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  1. #21
    oliverp
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    Forenjunkie Avatar von oliverp

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    Eine Hintergrundgeschichte kann maximal(!) Eines: Eine Orientierung für dich sein. Sonst kann sie gar nix, erst Recht nichts begründen oder passender machen.

    Stell dir mal folgende Situation vor: Du willst für Freunde ein modernes Larp machen, zB ein Krimidinner (sollte bekannt sein). Dazu soll sich jeder eine Figur mit Core-Story (was bin ich) überlegen. Dann sind am Ende 1/3 CSI-Ermittler, 1/3 (Ex-)Navy-Seals und 1/3 Shield-Agenten. So sehen wir das, wenn wir die meisten ersten Hintergrundideen lesen

    Das ist auch logisch: Das Medium Larp ist unbekannt, also entstehen Hintergrundgeschichten auf der Kenntnis anderer Medien: Bücher und Filme. Daher weisen sie oft anfangs Ähnlichkeiten und Parallelen auf. Wie oben beschrieben klappt das aber nicht (obwohl sich in dem Beispiel jeder für sich ja Gedanken gemacht hat!), da im Larp JEDER Co-Regisseur/Co-Autor ist. Ob eine Rolle also "funktioniert" (damit ist immer gemeint: Wird von der Mehrheit angenommen) hängt daher von jedem ab. Wenn ich eine Geschichte schreibe, kann ICHbeschliesen, dass der Charakter der beste Schwertkämpfer/Beliebiges ist - im Larp kann ich aber nur sein, was die meisten anderen mir zugestehen.
    Um die Zustimmung zu bekommen, muß man ein paar Dinge beachten. Um die geht es wenn es hier heist "funktionert so nicht". Das soll keine Entmutigung sein, sondern Ermutigung! Nämlich, andere Dinge auszuprobieren und mehr in Bahnen der Zusammenspielbarkeit zu denken.

    Mal ein Beispiel: Mein Waffenmietknecht kann "lesen", aber nur laut und ,naja, kaum. Also fragt er jemandem ihm zu helfen, weil er gerade einen fiktiven Brief aus der Heimat bekommen hat. Dieser ist dann im pratchetesken Stil geschrieben und bringt den Mitspieler bestenfalls um Schmunzeln: So hab ich dann bereits einen Spielansatz um mich mit der anderen Rolle zu unterhalten und ggf tragende Spielaktionen aufzunehmen.
    Wenn darin was enterbtem Königssohn stehen würde, wäre der Mitspieler schnell weg, weil er zu Recht annehmen würde, dass ich mich über seine Rolle nur projizieren will.
    Geändert von oliverp (19.06.2015 um 10:44 Uhr)
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  2. #22
    bradley
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    Ich schließ mich hier an. Spare am Hintergrund, investiere in die Details der Klamotte. Es ist am Ende völlig gleichgültig wie viele Geschwister man hat und wie sie alle heißen, da fragt kaum einer nach und ob du dann 3, 5 oder 12 sagst, ist auch völlig egal. Natürlich muss man anschließend schon bei der Version bleiben.

    Wenn du OT gut Bogen schießen und schleichen kannst -spiel einen Jäger. Der Vater war bereits Jäger, im Dienste von wem auch immer unbedeutendes. Die Mutter vielleicht mit Beruf der schreiben und lesen erfordert. Drama entfällt zu Gunsten von: hier gibt es keine Arbeit für dich.

    Kurzer Halbkreismantel, ca. bis zu den Knien statt Cape, stört auch nicht so sehr im Unterholz. Klamotte in schlichten, gedeckten Farben und Schnitten, Dolch, Beil, Bogen, fertig. Ausbaufähig ohne großartig Geld in Dinge zu versenken die nach der ersten Con im Schrank bleiben.

    Auch immer Gut: Sich einer bestehenden Truppe anschließen. Man kommt erstmal unter ohne sich um Zelt, Sitzplatz und Kochstelle großartig sorgen zu müssen. Hier könnte man dennoch gleich trumpfen: OT gemeinsames Lagern ausmachen, sich der Truppe dann IT vorstellen und anschließen, vielleicht mit einem selbstgemachten Empfelungsschreiben vom Herrn deines Vaters.

  3. #23
    Calenlyra
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    Hallo erstmal...

