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Thema: Grüße!

  1. #1
    KünstlerSohn
    KünstlerSohn ist offline
    Grünschnabel

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    Grüße!

    Schönen guten Abend!

    Ich habe vor einigen Monaten LARP entdeckt und plane seitdem schon munter, was für einen Charakter ich erstellen könnte. Meine Mutter will auch mitmachen, allerdings geht es diesen Sommer nicht, so dass wir Anfang bis Mitte 2015 starten wollen.(Ich bin 16 Jahre alt, deshalb ist es auch gar nicht so schlecht, dass sie das auch mag ) Kennt ihr zufällig eine Veranstaltung, die so etwa in der Mitte von Deutschland stattfindet?

    Ich hätte da auch noch ein paar Fragen, wenn das in Ordnung ist: 1. Ich bin transsexuell. (MädchenZuJunge) Gibt es bei den meisten Cons eher Gruppenduschen, Einzelduschen, Duschräume?
    Mich deuten 95% der Menschen sofort als Jungen, da ist nicht das Problem, aber ich bin noch nicht operiert, deswegen mache ich mir da ein wenig Sorgen.

    Zweitens: Meine Mutter ist Künstlerin als Nebenberuf, verkauft Bilder auch professionell. Wir haben uns überlegt, dass sie eine mittelalterliche Künstlerin mimen könnte, die sich sozusagen sinnbild durch Kohlezeichnungen von reicheren Herren über Wasser hält. Im Spiel selbst, wollen wir dann aber nichts dafür verlangen. Ich bin dann eben ihr jüngster Sohn. Als Hintergrundgeschichte haben wir uns folgendes ausgedacht: Sie stammt aus einer Künstlerfamilie, verliebt sich in einen Bauern, heiratet diesen gegen den Willen der Familie, kriegt einige Kinder, Bauer stirbt, Ältester übernimmt Hof, Muttern und ich ziehen los und sie geht wieder ihrer alten Leidenschaft nach. Ich würde mich währenddessen gerne dem Löffelschnitzen widmen. Ist ein nettes Bild in meinem Kopf --> Lebenslustige fast 50-Jährige malt Porträts, 16-Jähriger Sohn hockt daneben und schnitzt Löffel. Was haltet ihr davon? Zu unrealistisch? Geschichte zu kurz/zu lang? Würde so etwas Anklang finden? Oder ist sowas schon wie Sand am Meer vorhanden? Sollten wir für das erste Mal vielleicht einfachere Rollen als zwei Bürger nehmen? Vielleicht zwei reine Bauern?

    Achso und: Gibt es auf einer Con auch immer mal wieder Pausen? Wo man sich mal hinsetzen kann? Ist man ein Außenseiter, wenn man keine großen Waffen zum Kämpfen hat?

    Hui. Das ist ja nun ziemlich lang geworden. Aber trotzdem: Hallo an Alle und ich hoffe, man versteht sich

    MfG KünstlerSohn

  2. #2
    Cartefius
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    Hallo und willkommen im Hobby!

    Es gibt inzwischen recht viele Veranstaltungen, von denen auch viele auf Einsteiger oder Jugendliche zugeschnitten sind, und das Gebiet grob in der Mitte von Deutschland ist auch recht beliebt, z.B. findet mit dem Conquest auch die größte deutsche Larpveranstaltung jährlich in der Nähe von Hannover statt. Falls nicht noch jemand einen konkreten Tipp zur Hand hat empfehle ich einen Blick in den Larpkalender.

