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  1. #29041
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    Werte zu hinterfragen, ist derbe wichtig. Und wenn ihre Zeit rum ist, darf man sie gerne abschaffen oder ihnen eine neue Bedeutung verleihen. Wandel in die Richtung, dass es vielen Menschen besser gehen würde, den will ich. Wandel, nur weil's geht? Kenn ich nicht. Ich mag nur Leute nicht, die sich irgendwann im Leben eine Meinung gemacht haben und den Rest ihres Lebens fernab von Fakten daran festhalten. Diese Personen sind innerlich tot, was ich sehr schade finde.

    LG
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  2. #29042
    Chevalier
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    Beispiel für Werte: Tradition. Zumindest wenn gefragt wird warum etwas nicht mehr ganz zeitgemäß wirkendes gemacht wird ist oft "Tradition" mit dabei. Ich komme darauf wegen der Stierkämpfe, die auf Mallorca wieder erlaubt werden mussten. Von wegen Kultur und mehrals 500 Jahre Tradition...da merkt man, dass manche Dinge auch scheiss Traditionen sind aus einer Zeit, die mit heutigen wenig zu tun hat. Vorallem werden sich da Sachen rausgepickt. Wenn es vor 500 Jahren begonnen hat und es davor nicht gab ist das vielleicht eher traditionswürdig wieder aufzuhören. Genauso wie die Tradition der Kinderehe abzuschaffen oder seine Frau zu schlagen...
    ...
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  3. #29043
    Gerwin
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    Ach heh, wenn ihr schon anfangt: Ich erlebe es sonderbarer Weise auch privat immer wieder, dass junge Menschen auch mit sehr "alternativen" Lebensentwürfen sich eine ganz klassische "Kleinfamilie" wünschen. So mit einen Partner als Allein- oder Hauptverdiener, einen der sich um die Kinder (und sei es adoptiert) kümmert oder den Haushalt führt usw. Teilweise wirklich in Formen die ich persönlich als eher extrem bezeichnen würde.

    Dennoch wird an diesen Institut der "klassischen Familie", in dem vielleicht Werte wie Treue, Zusammenhalt usw. noch mehr zählen exzessiv gerüttelt. Es MAG beispielsweise sein dass diese Lebensführung für Frauen nach einer Trennung finanziell problematisch sein kann. Auch hier werden aber wieder primär die pathologischen Fälle untersucht. Für viele (völlig egal ob nun die typische weiße-heterosexuelle-cisbeziehung oder irgendwas anderes) funktioniert es wunderbar.

    Ob man nun diese Beziehungsform staatlich bevorzugt fördern sollte, ob man sie im Rahmen der "Ehe für alle" öffnen muss oder ob es sinnvoll ist wenn sich die Kirche selbst dafür ausspricht halte ich für diskutabel. Ich denke durchaus dass heute eben auch "nichttraditonelle" Beziehungsformen gefördert werden sollten. Manchmal habe ich da aber durchaus den Eindruck dass lediglich kritisiert wird weil man eben eine funktionierende Lebensform nicht akzeptiert.

    Beispiel gefällig: Wenn ich nun (fiktiv) sagen würde dass ich ja genug verdiene und meine Partnerin deshalb ruhig den Haushalt schmeißen soll würde das von vielen abgelehnt, auch unter den Gesichtspunkt "Macht eines (angeblichen) Patriachats". Die gleiche Situation mit umgedrehten Geschlechterrollen juckt (zumindest öffentlich) niemanden.

    Gruß

    Gerwin

    P.S.: innerlich tot..nett gesagt Benutzer. Das Argument könnte man aber leicht auch in die andere Richtung drehen.

  4. #29044
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    @ Gerwin
    Dann dreh es doch. Mir ist das egal. :P

    "Tradition ist Gruppenzwang von bereits Verstorbenen"
    Den Spruch hab ich mal gefunden und fand ihn ganz gut. Man darf und sollte jede Tradition hinterfragen. Ob das Stiere sind oder die Ehe, völlig wumpe. Aber mich einfach so von Toten erpressen lasse ich mich nicht.

    Und, Gerwin, ja, das Pendel schlägt immer noch zum traditionellen *würg* Familienbild aus, was unter anderem am System liegt (darüber haben wir hier schon oft genug diskutiert) und andererseits, weil es sich einfach ergibt.
    Andere Beziehungsstrukturen erfordern viel Arbeit und Kommunikation und Selbstreflexion. Mit Job und Kind und allem, ist es einfacher sich der bekannten Norm hinzugeben als neu zu verhandeln. Dann herrschen zwar Annahmen
    vor und jeder kommt mit unterschiedlichen Annahmen in eine Beziehung...aber naja.

