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  1. #11
    Cartefius
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    Ich muss auch sagen das ich kein assassins creed spiele und daher nichts genaues über die verschiendenen Teile sagen kann. Ich kenne Legendlich Fotos die mir, wie du schon sagst gefallen. Also ja der Style gefällt mir ist aber weniger umsetzbar. Daher würde ich eher auf das Konzept des Waldläufers zurückgreifen da laut meiner Recherche das Ganze als Anfänger besser umsetzbar ist und vom "style" her zumindest in einer gewissen Form an den "assassins creed" Style heran kommt.
    Allerdings vermischt du da zwei Dinge, die eigentlich unabhängig voneinander sind: Der Kleidungs- und Ausrüstungsstil einer Figur kommt ja eigentlich von ihrem Beruf und ihrer kulturellen Herkunft, ist also eine Mischung aus dem "was man bei uns zuhause so normalerweise trägt" und "was davon für meine tägliche Arbeit zweckmäßig ist". Der vielzitierte "Waldläufer" und "Assassine" sind aber bestenfalls sehr vage definierte Konzepte, die für sich genommen keinen klaren Stil mitbringen, bzw. bei denen im Fall des Assassinen ein klar erkennbarer, markanter Kleidungsstil wie in den Computerspielen eigentlich total kontraproduktiv wäre. Deswegen macht es nicht so viel Sinn, zu schreiben, du wolltest weniger wie ein Assassine und mehr wie ein Waldläufer aussehen, wichtiger wäre, zu definieren, aus welcher Kultur der Waldläufer kommen soll und was so die Kernpunkte seiner üblichen Tätigkeit sein sollen.

  2. #12
    Bogenfrisch
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    Hallo @ all

    Vielen Dank für euere zahlreichen antworten und wirklich nett gemeinten Ratschlägen! Ich bin wirklich froh von euch nicht zerrissen zu werden.
    Lob und Anerkennung an euch alle für euere Geduld mir das ganze Konzept näher zu bringen!

    Wie ich bereits schon geschrieben habe arbeite ich an einem Konzept bzgl. Meiner Figur. In der ich versuche auch Fragen der Herkunft, Beruf Abstammung etc zu berücksichtigen. Ich versuche das ganze heute Abend mal zu posten (bei euch dann nachts).
    Werde allerdings auch einige Fragen zu meiner Figur haben.

    Es gibt einfach Dinge die ich gerne können möchte bzw. die mir im Spiel wichtig wären andere wiederum kann ich auch verzichten. Und genau da sehe ich gerade ein wenig das Problem das ihr zu oft sagen werdet "das geht aber nicht weil kein, nennen wir ihn Waldläufer, z.b. Lesen kann".
    Ich kann euch beruhigen, ich möchte keine superkräfte haben und auch keine perfekter Charakter.

    Wie gesagt ich versuche mein Konzept heute Abend zu posten.
    Vielleicht könnt ihr mir noch das eine oder andere sagen was noch nicht genannt wurde worauf ich noch bei der Erstellung achten soll.

    Danke an alle für euere bisherige Hilfe

  3. #13
    Bogenfrisch
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    Vater
    Name: Herbert von Reck (Titel aberkannt)
    Alter: 42 (tot)
    Beruf: ehemaliger Gutsherr, Schreiber und Gelehrter am Hofe von König XY

    Mutter
    Name: Friederike von Reck (Titel aberkannt)
    Alter: 21 (tot)
    Beruf: ehemalige Gutsherrin

    Kinder (2)
    Name: Toku von Reck (Titel aberkannt)
    Alter: 28
    Beruf: XXXX

    Name: Rufos von Reck (Titel aberkannt)
    Alter: 27 (verschollen)
    Beruf: unbekannt


    Toku wurde im Jahre XXXX geboren als Gutssohn aus dem Hause Reck. Seine Mutter war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt und sein Vater 17. Sein Bruder Rufos von Reck wurde 4 Jahre später geboren.

    Zum Zeitpunkt der Geburt lebte die Gutsfamilie von Reck in einer kleinen Burg nahe der Festung „Schwarzberg“.
    Im 20 Jährigen Krieg wurde die Gutsburg „Falkenstein“, der Familie von Reck, auf geheiß des Königs XY angegriffen und zur Kapitulation gezwungen. Im Verlaufe der Kampfhandlungen, am 3 Tage der Schlacht, wurde die Mutter vor den Augen Ihres Sohnes Toku bei der Erstürmung der Burg durch einen Morgenstern am Kopf getroffen, was Ihren Schädel in zwei Hälften spaltete. Ihr zweiter Sohn Rufos flüchtete im Kampfgetümmel und wurde von fortan nicht mehr gesehen.