    Gibt es bei den meisten Cons eher Gruppenduschen, Einzelduschen, Duschräume?
    Das ist sehr unterschiedlich, es gibt alles. Die meisten Cons finden entweder auf Jugendherbergen, auf Campingplätzen oder festivalartig auf Wiesen mit Duschcontainern (oder ab und an auch ganz ohne Duschen) statt, und während auf ersteren Duschkabinen inzwischen vielerorts zum Standard gehören, findet man auf letzteren häufiger Gruppenduschen, manchmal mit, manchmal ohne Abtrennungen. Wenn das wichtig für dich ist, würde ich primär nach Jugendherbergscons Ausschau halten, wobei wenn ich mich recht erinnere z.B. die Tannenburg und die Winterburg ebenfalls Gruppenduschen haben.
    Ansonsten kann ich mir aber vorstellen dass man da in vielen Fällen eine individuelle Lösung finden kann, z.B. indem man im Vorfeld freundlich fragt, ob man eine (häufig vorhandene) kleine Team- oder Lehrerdusche mitbenutzen kann, und ich persönlich hätte auch kein Problem damit, wenn ich an der Gemeinschafts-Herrendusche ein Schild vorfinden würde auf dem steht: "Dusche belegt, bitte kurz warten". Solange das nicht unbedingt eine 45-Minuten-Dusche beim einzigen Duschcontainer zur Hauptverkehrszeit ist... ;-)

    Was die zeichnerische Tätigkeit deiner Mutter angeht, so etwas wird erfahrungsgemäß sehr gerne gesehen, gerade wenn man bereit ist, seine Werke allein für Spielgeld zu "verkaufen". Auch die Hintergrundgeschichte finde ich prinzipiell ok: Die ist glaubwürdig und nicht überkandidelt, und mehr braucht man eigentlich nicht. Allerdings klingt es für mich dann doch ein bisschen eintönig, drei Tage am Stück nur rumzusitzen und Löffel zu schnitzen, da kannst du dich eigentlich darauf einstellen, dass ein bisschen mehr passiert. Das schöne an so einem einfachen Charakter ist aber, dass man sich dann im Spiel nach anderen Tätigkeiten umsehen und flexibel auf die Ereignisse reagieren kann, wie das auch der Charakter täte.
    Was das Verhältnis Bürger oder einfache Bauern angeht, eigentlich geht beides gut, schwieriger ist eher, wenn man etwas ausgefallenes wie Adel oder Nichtmenschen spielen möchte.

    Was die Pausen angeht: Das hängt natürlich ein bisschen vom Con und der eigenen Rolle ab (der Lageranführer hat meist einen vollen Terminplan), normalerweise ergibt sich aber immer phasenweise auch Lehrlauf, so dass eine sog. "Ambienterolle" wie ein Künstler oder Handwerker genug Zeit zur Entfaltung hat. Die meisten Einsteiger machen eher den Fehler, von 24-Stunden-Dauerbespaßung auszugehen, und wissen dann nichts mit sich anzufangen, wenn gerade mal nicht der Plot mit dem Löffel gefüttert wird! ;-)
    Einen Charakter ohne Waffe zu spielen ist überhaupt kein Problem, viele Spieler tun das, und einer meiner aktuellen Charaktere ist z.B. auch völlig unbewaffnet, außerdem gibt es bei einigen Cons Einschränkungen, was Kampfteilnahme von Minderjährigen angeht. Andersherum ist, insbesondere auf klassischen "Abenteuercons", häufig Kampf ein recht beliebter Bestandteil, und ich kann eigentlich durchaus empfehlen, sich das ganze mal unverbindlich anzuschauen, indem man sich z.B. mal im Spiel von einem Krieger ein paar Grundschläge beibringen lässt, viele Spieler die sich das am Anfang nicht vorstellen konnten finden dann doch Gefallen daran.

  3. #3
    KünstlerSohn
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    Grünschnabel

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    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Hallo und willkommen im Hobby!

    Es gibt inzwischen recht viele Veranstaltungen, von denen auch viele auf Einsteiger oder Jugendliche zugeschnitten sind, und das Gebiet grob in der Mitte von Deutschland ist auch recht beliebt, z.B. findet mit dem Conquest auch die größte deutsche Larpveranstaltung jährlich in der Nähe von Hannover statt. Falls nicht noch jemand einen konkreten Tipp zur Hand hat empfehle ich einen Blick in den Larpkalender.


