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Thema: Larp-Neuling

  1. #1
    Falcon_eye
    Falcon_eye ist offline
    Grünschnabel

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    Larp-Neuling

    Seit gegrüßt Freunde des LARP's,

    ich bin seit einigen Wochen vom War-virus befallen und hab mich schon ziemlich ausgiebig damit beschäftigt.

    Name des Spielers: Julian Herbst
    Herkunftsland: Askera
    Name des Charakters: Nero von Falkenfels
    Alter: noch unbekannt
    Beruf: Jäger
    Waffe: Dolch
    Rasse: Tierwesen - Kenku (Abgeänderter Charakter)
    • Vogelwesen
      • Krallen statt Füße
      • Klauen statt Hände
      • Kopf eines Adlers

    Kultur:
    Fertigkeiten: - in Bearbeitung -


    Charakterzüge
    - Wird öfters beim stehlen erwischt
    - Angst vor Soldaten


    • Schlechte Erfahrungen mit Stadtwache


    • Meidet die Konfrontation im Kampf

    - Neugierig
    - Traut nicht jedem


    Kleidung
    - Braune Tunika mit Kapuze
    - Ledergürtel mit Adlerschnalle
    - Lederbeutel
    - kleine Ledertasche
    - Dolch
    - Trinkhorn
    - Umhängetasche

    Charakterhintergrund:
    Wie alle Adler, bin ich in den Bergen geboren worden. Mein Vater ist tot und meine Mutter verschollen. Doch im Gegensatz zu meinen Geschwistern hatte ich Armen mit Krallen als Finger. Ich wurde aus dem Nest gestossen, seit dem wandle ich durch die Wälder und fühlte mich mehr den Menschen zugehörig. Doch leider bin ich für die Menschen genaue das Gegenteil. In ihren Augen bin ich Abschaum und werde aus der Stadt gejagt. Nur wenige können mein Not verstehen. Ich kann mich nur unbemerkt in Stadt schleichen, Lebensmittel stehlen und verschwinden. Doch werde des öfteren beim stehlen erwischt

    Obwohl ich eine Bestie sei und viele wilde Gerüchte kursieren; (Geisterbeschwörung und Dunkle Mächte etc., Seltsames verschwinden von Stadtbewohnern, Königsmord) Weiß ich doch mehr als man es ahnt.

    Was sagt ihr dazu? Es ist zwar noch nicht ganz perfekt und freu mich über neue Ratschläge.

    Es grüßt
    euch,
    falcon eye
    Geändert von Falcon_eye (26.10.2016 um 23:52 Uhr)
    Der Mensch ist wie ein Vogel, der sich im Fluge die Federn ausreißt, nur um Spaß zu haben.
    - Karl
    Talmop-

  2. #2
    Kelmon
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    Hallo Julian, und willkommen im Forum!

    Hier mal meine Gedanken zu Deinem Charakter, und zunächst mal zur Ausrüstung:
    - "Feuer" als Waffe dürfte eher schwer umzusetzen sein - oder was hast Du Dir dabei konkret gedacht? Dazu ist die klassischste (natürlich nicht einzig mögliche) Waffe des Jägers sicherlich der Bogen.
    - Die fehlt in der Aufzählung Deiner Ausrüstung noch Beinkleidung, d.h. eine Hose oder etwas ähnliches, ebenso dürfte es empfehlenswert sein, unter der Tunika noch etwas anderes zu tragen (ein passendes Hemd, wobei es am Anfang sicher auch ein neutrales T-Shirt sein kann). Sofern Du nicht selbst schneiderst wird eine Tunika mit Kapuze eher schwer zu finden sein - ohnehin sinnvoller ist es, wenn die Kapuze (in Form einer Gugel) getrennt dazu getragen wird. Womit man dann auch bei der Kleidung für schlechtes Wetter ist: Gerade Nachts oder bei Cons, die nicht im Sommer stattfinden, wirst Du DIch vermutlich über einen Mantel sehr freuen.