    Eine Grundbedingung wäre (für mich persönlich), daß du ein sehr guter Bogenschütze bist, falls du nicht als "Ambientebogenträger" enden willst.
    Ein Bogenschütze, der mit einem Larppfeil auf 10 m nichts trifft, ist IT schwer schön zu reden.
    Der Rest des Konzeptes erscheint mir umsetzbar.
    Sag gerne mal Bescheid, wenn du Hannover erreicht hast, wenn du nix gegen einen Klön mit Braunschweiger / Salzgitterer Larper hast.
    Calenlyra o nan-eldúne silmeié

    http://www.sternendaemmertal.de

  4. #24
    Bogenfrisch
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    Grünschnabel

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    Hier bin ich wieder,

    in meiner kleinen Abwesenheit gab es ja viele hilfreiche nette Antworten! Vielen Dank dafür!

    Wie ich nun in den letzten Tagen lesen durfte ist es gar nicht so einfach einen LARP Charakter zu erstellen. Oder doch? Ich bin auf jeden Fall froh mich hier angemeldet zu haben und euere Hilfe zu bekommen.
    Ich gehöre wahrscheinlich zu der Art Spieler bzw. Anfänger der sich zu viele Gedanken macht. Ich dachte eigentlich das es gut ist sich eine Geschichte zu bauen und "vorbereitet" zu sein aber irgendwie scheint es so das man besser alles auf sich zu kommen lässt.
    Ich werde dem ganzen wenn ich wieder in Deutschland auf jeden Fall einen try geben.

    Nach alle dem was ich hier gelesen habe stelle ich mir die Frage wie man über einen "normalen" Charakter hinauswachsen kann. Startet man da nicht im Grunde auf jeder Con auf neue? Ich denke mal die Leute sind ja auch immer wieder neue.
    Tut mir leid mit all den Fragen, es ist einfach schwer verwirrend.
    Einerseits wird viel Wert auf Geschichtliche Vorbilder gelegt (Waldläufer trägt Rufhorn bei sich, hat praktische Waffen dabei etc. (habe ich alles so in Foren gelesen)) anderseits soll es aber ja auch eine Art "Phantasy Rollenspiel" sein.
    Phantasy bedeutet für mich eben auch mal was zu machen was nicht vorgegeben ist. Wenn ich das aber hier richtig lese, wird man offenbar wenn man das tut nicht ernst genommen und von anderen Ausgegrenzt.

    Ich möchte mit Sicherheit kein Superheld sein, nicht böse und dunkel sein, nichts extrem verrücktes machen. Aber warum nicht was machen was ma beherrscht und kann? Ich könnte wahrscheinlich 90% der Leute meucheln ohne das sie es mitbekommen, dennoch will ich kein Meuchler spielen und wenn ich es machen würde würden mich die Leute ausgrenzen. Wie gesagt das wirkt wahrscheinlich auf einen Außenstehen wie mich jetzt mehr extrem als es wohl ist.


    Unterscheiden sich die LARPer in den USA von denen in Europa? Also gibt es dort andere Regeln? Hat jemand damit Erfahrung oder kann mir was dazu sagen? Habe gesehen das es sowas auch, zwar recht selten und klein, in meiner Gegend um Washington DC gibt.
    Vielleicht könnte ich mir das ja da mal anschauen. Problem ist wohl das das ganze hier in den USA nicht wirklich so Groß gespielt wird wie in Deutschland (Europa?).
    So ist es auch schwer einen Onlineshop zu finden der ein bisschen mehr als 3 verschiedene Gegenstände zu bieten hat, die auch qualitativ einen guten Eindruck machen.


    Hat vielleicht irgend jemand Lust mal via Skype, TS oder sowas zu reden? Vielleicht kann ich so meine Fragen und Probleme etwas besser erklären und ich verstehe vielleicht auch die eine oder andere Antwort besser. Und es spart viel tipperei


    @Calenlyra
    Ist es auch möglich sich mit euch zu treffen ohne sich gleich verwandeln zu müssen?
    Klingt auf jeden Fall sehr nett und würde mich gerne treffen, dauert eben nur noch ein halbes Jahr bis ich wieder da bin Sieht so aus das aus dem Großraum Hannover viele LARPer kommen?!
    Ach so zum Thema Bogenschießen... Ich bin kein Profi, weiß aber wie ein Bogen funktioniert, wie man(n) ihn bedient, zielt, schießt und dann hoffentlich trifft :P