    Der Vater Kapitulierte und ergab sich König XY der Ihm seine Titel und Ländereien aberkannte. König XY zeigte sich Großzügigkeit und bot Ihm an als Gelehrter und Schreiber an seinem Hofe arbeiten zu dürfen.
    Herbert von Reck nahm das Angebot an um seinen letzten verbliebenen Sohn eine Zukunft in einem besseren Umfeld bieten zu können.

    Der Vater lehrte seinen Sohn das schreiben und lesen, sowie Recht von Unrecht zu unterscheiden.


    Im Jahre XXXX erhob der Baron XX Anspruch auf den Thron von König XY. Bei der Schlacht um die Burg „Weitsicht“ wurde der Vater durch ein Schwerthieb niedergestreckt und erlag seinen Verletzungen. Auch dieses Mal musste Toku mit eigenen Augen ansehen wie ein Familienmitglied aus dem Leben gerissen wurde.
    In einem günstigen Moment der Schlacht nutzte er die Chance in die Wälder des Schwarzwaldes zu fliehen.
    In den dunklen Wäldern des Schwarzwaldes traf er auf eine Gruppe (Söldner?) die Ihr Dauerlager hier aufgeschlagen hatten, sie nahmen Ihn auf und trainierten Ihn im Kampf mit dem Bogen und dem Schwerte. Er integrierte sich in die Gruppe und lernte den Beruf des XXXX
    Im Jahre XXXX nahm die Gruppe einen Auftrag an für Baron XX in den Kampf zu ziehen. Toku entfernte sich von der Gruppe da er nicht für den Mörder seines Vaters in den Krieg ziehen wollte.
    Wieder einmal auf sich alleine gestellt zog er weiter Richtung Norden um neue Freunde und eine feste Bleibe zu finden.



    Als erstes muss ich dazu sagen das meine Geschichte natürlich nicht fertig ist und sich im Laufe des Spieles weiterentwickelt, ich denke aber das brauche ich euch nicht zu erklären ;-)

    Ich habe das Ganze in den letzten Tagen auf Papier gebracht und mir recht viele Gedanken zu meinem Charakter gemacht, ich weiß es vielen noch viele Dinge und manches ist vielleicht auch ein wenig unschlüssig aber wie ich in meinem Vorpost schon mal geschrieben habe möchte ich Gewisse Fähigkeiten mitbringen. Z.B. das Lesen und Schreiben. Ich bezweifle das „Waldläufer“ in der Lage waren zu lesen und zu schreiben also musste ich auf diese Art und Weise eine Art Coverstory erfinden die das Ganze ein wenig glaubwürdiger erscheinen lässt. Was denkt Ihr dazu?

    Ich bin auch niemand der gerne unter einem Adelstitel etc. spielen möchte, daher habe ich extra erwähnt das König XY den Titel aberkannt hat, so kann ich als „normalo“ durch die Gegend streifen.

    Die Idee ist es jetzt als „normaler“ Bürger der über die Gabe des Lesen und Schreibens, sowie den Kampf mit Schwert und Bogen verfügt in das Spiel einzusteigen.
    Ich möchte in meinem ersten LARP Spiel einfach gekleidet teilnehmen ohne teure Ausrüstung um mir das ganze anschauen zu können, sprich Hose, Oberteil, evtl. Cape (ja ich mag die Dinger ) und einem Messer, thats it.
    Sollte mir das ganze nun Spaß machen würde ich meine Geschichte darauf aufbauen.

    Mein Wunsch wäre es irgendwann einen Charakter zu haben der sich einer Gruppe (evtl. Waldläufer?!) anschließt und mit Ihnen gemeinsam „gute“ Taten vollbringt.
    Bitte nicht falsch verstehen, es soll kein Robin Hood verschnitt werden! Sprich kein Kampf für die Armen oder sowas. Sondern für das was mein Charakter/Gruppe für gut empfindet. Sei es als Söldner für eine Partei in den Kampf zu ziehen oder Wegelagerer im Wald aufzuspüren und zu vernichten.


    Vergesst bitte alles was ich zuvor über Assassinen gepostet habe, ich habe gemerkt, dass ich damit nur Verwirrung gestiftet habe.