    Zum Charakter selbst:
    - Von Schüchtern und Scheu als Charaktereigenschaften ist gerade bei einem Anfänger wie Dir abzuraten. Wenn Du eben nichts sagst und jedem aus dem Weg gehst werden die meisten anderen Leute eben nicht mit Dir spielen (warum auch, es gibt genug Leute, die mit ihnen reden wollen) - und das wird schnell langweilig für Dich. LARP ist sozial und setzt auf Interaktion, von daher wäre es gut, wenn Du Dir Gründe ausdenkst, warum Du eben mit anderen Charakteren spiel hast/haben mußt.
    - Auch "stiehlt wie eine Elster" ist ein Problem, da Dir letztendlich irgendwann das Glück ausgehen wird, und Du, als Dieb enttarnt, nicht gerade die beliebteste Person vor Ort sein wirst.
    - Und auch "Angst vor Soldaten" ist zumindest...ungünstig. Da eben je nach Veranstaltung die Hälfte der Anwesenden irgendwelche Haufen, Trosse, Milizen, Kriegsorden & co bespielen. Mache hier vielleicht wenigsten daraus, daß Du schlechte Erfahrungen mit Stadtwachen gemacht hast.
    - Ist das mit den Krallenhänden und Stummelflügeln wörtlich zu verstehen? Wenn ja: Besser nicht. Spiele einen stinknormalen Menschen. Glaube mir, die können auch ohne Mutationen interessant sein. Ansonsten wird das darauf hinauslaufen, daß a) noch weniger Leute mit Dir interagieren wollen und b) Die Leute, die mit Dir interagieren wollen, eher von der Dämonenvernichtenden Sorte sind.

    Ist jetzt zugegebenermaßen von meiner Seite aus nicht so positiv, aber warte mal ab, was die anderen hier sagen.
    Geändert von Kelmon (26.10.2016 um 23:33 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Kamikaze
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    Hallo Julian,


    herzlich willkommen im Forum und im Hobby!


    Ein gut gemachtes Tierwesen kann das Ambiente einer fantastischen Welt bereichern.
    Das Problem: Ein Tierwesen darstellen ist schwierig und SEHR aufwändig (vorausgesetzt, du willst auch darauf angespielt werden und verwecchslungen mit Dämonen, Chaoskreatur, oä. vermeiden).
    Ein Halb-Irgendwas darstellen ist nochmal eine Schippe drauf, denn das verlangt NICHT etwa weniger Ausrüstung oder Darstellung, sondern noch deutlich mehr, da du ja beide "Seiten" darstellen musst, um glaubwürdig zu wirken. (Für Tierwesenkostüme werden schnell mal vier- oder fünfstellige Beträge fällig.)
    In deinem Fall wäre das also der Vogel und der Mensch, oder aber die Rasse, die du eben darstellen willst. Dazu gehören Kleidungsstil, Kultur, Antrieb und eben Aussehen. Auch weitere Spieler, die diese Rasse bespielen wären von Vorteil, denn alleine eine ganze Kultur dar zu stellen ist IMMER schwierig bis unmöglich.
    Dazu kommt das Stehlen, das dir auf Con Feinde einbringen wird und zudem schwierig dar zu stellen ist (echtes klauen ist ja verboten und selbst wenn du IT etwas diebst, bringt es dir erstmal nichts, wenn der bediebte keine Möglichkeit hat, daraus Spiel zu generieren - sprich: dich zu erwischen).
    Wirst du jedoch erwischt hast du schnell die halbe (je nch Veranstaltung auch mehr) Spielerschaft gegen dich, was auch nicht jeder verkraftet. Außerdem wirst du als Exotencharakter IMMER von irgendwem genau beobachtet, was auch echt anstrengend sein kann.
    Du siehst, dass das Konzept alleine schon extrem aufwändig und schwierig ist.
    Dazu kommt noch, dass du offensichtlich neu im Hobby bist und dir daher die Erfahrung in Sachen Spielmechanik und letztendlich sogar bezüglich deiner eigenen Spielvorlieben fehlt.
    Bedenke: Es gibt keine "Hauptdarsteller" im LARP, die sich mit tollen Fähigkeiten oder unmenschlichem Glück aus Situationen wuseln können (bzw. das ist so selten wie eben im echten Leben), sondern im LARP gibt es (je nach Con) hundert(e) gleichberechtigter Spieler, die Helden sein und/oder ihren Spaß haben wollen.
    Zusätzlich sind Tierwesen nicht auf allen Cons akzeptiert bzw. werden oft garnicht erst zugelassen.


