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  1. #29061
    Gerwin
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    Sicher ist das Zwang. Und zwar auch auf die Erziehungsberechtigten.

    Aber in einer Zeit wo immer öfter die klassisch männliche Identifikation wegfällt halte ich ein derartiges Vorgehen auch für unangebracht. Man sollte sich vielleicht bewusst machen dass tradierte Rollenbilder sich automatisch ändern (würden) wo sie nicht mehr funktionieren. Ein bewusstes einwirken oder eine Überlegung "oh nein...darf ich meinen Kind jetzt wirklich sagen "Männer weinen nicht?" oder wäre das schon viel sexistisch? Darf ich einwirken wenn mein Kind nun plötzlich (was gerade im Kindergartenalter vorkommen kann, sagt "Heh..ich will auch mal das Prinzessinenkleid anziehen?" oder ist dass schon voll daneben und muss mein Leon-Pascal eben eigene Erfahrungen machen? Und [um zum Thema zurück zu kommen] wie sieht es mit dem pubertierenden Goth-Emo aus der sich nun keine Pickel überschminkt sondern meint mit Kajal, Lippenstift und lackierten Fingernägeln in die Schule gehen zu müssen. Es besteht ja theoretisch die Möglichkeit dass es sich nicht um ein einfach pubertierendes Verhalten handelt sondern um die Entwicklung einer Transpersönlichkeit?]

    Ich denke die meisten Eltern treffen da schon von Natur aus die richtige Entscheidung. Und wenn ich mir ansehe wie oft männliches Verhalten und eine männliche Optik heute schon beschnitten wird ["Haare gehören auf den Kopf...Ihhh Bart!!!!" Man mag sich einmal durchlesen wie viele Frauen auf rasierte Männerkörper stehen und wie das selbst von der Mens Health propagiert wird] sehe ich hier tatsächlich keinen Bedarf gegenzusteuern.

    Gruss

    Gerwin
    Geändert von Gerwin (12.04.2018 um 18:39 Uhr)

  2. #29062
    LarpTroll
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    Von der Warte aus ist das Gegenteil auch Zwang, nur eben kein bewusster. Eltern, die "natürlich" auf ihre Kinder einwirken, tun dies auch nur, weil es alle anderen so machen. Wenn du einen Trend in Richtung androgyn beobachtest, ist das auch nur kurzweilig eine Freiheit von vorgefertigten Stereotypen, denn etabliert, haben wir nur wieder eine neue Norm, der sich alle unterwerfen. Vielleicht gäbe es einige Vorteile, wenn Gewalt nicht mehr Teil eines anzustrebenden Geschlechterbildes wäre, aber unter dem Freiheitsgedanken wäre da nichts gewonnen. Vielleicht hast du auch Recht und nicht mehr gebrauchte Rollenbilder verschwinden von selbst, aber woher willst du dann wissen, dass wir nicht gerade in so einem Verschwindeprozess sind und das Festhalten diesen Prozess nor hinausschleppt?

  3. #29063
    Gerwin
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    Ich bin mir nicht sicher was den Androtrend angeht.

    Ich bin mir jedoch sicher dass eine Gemeinschaft ohne Mann und Frau scheitert. Und ich bin sicher das Kinder auch männliche Bezugspersonen brauchen. Von daher werde ich meinen Kindern hoffentlich irgendwann vermitteln dass auch die Beschaffung notwendiger Mittel zur Erziehungsarbeit gehört.

    Gruss

    Gerwin

    Irgendwie fehlt mir Smalltalk. Irgendwer ne Ahnung wo ich auf die schnelle Baldurs Gate oder ein anderes klassisches Adventure herbekomme?

  4. #29064
    Tee
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Und ich bin sicher das Kinder auch männliche Bezugspersonen brauchen. Von daher werde ich meinen Kindern hoffentlich irgendwann vermitteln dass auch die Beschaffung notwendiger Mittel zur Erziehungsarbeit gehört.
    Das ist ein Widerspruch.

  5. #29065
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    @Gerwin: Es gibt BG und andere alte Titel dieser Art als Remastered-Editionen z.B. bei Gog.com ("Good Old Games"). DRM-Frei, und meist zu fairem Preis.

    Als "neues" klassischen Adventure kann ich "Thimbleweed Park" empfehlen. Ein Spiel im Stile der alten Monkey Island & Day of the Tentacle - und das dazu noch von den gleichen Leuten.