    Ich hoffe, dass mein Konzept halbwegs einen guten Grundbaustein hat. Ich bin über jede Kritik dankbar, zumal ich selber NULL Ahnung habe ob so etwas in der LARP Welt umsetzbar und angebracht ist.


    Meine Fragen:
    - Welchen Beruf kann mein Charakter erlernt haben (in der Zeit im Wald)?
    - Was könnte mein Charakter in der Zeit während er mit seinem Vater am Hofe von König XY gemacht haben?
    - Macht meine Geschichte/Idee Sinn?


    Danke an alle die mir so nett helfen!


    P.s. Verzeiht mir meine ganzen Rechtschreibfehler, ist mit dem Tippen extrem schwer.

  4. #14
    Cartefius
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    Die Geschichte macht meiner Meinung nach einen recht weit verbreiteten Fehler: Die Story ist recht wendungsreich und aufwändig, bleibt aber letztendlich für das tatsächliche Spiel ohne Belang.
    Der Charakter sollte laut Hintergrund adlig, gebildet und von hohem Stand sein, aber merkt man davon etwas? Wahrscheinlich nicht, denn er ist ohne Gefolge unterwegs, besitzt keine Ausrüstung, wie sie diesem Stand angemessen wäre, und hat auch eigentlich keinerlei Möglichkeit, irgendetwas "adelsmäßiges" zu tun.
    Der Charakter hat eine dramatische Story voller Gewalttaten, Verlust und Verfolgung hinter sich, aber das hat im Spiel wenig Relevanz, weil die Feinde aus dieser Geschichte nie auf einem Larp auftreten und zu Spielsituationen führen werden, gleichzeitig bleibt so nichts mehr übrig, was ihm Motivation oder Spielansatz liefern könnte.
    Der Charakter soll den Beruf eines "Waldläufers" (was auch immer das genau sein soll, das müsstest du näher definieren) ausüben, hat aber eigentlich nichts, was ihn auf diesen Beruf vorbereitet, außer ein paar Wochen als dahergelaufener Hilfsarbeiter bei irgendeiner Söldnerbande: Keine Erfahrung in der Wildnis, kaum Kampferfahrung, keine dazu passende Ausrüstung...

    Versteh mich nicht falsch: Meine Kritik bedeutet nicht, dass das ein völliges "No-Go" wäre, und dass man das so nicht spielen könnte. Ich befürchte nur, dass du damit als einer der vielen Spieler sein wirst, die irgendwie mit einem total austauschbaren Auftreten und Standard-Hintergrund in der Masse untergehen, was ein bisschen schade ist.

  5. #15
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    Nunja.. Ich will dich nicht entmutigen, aber du hast da so ziemlich die klassischen Anfängerfehler gemacht:

    1. Eltern tot
    Es gibt sooo viele andere und kreativere Gründe von Zuhause zu verschwinden. Bitte lass sie am leben

    2. Zu viel Tragik und Epik
    Die Hintergrundgeschichte sollte kurz und knapp gehalten werden, da sie im Regelfall eh so gut wie nie jemand hören wird. Die Erlebnisse des Charakters geschehen auf der Con und nicht im Hintergrund

    3. Adel verpflichtet
    Was versprichst du dir von der adligen Abstammung? Wenn, dann solltest du das Element aktiv darstellen (edle Kleidung, Gefolge...), ansonsten lass es lieber weg.

    Zitat Zitat von Bogenfrisch Beitrag anzeigen
    Die Idee ist es jetzt als „normaler“ Bürger der über die Gabe des Lesen und Schreibens, sowie den Kampf mit Schwert und Bogen verfügt in das Spiel einzusteigen.
    Ich möchte in meinem ersten LARP Spiel einfach gekleidet teilnehmen ohne teure Ausrüstung um mir das ganze anschauen zu können, sprich Hose, Oberteil, evtl. Cape (ja ich mag die Dinger ) und einem Messer, thats it.
    Sollte mir das ganze nun Spaß machen würde ich meine Geschichte darauf aufbauen.
    Na das ist doch mal endlich eine Ansage!
    Du willst mit Grundklamotte und Messer (das brauchst du im Grunde eigentlich gar nicht) mal ins LARP schnuppern. Dann mach das auch so. Dazu brauchst du keine großartige Hintergrundgeschichte und auch keine Ausrüstung. Such dir einfach eine Gruppe (meinetwegen auch eine Waldläufergruppe), die dich mal mitnimmt. IT bist du dann einfach ein ganz normaler Typ, der sich - aus welchen Gründen auch immer (kein Erbe, verschmähte Liebe, kriminelle Handlung, Abenteuerlust, pleite,...) - entschlossen hat, in die Welt zu ziehen. Wenn dir dann der Stil der Gruppe (oder ein anderer, den du auf der Con kennen gelernt hast) gefällt, dann entwickelst du den Charakter einfach in die entsprechende Richtung weiter.