    Ich empfehle dir daher: schau dir das Thema LARP zunächst mit einem einfachen, weltoffenen, neugierigen Charakter an. Lerne die Mechanismen des Spiels und deine eigenen Vorlieben kennen. Eine Gruppe ist dafür sehr hilfreich.
    Wenn du nach zehn Cons (am besten bei verschiedenen Veranstaltern und mit unterschiedlichen Gruppen) immer noch dein Vogelwesen spielen willst: nimm die Herausforderung an und baue ein tolles Fantasywesen! Es gibt in D etliche tolle Fantasyrassenkonzepte und tolle Spieler und Kostüme. Es ist also machbar. Viele Tierwesenspieler betreiben auch Blogs und schreiben Webartikel, von denen du beim Bau der Kostümteile und bei deinem Spiel profitieren kannst.


    Für den Anfang jedoch rate ich zu Kelmons Ansatz: Ein Mensch, der neugierig ist, benötigt nicht viel Ausrüstung (mit etwas Glück schon für ~50€ ohne Eigenleistung zu bekommen) und bietet dir gute Möglichkeiten mit anderen Leuten im Kontakt zu kommen.


    Vielleicht findest du ja auch Gefallen an Spielinhalten, die du jetzt noch garnicht auf dem Schirm hast.
    Ich selber habe z.B. mit einer vermeintlich langweiligen Rolle als Trossknecht bisher den meisten Spaß gehabt (was ich im Vorfeld nie geglaubt hätte - ich hatte die Rolle eigentlich aus reiner Sympathie und ursprünglich nur für eine einzige Con geplant und inzwischen hat der Charakter schon über 20 Cons "auf dem Buckel" und ich freue mich jedes mal riesig, wenn ich wieder mit ihm unterwegs sein kann).

    Hier noch ein bisschen Lesestoff für dich:
    http://larpwiki.de/Einsteiger
    http://www.larpwiki.de/WiePlaneIchEinTierwesen
    Stigmatisierte Rollen wie Tierwesen und Dämonen
    http://larpwiki.de/Charaktertipps
    Monster und Persönlichkeiten aller Art...

    Meine Charaktere, Bastelanleitungen und mich findet ihr auch im LARP-Wiki

  4. #4
    Gerwin
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    Moin,

    kurz gesagt: Nein.

    Schon generell ein Vogelwesen (selbst wenn es gut gemacht ist) halte ich auf den Durchschnittscon für hochproblematisch. Ich kenne sowohl aus dem Internet als auch "vom eigenen Auge" gut gemachte Tier und Vogelwesen. Und ganz ehrlich...in 90 Prozent aller Fälle würde ich dennoch sagen "passt nicht ganz". Und in 50 Prozent aller Fälle würde mein Charakter sagen "hmm Chickenwings" .

    Ich halte nicht einmal unbedingt einen "Ganzkörpersuit" für notwendig. Manchmal nicht einmal für sinnvoll. Ein Vogel gehört jedoch schon zu der Königsklasse an eh schwierig dazustellenden Tierwesen. Versuch erst einmal vom Konzept 3 Stufen runter zu fahren. Und ganz ehrlich, nimm dieses "Ausgestoßener aus 2 Welten, bei Adlern und Menschen unbeliebt" raus. Denn warum sollte es auf Con anders sein? Ein Tierwesen funktioniert meiner Meinung nach in der Gruppe gut, wenn es einen menschlichen Charakter hat der dafür ist, dass er keine Bestie ist.

    Obwohl ich eine Bestie sei und viele wilde Gerüchte kursieren; (Geisterbeschwörung und Dunkle Mächte etc., Seltsames verschwinden von Stadtbewohnern, Königsmord) Weiß ich doch mehr als man es ahnt.
    Spätestens hier gleitet die Geschichte dann von "naja mit viel Aufwand..ich glaubs zwar nicht...aber möglich) in den mysterisch-kitschigen Bereich ab.

    Also lieber wirklich die Finger von weg.