  5. #25
    Nount
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    Zitat Zitat von Bogenfrisch Beitrag anzeigen
    Wie ich nun in den letzten Tagen lesen durfte ist es gar nicht so einfach einen LARP Charakter zu erstellen. Oder doch? Ich bin auf jeden Fall froh mich hier angemeldet zu haben und euere Hilfe zu bekommen.
    Ich gehöre wahrscheinlich zu der Art Spieler bzw. Anfänger der sich zu viele Gedanken macht. Ich dachte eigentlich das es gut ist sich eine Geschichte zu bauen und "vorbereitet" zu sein aber irgendwie scheint es so das man besser alles auf sich zu kommen lässt.
    Ich werde dem ganzen wenn ich wieder in Deutschland auf jeden Fall einen try geben.
    Ich finde eine Hintergrundgeschichte durchaus hilfreich. Man sollte sich aber nicht - wie wohl die meisten Anfänger - vom Wortbestandteil "Geschichte" dazu verleiten lassen, sich darin auf irrelevante Ereignisse/Dinge zu beschränken, die die Gegenwart des Charakters nicht beeinflussen.
    Bedenken sollte man aber: Wirklich wichtig ist die Umsetzung/Darstellung des Charakters auf dem Con, denn die Hintergrundgeschichte hat ja keiner der Mitspieler gelesen und möchte sie i.d.R. auch nicht von vorn bis hinten erzählt bekommen.
    Es ist übrigens ganz normal, wenn sich die Umsetzung des Charakters anders entwickelt als in der Planung. Denn es ist gar nicht so einfach, auf der doch oft unberechenbaren Consituation einen Charakter so zu spielen, wie man sich das gedacht hat. Da kommt ja noch die eigene Persönlichkeit hinzu. Und die Mitspieler.
    Der wichtigste Satz übers Hintergrundschreiben ist übrigens:
    Die Vergangenheit eines Charakters sollte nicht aufregender sein als seine Zukunft. Wenn der Charakter schon in der Hintergrundgeschichte durch fiese Mörder seiner Familie beraubt, vom Adels- in den Bettelsstand gestürzt, von Drachen gejagt und von Elfen aufgezogen wurde, was soll der denn noch erleben? So ein Charakter reagiert doch auf die Ereignisse eines normalen Cons nur mit einem Wimpernzucken und das ist kein so spannendes Spiel

    Nach alle dem was ich hier gelesen habe stelle ich mir die Frage wie man über einen "normalen" Charakter hinauswachsen kann. Startet man da nicht im Grunde auf jeder Con auf neue? Ich denke mal die Leute sind ja auch immer wieder neue.
    Tut mir leid mit all den Fragen, es ist einfach schwer verwirrend.
    Einerseits wird viel Wert auf Geschichtliche Vorbilder gelegt (Waldläufer trägt Rufhorn bei sich, hat praktische Waffen dabei etc. (habe ich alles so in Foren gelesen)) anderseits soll es aber ja auch eine Art "Phantasy Rollenspiel" sein.
    Phantasy bedeutet für mich eben auch mal was zu machen was nicht vorgegeben ist. Wenn ich das aber hier richtig lese, wird man offenbar wenn man das tut nicht ernst genommen und von anderen Ausgegrenzt.
    Auf dem ersten Con haben die wenigsten Leute einen superduper ausgereiften Charakter. Macht gar nichts. Interessant wird ein Charakter eher, wenn er sich über mehrere Cons entwickelt hat.
    Und interessant wird ein Charakter nicht durch die Hintergrundgeschichte, sondern durch Emotionen, Schwächen, ggf. ungewöhnliche Riten und Verhaltensweisen (die aber auch passen müssen).
    Mit mehr Larperfahrung wird die Charaktererstellung m.M.n. aber leichter.

    Ach ja: "geschichtliche Vorbilder" sind nicht wichtig. Glaubwürdigkeit heißt das Zauberwort. Oder Stimmigkeit. Ich habe mit "historischen" Charakteren nix am Hut, bin reine Fantasyspielerin.
    Das Problem bei Fantasy ist, dass "Ist doch Fantasy" leider als Ausrede benutzt wird, um eigentlich unpassende Dinge zu kombinieren. Macht den Ork mit Elfenschwert aber auch nicht besser. Und der Vorteil von historischer Anlehnung ist, dass vieles dabei automatisch "glaubwürdig" wird - denn ist ja tatsächlich so gewesen. Ich bleib trotzdem lieber bei Fantasy