    That's it!
    Geändert von Edgemaen (18.06.2015 um 20:40 Uhr)

  6. #16
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    ich hätte vielleicht dazu schreiben sollen, dass die Zeit, Namen, Orte etc. rein fiktiv sind und ich auch durch was anderes ersetzen würde. Ich habe sie im Grunde nur als Platzhalter eingebaut das man meine Geschichte versteht.
    Ja, das ist meine Idee. Einen Charakter zu haben der aus einem Adeligen Stand kommt man Ihm diesen aber nicht ansieht, da Ihm die von dir aufgeführten Merkmale einfach fehlen.
    Wie ich versucht habe zu erklären ist es auch nicht mein Wunsch einen Charakter mit Adelstitel zu spielen (wurde er Ihm ja entzogen).

    Im Grunde möchte ich mir mit dieser Geschichte einfach die Möglichen Entwicklungen meines Charakters offen halten. Sprich:
    - Vielleicht lerne ich irgendwann jemand nettes auf einer LARP kennen und es entpuppt sich als mein verschollener Bruder?
    - Vielleicht schließe ich mich irgendwann einer Gruppe an oder erstelle eine eigene und erhebe Anspruch auf meinen Adelstitel (auch wenn das nach jetziger Ansicht nicht meine Idee ist)

    Ich habe gerade ein lachendes und ein weinendes Auge. Einerseits geht meine Phantasie gerade mit mir durch anderseits bin ich ein wenig traurig das ich das alles offenbar nicht so wirklich hinbekomme.


    Die eigentliche Fähigkeit der Kampferfahrung etc. möchte ich ja auf einer Con sammeln und so meinen Charakter weiterentwickeln.

    @Cartefius
    Ich verstehe dich nicht falsch und bin dir wirklich sehr dankbar das du mir so nett hilfst (sollten wir uns mal auf einer Con treffen geht das erste Bier auf mich ;-) )
    Nur ich merke gerade das der Einstieg alles andere als einfach ist und komplizierter ist als angenommen.

    Achso eines noch zum Schluss.
    Vielleicht sollten wir die Sache mit dem Assassinen und Waldläufer vergessen. Wohlmöglich gibt es für das was ich machen möchte einen ganz anderen Namen den ich als Anfänger nicht kenne.


    €dit sagt:
    Sorry habe den zweiten Post gerade erst gesehen!
    Offenbar mache ich wohl alles falsch was man falsch machen kann 😖
    Geändert von Bogenfrisch (18.06.2015 um 20:58 Uhr)

  7. #17
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    Mach dir nicht so viele Gedanken. Bastel dir einen einfachen, stinknormalen Charakter und fahr - am besten mit einer Gruppe - auf eine Con. Spätestens nach 2..3 wirst du wissen, was dir gefällt und Spaß macht. Zur Not kannst du immer noch die Grundklamotte dieses Erstcharakters irgendwie verwenden. Dann kann der Charakter auch adelig sein (Adel bitte nie als verstecktes Charakterattribut). Einfach mal ausprobieren.

  8. #18
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    Ja, das ist meine Idee. Einen Charakter zu haben der aus einem Adeligen Stand kommt man Ihm diesen aber nicht ansieht, da Ihm die von dir aufgeführten Merkmale einfach fehlen.
    Aber dann brauchst du auch den Adel nicht. Adlig sein, aber nicht adlig spielen, funktioniert auf Larps einfach nicht, da bist du das was du tust.
    Auf der anderen Seite verbaust du dir mit so einer Diskrepanz aber die Gelegenheit darauf, dass Konzept und Darstellung stimmig ineinandergreifen, so dass die anderen Spieler das erkennen und darauf eingehen können.
    (Edit: Da war ein Satz verrutscht)