    Gruß


    Gerwin

  5. #5
    Kelmon
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    @Falcon_eye: Bitte editiere Dein Ausgangsposting nicht, nachdem es schon von Leuten kommentiert wurde, da im Nachhinein schwer nachvollziehbar ist, warauf sich dann bezogen wurde. Als ich etwas geschrieben hatte war noch gar nicht explizit die Rede davon, daß Du ein Tierwesen spielen wolltest. Schreibe Änderungen einfach als neues Posting in den Thread.

    Um auf das veränderte Posting zu antworten: Sofern Du im Bauen solcher Kostüme nicht schon aus irgendeinem Grund sehr gut bist (d.h. mehr als "Ich habe da eine Anleitung im Netz gesehen, die sah einfach aus"), rate ich Dir dringend davon ab, mit einer solchen Rolle ins LARP einzusteigen. Nicht zuletzt auch wegen dem, was meine Vorredner schon sagten: Sowas kannst Du vielerorts eben einfach nicht spielen.

    Als Anfänger ist man i.d.R. genug damit beschäftigt, sich in die Rolle eines anderen Menschen glaubhaft reinzuversetzen.
    Geändert von Kelmon (27.10.2016 um 10:30 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Dutch
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    Um einmal die besonderen Eigenheiten und Herausforderungen von Tier- und Halbtierwesen an deiner eigenen Charakter-Ausstattung aufzuzeigen:

    Deine Beschreibung vom geplanten Aussehen des Charakters liest sich ausgespochen phantastisch (Adlerkopf, Krallenhände, Klauenfüße).

    Die Bekleidung und Ausstattung liest sich eher wie das Standard-Aussehen menschlicher Abenteurer. Das passt kaum zusammen.
    Der exotische Körper und das genetische Erbe der Adler-Eltern scheint mir regelrecht nach einer eingenständigeren, exotischen Bekleidungs- und Ausrüstungskultur zu verlangen. Hier könnten z.B. Federn eine Rolle spielen. Nicht weil aus Federn gemachte Kleidung so viel praktischer wäre, sondern z.B. weil sich der Charakter in solcher Kleidung einfach wohler fühlt, als in menschengemachten Stoffen.

    Im Detail fälllt mir das Trinkhorn auf. Es scheint mir für ein adlerköpfiges Halbwesen gar nicht sinnvoll verwendbar zu sein. Vögel trinken nicht wie humanoide Wesen. Sie tauchen ihre Schnäbel ins Wasser und legen dann den Kopf in den Nacken, damit das Wasser durch die Kehle in den Magen hinunterrinnt. Ein geeignetes Trinkgefäß für einen Adlerschnabel scheint mir deshalb z.B. eine kleine flache Schale zu sein.

    Beispiele wie das auf den Charakter angepasste Trinkgefäß sind Kleinigkeiten, die im Einzelnen kaum ins Gewicht fallen. Aber in der Summe kannst du damit eine gelungene Darstellung erreichen.
    Oder du kannst dich fragen, ob für dich solche Details beim Spielen überhaupt wichtig sind. Aber da du mit deiner Idee das Anderssein deines Charakters sehr stark betonst, macht es auf jeden Fall Sinn, dieses Anderssein auch in allen denkbaren Punkten nach außen zu zeigen.

    Jedenfall solltest du damit rechnen, dass du auf Cons auf viele Spieler triffst, denen eine halbherzige Tierwesendarstellung herzlich egal ist. Aber dein Charakter wird dort deshalb nicht automatisch als auffälliges exotisches Tierwesen behandlet. Er wird für der anderen voraussichtlich auch "nur" ein Abenteurer unter vielen sein, obwohl er vielleicht ein wenig anders aussieht. Das fände ich persönlich wenig befriedigend. Denn eigentlich hat man sich entschlossen, als Exot aufzutreten, wird aber letztendlich behandlet wie der perfekt angepasste Durchschnittsmensch.
    Geändert von Dutch (27.10.2016 um 13:36 Uhr)
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  7. #7
    Cartefius
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    Ich würde mich dem Tenor anschließen, und auch erstmal vom Vogelwesen abraten. Ich weiß nicht, ob du Erfahrung darin hast wie es ist, mehrere Tage hintereinander 14 Stunden am Stück mit einer Vollmaske herumzulaufen, aber ich fand das ganz schön anstrengend. Außerdem bringt das Spiel nichtmenschlicher Exotencharaktere auch noch diverse andere Schwierigkeiten mit sich, die einem als Einsteiger das Leben nicht unbedingt einfacher machen. Das ganze ist möglich, aber ich würde mit der Entscheidung für oder gegen einen solchen Charakter warten, bis du ein paar Cons erlebt und ein besseres Bild vom Larp hast.

