Lebenslauf des Karolus von Neuenstein

Geboren am 22. im 2. Xurl 6 n.A.III. verlebte der junge Karolus zusammen mit seinem 4 Jahre älteren Bruder Wolfram die ersten Jahre seiner Kindheit auf Gut Wildbach nördlich von Wingen. Von dort aus lenkte sein Vater Theoderich von Neuenstein als Ritter in den Diensten von Sirium Silverhorn die Geschicke des Gestütes der Eowar, der edelsten aller Pferderassen im ganzen heligonischen Reiche. Ritter Theoderich wurde als Offizier und Sohn einer alten Junkerfamilie von Sirium Silverhorns Vater im Jahre 12 v.A.III. zum Ritter geschlagen.
Im Jahre 12 n.A.III. bekam seine Frau Barbara ihr drittes Kind, Adorata. Unglücklicherweise verstarb Sie im Kindbett, aber die kleine Tochter konnte dank der Künste der Medici gerettet werden. Seither waren die drei Kinder der ganze Stolz von Ritter Theoderich.
Im Jahre 21 n.A.III. wurde der junge Karolus auf die Kriegsakademie von Ankur geschickt um sich dort sein Offizierspatent zu erwerben. Da sein Älterer Bruder Wolfram traditionsgemäß in die Fußstapfen seines Vaters treten sollte und den Weg des Ritters einschlagen sollte blieb für den jungen Karolus nur der Weg über die ostarische Armee um es zu Ruhm und Ansehen zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt war sein älterer Bruder bereits Junker und sollte binnen Jahresfrist den Ritterschlag erhalten.
Nachdem Karolus die Akademie im Jahre 24 n.A.III. mit Auszeichnung abschloss meldete er sich freiwillig zum Dienst in den Streitkräften Drackensteigs, wo sein Bruder Wolfram als Ritter bereits eine Abteilung kommandierte.
Im Jahre 25 n.A.III. wurden die Mehrzahl der Drackensteiner nach Brassach abkommandiert um dort gegen die grausigen Ödländer zu kämpfen. Dabei wurde Karolus als Fähnrich einer Abteilung Bogenschützen nach Hohenmark geschickt. Sein Bruder wurde als Kommandant einer Abteilung drackensteiner Reiterei nach Brazfurt geschickt.
Wolfram von Neuenstein fand dabei in den Kämpfen um Brazfurt, genau wie alle anderen Verteidiger und alle seine Mannen im 1. Xurl 25 n.A.III. den Tod, während er heldenhaft den an Zahl weit überlegenen Ödländern die Stirn bot. Mögen seine Taten niemals in Vergessenheit geraten.
Karolus hatte mehr Glück und sein erster Feindkontakt endete mit einem Sieg gegen die versprengten Ödländer in der Hohenmark.
Insgesamt verbrachte Karolus von Neuenstein über ein Jahr im Felde und kehrte erst im 2. Xurl 26 n.A.III. wieder nach Drackensteig zurück. Bei seiner Rückkehr war Karolus bereits Hauptmann und Kommandant der Hilfstruppen der drackensteiger Truppen.
Im gleichen Jahr wurde er vom Generalzeugmeister Jareck von Jolberg in den Stab nach Ankur berufen, den er hatte sich mit seinen taktischen Zügen und seiner durchdachten Führungsweise einen Namen unter den Offizieren gemacht. Überdies verfasste er im Anschluss an den Ödlandfeldzug eine Denkschrift in der die Wichtigkeit des gesicherten Nachschubes und der Sappeurkunst als entscheidend für größere kriegerische Auseinandersetzungen beschrieben wird.
Damit wurde er vom Generalzeugmeister der h.O. Armee ins neu geschaffene Amt für Nachschubwesen, das Quartieramt berufen und dort im Rang eines Amtsdirektors eingesetzt.
Zum Jahreswechsel des Jahres 26/27 n.A.III. verstarb Theoderich von Neuenstein, Karolus und Adoratas Vater nach kurzer schwerer Krankheit im gesegneten Alter von 61 Jahren.
Als Nachfolger seines Vaters wurde Karolus als Freiherr von Neuenstein auf Gut Wildbach eingesetzt.
Innerhalb der nächsten 4 Jahre machte Karolus sowohl aus Gut Wildbach ein Vorzeigegestüt, mit tatkräftiger Hilfe seiner Schwester Adorata, die schon von Kindesbeinen an ein Händchen für Pferde hatte, als auch aus dem Quartieramt eines der wichtigsten Ämter in der Schustergasse. Dafür erhielt er vom Generalzeugmeister und von Herzog Uriel II. per Heliosbrief weitreichende Befugnisse und wurde zum Generalquartiermeister ernannt. Damit erhielt Karolus faktisch den Oberbefehl für alle nicht kämpfenden Truppenteile der ostarischen Armee.
Im 2. Xurl 31 n.A.III. wurde Karolus von Neuenstein schließlich zum Baron von Neuenstein erhoben als Dank und Anerkennung für seine bisherigen Verdienste und Leistungen und übernahm damit die Geschicke des Lehens welches vormals Drackensteig hieß.
Bereits kurz nach seiner Ernennung zum Baron veranlasste Baron Karolus umfangreiche Massnahmen zur Sicherung der Reichsgrenzen im Konflikt um die Mantiden im benachbarten Thal. Außerdem schaffte er es binnen Jahresfrist die Piraterie zu unterbinden, die entlang des Brazzach zu einem ernstzunehmenden Problem herangewachsen war.
Darüber hinaus wurde auf dem in Neuenstein beheimateten Truppenübungsplatz Lordsburg die herzöglich-ostarische Pionierakademie geschaffen, welche unter der Schirmherrschaft des Barons von Neuenstein steht und künftig den Bedarf an geschulten Kräften für das Nachschub- und Sappeurwesen der h.O. Armee sicher stellen soll.
Zum Jahreswechsel 34/35 n.A.III. wurde der staunenden Öffentlichkeit dann durch den Generalquartiermeister der Plan des großen interostarischen Kanals vorgestellt.
Dieser Kanal soll bei seiner Fertigstellung, die für das Jahr 40 n.A. III geplant ist, Ostarien auf einer Linie zwischen Veitsburg, Emaransee und Ankur durchschneiden und dem ostarischen Kernland nicht nur den Zugang zum Seehandel und wirtschaftlichen Aufschwung bescheren, sondern auch die strategische Überlegenheit der ostarischen Flotte in Jolborn und Brazzach zementieren. Der Kanal soll dem jungen Herzog Angilbert I bei seiner Amtseinführung zu seiner Volljährigkeit übergeben werden.