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  1. #21
    bradley
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    Naja Mittelaltermärkte halt. War Anfang des Monats auch noch auf einem, mE. einen der kleinen, nett gemachten. Authentisch muss man mit der Lupe suchen. Baumwoll-Stangenware, Erdbeerwein und Waffeleis ist es jedenfalls nicht. Tut mir aber auch nicht weh.

    Wenn ich da was zu deinem Konzept Assassine oder Kettenhemd-Kreuzritter sage, dann auch nicht weil es mir wehtut oder ich deinen Charakter ansonsten nicht akzeptieren würde, aber besonders originell oder für Anfänger leicht umzusetzen finde ich beides nicht.

    Wie sieht es denn mit Grundklamotte: Gugel, Tunika etc. bei dir aus?

  2. #22
    Abraxus
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    Zitat Zitat von Sosthenes Beitrag anzeigen
    Ich denke trotzdem nicht dass Mittelaltermarkthändler Grundlegendes zur Epistemologie beitragen können, ob sie nun ein schönes Zelt haben oder nicht.
    Das kann ich nicht wirklich als "Neuling" beurteilen...
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  3. #23
    Abraxus
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    Zitat Zitat von bradley Beitrag anzeigen
    Naja Mittelaltermärkte halt. War Anfang des Monats auch noch auf einem, mE. einen der kleinen, nett gemachten. Authentisch muss man mit der Lupe suchen. Baumwoll-Stangenware, Erdbeerwein und Waffeleis ist es jedenfalls nicht. Tut mir aber auch nicht weh.

    Wenn ich da was zu deinem Konzept Assassine oder Kettenhemd-Kreuzritter sage, dann auch nicht weil es mir wehtut oder ich deinen Charakter ansonsten nicht akzeptieren würde, aber besonders originell oder für Anfänger leicht umzusetzen finde ich beides nicht.

    Wie sieht es denn mit Grundklamotte: Gugel, Tunika etc. bei dir aus?

    Hi Bradley,

    keine Panik, ich kann mit Kritik gut umgehen und ziehe eh meinen Stiefel durch... also von daher kein Problem
    Zu meinen Kostümen - das Kettenhemd-Kreuzritter-Ding habe ich mir mal vor jaaahren angeschafft - und das nur als reines Karnevalskostüm, und dafür war's echt gut. Da hatte ich aber mit Mittelalter oder sonstigem nix am Hut. Ich hab's jetzt halt nur einfach... es wäre sicherlich ausbaufähig...

    Und zum anderen, das ich mir gerade zusammenstelle - wie schon zigfach von mir gesagt: Ich hab ja nicht mal ne Ahnung ob das überhaupt ein Assassine ist. Vielleicht ist das auch sowas wie ein .... äh.... "Schattenkrieger"???

    Und jups: Gugel udn Tunika habe ich zb auch *nurmalsoangemerkt*

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  4. #24
    Sosthenes
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    Zitat Zitat von Abraxus Beitrag anzeigen
    Das kann ich nicht wirklich als "Neuling" beurteilen...
    Das hat doch nichts mit Larp zu tun. Ich meine die Grundbehauptung, so wie du sie geschildert hast, ist dass man nie 100% sicher sein kann dass etwas wirklich authentisch ist, weil man ja nicht dabei war. Was zwar erkenntnistheoretisch korrekt ist, aber andererseits auch wieder furchbar trivial und nutzlos. Ich kann mir über nichts 100% sicher sein, weil meine Sinne und Erinnerung ja nicht perfekt sind, mal davon abgesehen dass die ganze Welt mir auch nur von einem Cartesischen genius malignus vorgetäuscht werden könnte (siehe Matrix). Trotzdem kommen wir im Alltag doch ganz gut zurecht...

    Und wir haben recht viele Archäologen und Historiker die sich ihre ganzes Leben mit solchen Sachen befassen und dabei auf eine große Fülle an Überbleibseln und bildlichen Darstellungen berufen können. Gerade was das Aussehen betrifft kann man normalerweise recht gute Schlussfolgerungen ziehen, Herstellung und Anwendung ist immer etwas schwieriger. Aber das deswegen gleich pauschal abzutun...