    Ich möchte mit Sicherheit kein Superheld sein, nicht böse und dunkel sein, nichts extrem verrücktes machen. Aber warum nicht was machen was ma beherrscht und kann? Ich könnte wahrscheinlich 90% der Leute meucheln ohne das sie es mitbekommen, dennoch will ich kein Meuchler spielen und wenn ich es machen würde würden mich die Leute ausgrenzen. Wie gesagt das wirkt wahrscheinlich auf einen Außenstehen wie mich jetzt mehr extrem als es wohl ist.
    Was gegens Meucheln spricht: Es beschäftigt nur eine einzige Person und findet dazu noch heimlich statt. D.h. daran hat nur eine Person Spaß und das ist der Meuchler selbst.
    Spielspaß für möglichst viele Leute ist aber das Hauptziel eines Cons!
    Das Ergebnis der Meuchelei ist, dass andere Leute ihren Charakter nicht mehr spielen können, sich einen neuen mit all den Mühen und Kosten machen müssen, all die Erlebnisse und Bekanntschaften neu erspielen müssen und den Rest des Cons entweder einen improvisierten Charakter oder NSC machen und daran vermutlich weniger Spaß haben, weil sie sich auf etwas anderes eingestellt haben.
    Wenn der Meuchler hingegen NSCs mordet - wen sollte er umbringen und warum? Wenn er den Oberboss umbringt, beraubt er damit die restliche Spielerschaft eines spannenden Finales oder einer Endschlacht, die viele wollen. Und die Normalo-Gegner-NSCs bezahlen nicht viel Geld, um sich meucheln zu lassen, sondern weil sie gern kämpfen möchten.
    "Assassine" ist ein Konzept, das viele Anfänger gern spielen würden. Das Problem ist: Es gibt keinen Bedarf an Meuchlern und deshalb keine Aufträge.

    Die Frage ist:
    Was genau reizt dich am Meuchlerspiel? Was genau möchtest du als Meuchler tun und wie möchtest du auf andere Spieler wirken?
    Und dann kann man schauen, was davon im Larp möglich ist ("mysteriös" sein ist z.B. sehr sehr schwierig) und was man auch mit einer anderen Rolle umsetzen kann.

    Unterscheiden sich die LARPer in den USA von denen in Europa? Also gibt es dort andere Regeln? Hat jemand damit Erfahrung oder kann mir was dazu sagen? Habe gesehen das es sowas auch, zwar recht selten und klein, in meiner Gegend um Washington DC gibt.
    Vielleicht könnte ich mir das ja da mal anschauen. Problem ist wohl das das ganze hier in den USA nicht wirklich so Groß gespielt wird wie in Deutschland (Europa?).
    Larp in den USA ist ziemlich anders. Dort gibt es m.W. deutlich weniger Darstellung, d.h. es gibt NSCs, die keine Kostüme tragen, sondern ein Schild "NSC" und man fragt sie dann, was sie sind. Die Waffen sind oft nur "Schaumstoff-Rohlinge". Sprich, weniger "schön", mehr wie P&P. das sind so die Eindrücke, die ich von verschiedenen Berichten habe (und von amerikanischen Online-Comics kennst du "Weregeek"?). Hier ist ein Bericht über ein amerikanisches Con, allerdings von 2007.
    Ansonsten - ich denke, die Googlesuche nach Larp USA dürfte einiges bringen

    So ist es auch schwer einen Onlineshop zu finden der ein bisschen mehr als 3 verschiedene Gegenstände zu bieten hat, die auch qualitativ einen guten Eindruck machen.
    Schau mal hier: http://www.larpwiki.de/BezugsQuellen
    Mein Lieblingsshop für Zubehör ist Lederkram. Für Kleidung ists so ne Sache - fast alle Läden verkaufen ohnehin nur das Zeug von Leonardo Carbone, da würde ich direkt in deren eigentlichem Shop schauen, da gibts die größte Auswahl. Das ist dann aber das Zeug, das alle tragen. Eben weil es quasi nur einen Hersteller für Massenware gibt. Daher ist es sinnvoll, die Sachen selbst zu individualisieren (Bemalen, Besticken, mit Borte versehen ...)
    Individuelles muss man i.d.R. selbermachen oder extra anfertigen lassen. Ersteres erfordert mehr Aufwand, zweiteres ist teurer.

