Hallo zusammen !!

Das Gedicht Weg der Erlösung war das Plotgedicht von Pax 13 - Das Grab des letzten Königs.

Im Plot selbst ging es darum, daß Legenden davon berichteten, daß der letzte König des "Schwarzen Waldes" nie gestorben war, sondern lediglich in seinem Grabe schlafen würde.
Zu jener Zeit wurde der "Schwarze Wald" von Raubrittern angegriffen und die Familie des Königs faste einen Plan, um den König vor dem Raubritter zu beschützen und täuschte so seinen Tod vor.
Die Spieler hatten nun die Aufgabe zu überprüfen, ob jene Legende der Wahrheit entsprach.
Um die Krypta (oder besser das Mausoleum) in welchem der König eins begraben wurde zu öffnen benötigten die Spieler ein Siegel, welches in mehrere Stücke zerlegt worden war. Eines der Teile hatte einst die Schwester des Königs bekommen.
Da sie dieses jedoch nicht bei sich behalten wollte, versteckte sie es in der Nähe des Grabes ihres Bruders. In einem Gedicht schrieb sie ihre Ängste und ihren Schmerz nieder, versteckte darin aber auch die Wegbeschreibung zum Versteckt des Siegelstückes.



Weg der Erlösung


Mein Bruder mußte gehen
auch wenn vor seiner Zeit
Führt nun ein neues Leben
ohne Krieg und Tod und Leid

Wir haben ihn voll Würde
gebettet in sein Grab
Es ist nun unsre Bürde
zu wahren all sein Hab

Doch konnt ich seine Seele
nicht geben so schnell frei
Schnürte mir zu die Kehle
daß er nun nicht mehr sei

Konnt selbst mir nicht vergeben
was wir ihm angetan
mußte mein Seelenleben
befreien von dem Wahn

Lief zu des Bruders Grabe
als grad der Tag begann
Dort ich gefunden habe
die Antwort irgendwann

Ich träumte eine Reise
zu lösen meinen Schmerz
Auf ganz besondre Weise
geleitet durch mein Herz

So wand ich mich gen Osten
der steigend Sonne zu
Ließ meine Tränen kosten
des Grases sanfte Ruh

Des Nordwinds kühle Bande
sanft streicheln mein Gesicht
als ich am Waldesrande
mich abwandte vom Licht

Mein Herz das wurde schwerer
beeilen mußt ich mich
viele Gedanken derer
man nicht kann wehren sich

Schritt durchs Portal der Bäume
und sah des Himmels rot
sah plötzlich dunkle Träume
als folge mir der Tod

Die Tränen flossen rege
als wich des Himmels grau
wurden am Hangeswege
zu süßem Morgentau

Ganz unten dann am Hange
stand der Gemarkungsstein
Den Weg dort lief ich bange
tief in den Wald hinein

Denn dieser war noch dunkel
die Bäume bedrohlich
Sah Schatten und Gefunkel
was arg ließ frösteln mich

Der Weg der war der rechte
daß fühlt ich tief in mir
selbst wenn man mich nun ächte
nachdem ich nun war hier

Auf einem großen Steine
der links des Weges lag
ließ ruh?n ich meine Beine
wollt warten auf den Tag

Meine Gedanken schweiften
ich dachte ohne Plan
bis sie dann plötzlich streiften
des bösen Mannes Wahn

Ich schrak sofort zusammen
Erinnrung voller Qual
mein Inres voller Flammen
schritt tiefer ich ins Tal

Ich wollte nur entfliehen
der Last des Herzens schwer
ließ mich noch weiter ziehen
ging einfach vor mir her

Der Schmerz war schnell entschwunden
als ich fand einen Quell
es heilte meine Wunden
des Wassers sprudeln hell

Und wieder sank ich nieder
und dachte an die Qual
wollt spürn sie nie mehr wieder
doch hat ich keine Wahl

Die Last durch meine Bürde
die aufgetragen mir
geraubt mir alle Würde
sonst wär ich jetzt nicht hier

So schritt ich wieder weiter
entlang des Baches Lauf
der Schmerz ein dunkler Streiter
hob meinen Kopf nicht auf

Als ich fand am Bach gelegen
den Schlüsselblumengrund
spürt ich der Götter Segen
gekommen meine Stund

Nun endlich hab gefunden
ich meiner Reise Ziel
nun heilen meine Wunden
derer ich habe viel

Zwischen drei großen Steinen
darnieder legt ich mich
und fing dann an zu weinen
der Tränen bitterlich

Begrub dort meine Schmerzen
im feuchten, tiefen Grund
Welch Last von meinem Herzen
welch glücklich, frohe Stund.



[align=right]April 2006
Oliver Mayer