Der Untergang der Insel Nhal-Utal
Erzählt von Kadur Omnashek


Vor mehr als 500 Jahren bereiste ich im Gefolge des Kriegsfürsten Wareko dem Heiler die Insel Nhal-Utal. Sie wurde zu dieser Zeit von König Jados dem Weisen regiert. Es war eine glanzvolle Insel, auf der alle in Eintracht miteinander lebten, es herrschte Wohlstand und die Waren der Insel waren auf dem Ganzen Kontinent begehrt. König Jados wusste um das Gift, welches das Gold uns Silber mit sich brachte und so achtete er auf die gerechte Verteilung der Reichtümer, so das selbst der ärmste Bauer mehr als genug zum Leben hatte.
Jedoch Jados war damals schon ein alter und kranker Mann vom Volke der Menschen von Marduk. Fürst Wareko war gerufen worden, um dem König das Leben zu verlängern, was ihm trotz Salben und Magie nicht gelang.
So wurde Igeh, des Königs Sohn, gekrönt. Dieser hatte jedoch nicht die Weisheit seines Vaters im Blute und war voll und ganz dem Fluche des Goldes verfallen. Er verjagte alle Gesandten der Völker, die ihm keinen Tribut zollen wollten oder konnten. Fürst Wareko weigerte sich, und so würden wir zurück auf das Meer der Stürme geschickt, welches wir nur durch Shanomas Segen heil durchquerten. Die Nachrichten, welche die Insel frei verließen, würden immer schlimmer und herrlicher. Niemand konnte umhin, die Pracht, des königlichen Hofes zu bewundern, der erbaut war aus reinstem Golde, Silber, Mithril und allem was wertvoll war. Jedoch konnte auch keiner am Elend des Volkes vorbeisehen, das hungerleidend und ausgebeutet auf der Insel gefangen war.
Dies Missfiel dem Renos, der um den Glanz seiner Sonne fürchtete und er zürnte dem eitlen Gecken und er ließ seine Sonne sieben Tage lang nicht scheinen. Jedoch am achten Tage hatte er Mitleid mit dem Volke von Nhal-Utal und er schenkte ihnen erneut den Segen des Lichts. Dies nahm Igeh zum Anlass, seinen Triumph über die Sonne zu bekunden, indem er sich selbst als den Herrn der Sonne ausrief. Und alles Volke kniete vor ihm, als sei er Renos persönlich.
Da zürnte Renos bitterlich und verdunkelte die Sonne erneut. Shanoma ließ den heftigsten Sturm über die Insel tosen der je gesichtet wurde und Marenja schüttete Tropfen um Tropfen zu strömendem Regen aus. Seefahrer, die gerade zu der Insel fuhren,berichten, Renos selbst habe sie mit seiner flammenden Faust in das Meer geschlagen, mitsamt ihren Bewohnern, ihren Schätzen und ihrem Wissen.
Viele Abenteurer und Schatzjäger versuchten seitdem Nhal-Utal zu finden, wenige kehrten zurück, noch weniger waren danach noch die Herren ihrer Sinne.
Daher heißt es, Renos habe die Insel nicht ganz in das Meer geschlagen, sondern die Spitze eines Berges rage noch hinaus. Auf ihr soll nach den Erzählungen der König Igeh sitzen, allein, ohne Leben und doch nicht tot, um seiner Torheit zu bedenken.


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zum verstehen:
Renos ist der sonnengott, Shanoma die Herrin über Sturm und Blitz und Marenja hat die Macht über Regen und Donner. Die SChöpfungsgeschichte kommt dann auch noch enn sie fertig überarbeitet ist.

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