    Ich hoffe, ich hab schonmal ein bisschen weitergeholfen
    Geändert von Nount (20.06.2015 um 08:31 Uhr)
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  6. #26
    Nount
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    Noch ein Nachtrag:
    Im Prinzip kann und darf man im Larp alles spielen. Auch das, wovon hier vehement abgeraten wird.
    Aber: Man kann nicht alles auf jedem Con spielen, ohne anzuecken. Und das ganz große Problem ist: Es ist sehr schwierig herauszufinden, wo man umstrittene Konzepte spielen kann, ohne anzuecken. Weil der Großteil der Orgas leider nicht imstande ist, ihre Cons einzuschätzen und realistisch zu beschreiben Viele Larper haben nämlich den Eindruck, es gäbe "bessere" und "schlechtere" Spielweisen und die besseren seien natürlich ihre eigenen wenn man dann etwas anderes möchte als die Masse, verschweigt man es als Orga lieber wegen der Befürchtung, dann als "schlechte Orga" zu gelten. Ist aber das Blödeste, was man tun kann - wenn man seinen Spielstil so genau wie möglich beschreibt, kommen nur die Leute, die die Zielgruppe sind und finden den Con toll. Bei schlechter oder gar falscher Ausschreibung kommen oft Leute, die nicht die Zielgruppe sind, und dann wird der Con erst recht verrissen.

    Manchmal landet man daher leider auf "dem falschen Con", selbst wenn man sich vorher ausgiebig mit der Orga unterhalten kann, und das passiert mir auch nach 12 Jahren Larp noch gelegentlich.

    Deshalb empfehle ich, für den Einstieg stigmatisierte Konzepte zu meiden. Später kann man immer noch schauen, ob man ein Con findet, wo solche Rollen total okay sind (die gibt es! Allerdings nicht soo häufig. Und wie gesagt, oft schwer zu finden).

    Und:
    Geh mit einem nicht zu aufwändigen Charakter aufs erste Con, schau dir an, wie alles praktisch abläuft.
    Und danach kannst du dir überlegen, was genau du auf Cons tun möchtest und was du spielen möchtest.
    Es ist oft wenig sinnvoll, sich das im Vorhinein genau zu überlegen, weil man einfach die Rahmenbedingungen noch nicht kennt.
    Geändert von Nount (20.06.2015 um 08:29 Uhr)
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  7. #27
    Maria
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    1. Larp in den USA?
    Mein Stichwort! Der Clanthia 2007 Bericht ist von mir.
    Wenn du Fragen hast, frag, ich versuche mich auch heute noch up-to-date zu halten. Ein paar Dinge haben sich zum Besseren geändert, andere sind gleich geblieben - vor allem, dass es einen großen Unterschied zwischen deutschen und amerikanischem Larp(formen) gibt.
    Tipp: Erst etwas kaufen, wenn du wieder in Deutschland bist - in Amiland lohnt es sich nur, bei SCA oder Reenactment-Händlern zu schauen (und auch dafür braucht man Erfahrung, um die Spreu vom Weizen zu trennen), Larpsachen sind überteuert (weil Import aus EU oder Kanada) oder nicht so hübsch. Ich schreib dir mal ne pm mit Skypenamen.

    2. Fantasy =/= anything goes
    Wie Nount schon gesagt hat, ist auch für frei erfundene Fantasy wichtig, dass sie glaubwürdig und in sich stimmig ist. Einfacher Grund: Larp ist ein soziales Hobby, daher tut man gut daran, eine sichtbare Linie zu fahren und den anderen SC schon durch das Aussehen Anhaltspunkte fürs Anspiele zu bieten. Bei einem Charakter, der unterm feinen Renaissance-Oberteil einen Fetzenrock, im Gesicht Hörnchen und in der Hand einen Knüppel führt, wird man nicht denken "cool, neues innovatives Fantasy-Konzept", sondern "meh, wat soll dat denn?".
    Fantasy-Ausrüstung und Kleidung muss genau wie historisch oder literarisch angelegte Ausrüstung folgende Kriterien erfüllen
    a) Charakter-konform: Ja, man kann bestimmt erklären, warum der Elf jetzt Orkschwerter führt, aber trotzdem ist es ein Bruch.
    b) Funktional: Bodenlanges Mantel oder flatterndes Cape für Charakter, deren Beruf "Wald" umfasst? Nein. Bei jedem Ausrüstungsstück sich fragen: Funktioniert das praktisch unter Einsatzbedingungen?
    c) Kulturell und visuell passend: Aufwändige geflutete Plattenrüstung an Urwaldcharakter sieht falsch aus und passt nicht in den kulturellen Hintergrund.

    Zumindest als Larpanfänger ist es einfacher, erstmal Klischees zu bedienen (also in eine Schublade zu passen). Wenn man mehr Erfahrung hat, kann man die Grenzen der Klischees testen oder Hybrid-Konzepte ausprobieren.
    Totale Fantasy-Eigenkreationen brauchen nämlich sehr viel Kreativität, Hirnschmalz und Austesten - und sind somit schwieriger als sich bei realgeschichtlichen (erprobt!) oder literarischen Vorbildern (Bücher, Filme, Computerspiele) zu bedienen.