    Und wenn in deinem sozialen Umfeld die Leute traditionell leben wollen, dürfen sie das gerne tun. In meinem sozialen Umfeld erlebe ich das anders.
    Und Zusammenhalt möchte ich als Wert durchaus hochhalten. Nur eben nicht begrenzt auf eine Familie, sondern auch auf ein Netzwerk. :P

    Wenn es euer beider Konsenz ist, dass du arbeitest und sie den Haushalt schmeißt, bitte. Aber die Frau in die Rolle zu drängen. Ihr den Job zu verbieten oder ihre Ausbildung sabotieren, das geht halt nicht.

    LG
    Benutzer755

    PS: Hallo Chevi!
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  5. #29045
    Gerwin
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    In meinem sozialen Umfeld erlebe ich das anders.
    Naja, das würde ich jetzt aber tatsächlich hinterfragen. Es ist zwar immer eine Frage wie man "soziales Umfeld" definiert, ich bin mir aber ziemlich sicher dass auch in deinen Umfeld die allermeisten Menschen in einer Paarbeziehung leben oder diese zumindest anstreben. Ansonsten hättest du ein sehr selektiertes Umfeld. Auch das soziale Umfeld einer Transperson besteht schließlich zu allergrößten Teilen aus Cis-Menschen, außer sie blockt diese Menschen ganz bewusst ab.

    ja, das Pendel schlägt immer noch zum traditionellen *würg* Familienbild aus, was unter anderem am System liegt (darüber haben wir hier schon oft genug diskutiert) und andererseits, weil es sich einfach ergibt.
    Andere Beziehungsstrukturen erfordern viel Arbeit und Kommunikation und Selbstreflexion.
    Damit unterstellst du ja deinen gegenüber eine gewisse Faulheit im Bereich der Kommunikation. Für manche mag das tatsächlich zutreffen, für viele aber eben auch nicht. Gibt ja genug Dinge die im Beziehungsleben nun viel diskussionsintensiver sind als "führen wir nun eine monogame Paarbeziehung oder nicht".

    Den Spruch hab ich mal gefunden und fand ihn ganz gut. Man darf und sollte jede Tradition hinterfragen. Ob das Stiere sind oder die Ehe, völlig wumpe. Aber mich einfach so von Toten erpressen lasse ich mich nicht.
    Du sollst dich nicht erpressen lassen. Das ist Quatsch. So wie du Traditionen hinterfragen kannst (und musst), solltest du eben nur auch die sinnhaftigkeit des Wandels an manchen Punkten hinterfragen. Ziemlich harmloses Beispiel dafür wäre nun tatsächlich das Wachstums eines Festivals. Manche leben eben von ihren Ruf als "Underground-Festival", festgelegt auf eine einzige Musikrichtung oder sogar einen Teilbereich. Wenn ich das ganze nun wachsen lasse kann ich damit sicher mehr Geld verdienen. Aber das was es ausgemacht hat (und abgegrenzt gegenüber anderen Festivals) geht verloren.

    Gruß

    Gerwin

    Aber die Frau in die Rolle zu drängen. Ihr den Job zu verbieten oder ihre Ausbildung sabotieren, das geht halt nicht.
    Nur weil du es direkt auf mich beziehst (da steht mit Absicht fiktiv), kurze Info am Rande. Die Freundinnen der letzten 15 Jahre verfügten alle über einen überdurchschnittlichen Schulabschluss und (zumindest) eine gute Ausbildung. Die wussten schon selbst was sie tun, da musste niemand "gedrängt" werden. Das "drängen" war immer eher eine Kraft in die andere Richtung.
    Geändert von Gerwin (12.08.2019 um 14:58 Uhr)

  6. #29046
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    Definiere "Paarbeziehung", da fängt es doch schon an. In meinem sozialen Umfeld versteht man darunter nicht zwangsläufig das, was die Mehrheit darunter versteht. Und das ist auch gut so.
    Ich unterstelle einigen Beziehungen tatsächlich Faulheit. Anderen fehlt schlicht die Zeit oder Energie. Aber es gibt nunmal "Beziehungsarbeit", egal ob man sie macht oder nicht. Da ist sie trotzdem.
    Mimimi "Unheilig" machen jetzt Kommerzmusik! Die verkaufen ihre Seele und unseren Underground-Charme! *würg* Denk mal bitte einer an die Bands, die versuchen von ihrer Musik zu leben. Ja, Wandel gefällt nicht immer allen. Andererseits hält dich niemand davon ab, ein neues Underground-Festival zu machen, wenn dir eins fehlt. Ich musste Emos und Cyber "meine Szene" unterwandern sehen, also bitte. Ich kann das Mimimi nicht mehr hören.
    Ich hab das nicht auf dich bezogen. Du darfst dir den Schuh aber gerne anziehen.

    LG
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  7. #29047
    Gerwin
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    Ich denke du weißt schon dass ich nichts gegen kommerzielle Musik habe. Und so lange dein Umfeld akzeptiert dass die Mehrheit eben anders besser und glücklicher lebt und nicht bekehrt werden muss...verbietet ihnen ja niemand ihr Leben so zu leben wie sie das wollen. Und wenn doch hilft der Weg zum Anwalt.