    Ansonsten ist ein einfacher menschlicher Charakter mit jagdlichem Hintergrund eigentlich eine ganz gute Einsteigerrolle, wenn du da Interesse hast, können wir das hier im Detail gerne etwas mehr ausarbeiten.

  8. #8
    Nount
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    Hallo!

    Ich würde auch empfehlen: Geh erstmal mit einem einfachen menschlichen Charakter auf ein Con und schau dir an, wie Larp funktioniert.
    Dein Charakter weist einige Schwierigkeiten auf, und es wäre echt ärgerlich, wenn du Geld und Zeit in den Charakter steckst und dann auf deinem ersten Con merkst, dass manche Sachen nicht so funktionieren, wie du es dir vorgestellt hast.

    Statt eines Vogelwesens würde ich eher einen Vogelschamanen o.ä. vorschlagen. Einfacher darzustellen, bringt weniger Unannehmlichkeiten mit sich, du wirst auf mehr Cons zugelassen und für andere Leute ist das interessanter anzuspielen.

    Was ich daran schwierig finde?
    Zunächst mal kurz zum Äußeren: Klauen als Hände und Füße ist etwas seltsam, wenn du eine Art Vogelwesen spielen willst - Vögel haben 2 Beine und 2 Flügel, nicht 4 Beine und 0 Flügel - das passt nicht so ganz zusammen.
    Außerdem solltest du bedenken, dass stark veränderte Füße und Hände und eine Vollmaske mit Schnabel dich ziemlich stark beim Laufen, Greifen, Sehen und Essen (also bei so ziemlich allen Tätigkeiten) einschränkt, das ist über mehrere Tage hinweg ziemlich gewöhnungsbedürftig und man sollte sich unbedingt vorher Gedanken darüber machen, wie man alles damit gehändelt kriegt.

    "Veränderte Füße, Hände, Maske + normale Kleidung" ist für Tierwesen nicht so ideal, weil das nach "Minimalaufwand und kein Stück mehr" aussieht. Nichtmenschen tragen keine Menschenkleidung. Der Stil sollte also exotisch sein. Und man sollte darauf achten, dass die Kleidung für den Nichtmenschen Sinn ergibt - der Vogelkopf muss durchs Kopfloch passen, nicht nur der kleinere Menschenkopf, und mit Klauen kann man vermutlich keine Knöpfe o.ä. verwenden.

    Generell zur Kleidung: Eine Tunika ist gut und schön, aber auf Cons ist man i.d.R. sehr viel draußen unterwegs, da kann es auch mal tagelang in Strömen regnen oder sehr kalt werden (ja, auch im Sommer). Zumindest ein Umhang o.ä. ist ratsam.
    Trinkhörner sind übrigens ziemlich unpraktisch: Man kann sie nicht abstellen und sie sind schwierig sauberzukriegen, wenn man etwas anderes als Wasser trinkt.

    Zur Hintergrundgeschichte:
    Wie alle Adler, bin ich in den Bergen geboren worden. Mein Vater ist tot und meine Mutter verschollen. Doch im Gegensatz zu meinen Geschwistern hatte ich Armen mit Krallen als Finger. Ich wurde aus dem Nest gestossen, seit dem wandle ich durch die Wälder und fühlte mich mehr den Menschen zugehörig. Doch leider bin ich für die Menschen genaue das Gegenteil. In ihren Augen bin ich Abschaum und werde aus der Stadt gejagt. Nur wenige können mein Not verstehen. Ich kann mich nur unbemerkt in Stadt schleichen, Lebensmittel stehlen und verschwinden. Doch werde des öfteren beim stehlen erwischt

