Hallo zusammen !!

Und noch eins unserer Plotgedichte. Dieses mal von Pax 11 - Der Pfad des Lebens.

Der Con drehte sich um einen Heilmagier. Jener hatte es dereinst nicht verkraftet, daß ihm trotz seiner mächtigen Magie ein Verletzter unter den Händen weggestorben war. Daraufhin hatte er sich geschworen, einen Weg zu finden, wie ihm dies nicht mehr unterlaufen würde.
Er ließ sich durch machtvolle Magier einen Weg ins Totenreich öffnen und schritt hindurch. Von dort aus gelang es ihm in der Welt der Lebenden gerade Verstorbene wieder zum Leben zu erwecken, indem er ihre Seele vom Totenreich aus wieder in ihre Körper band und diese mittels seiner Heilmagie wieder heilte. Dabei erschuf er jedoch keine Lebenden, aber auch keine Untoten, sondern irgend etwas dazwischen. Wesen mit Seele aber dennoch tot.
Die Spieler hatten nun die Aufgabe diesem Wirken ein Ende zu bereiten.
Auch dieses Mal enthielt das Plotgedicht "Totes Leben" keine wichtigen Hinweise, wohl aber einen Ansporn für die Spieler.
Ganz nebenbei ist es aber auch meine persönliche Abrechnung mit dem Zauber "Wiedererweckung" im Larp, mit dem so gerne Chars zurückgeholt werden.



Totes Leben


Der Pfad des Lebens führt ein jeden,
von der Wiege bis ins Grab,
bestimmt allein durch göttlich Wille,
wann es denn soweit sein mag.

Wenn jemand diese Welt verläßt,
dann lasset seine Seele gehn,
und die Asche seines Leibes,
mag fortan im Wind verwehn.

Stellt euch nicht dem Tod entgegen,
versuchet keine Wiederkehr,
ist nicht nur gegen göttlich Wille,
auch den Toten straft es sehr.

Denn wenn zurückgeholt wird er,
welches Leben ist das noch,
gefangen sein zwischen den Welten,
süßer Tod und Lebens Joch.

Eine Seele noch lebendig,
die in totem Körper wohnt,
ist das wirklich noch ein Leben,
welches sich zu leben lohnt.

Seel und Körper zwar zusammen,
aber für immer doch getrennt,
größ?re Straf kann es nicht geben,
für Jemand den man ?lebend? nennt.

Ihr selbst könnt niemals sein wie Götter,
die holen Leben aus dem Tod,
nur totes Leben könnt ihr schaffen,
ein Frevel an göttlich Gebot.

Drum höret meine Worte hier,
steigt eine Seel zum Reich der Toten auf,
dann seiet traurig, ehrt den Toten,
und laßt dem Pfad des Lebens seinen Lauf.





[align=right]Dezember 2004
Oliver Mayer