    Sorry, ich fühlte mich hier etwas philosophisch auf den Schniepel getreten. Eigentlich bin ich ja einer der mir-wurscht-hauptsache-es-sieht-gut-aus Fraktion im Larp. Zwischen Fantasy, Pragmatik und dem Mischmasch aus dutzenden von nichtüberlappenden Orten und Zeitperioden geht fast alles, und neu erfinden ist auch okay. Mit ein paar ästhethischen Präferenzen, natürlich. Unrealistische Frauenrüstungen z.B., aber das ist eher ein illustratives Problem oder bei Cosplayern angebracht, auf Larps obsiegt da die Pragmatik und das Schamgefühl. Naja, meistens.

  5. #25
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    @ Sosthenes - hast vollkommen recht. Wie gesagt ich hab das ja nur so wiedergegeben. Und da ich mich oder meinen Lebensstil einer ganz andere Zeiteoche des letzten Jahrhunderts widme, also von Möbeln, Auto, Frisur bis hin zur Kleidung und Musik, weiß ich ja wie das ist, wenn man etwas "nachäffen" bzw ausleben will, das man selber nicht erlebt hat. Da beruft man sich auf Erzählungen (in meinem Fall geht's halt noch) und auf Filmen, Bildern, Büchern
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  6. #26
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    Ganz grundsätzlich muss ich halt aus Erfahrung sagen, dass finstere, coole und respekteinflößende Rollen sehr viele (meist junge und männliche) Einsteiger ansprechen, häufig aber auch das Problem haben, überhaupt nicht zum gewünschten Spielerlebnis zu führen. Ich zitiere mich mal selber aus einem anderen Thread:

    "Assassinen sind Rollen, die im Larp so gut wie nicht funktionieren, weil es üblicherweise niemanden zum Meucheln gibt. Ein Szenario, wie man es aus vielen Filmen oder Computerspielen kennt, bei denen ein einzelner Protagonist mit Spezialauftrag in eine schwer bewachte Festung eindringt, ist im Larp aus rein logistischen Gründen nicht umzusetzen, weil man da für einen Spieler eine ganze Burg und mehrere Dutzend NSC zur Verfügung stellen müsste, und ohne solche Aufträge sind Einbrecher oder Assassinen, die den ganzen Tag herumsitzen und sich langweilen, leider ziemlich witzlos.[...]

    Zuguterletzt noch ein Argument auf einer komplexeren Grundlage, die etwas mit dem Sozialgefüge auf Cons und den üblichen Spielgepflogenheiten zu tun haben:
    Assassinen oder sonstige Charaktere, die als gefährlich, skrupellos und furchteinflößend gelten, sind nur sehr schwer zu spielen, da du mit so einer Rolle darauf angewiesen ist, dass die anderen Mitspieler so schauspielern, als hätten sie Angst und Respekt vor dir (Menschen, die auf Anhieb und von sich aus sehr furchteinflößend sind sind eher selten, und im Larp fühlt man sich meist unter Freunden und damit entspannter, als im realen Leben in einer dunklen Gasse am Bahnhof). Die meisten Larper möchten aber nicht den ganzen Tag das verschüchterte Mäuschen spielen, das ständig in Angst vor all dem üblen Gesindel um es herum erbebt, weil ein solches Spiel viel Überwindung kostet und auf Dauer ganz schön anstrengend werden kann.

    Deswegen ist, wenn man einen Charakter spielt, der von Anfang an darauf ausgelegt ist, dass Leute ihn fürchten, respektieren oder bewundern, die Enttäuschung vorprogrammiert, und es kann einem durchaus den Tag ruinieren, wenn man eigentlich den finsteren Elitekämpfer spielen wollte, und sich plötzlich der Lächerlichkeit preisgegeben fühlt. Da ist es deutlich netter und entspannter, einen Charakter mit Schwächen und kleinen Fehlern zu spielen, der sich auch mal wie ein normaler Mensch zum Deppen machen und trotzden unverzagt weiterspielen kann.
    "

    Das ganze Thema ist recht komplex, und hängt von einer Menge Faktoren ab, weswegen es vermutlich sinnvoller ist, wenn dann eine "Charakterkonzept-Findung" in einem eigenen Thread zu machen.