    Im Grunde möchte ich mir mit dieser Geschichte einfach die Möglichen Entwicklungen meines Charakters offen halten. Sprich:
    - Vielleicht lerne ich irgendwann jemand nettes auf einer LARP kennen und es entpuppt sich als mein verschollener Bruder?
    - Vielleicht schließe ich mich irgendwann einer Gruppe an oder erstelle eine eigene und erhebe Anspruch auf meinen Adelstitel (auch wenn das nach jetziger Ansicht nicht meine Idee ist)
    Das sind typische Film- oder Buchklischees, bei denen ein Charakter und seine Hintergrundstory im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Das Problem dabei ist aber: Im Larp wird das nicht funktionieren. Die Chance, dass ein anderer Spielercharakter auf einmal dein verschollener Bruder ist ist gleich Null, denn dafür müsste der ja deinen Hintergrund kennen und seinen Charakter genau dazu passend erstellt haben. Und auch das mit der Rückforderung deines Adelstitels würde ja bedeuten, dass eine Orga einen Con genau für dich ausrichten müsste, die dir eine Burg samt bösem Baron hinstellt, die du zurückerobern kannst. Solche Konzepte funktionieren einfach auf Larp-Cons, bei denen hundert Spieler mit jeweils einer eigenen Story auftauchen, nicht gut. Praktischer sind da Ansätze, die Interaktion mit anderen, fremden Spielern fördern, also irgendetwas, dass dir Möglichkeiten gibt, auf andere zuzugehen und sie anzuspielen.

    Vielleicht sollten wir die Sache mit dem Assassinen und Waldläufer vergessen. Wohlmöglich gibt es für das was ich machen möchte einen ganz anderen Namen den ich als Anfänger nicht kenne. [...]Offenbar mache ich wohl alles falsch was man falsch machen kann
    Nun geißele dich mal nicht selbst, das ist ja der Sinn von solchen Beratungsthreads: Dass man solche Problemzonen erkennen und ansprechen kann, bevor man hunderte von Euro dafür ausgegeben hat und dann auf dem ersten Con merkt: "Öhm, irgendwas läuft hier schief...".
    Erfahrungsgemäß haben viele Einsteiger bestimmte übereinstimmende Vorstellungen, wie so etwas ablaufen könnte, und laufen dementsprechend auch in die gleichen Fallen: Mytisch-tragischer Hintergrund, Story, die nicht zur Darstellung passt, mangelnde Spielansätze, und auch einige andere, die du bislang umschifft hast (der Wunsch nach düster-respekteinflößenden Rollen z.B., oder der Versuch, einen faden Hintergrund mit der Brechstange auf "exotisch" zu hebeln). Und trotzdem wird man mit solchen Rollen spielen können und nicht vom Con geschmissen werden, das ganze ist also nicht so dramatisch, es kann halt nur sein, dass das ganze nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hatte, und man etwas planlos am Rand steht und nicht weiß, wie man ins Spiel kommt.
    Geändert von Cartefius (18.06.2015 um 22:27 Uhr)

  9. #19
    Nount
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    Mach dir keinen Kopf drum, das ist ein sehr verbreiteter Anfänger"fehler", den viele von uns selbst gemacht haben und der einfach daraus entsteht, dass man als Anfänger noch nicht weiß, wie Larp abläuft.

    Mal was Grundsätzliches: Das, was in der Hintergrundgeschichte steht, ist für deine Mitspieler völlig unwichtig. Wichtig ist für deine Mitspieler das, was sie von dir mitkriegen. Also das, was du darstellst.

    Wenn in deiner Hintergrundgeschichte steht, dass du heimlich ein Werwolfhalbdrachenvampir bist, du aber aussiehst wie ein Mensch, dann bist du für die anderen ein Mensch.
    Wenn in deiner Hintergrundgeschichte steht, dass dein Charakter hochgebildet ist, er sich aber aus Grund X verhält wie ein Dorftrottel, dann ist er für die Mitspieler ein Dorftrottel.

    Die Hintergrundgeschichte ist keine Dekoration, sondern hat einen ganz bestimmten Zweck: Sie soll Spielanregungen bieten.
    ABER: Diese Spielanreize musst du selbst darstellen.

    Es funktioniert nicht so, dass du Dinge in die Hintergrundgeschichte schreibst und deine Mitspieler oder die Orga machen was draus.
    Sondern es funktioniert so, dass du Dinge in die Hintergrundgeschichte schreibst und sie selbst umsetzt. Deshalb sollten dort möglichst Dinge stehen, die auch spielrelevant sind.

