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  1. #11
    Gerwin
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    Ich verstehe nicht wie du auf mehrere gegen einen kommst. Es kann auch 10 gegen 10, 20 gegen 20 oder 100 gegen 100 sein. Mich hätte nur ein Kampftraining abseits des üblichen Langschwerteinzelkampfs (am besten in Turnkleidung und ohne Berühren) interessiert.

    Ich glaube sogar beim BotN wird abgebrochen wenn mehr als 2 Mann einen bearbeiten.

  2. #12
    oliverp
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    Zitat Zitat von LarpTroll Beitrag anzeigen
    InBotN treten doch zahlenmäßig gleiche Gruppen an, so dass das Fairnessprinzip dasselbe ist wie in anderen Mannschaftssportarten auch. Bei der Bewertung von Technik muss dann auch Gruppenkoordination und Mannschaftstaktik mit einbezogen werden.
    Ohne es böse zu meinen, wenn man Basketball/Fussballverteiger 2 (oder mehr) gegen 1 mit drauf einschlagen gleichsetzt, dann hat man in beiden Fällen das Subtanzielle nicht verstanden. Und in den ersten Beispielen auch nicht die Regeln.

    Es gibt mittlerweile auch Gruppen-MMA-Wettkämpfe unter Hooligans im internationalen Pay TV (und Youtube), das mag den Teilnehmern Spaß machen und den Zuschauern auch, aber es ist kein sportlicher Wettkampf, sondern nur ein Um die Wette Kämpfen. Sport bedingt Fairness in jeder Aktion, wenn nicht, aktivem Schiedsrichtertum und entsprechender Sanktion und klaren Siegkreterien.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
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  3. #13
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    Wenn Hooligans MMA treiben, ist das kein Sport mehr? Dann betreiben Hooligans dann aber irgendwas, nur halt kein MMA, denn das ist ein Sport. Kämpfe im Hooligankontext werden wahrscheinlich der Sport-Definition des Dt. Olympischen Sportbundes dort widersprechen, wo die Auflagen zur Anerkennung einer Sportart die "Unverletzlichkeit der Person" ist. Die Unverletzlichkeit wird dadurch gewährleistet, dass es in einem Sport nicht darum gehen soll, den Gegner zu verletzen, auch wenn das vorkommen kann. Ohne über Detailwissen zu BotN zu verfügen, sehe ich keine gravierenden Verstöße bezüglich der rechtlichen Auflagen des Sportbundes:

    - eigene, sportartbestimmende motorische Aktivität
    - Ausübung der eigenmotorischen Aktivitäten muss Selbstzweck der Betätigung sein
    - ethischer Werte (Fairplay, Chancengleichheit, Unverletzlichkeit der Person, Regelwerk)

    Es dauert natürlich mitunter, bis ein Sport anerkannt wird. Dart hatte 20 Jahre auf seine Anerkennung warten müssen. Je mehr Leute einen Sport betreiben, je mehr es von Fun zum Professionellen geht, desto ausgeklügelter werden auch die Techniken. Rugby war in seiner Anfangsphase sicher auch viel Haudrauf.

    PS: Wenn Hooligans ihre Kämpfe nach MMA-Regeln betreiben, ist das schon mal ein ethischer Fortschritt gegenüber den Kampfprinzipien, nach denen sie sich ansonsten kloppen.
    Geändert von LarpTroll (18.05.2017 um 22:14 Uhr)

  4. #14
    oliverp
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    Sportlicher Wettkampf definiert sich durch Regeln, das Streben von Gleichbehandlung und Supervision und ggf Sanktion.

    Wenn ein Hooligan MMA macht ist es Sport, wenn der MMAler zum Hooligan wird, ist es keiner mehr. Ich verstehe deine Gegenrede zu kulturellen Selbstverständlichkeiten und betont werttungsfreien Tatsachenäußerungen nicht. Sorry. Das Attribut "Sport" ist wertungsfrei. Vll interpretierst du darin etwas zu viel? Etwa eine Legitimation? Die brauchts nicht.

    Ich akzeptiere das ja. Nur mag ich dem keine falschen Begriffe wie "Sport" oder "technisch anspruchsvoll" zuordnen. Vll mach ich ja selbst mal mit, wer weiß?
    Geändert von oliverp (18.05.2017 um 22:22 Uhr)
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  5. #15
    Gerwin
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    Es geht nicht um "technisch anspruchsvoll". Zumindest mir nicht. Der Threadersteller wollte wissen wo er entsprechende mittelalterliche Techniken erlernen kann. Und da sind entsprechende Freikampfveranstaltungen nicht die schlechteste Alternative. Natürlich ist dass jetzt etwas anderes als Talhofferturnen oder Waffenballett. Auch ein "Hooligan" (oder BotN-Teilnehmer) wird jedoch, ab einer gewissen "Klasse", für sein Hobby "trainieren". Und soweit ich weiß hat auch das BotN feste Regeln. Zumindest hat es unparteiische die (im Zweifel) eingreifen.