    Obwohl ich eine Bestie sei und viele wilde Gerüchte kursieren; (Geisterbeschwörung und Dunkle Mächte etc., Seltsames verschwinden von Stadtbewohnern, Königsmord) Weiß ich doch mehr als man es ahnt.
    Die toten Eltern sind das Neulingsklischee schlechthin - es kommen wirklich sehr viele Anfänger auf die Idee, dass die Eltern ihres Charakters gestorben sind. Würde ich weglassen; erfahrene Larper verdrehen da inzwischen eher die Augen
    Das mit dem Stehlen ist so eine Sache: Damit macht man sich ziemlich unbeliebt. Und wer erwischt wird, wird eher nicht getätschelt und laufen gelassen - das mit dem Lebensmittel stehlen kannst du auf Cons sowieso nicht umsetzen, und alles, was man auf dem Con nicht darstellen kann, kann man eigentlich gleich weglassen.

    Die geheimnisvolle und bedeutungsvolle Vergangenheit ist auch äußerst beliebt bei Anfängern - man nennt es gerne "magic tragic destiny" und es ist eher verpönt. Nein, dein Charakter weiß nicht mehr, als die anderen ahnen - denn auch du kennst den Plot nicht und irgendwelche Dinge, die nur für dein eigenes Hintergrundland Bedeutung haben, sind für andere Charaktere uninteressant.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

    Entspanne dich.
    Lass das Steuer los.
    Trudle durch die Welt.
    Sie ist so schön.
    (Kurt Tucholsky)

  9. #9
    Falcon_eye
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    Grünschnabel

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    Seid gegrüßt,

    Danke erstmal an Alle für eure tollen Ratschläge zu meinem Charaktervorschlag.
    Kurz zu meiner Wenigkeit: Ich bin seit Juni 2015 in einem Mittelalterverein Mitglied. Anfangs nur als Laufbursche, mittlerweile bin als jung Falkner anerkannt. Da ich vor der Zeit im Mittelalterverein als ehrenamtlicher Helfer in einer Auffangstation, mit Greifvögeln, tätig bin. Der Zufall wollte es das ich zum Mittelalter gekommen bin und etwas später zum LARP.


    Seit der Grundschule, bin ich im Laienschauspiel tätig. Mehre Schulauführungen in den letzen Jahren bei 2 Musicals mit einer kleinen Rolle. Diesen Jahres hatte ich endlich mein großen Auftritt als Vogelknecht am Blutgerichtstag, mit anschließendem Hängen am Galgen (mit Sicherung). Ich weiß was es heißt sich seine Rolle oder seinen Charakter hineinzuversetzen. Es ist nicht immer leicht aber das Ergebnis am Ende spricht für sich. LARp ist nochmal ein anderes Kaliber als das Laienschauspiel, wo nicht mit festen Skripts gearbeitet wird.


    Ich, geb ich selbst zu, mit dem Charakter etwas zu hoch gegriffen zu haben. Für ein Grünschnabel, der noch ganz am Anfang steht. Der Charakter schwebt mir schon fast ein Jahr im Kopf rum. In den letzen Wochen entstand schneien komplette Charakter Geschichte mit knapp 19 Seiten reiner Text. Doch ich lass mir meinen Charakter nochmal durch den Kopf gehen und werde einige Sachen komplett ändern. Desto trotz freu ich mich schon auf meinen erst Con. Auch wenn es noch etwas dauern.


    Bis dahin :-)
    Der Mensch ist wie ein Vogel, der sich im Fluge die Federn ausreißt, nur um Spaß zu haben.
    - Karl
    Talmop-

  10. #10
    Gerwin
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    Sorry aber du BIST ein Grünschnabel. Das ist kein Problem. Das bin ich auch mit 100+ Contagen noch. Aber die Idee in deinen Kopf funktioniert SO garantiert nicht im Larp. Du tust dir selbst (und anderen) damit echt keinen Gefallen.

    Nur als kleiner Tipp: Jeder meiner Charaktere kann auf 1/2 Seite runtergebrochen werden, in normaler Schrift. 19 Seiten schrecken mich da eher zusätzlich ab.

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