Da ich ja diesen und wahrscheinlich nächsten Monat noch nicht wirklich "CON-Tauglich" bin - was die Aurüstung usw betrifft und mir die Illusion wohl genommen wurde auf dem Larphof Einsteigerfreundlich beginnen zu können:
Ich war noch nie selbst auf dem Larphof, alles was ich sage beruht also aus Informationen aus zweiter Hand. Allgemein würde ich aber nicht sagen, dass Cons auf dem Larphof prinzipiell weniger einsteigerfreundlich wären als andere, im Gegenteil denke ich sogar, dass dort die Freiheiten recht groß und die Darstellungsansprüche nicht überdimensional hoch sind. Ein "hohes Powerlevel" bedeutet nicht unbedingt, dass dort besonders viele hochstufige Charaktere anwesend wären und besonders fortgeschrittene Inhalte Thema wären, sondern mehr, dass viele Probleme auf bestimmte Art und Weise, nämlich durch den Einsatz von Regelwerksfähigkeiten, gelöst werden, zu denen du aber prinzipiell auch als Einsteiger Zugang hast.

Worin eher das Problem liegt, ist die Tatsache, dass die Klientel des Larphofs und einiger anderer Spielstätten wie z.B. der Kölner Katakomben, in dem Ruf steht ein etwas spezielles Larp mit einem ziemlich "telling"-lastigen Spielstil zu bevorzugen, während in vielen anderen Spielerkreisen alleine schon der Begriff des "Telling" quasi als Synonym für schlechtes Spiel gilt. Das bedeutet nicht, dass du mit dieser Art Spiel nicht glücklich werden kannst, viele Spieler sind es ja ganz offensichtlich, sondern nur, dass du nicht davon ausgehen solltest, dass Larp immer genau so abläuft wie dort. Dieses Problem kannst du zwar genauso bekommen, wenn deine einzigen Cons z.B. DKWDDK-Low-Fantasy-Cons wie das "Große Manöver" oder "Unter Ahlfelds Fahne" wären, nur würdest du mit deren ziemlich zurückhaltenden Spielstil weniger Gefahr laufen, auf fremden Terrain anzuecken.

Mein Rat wäre also eher: Schau dir ruhig mal einen Con auf dem Larphof an, aber schau dir danach auch auf jeden Fall mal andere an, um einen Überblick zu bekommen, was es so alles gibt.