  7. #27
    Abraxus
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    @ Carefius

    das mit den Assassinen habe ich jetzt sehr oft gelesen und ist mir auch vollkommen verständlich. Als Neuling und absoluter NIcht-Larper habe ich logischerweise das Kostüm vor den Charakter gewählt, weil es mir pers. nur um den Optischen Eindruck/Geschmack geht. Um es mal ganz Platt zu sagen, auf nen einfachen Bauern hätte ich gar keine Lust - aber auch weil diese Art der Kostümierung für mich wenig aufregend, beeindruckend etc ist.

    Und mir geht's auch gar nicht darum irgend einen bösen und finster dreinblickenden Meuchelmörder zu spielen oder darzustellen.... wobei ich ja wie gesagt selber nichtmal recht weiß, was mein Kostüm darstellt. Es ist eben einfach total Fantasy - und das finde ich gut.

    Aber wie gesagt - ich orientiere mich gerade.....

    wobei das natürlich auch nächste Frage aufwirft: Wenn ich mir Larp anschauen, und ich sehe Leute oder Gruppen die Orcs spielen - sind die dann nicht furchteinflößend oder ängstlich? Meinem Verständnis nach will doch kein "normaler Mensch" mit einem Orc n Bierchen trinken, oder? Und Orcs sind ja nicht gerade die Art von Typ, mit dem ich meinen Sohn in den Kindergarten schicken würde...
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  8. #28
    Sosthenes
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    Orks sind so ein Thema für sich. Das ist irgendwie eine seltsame Mischung aus "Edler Wilder", "Comic Relief", moralischer Relativismus ("Die haben halt ihren eigenen Code.") und mangelnder IT/OT Trennung ("Der spielt das cool"). Und das führt dazu, dass man auch mit unmenschlichen Soziopathen einen trinken geht.

    Nicht dass Orks auf Durchschnitts-Abenteurer-Con die schlimmsten Soziopathen sind. Irgendwie haben einige Leute das Bedürfnis sich so abzureagiern bzw. das Hirn auszuschalten.

  9. #29
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    Najaaaa, ich würde sagen "Das kommt sehr darauf an!"

    Während z.B. in Vallconnan und Larhgo Orks auf Sicht getötet werden (wobei es sich dabei in der Regel um NSCs handelt), möchte man den gut gemachten SC-Orks wie auf den Großcons natürlich nicht das Spiel versauen, in dem man sie sofort tötet. (Wobei hier noch offen ist, wer hier denn wen tötet.) Da wird dann von allen Seiten eine Möglichkeit gesucht, wie man sich gegenseitig zeigen kann dass man sich hasst OHNE sich gleich bis auf's Blut zu bekämpfen. (So sollte es IMHO zumindest sein). Ein Bierchen trinken würde ich mit einem Ork aber auf garkeinen Fall.
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    USS Atlas - Star Trek LARP - www.uss-atlas.de
    Königreich Wenzingen - Fantasy LARP - www.wenzingen.de

  10. #30
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    Wenn ich mir Larp anschauen, und ich sehe Leute oder Gruppen die Orcs spielen - sind die dann nicht furchteinflößend oder ängstlich?
    Vor allem spielen auf "normalen" Larps, also Larps mit Plot und einer gemischten Spielergruppe, kaum Leute Orks, die großen aufwändig gestalteten Orktrupps die man so sieht treten in erster Linie auf großen PVP-Schlachtencons oder als NSC auf. Das Kernproblem, an dem viele solcher Konzepte scheitern, ist nämlich genau die banale Alltagssituation: Was mache ich den ganzen Tag lang, wie interagiere ich mit meinen Mitspielern, wie komme ich mit Charakterkonzepten klar, die meinem eigenen entgegenlaufen? Viele klassisch-böse Konzepte funktionieren nämlich eigentlich nur in der kurzen, eindrucksvollen Momentaufnahme, und müssen danach schnell auch wieder aus dem Blickfeld verschwinden, um nicht albern zu wirken.

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