    3. Meuchler
    Es ist nicht so, als wäre so eine Art Spiel komplett unmöglich, ABER: Damit es spielfördernd und nicht spielzerstörend ist, muss man sehr viel Fingerspitzengefühl haben, das einem Anfänger noch fehlt. Es gibt z.B. soweit ich weiß eine Art Meuchler-Diebesgilde in der Stadt auf dem Conquest of Mythodea. ABER: Die Jungs und Mädels sind erfahrene Spieler, einige machen OT Parcours/Klettern UND (wichtiger) ihr Spiel ist beschränkt auf das interne Stadtspiel zwischen rivalisierenden Gilden/Häusern/Banden, d.h. Außenstehende werden nicht gestört, Interne wissen, worauf sie sich einlassen und die meisten Aktionen sind Diebstahl von Kassen/Siegeln, Einschmuggeln von Drohbriefen, Hit-and-Run-Niederstechen ohne Todesstoß etc.
    Was ich damit sagen will: Stigmatisierte Rollen sind nichts für Anfänger. Deine Fähigkeiten, sich anzuschleichen oder körperlich fit zu sein kannst du aber auch gut für andere Rollen (sei es als militärischer Späher oder als NSC) einsetzen - erst mal 2-3 Larps ausprobieren, dann wirst du schon eine Nische finden, die dir Spaß macht.

  8. #28
    Cartefius
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    Nach alle dem was ich hier gelesen habe stelle ich mir die Frage wie man über einen "normalen" Charakter hinauswachsen kann. Startet man da nicht im Grunde auf jeder Con auf neue? Ich denke mal die Leute sind ja auch immer wieder neue.
    In den meisten Regelwerken ist eine Charakterentwicklung und -Verbesserung vorgesehen, und die meisten Charaktere entwickeln sich im Laufe ihres Charakterdaseins durch das, was sie erlebt haben, weiter. Oft ist es auch so, dass man, inbesondere wenn man häufig und regional auf Cons geht, auch andere Leute mit ihren Charakteren immer wieder trifft und an alte Spielbekanntschaften anknüpfen kann.

    Einerseits wird viel Wert auf Geschichtliche Vorbilder gelegt (Waldläufer trägt Rufhorn bei sich, hat praktische Waffen dabei etc. (habe ich alles so in Foren gelesen)) anderseits soll es aber ja auch eine Art "Phantasy Rollenspiel" sein.
    Phantasy bedeutet für mich eben auch mal was zu machen was nicht vorgegeben ist. Wenn ich das aber hier richtig lese, wird man offenbar wenn man das tut nicht ernst genommen und von anderen Ausgegrenzt.
    In diesem Thread habe ich noch nichts gelesen, was irgendwie gefordert hätte, dass du dich an realhistorische Vorbildern orientierst, was auch schwierig möglich wäre, da der Begriff "Waldläufer" auch überhaupt kein klares historisches Vorbild hat.
    Und ich bin ein bisschen überrascht, dass meine Beiträge vielleicht nicht so eindeutig rübergekommen sind, wie ich gedacht hätte: Ich wollte dir vermitteln "Du nennst das mit Abstand häufigste Einsteigerkonzept für männliche Larper, und machst einige sehr typische, weit verbreitete Einsteigerfehler dabei. Das Ergebnis kann man wahrscheinlich so spielen, aber es besteht die Gefahr, dass es austauschbar, uneindeutig und langweilig wird."
    Wenn da bei dir angekommen ist "Du bist extrem kreativ und phantasievoll, und beschreitest mit deinem Konzept nie dagewesene Pfade! Tu das auf keinen Fall, sonst grenzt man dich auf dem Con gnadenlos dafür aus!", dann ist dazwischen kommunikationstechnisch etwas sehr schief gelaufen.