    Aber die Frau in die Rolle zu drängen

    U
    Zwei Nachfragen solltest du da aber doch für dich selbst beantworten. Du schreibst von Frau. Wäre es nun besser wenn es ein Mann wäre? Und was bedeutet für dich drängen? Wenn du darunter verstehst dass eine arbeitende Frau nicht als gesellschaftlich gleichwertiges Rollenbild verstanden wird gebe ich dir vollkommen recht. Individuell weiß der Partner ja in der Regel was der gegenüber anstrebt, und sucht sich das auch bewusst aus.

    Aber jetzt mal zu was leichteren:

    War wer von euch dieses Jahr auf dem Mythodea? Ich bin jetzt 5 Jahre jobbedingt draußen, aber nächstes Jahr würde ich gerne wieder.

  8. #29048
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    Ich schrieb "Frau" weil die dieses Beispiel so angefangen hast. Mir persönlich ist es egal, wer in welche Rolle gedrängt wird. Mir ist der Consent wichtig. Wenn beide Partner sich der Rollenverteilung bewußt sind und sie so ausleben möchten, bitte. Wenn ein Partner aber arbeiten gehen möchte und der andere es ihm verbietet, dann ist das schlecht. Jeder sollte sich entfalten dürfen. "Es gehört sich aber so" ist kein Argument. Genausowenig wie "ich will aber nicht".
    Als Frau kannst du gesellschaftlich nur verlieren. Bist du glücklich Zuhause heißt es "die lässt sich von ihrem Mann aushalten und macht sich nen Lenz". Sind Kinder mit im Spiel heißt es "die ist ja NUR Hausfrau und Mutter", als wäre das kein 24 Stunden Job. Und macht man nen Job heißt es gleich "karrieregeiles Mannsweib", wenn man Karriere macht um hübsch ist "hochgeschlafen", wenn man arbeitet und Kinder hat "Rabenmutter". Aus der Nummer kommen Freuen nie raus, außer ihnen ist irgendwann mal die Meinung der anderen egal und sie zieht ihr Ding durch.

    Ich bin auch am CoM interessiert. Und nächstes Mal fällt es nicht mit dem Wacken zusammen.

    LG
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  9. #29049
    Gerwin
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    Und macht man nen Job heißt es gleich "karrieregeiles Mannsweib", wenn man Karriere macht um hübsch ist "hochgeschlafen", wenn man arbeitet und Kinder hat "Rabenmutter"
    Oh sorry, ich wusste nicht dass wir hier von hochkonservativen Amishleuten reden. Ne mal ernsthaft, solche Vorwürfe findest du vielleicht noch in der Emma, bei weiten aber nicht mehr in jeder Firma. Vom öffentlichen Dienst mal ganz abgesehen. In der Justiz stellen Frauen inzwischen gefühlt die Mehrheit.

    Fakt ist, wir haben inzwischen Frauen in jeglichen gesellschaftlichen Positionen. Auch in der Männerdomäne des Strafverteidigers. Da kriegt keine etwas von wegen Rabenmutter und Co zu hören, vielmehr ist es gerade unter Akkademikern heute guter Ton die Kinder möglichst früh abzugeben um eben selbst wieder arbeiten zu können. Finde heute mal eine Frau mit Hochschulabschluss die sich sagt "ach watt, mein Mann verdient genug, da kann ich mich die ersten Jahre um die Kinder kümmern." Der gesellschaftliche Druck auf DIESE Frau wäre (anders als wenn die Kinder früh abgegeben werden) tatsächlich immens.

    Männliche Kollegen die auf Teilzeitmodelle drängen (obwohl das zumindest in meinen Bereich mit Problemen verbunden ist) um sich auch um die Kinder zu kümmern gibts dagegen zu hauf. Teilweise auch um der Partnerin eine Karriere zu ermöglichen. Ob dass nun am "neuen Selbstbewusstsein" dieser Männer liegt oder daran dass der gesellschaftliche Druck geringer ist (Mann der sich um die Kinder kümmert ist fortschrittlich/modern und hip) will ich nicht beurteilen.

    Zugegeben, in anderen Branchen mag das anders aussehen.

    Gruß

    Gerwin

    Übrigens: Mir ist gerade vor kurzen eines wieder aufgefallen. Mit je mehr eigenartigen Anglizismen zur angeblich politischen Korrektheit eine Argumentation gespickt ist, umso früher steige ich aus. Auch wenn ich weiß wovon mein Gegenüber redet wenn er p o c meint macht es ihn nicht sympathischer. Soviel nur zum Thema Consent. Der für mich übrigens erstmal nur am Rande eine Rolle spielt.
    Geändert von Gerwin (13.08.2019 um 16:49 Uhr)

  10. #29050
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    Man könnte- im Gegensatz zu allen hier schreibenden Damen- ganz einfach ja Hypergamie und maternal gatehood aufgeben und schwuppss- man hätte Gleichstellung.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

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