    Zum Eltern-Thema: Ist mir ein Rätsel, was ein Kind davon haben soll, daß genau ein Elternteil einen Penis rumbaumeln hat. Der Penis meines Vaters hat mich nicht sonderlich geprägt, nein, ich würde sogar behaupten, daß er in meiner Erziehung und Kindheit absolut keine Rolle spielte. Ich würde weiterhin behaupten, daß das der Normalzustand ist.

    Natürlich hatten beide meine Eltern andere Charaktereigenschaften, andere Auffassungen, andere Problemlösungsstrategien und andere Verhaltensweisen. Und es mag durchaus sein, daß es "die Mischung macht", um gut auf das Leben vorbereitet zu sein. Aber ich sehe nicht, warum all dies geschlechtsabhängig sein sollte. Ich kenne reichlich Hetero-Paare, die in typischen Punkten vom Geschlechterklischee abweichen. Wenn da jetzt sowohl Mann und Frau beide Fussballfans sind - oder gerne Häkeln und kochen (um mal tief in die Klischeekiste zu greifen) - ist dann deren "Gemeinschaft" auch zum Scheitern verurteilt? Dann ist es aber kein Problem mit gleichgeschlechtlichen Paaren, sondern mit "ähnlichen Menschen". Hochzeit nur noch, wenn Partner 1 Bergsteigen will, aber Partner 2 Taucher ist. und so weiter.
    Geändert von Kelmon (13.04.2018 um 11:13 Uhr)
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  6. #29066
    Gerwin
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    Wenn sich alle (oder ein Großteil) so verhalten würde...aus meiner Sicht ja.
    Wie sich der einzelne verhält, das ist persönliche Freiheit.

    Nur zur Klarstellung: dass extreme Gegenteil..sprich eine Zwangserziehung zu harten Kerlen und guten Müttern halte ich nicht nur für falsch sondern auch für individuell unwürdig.
    Geändert von Gerwin (13.04.2018 um 11:53 Uhr)

  7. #29067
    Eddie
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    Ich weiß nicht, wie das in der Allgemeinheit aussieht. Aber Kinder aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften/Ehen sind sich auch nicht einig, ob das Fehlen des einen oder anderen Geschlechts problematisch für sie waren oder nicht. Wo die einen Individuen sagen, dass es ihnen nichts ausgemacht hat, gibt es andere, die sich gerne eine Mutter oder einen Vater gewünscht hätten. Vielleicht ist dieser "Mangel" weniger problematisch in Familien, in denen die Kinder regelmäßigen Kontakt mit anderen Mutter- oder Vaterfiguren haben (Onkel/Tante, Patenonkel/-tante, diverse enge Freunde der Eltern)?

    Ich kann mir vorstellen, dass ein Kind, dass fast nur weibliche bzw. männliche Bezugspersonen hat, später einen Mangel empfinden kann. Das ist auch bei Kindern der Fall, deren Eltern geschieden sind und das andere Elternteil keinen Kontakt oder nur ein Minimum an Kontakt zum Kind hat. Es ist alles sehr situationsabhängig.

    Ich habe damals ein sehr interessantes Buch gelesen, in denen Kinder zum Teil von einer ganzen Gemeinschaft erzogen wurden. Fiktiv, aber die Gedankenspiele haben zum Nachdenken angeregt. Gerade die westliche Welt ist seit Jahrhunderten an Kleinfamilien gewöhnt - Vater, Mutter und Kind als Einheit. Kinder aus solchen Ländern hatten größere Probleme, keine fixen Elternfiguren zu haben, als die Kinder aus Gegenden, in denen schon seit Jahrhunderten das ganze "Dorf" an der Erziehung beteiligt gewesen ist.
    Ich hab sowas nicht studiert, aber wenn gewisse Verhaltensweisen fest mit gewissen Völkergruppen verankert sind, könnte das doch auch einen Einfluss darauf haben, wie Kinder in verschiedenen Partnerschaften reagieren? Die offen gleichgeschlechtlichen Ehen mit Kind (und auch das alleinerziehende Elternteil) sind ja doch noch sehr neu. Wenn der Trend weiter in diese Richtung geht, aber ein Defizit für die Kinder festgestellt wird, sollte man sich alternative Lösungen überlegen. Wie zum Beispiel eine engere Bindung zwischen Kind und Pateneltern, falls welche vorhanden sind.