    Aber warum nicht was machen was ma beherrscht und kann? Ich könnte wahrscheinlich 90% der Leute meucheln ohne das sie es mitbekommen, dennoch will ich kein Meuchler spielen und wenn ich es machen würde würden mich die Leute ausgrenzen.
    Das ist eventuell auch auf ein Missverständnis zurückzuführen, diesmal auf meiner Seite. Als du am Anfang geschrieben (bzw. ich interpretiert habe), dass du eine Art Elite-Kommandosoldaten oder ähnliches spielen willst wusste ich nichts über dich außer der Tatsache, dass du keinerlei Larperfahrung hast. Jetzt wollen, wie oben bereits angesprochen, gefühlt etwa die Hälfte aller männlichen Einsteiger, denen man hier so im Forum begegnet, Elite-Kommando-Waldläufer oder heimliche Assassinen spielen, und viele von denen sind 16jährige Schüler oder ähnliches, und da ist es meiner Ansicht nach nicht verkehrt, erstmal dazu zu raten, etwas tiefer zu stapeln und kleiner anzufangen. Wenn du jetzt tatsächlich bei der Armee oder so bist und durch den Wald zu krauchen, sich an Leute anzuschleichen und Hinterhalte zu planen etwas ist, womit du viel Spaß und Erfahrung hast, dann finde ich es nicht unbedingt verkehrt, einen ebenfalls soldatischen, erfahrenen Charakter zu spielen, der primär solche Dinge tut.
    Wie man so eine Figur überzeugend in Spiel und Ausrüstung darstellen kann müsste man dann nochmal getrennt überlegen, meiner Ansicht nach hilft es auch da, einen "professionellen" Eindruck zu erzeugen wenn die Ausrüstung so wirkt, als wäre sie für diesen Zweck funktional und durchdacht.

    Um aber nochmal auf das generelle Assassinen-Problem einzugehen: Nount hat das ja bereits angesprochen, meiner Meinung nach liegt der Kernpunkt da aber ähnlich wie bei der Sache mit dem "ich gehe zurück und beanspruche meinen Titel".
    Das typische Assassinen-Szenario, wie man es z.B. aus Spielen wie Assassins Creed, Dishonored, Shadows of Mordor und natürlich unzähligen Filmen und Büchern kennt ist ja bekannt, es gibt eine Burg oder ein Heerlager, an das sich die Spielfigur anschleicht, Dutzenden von patrouillerenden Wachen ausweicht, Leute leise um die Ecke bringt, unblutig ausschaltet oder in einer rasanten Kampfszene niederringt, um dann am Schluss den Kommandanten umzubringen, einen Gefangenen zu befreien oder geheime Informationen auszuspionieren. Das ist spannend, das ist cool, und das ist sicherlich ein Szenario, das fast jeder Larper wirklich gerne mal spielen möchte.

    Das Problem dabei: Dieses Szenario gibt es nicht, denn dafür müsste man eine gesamte Burg mit Dutzenden von NSC bereitstellen, die du alleine als einzelner SC bezwingen kannst, was bedeuten würde, dass man einen Wochenendcon für ein paar Tausend Euro nur für dich veranstaltet. Auf einem typischen Larpcon hingegen kommen auf fünfzig NSC nicht ein Spieler, sondern hundert, und normalerweise sind auch die Spieler in der Burg und verteidigen diese, nicht umgekehrt.
    Das führt dann häufig dazu, dass Spieler, die sich tolles Assassinenspiel ausgemalt haben, auf Cons langweilen und enttäuscht sind, und im schlimmsten Fall (gerade bei den 16jährigen Möchtegern-Meuchlern gerne gesehen) dann anfangen, irgendwelche anderen Spieler abzumurksen, um ein bisschen Nervenkitzel zu haben. Das gibt dann Stunk mit den abgemurksten Spielern, wenn sie erfolgreich sind, und häufig noch mehr Stunk mit dem Assassinenspielern, wenn sie nicht erfolgreich sind und die Konsequenzen spüren sollen, und alle sind nur noch genervt.

    Wenn, dann findet solches Spiel eher im Wald gegen andere NSC-Trupps statt, wo man sich dann belauert und Hinterhalte legt, oder halt auf PVP-Cons bei denen sich befeindete Lager voller Spielercharaktere bekriegen. In beiden Fällen kann das durchaus spannend sein, und viele Spieler machen das gerne, das ist aber nicht wirklich eine Aufgabe für einen klassischen Assassinen der einen Auftrag bekommt und dann ein hochwichtiges Ziel ausschaltet.