    Das ist sehr unterschiedlich, es gibt alles. Die meisten Cons finden entweder auf Jugendherbergen, auf Campingplätzen oder festivalartig auf Wiesen mit Duschcontainern (oder ab und an auch ganz ohne Duschen) statt, und während auf ersteren Duschkabinen inzwischen vielerorts zum Standard gehören, findet man auf letzteren häufiger Gruppenduschen, manchmal mit, manchmal ohne Abtrennungen. Wenn das wichtig für dich ist, würde ich primär nach Jugendherbergscons Ausschau halten, wobei wenn ich mich recht erinnere z.B. die Tannenburg und die Winterburg ebenfalls Gruppenduschen haben.
    Ansonsten kann ich mir aber vorstellen dass man da in vielen Fällen eine individuelle Lösung finden kann, z.B. indem man im Vorfeld freundlich fragt, ob man eine (häufig vorhandene) kleine Team- oder Lehrerdusche mitbenutzen kann, und ich persönlich hätte auch kein Problem damit, wenn ich an der Gemeinschafts-Herrendusche ein Schild vorfinden würde auf dem steht: "Dusche belegt, bitte kurz warten". Solange das nicht unbedingt eine 45-Minuten-Dusche beim einzigen Duschcontainer zur Hauptverkehrszeit ist... ;-)

    Was die zeichnerische Tätigkeit deiner Mutter angeht, so etwas wird erfahrungsgemäß sehr gerne gesehen, gerade wenn man bereit ist, seine Werke allein für Spielgeld zu "verkaufen". Auch die Hintergrundgeschichte finde ich prinzipiell ok: Die ist glaubwürdig und nicht überkandidelt, und mehr braucht man eigentlich nicht. Allerdings klingt es für mich dann doch ein bisschen eintönig, drei Tage am Stück nur rumzusitzen und Löffel zu schnitzen, da kannst du dich eigentlich darauf einstellen, dass ein bisschen mehr passiert. Das schöne an so einem einfachen Charakter ist aber, dass man sich dann im Spiel nach anderen Tätigkeiten umsehen und flexibel auf die Ereignisse reagieren kann, wie das auch der Charakter täte.
    Was das Verhältnis Bürger oder einfache Bauern angeht, eigentlich geht beides gut, schwieriger ist eher, wenn man etwas ausgefallenes wie Adel oder Nichtmenschen spielen möchte.

    Was die Pausen angeht: Das hängt natürlich ein bisschen vom Con und der eigenen Rolle ab (der Lageranführer hat meist einen vollen Terminplan), normalerweise ergibt sich aber immer phasenweise auch Lehrlauf, so dass eine sog. "Ambienterolle" wie ein Künstler oder Handwerker genug Zeit zur Entfaltung hat. Die meisten Einsteiger machen eher den Fehler, von 24-Stunden-Dauerbespaßung auszugehen, und wissen dann nichts mit sich anzufangen, wenn gerade mal nicht der Plot mit dem Löffel gefüttert wird! ;-)
    Einen Charakter ohne Waffe zu spielen ist überhaupt kein Problem, viele Spieler tun das, und einer meiner aktuellen Charaktere ist z.B. auch völlig unbewaffnet, außerdem gibt es bei einigen Cons Einschränkungen, was Kampfteilnahme von Minderjährigen angeht. Andersherum ist, insbesondere auf klassischen "Abenteuercons", häufig Kampf ein recht beliebter Bestandteil, und ich kann eigentlich durchaus empfehlen, sich das ganze mal unverbindlich anzuschauen, indem man sich z.B. mal im Spiel von einem Krieger ein paar Grundschläge beibringen lässt, viele Spieler die sich das am Anfang nicht vorstellen konnten finden dann doch Gefallen daran.

    Ich habe eine Rückenerkrankung und muss so eine kleine Orthese tragen. Damit kann ich mich nur ungenügend bewegen, wenn es ums Rennen oder Bücken geht. Aber in 1-2 Jahren bin ich die los
    und dann kann ich auch mit dem Kämpfen anfangen. Und da einige Minderjährige noch nicht kämpfen lassen, ist das ja auch noch kein Problem

    Und Danke für die netten Worte!

    Man sieht ... öhm ... schreibt sich!