    Ein Beispiel:
    Charakter Hilda ist eine Magd aus einfachen Verhältnissen --> Sie spricht eher bäuerlich als hochgestochen mit Fremdwörtern, kann nicht lesen und schreiben und kennt sich mit Hilfsarbeiten auf einem Hof aus. Letzteres ist aber irrelevant, da man auf dem üblichen Con kaum Fähigkeiten wie Butterstampfen brauchen wird Hilda ist auch ziemlich abergläubisch.
    Hilda kommt aus Danglar ("mein" Larpland, der Einfachheit halber). Dort ist der Wald von einer Art bösem Gott besessen und seit einem Jahrtausend der größte Feind --> Hilda geht nicht gern in den Wald, erst recht nicht allein, und steht Pflanzenwesen wie Dryaden sehr misstrauisch bis feindlich gegenüber. Letzteres ist nur auf Mid- bis High Fantasy-Cons relevant, da auf Low Fantasy-Cons eher keine Dryaden, wandelnden Bäume o.ä. auftauchen. Danglarische Holzgegenstände sind von Holztötern getötet, um sicher benutzbar zu sein, das erkennt man an einem eingebrannten Zeichen.
    In Danglar ist der Erbauerglauben verbreitet. --> Hilda vollzieht morgens und abends ein kleines Gebetsritual, verwendet bestimmte Floskeln und trägt vielleicht ein religiöses Symbol (Sense oder Sanduhr) um den Hals oder an ihrer Kleidung.
    Sie stammt hoch aus dem Norden von der Küste --> Vielleicht singt sie gern Lieder, die vom weiten Meer handeln? Auch die Kleidung könnte sich an eher nördlichen oder norddeutschen Trachten/Kleidungsstilen orientieren.

    Das sind Spielansätze, die praxisrelevant sind. Auch Hobbys, Leidenschaften, Charaktereigenschaften sind gut.
    Dinge, von denen ein Charakter nie erzählt und die keine Auswirkungen auf das Verhalten während des Cons haben, sind nicht geeignet für die Hintergrundgeschichte. Ist natürlich erlaubt, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass sowas das eigene Spiel i.d.R. nicht weiterbringt.

    Wichtig:
    Oft sind "Lesen und Schreiben" plotrelevante Fähigkeiten, deshalb können das oft auch einfache Charaktere, obwohl es nicht gut zu ihnen passt. Da stört sich keiner dran.
    ABER: Benutze bitte nicht irgendwelche verworrenen Hintergrunderklärungen als Ausrede, warum dein Charakter Dinge kann, die nicht zu ihm passen. I.d.R. wird niemand dich nach einer Erklärung fragen, sondern man guckt dich an und denkt sich: "Das passt aber nicht!" Eine Hintergrundserklärung macht unpassende Dinge niemals besser
    Dann lieber den Charakter anpassen, sodass Eigenschaft X oder Fähigkeit Y nicht stört, sondern sich harmonisch einfügt. Wie gesagt: Gerade beim Lesen und Schreiben ist es egal, weil allen klar ist, dass viele sich nicht selbst vom Plot ausschließen möchten. Bei anderen Dingen sollte man vorsichtiger sein - wenn es darauf hinausläuft, dass man gerne von allem etwas können möchte, um überall mitzumischen, empfehle ich Selbstbeschränkung, denn die Eierlegende Wollmilchsau ist bei vielen verpönt.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  10. #20
    flamerius
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    Nach knapp sechs Jahren LARPen kann ich selbst sagen, dass die ausführliche Hintergrundgeschichte meist nur Nebensache ist.
    Wir haben auch viel Zeit damit verbracht uns Geschichten und andere tolle Sachen für unsere Charaktäre auszudenken. Aber für die Meisten von uns war das nie von Relevanz.
    Es gibt eine Kurzversion unserers Hintergrunds, der meist nur erklärt warum wir grade auf diesem oder jenem Ort sind, aber der geht selten über einen oberflächlichen Hintergrund einer einzelnen Person aus unserer Gruppe hinaus.
    Klar ist es schon, eine weit ausgeschmückte Vergangenheit für sich zu haben, aber in 99% der Fälle wirst du den nicht benötigen

    Allgemein zum Einstieg würde ich dir raten, triff dich erst mal mit Leuten, die LARPen, lass es dir persönlich näher bringen und suche dir vielleicht einfach eine Gruppe in deiner Nähe, die dir für den Start unter die Arme greift.
    Grade solche Sachen wie ein Zelt und andere Ausrüstung gehen da natürlich gut ins Geld.
    Wenn es dich wirklich nach Hannover verschlagen sollte... hier gibt es ein Mal im Monat einen Stammtisch (wo ich selbst nur ein Mal war ) und auch genug Gruppen, die bestimmt gerne helfen
    Von allen Dingen, die mir sind verloren gegangen, habe ich am Meisten an meinem Verstand gehangen.

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