  9. #29
    Gabel
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    Um es (okay, nicht ganz so)kurz hinzuzufügen:

    Phantasy bedeutet für mich eben auch mal was zu machen was nicht vorgegeben ist. Wenn ich das aber hier richtig lese, wird man offenbar wenn man das tut nicht ernst genommen und von anderen Ausgegrenzt.
    Ja, ein phantastisches Konzept kann ganz erheblich von allen bekannten Vorlagen abweichen, aber bedauerlicherweise tut es das nur äußerst selten. Gerade als Assasine mit Cape eben zum Beispiel gerade nicht. Es ist nicht zuletzt auch schwierig, ein Konzept zu finden, das noch niemand ausführlich bearbeitet(und gerade im LARP häufig durch ein schlechtes Ergebnis mit Vorbehalten beladen) hat.
    Wenn du tatsächlich ein gutes, noch nicht(oder nur wenig) dagewesenes Konzept spielst, wird dich allein deswegen sicher noch niemand ausgrenzen. Selbst wenn du damit bestimmt nicht jedermanns Geschmack triffst.
    Insbesondere wird die vermeintliche "Ausgrenzung" auf Con lange nicht so heiß gegessen, wie sie hier im Forum gekocht wird. Im Gegenteil, ich glaube sogar, dass etliche Autoren, die hier schreiben, sie würden nicht mit xy spielen, gerade in ihrem Bekanntenkreis mehr als eine Ausnahme machen, aber das ist Spekulation.

    Wenn du etwas Neues spielen willst, dann such dir erst einmal eine solide Basis, entwickle einen Charater, den man nach dem bloßen Augenschein klar einordnen kann, nichts Mystisches, keine Geheimnisse. Dann kannst du daran gehen, im Detail Besonderheiten hinzuzufügen. Ob du bei dem ganzen Konzept völlig neue Wege beschreitest, ist dir überlassen, aber frage dich immer wieder, ob es wirklich so neu ist, oder ob du nicht doch aus irgendwelchen Vorlagen nimmst. Nicht dass das schlimm wäre, im Gegenteil, aber das wäre eben dann nicht neu.

    Assasinen sind es nicht. Sie sind auch nicht ausgefallen und sonst nichts, vor allem nicht originell oder spielfördernd. Es kann gut sein, dass du mit deinem Beruf hervorragend dafür qualifiziert bist, aber ein erstklassiger Steuerberater wird mit seinem Berufswissen auf Con auch nicht förderlich sein. Da investiere dieses Können lieber in eine Rolle, in der es besser aufgehoben ist, etwa der militärische Waldläufer, grob nach HdR-Schema.

    Ja, ich hoffe, das hat mehr gebracht als nur die Luft anzuwärmen... Gruß, Gabel

  10. #30
    Gerwin
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    Letzten Endes (und bisher weitgehend unbeleuechtet weil etwas unangenehm)

    Das Hauptproblem beim Meucheln liegt nicht in der fehlenden Darstellbarkeit, insbesondere nicht auf PvP (oder PvP-offenen Veranstaltungen. Letztere sind deutlich häufiger). Es gibt eine ganze Reihe von Spielern die auf Grund ihres beruflichen und sportlichen Backgrounds dem üblichen Larper so dermaßen überlegen sind dass sie völlig ohne Probleme mit diesen "spielen" können wie ein Meuchler. Selbst artistische Einlagen alle Computerspiel wären möglich.

    ABER:

    Das Problem ist das Opfer. Insbesondere ältere Larper haben nicht nur ein Problem ihren Charakter zu riskieren sondern auch ein OT-Problem damit wenn sie "vorgeführt" werden. Zu erkennen dass man selbst, auch aus OT Gründen, einfach gänzlich unterlegen ist und nur einen Spielball alla Assasins Creed darstellt ist ein ziemlicher Schlag ins Gesicht. Insbesondere bei jemanden der sich OT nicht mit Parcour sondern eventuell mit Messerkampf auseinandersetzt (oder gar einen beruflichen Hintergrund in gewissen Truppenteilen der Armee hat) sind derartige Rollen daher gefährlich. Am Ende willst du ja dass alle Spaß haben. Inklusive der NSC. Auch wenn du 90 Prozent deiner Mitspieler meucheln könntest wird das diesen nur selten Spaß machen. Selbst wenn es realistisch ist UND gut aussieht.

    Nur am Rande:

    Für alle "bösen" Charaktere (wozu auch Meuchler gehören) gilt häufig: Bist du erfolgreich, stell dich so idiotisch an wie möglich. Lass deinen gegenüber ja nicht die Konsequenzen deines Erfolgs zu sehr spüren. Bist du erfolglos rechne nicht damit mit dem gleichen Respekt behandelt zu werden. Wenn man dich dann umbringt, ist es konsequentes Charakterspiel. Tötest aber du jemanden (oder nimmst ihn nur 5 Minuten aus dem Spiel) ist es Powerplay. Übertrieben dargestellt.
    Geändert von Gerwin (21.06.2015 um 09:52 Uhr)

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