    Mal ganz davon abgesehen, dass "Unverletzlichkeit der Person" vielleicht noch bei Sportarten wie "modernen Fechten", Fußball oder ähnlichen der Fall ist. Ein (Wettkampf)Boxer will seinen gegenüber verletzen. Und niemand würde sagen "Boxen ist deshalb kein Sport".

    Wir entfernen uns aber vom generellen Thema. Offenbar gibt es kaum eine Alternative zu kämpfen abseits des 1gegen1 Bereichs. Der Rest kann ja gerne im Sportthread diskutiert werden.

  6. #16
    LarpTroll
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    Die "Unverletzlichkeit der Person" ist wahrscheinlich so gemeint, dass die Verletzung nicht das Ziel ist. Es gewinnt ja der Boxer mit den meisten Punkten oder einem KO und nicht der mit der höheren Verletzungsbilanz. Ein Regelwerk, bei dem Knochenbrüche mehr Punkte bringen als Prellungen, erfüllt nicht die Auflagen des Sportbundes.

    Naja, es gäbe noch Tag Team Wrestling

  7. #17
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    Auch beim Freikampf dürfte die Verletzung des Gegners nun nicht unbedingt das endgültige Ziel sein. Ich habe mir nun einige Videos im Waffenfreikampf angesehen. In der Regel gibt der Gegner doch vorher auf oder der Kampf wird abgebrochen. Und zumindest wenn ich durch KO gewinnen will muss ich meinen Gegner fast zwangsläufig verletzen. Die streicheln sich ja nicht.
    Mal ganz davon ab dass wir uns hier in einer Grauzonendiskussion bewegen. Auch MMA Veranstaltungen wurden lange, mangels fehlenden Sportcharakter, verboten. Und, nicht zuletzt, noch im vergangenen Jahrhundert Frauenfußball.

    Je NÄHER man nun an die Simulation einer echten kriegerischen Ausseinandersetzung (wenn auch mit "sicheren Waffen und Rüstungen") gelangt, umso näher mag aus Sport ein "Kampfspiel" werden.

  8. #18
    LarpTroll
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    Hier sind die Kriterien und dennoch ist Boxen olympisch. Es dürfen auch keine simulierten Tötungshandlungen vorgenommen werden. Menschenjagd mit Larp-Pfeilen hätte keine Chance. Fechten und Boxen haben wohl ausgeklügelte philosophische Argumentationen gefunden, das Kriterium der "Unverletzlichkeit der Person" einzuhalten oder die Sportarten waren schon zu weit anerkannt, als dass sie nicht aufgenommen werden dürften. Sport-Definitionen jenseits solcher Amtskriterien, gibt es viele, das stimmt schon.

    Es gibt neben der Kategorie der Sportart noch die der Tätigkeit, die wie Sport betrieben werden kann. So kann man jedes Kampfspiel wie einen Sport betreiben.

    Ich weiß aber auch nicht mehr, wieso der Thread so abgedriftet ist von der Ausgangsfrage.
    Geändert von LarpTroll (19.05.2017 um 15:49 Uhr)

  9. #19
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    Hallo,

    so viel Diskussion wollte ich ja garnicht lostreten

    Die Idee mit dem historischen Kampfkunstverein hatte ich auch schon, wollte hier aber vorher mal reinhorchen.
    Im Stuttgarter-Raum gibt es da ja auch einen recht bekannten.

    @oliverp: du hast etwas von einem "Gestampfe bei St Wendel" erzählt. Das könnte ich mir auch vorstellen, da ich ursprünglich aus der Richtung Saarland komme. Um was genau handelt es sich da?

    @Gerwin: Du hast wahrscheinlich recht, dass ein BotN-Kampf einem richtigen Gefecht mit zig Soldaten vielleicht sogar recht nahe kommt. Ich kenne Videos dazu und muss sagen es ist einfach nicht mein Ding. Schwergewichtskämpfe beim Boxen sind in der Regel auch nicht mein Fall. Beides aus dem gleichen Grund, da ich gerne mehr Technik sehe. In wie weit Technik und Kämpfe unter mehreren Perosnen oder überhaupt Technik und Kämpfe mit Waffen möglich ist, ist natürlich nochmal eine ganz andere Frage.

    Ich werde mich auf jeden Fall mal an einen historischen Kampfkunstverein wenden und die fragen ob sie irgendwo mal "auftreten".

    Vielen Dank euch.

  10. #20
    Gerwin
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    Schwergewichtskämpfe beim Boxen sind in der Regel auch nicht mein Fall. Beides aus dem gleichen Grund, da ich gerne mehr Technik sehe.
    Und die siehst du eher beim Leichtgewicht? Sorry, das ist ebenso Unsinn wie "Freikampf und Technik schließt sich aus". Der Grund warum Boxer (und fast jede Kampfsportart) Gewichtsklassen haben ist zum einen sportliche Fairness gegenüber dem körperlich unterlegenen, und zum anderen dass ein Leichtgewichtsboxer ein extremes Verletzungsrisiko gegen einen Schwergewichtsboxer haben würde. Der Schwergewichtsboxer hat wiederum mit dem Leichtgewicht keine Probleme.

    Wenn es wirklich REIN ums zuschauen geht gibt es DVDs mit den Grundlagen die gar nicht so schlecht sind.

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