  4. #4
    Absolution
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    Grünschnabel

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    Ich finde euer Konzept gut! Zudem hast du den Vorteil, wenn du als einfacher Löffelschnitzer auf Wanderschaft anfängst, dass dir alle Wege offen stehen und sich dein Charakter aus dem Spiel heraus entwickelt. Vielleicht triffst du auf einen Alchemisten, der dich ein wenig in seine Künste einweiht, auf einen Ritter, der noch einen Knappen sucht, oder du entdeckst im Laufe einiger Conbesuche, dass dich das Heilerspiel interessiert, usw. Wenn du im Spiel offen an deine Mitspieler herantrittst, werden dir sicherlich die meisten von ihrem Beruf erzählen, dir das ein oder andere Zeigen und du kannst im Spiel für dich selbst herausfinden, was dir Spaß macht. Vielleicht kannst du bei einem Gelehrten/Meister-Spieler in die Lehre gehen? Wenn du dann volljährig und orthesenfrei bist, kannst du die angestrebte Richtung voll einschlagen.

  5. #5
    bradley
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    Ich finde das Konzept gut und würde mich auch gern mit Kohle zeichnen lassen oder einen handgeschnitzen Löffel kaufen. Zeit mit verschiedenen Charakteren ins Gespräch zu kommen hat man dann wohl auch beim zeichnen. Allerdings müsste man auf euch schon irgendwie aufmerksam werden, also ein passendes Schild vor dem Zelt zB. oder ihr geht rum und bietet eure Künste in den Lagern an.

  6. #6
    KünstlerSohn
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    Grünschnabel

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    Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Jap, meine Mama hat sich gedacht sie malt mit Kohle. Sie hat auch eine Staffelei, allerdings ist diese neumodisch und ich bin am überlegen, ob ich ihr nicht eine neue zusammen schreinere. Allerdings habe ich Angst, dass sie auf der ersten Con gleich wieder auseinander fällt *lach*.

    Unser Problem ist momentan an anderer Stelle: Wir haben keine Ahnung, was sie tragen könnte. Ich war im Kopfe gerade mal bei einem Hut ala Leonardo da Vinci:
    http://www.customasapblog.com/wp-con...am_159842t.jpg und einem Gürtel, da meinte sie, dass sie eine Tiara und ein Kleid tragen will. :/
    Sie meinte, sie könnte es ja von einem reichen Gönner geschenkt bekommen haben, aber irgendwie finde ich das unrealistisch (Tiara klingt so nach Elfenprinzessin). Allerdings ist es ja ihr Kostüm
    und ich will mich da nicht einmischen, wenn sie es wirklich will. Von euch hat nicht zufällig schon jemand einen Künstler gespielt oder kennt einen?
    Wie stellt ihr euch eine mittelalterliche Künstlerin vor? Da findet man nicht wirklich viele Referenzen im Netz. Achso und: Woraus hättet ihr euren Löffel lieber, Oliven- oder Eichenholz? Olive vielleicht zu italienisch?

    Vielen Dank und freundliche Grüße

    (P.s: Wenn wir dann erste Ergebnisse haben, dann erstelle ich einen Thread unter Charakterkonzepte)

  7. #7
    bradley
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    Also wenn man Könige in Öl malt, hat man wohl das Geld für eine Tiara. Für jemanden der Reisende mit Kohle malt scheint mir Tiara etwas hoch gegriffen.

  8. #8
    Chevalier
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    Also erstmal: das Konzept finde ich toll!
    Tiara würde ich auch nicht wählen, weil das was echt teures ist. Der Gönner müsste schon in Ebene eines königs zu suchen sein behaupte ich mal. Vielleicht läßt sie sich ja auf einen einfachen schmucklosen Stirnreifen runterhandeln?

    Oliven- oder Eichenholz. Puh...klingt beides sehr toll! Olivenholz würde mich nicht stören. Ich könnte es nicht mal von Buche oder Kiefer unterscheiden.
    Im Gegenteil: du könntest sogar damit werben weil dieses Holz ..öhm.. besonders haltbar oder exotisch (und damit für reichere Charaktere begehrenswert) ist (oder warum auch immer man normalerweise Olivenholz wählen würde).
    ...
    Liebensteiner Mohnfest 2019 - 15.-17.11.2019 (Spießknecht Olivier Bulain)

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