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Das Gedicht "Das Ende aller Unschuld" war eines der beiden Plotgedichte identischen Namens von Pax 9 - Das Ende aller Unschuld.

Auf Pax 9 ging es um die finale Schlacht gegen den dunklen Kult und seinen Götzen, das Abbild des dunklen Gottes Tarnoth auf Erden.
Jener Götze ruhte in einem, durch die Mächte des Lichtes versiegelten, Sarg. Der dunkle Kult, der den Götzen befreien und erwecken wollte, bediente sich hierfür der besonderen psychokinetischen Gabe eines kleinen Mädchens.
Jenes Mädchen war von seinen Eltern gehaßt, da diese sich einen Jungen gewünscht hatten. Bei seinen Eltern keine Liebe findend, suchte das Mädchen diese woanders und geriet dabei an den dunklen Kult, dessen Opfer es letzendlich wurde.

Dazu gab es folgendes Plotgedicht:

Das Ende aller Unschuld

Voller Unschuld eines Kindes Herz,
weiß nichts von Not und Angst und Schmerz,
voller Reinheit seiner Seele Kleid,
kennt keine Habgier, keinen Haß, kein Neid.

Das einzge für sein Herzlein fein,
ist irgendwo geborgen sein,
will Liebe und viel Zärtlichkeit,
denn dann bleibt alles Dunkle weit.

Was jedoch wird wohl geschehn,
wenn nichts davon sein Herz wird sehn,
wenn keine Liebe es erhält,
wenn es unerwünscht auf dieser Welt?

Vereinsamt und in sich gekehrt,
bleibt ihm das Glück der Welt verwehrt,
stumm erträgt es den Haß der Seinen,
hat verlernt sogar das weinen.

Das einzge wo es noch kann geborgen sein,
ist seine eigne Seele fein,
dorthin zieht es sich zurück
und träumt von Liebe und von Glück.

Ohne Hoffnung auf ein bessres Leben,
erträgt es alles was schlägt ihm entgegen.
doch seiner Seele innres Kleid,
bezahlt den Preis der Einsamkeit.

Und dann verändert sich sein Herz,
schließt ein vermißter Liebe Schmerz,
und aus diesem Schmerze wird geboren,
wodurch es einst wird sein verloren.

Der Drang nach Liebe weiter geht,
als jeder der Seinen ihm nahe steht,
bei jedem Fremden der nun steht bereit,
sucht es nach Liebe und Geborgenheit.

Doch nun auch das Böse nahe ist,
welches gewinnt das Kinderherz mit List,
häuchelt und täuscht seine Liebe vor,
für welche das Kind hat ein offenes Ohr

So kann das Böse leicht gewinnen,
das Kind für sein wahres dunkles Sinnen,
die Saat des Bösen kann nun gehen auf,
das Schicksal nehmen seinen dunklen Lauf.

Denn nun ist das unschuldge kleine Herz bereit,
in sich aufzunehmen die Freud aus Haß und andrer Leid,
an der Furcht der Andren kann es sich nun weiden,
aus Rache läßt es die Andren leiden.

Oh kleines süßes Kinderherz,
was nur entstanden ist aus deinem Schmerz,
da du nun so geworden bist,
das Ende aller Unschuld gekommen ist.


[align=right]April 2003
Oliver Mayer