    Am Ende ist alles eine Frage der Gewohnheit. Menschen sind flexibel, selbst wenn ein solcher Wechsel mehrere Generationen braucht. Und in jedem Fall ist es situationsbedingt. Es wird schwer bis unmöglich sein, feste Regeln zu finden, um eine Lösung für alle Seiten zu finden. Ich möchte weder den Eltern ihre Partnerwahl diktieren, noch möchte ich Kindern mit einem empfundenen Mangel an Vater- oder Mutterfiguren solche verwehren. Und sowas braucht viel Zeit.
    "Wo Ich auch war, ich war die Mitte und der Kreis, ich war der Anfang und das Ende, aber ich war nichts Besonderes, jeder war Mitte und Kreis, Anfang und Ende, jeder Punkt war es." - Tauben im Gras, Wolfgang Koeppens

  8. #29068
    Kelmon
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    Wo die einen Individuen sagen, dass es ihnen nichts ausgemacht hat, gibt es andere, die sich gerne eine Mutter oder einen Vater gewünscht hätten.
    Wenn hier diejenigen gefragt wurde, die es betraf, halte ich das für komplett belanglos, wenn es darum geht, herauszufinden, ob jemand dadurch Probleme erfahren hat. Zum einen können Probleme wahrgenommen werden, die keine im Sinne der Fragestellung sind ("Die anderen Kinder lachen, weil ich zwei Mütter habe"), zum anderen kann man selbst wohl kaum abschätzen, ob man eine auf das Leben gut vorbereitende Kindheit hatte - vielleicht fühlt man sich gut, aber die gleichgeschlechtlichen Eltern haben beim Kind tatsächlich einen riesigen Knacks hinterlassen.

    So etwas kann nur sinnvoll von Experten festgestellt werden, mMn.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  9. #29069
    Gerwin
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    Du gehst zwangsweise davon aus dass "offen gleichgeschlechtlich mit Kind" automatisch positiv ist Eddie. Sehe ich zwar grundsätzlich oft auch so (spätestens im Extremfall, zwei "liebende Väter" sind sicher besser als ein Mann der eigentlich kein Bock auf Kinder hat und seine Frau). Dennoch ist diese Situation keinesfalls erwiesen positiv. Da fehlt Referenzmaterial.

    Und auch bezüglich Trennungen erlebe ich das ganze eher als "Weg vom traditionellen Männerbild", was ich jedoch als negativ empfinde. Da kann man auch gegensteuern. Ich meine damit nicht einmal die Trennung an sich. Durch eine Trennung verliert man aber nicht die Verantwortung für das Kind [und evtl. nicht einmal für die Partnerin]. Wer sich als "Ernährer und Beschützer der Familie" sieht, für den endet doch die Familie nicht mit einer Trennung.

    Ich habe das übrigens "studiert" . In der Kriminologie wird das fehlen einer (positiv belegten) Vaterfigur noch immer als problematisch angesehen. Und ja "Vater" ist für mich mehr als "Mutter mit Penis". Wohlgemerkt wir reden hier von "positiv belegt". Darunter ist nicht der Familientyrann zu verstehen der zwar genug Kohle für den Porsche Geländewagen, das dicke Haus und die gefühlt 32 Hobbies der Partnerin verdient..sich aber ansonsten eben nicht (bzw. destruktiv) einbringt.

    Gruß

    Gerwin

    P.S.: Manchmal stolpert man einfach irgendwie. Die TAZ hat gerade ein Interview mit einen Abtreibungsgegner veröffentlicht. Siehe hier. Über weite Strecken des Interviews dachte ich mir: "Was ein Schmarn, so ein Spinner". Dann jedoch.

    Die fünftletzte Frage habe wir leider unglücklich formuliert. „Nur Menschen mit Gebärmutter können schwanger werden“, wäre eine bessere Formulierung gewesen. Die begriffliche Ungenauigkeit tut uns leid.
    Eine Gesellschaft wandelt sich. Aber wird ihr dadurch die Möglichkeit einfache Sachverhalte präzise dazustellen genommen.

    Gruß

    Gerwin

    *jetzt beim Crossfit. Und dann mal schauen was Kelmons Computertipp bietet.
    Geändert von Gerwin (17.04.2018 um 17:13 Uhr)

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