro Jahr sowie eine Monatliche Pauschale, die bei knapp über 100€ lag. Genaueres/Aktuelles müßte ich aber erst mal wieder erfragen. Wie es dann theortisch mit Gewährleistung und fahrlässiger Sachmangelhaftung aussieht, weiß ich aber nicht.
    Das gilt aber eben nur für Einkommen, so lange dir niemand Geld für deine Arbeitszeit gibt, sondern nur das Material bezahlt, ist eh alles egal.

    Aber mal realistisch: Wenn dir jemand nen 20ger für deine Mühe zusteckt, interessiert niemanden; nur wenn das Konto überwacht wird (ALG2 uU), dann sollte es halt bar ablaufen.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  9. #9
    bradley
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    Ich meine die 8300 sind Grenze für unversteuerte Einmalzahlungen, bis zu zweimal jährlich. Beispiel Künstlergage.

    Ansonsten: Das Anfertigen von Neuware die zu Verkauf bestimmt ist, ist immer eine gewerbliche Handlung! Insbesondere wenn sowas regelmässig passiert. Hier wird eine Gewinnabsicht unterstellt, selbst dann wenn du am Ende nur einen marginalen Stundenlohn hast.

    Mein Tipp: Gewerbeschein und Steuererklärung als Kleingewerbetreibener. Ersterer kostete mich damals schlappe 25 € (einmalig), zweiteres ist ein Aufwand von ca. 2 Stunden pro Jahr (den letztlich ändern sich fast nur die zahlen). Den Aufwand der Umsatzsteuer kann man unter der 17.500-Grenze (abzugl. Mwst.) lassen, hier reicht einfach Gewinn-Verlust als Exceltabelle.

    In letztere buttert man jede lumpige Quittung und es würde mich stark wundern wenn du darauf am Ende noch Steuern zahlen musst. Buchhaltung ist eine kreative Arbeit. Bei Anmeldung einer im weitesten Sinne handwerklichen Tätigkeit wirst du Zwangsmitglied der Gilde... pardon Kammer. Das ist in dem kleingewerblichen Bereich aber ebenfalls kostenlos und beschränkt sich bei mir im vernichten oder abheften irrelevanter Schreiben.

    Gewerbeanmedung für handwerkliche Tätigkeit, weil:

    -der Aufwand gering ist
    -man gegenüber den Behörden auf der sicheren Seite ist
    -man als Gewerbetreibender teilweise bessere Konditionen bekommt

  10. #10
    Surkan
    Surkan ist offline
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    Ich bin jetzt auch kein Steuerfachmann aber die angesprochenen 8300 Euro sind der Freibetrag für steuerliches Einkommen. Dieser liegt 2015 bei 8.472 Euro und gilt für alle Einkünfte die steuerpflichtig sind. Alles drüber muss versteuert werden - je nach Einkommenssteuersatz.

    Ansicht ist jede Auftragsarbeit steuerlich relevant da es einem Gewerbebetrieb entspricht. Man müsste sich also einen Gewerbeschein (Nebengewerbe) holen. Mit etwas Geschick, kann man das auch als Freiberufliche Tätigkeit verkaufen (Stichwort: künstlerisch) was es steuerlich deutlich einfacher macht.

    Wenn man es nur mal eben macht, kann man das im steuerlichen Sinne als privates Veräußerungsgeschäft abhandeln - dabei bleiben Gewinne unter 600 Euro steuerfrei. Diese müssen auch nicht in der Steuererklärung deklariert werden (da gibt es einen Haken mit dem man bestätigt, dass der Gewinn unter 600 Euro geblieben ist) ggf. muss man das aber Nachweisen können. Als auch hier man besten mit Quittung arbeiten.
    Unter diese Regelung fallen auch die herkömmlichen Ebay-Verkäufe.

    Hoffe konnte helfen.

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