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  1. #1
    Alex
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    Verbot von Himmelslaternen

    Teilweise erfreuen Sie sich weithin an Beliebtheit, auch ich muss zugeben, dass ich sie bisher auch auf LARPs gerne hab steigen lassen. Nach einem größeren Unfall in Hessen verbietet Hessen jetzt die Nutzung von Himmelslaternen. Und wie ich gerade höre, ist es nicht das einzige Bundesland. Auf der einen Seite muss ich sagen, schade. Auf der anderen Seite kann ich es verstehen, wenn dadurch wirklich Schaden entsteht. Allerdings liest sich der Text etwas reißerisch und Wage. Vielleicht hat jemand genauere zahlen und Fakten. Nebenbei sind Schäden durch Feuerwerkskörper jährlich erheblich höher, allerdings werden diese nicht verboten.

    Quelle: Allgemeine Zeitung
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    Grüße,
    Alex

  2. #2
    Calum MacDaragh
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    Ich finde das allerhöchste Zeit. Mal ehrlich, von dem ganzen Effekt-Romantik-Drumherum ab: Ich zünde eine Schale mit Brennpaste an und lasse die fliegen ohne kontrollieren zu können, was mit der passiert? Eigentlich sollte es doch jedem einleuchten, dass das keine gute Idee ist.

    Bei der letzten von mir besuchten Con, bei der Himmelslaternen zum Einsatz gekommen sind, sind die Dinger direkt über dem Zeltlager niedergegangen. Nur der beherzte Sprint einiger Spieler hat da Schlimmeres verhindert, das erste getroffene Zelt wäre vermutlich in Brand geraten, das war ein Volltreffer.

    Ja, der Effekt ist toll. Aber das Risiko ist einfach zu hoch und noch dazu praktisch nicht einzuschätzen.
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  3. #3
    Leander
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    Zahlen und Fakten habe ich jetzt nicht, aber trotzdem was zu sagen:
    Der Grund warum diese Laternen verboten werden, Feuerwerkskörper aber nicht, ist, dass Feuerwerkskörper bei sachgemäßer Anwendung eigentlich keinen Schaden anrichten dürften (dafür gibt es ja die Prüfstelle). Bei diesen Laternen kann man das aber auch dann nicht ausschließen, da man nach dem Start keine Kontrolle mehr darüber hat und die Laternen eine nicht unerhebliche Strecke zurücklegen.
    Das ist ja jetzt erstmal noch nicht so schlimm, da eigentlich nichts passieren dürfte, wenn man auf die Windrichtung und Geschwindigkeit achtet, was aber vielfach einfach nicht getan wird, weshalb die Laternen dann wohl gerne mal in ein Wohngebiet trudeln (darum der neueste Verbotsfall).
    Es geht schlicht und einfach darum, dass da eine nicht kontrollierbare Brandquelle durch die Luft fliegt.

    P.S.: Laut offiziellen Angaben kann bei einem Unfall mit diesen Laternen gegen die Verantwortlichen ermittelt werden, wenn nicht auf die Flugbedingungen geachtet wird, was dann ggf. Geld- oder sogar Gefändnisstrafen nach sich ziehen kann.
    "It is always a silly thing to give advice, but to give good advice is absolutely fatal." - Oscar Wilde

  4. #4
    Kjeldor
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    ich finds richtig so... wenns ne gefahr darstellt, warum dann das risiko eingehen?
    ✂- - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - - -- - - - - - - - - - - -

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  5. #5
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    Da ich vor diesem Thread noch nie von so etwas gehört hatte:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kong-Ming-Laterne

    Da die Dinge ja scheinbar fester Bestandteil des chinesischen neuen Jahres sind - und da wohl auch in nicht unbedeutenden Mengen in die Luft geschickt werden - frage ich mich natürlich, ob uns in Deutschland einfach die Erfahrung fehlt, mit den Dingern richtig umzugehen. (d.h. zu entscheiden, ob man sie an einem Ort aufsteigen lassen sollte oder nicht).

    Ich frage mal meine Freundin, ob's da in China zu vielen Unfällen kommt.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Leander
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    Ich sagte ja, dass schlicht nicht auf Windgeschwindigkeit und -Richtung, sowie andere Flugbedingungen geachtet wird. Wenn man die Himmelslaternen nur bei Windstille/schwachem Wind/Wind weg vom Wohngebiet steigen lässt, passiert da schlicht garnichts. Die Laternen fliegen dann genau so, wie sie sollen, durch die Luft und gehen einfach nach ca. 5km zurückgelegter Strecke aus.
    Unfälle werden in solchen Situationen auch nicht verzeichnet (es gibt immerhin genügend Flüge von den Teilen ohne Unfall). Es liegt halt, wie beim Feuerwerk auch, einfach am sachgerechten Umgang.
    Die Laternen steigen immerhin nicht hoch genug auf um Opfer von Scherwinden zu werden und der Wind wechselt auch nicht ganz abrupt mal seine Richtung.
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  7. #7
    Alex
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    Das ist es eben. Ich habe auch schon Neujahrsraktenen gesehen, die trotz offensichtlich sachlicher Anwendung kurz nach dem Start meinten die Richtung wechseln zu müssen und in bewohnte Gebiete geschossen sind. Der Punkt ist einfach: Du kannst Feuer nicht kontrollieren. Nie! Das ist die erste Regel, die jeder Pyrotechniker lernt. Die Frage ist nie, ob was passiert, nur wann und wie man drauf vorbereitet ist. Bei sachlicher Anwendung wird das Risiko natürlich minimiert. Ich habe mittlerweile 3x Himmelslaternen steigen lassen und ich bisher ist nichts passiert, zumindest nicht, bis sie aus jeder Sichtweite am Horizont verschwunden waren. Der Punkt ist: Da ist keine Brennpaste im Spiel ist. Zumindest bei keinem mir bekannten Modell. Meine hatten immer einen Festbrennstofkörper. Und das klingt doch gleich nicht halb so unsicher. Aber natürlich werde ich mich auch an das Verbot halten.

    Grüße,
    Alex

  8. #8
    luthien368
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    *seufz* Klar machen Feuerwerksraketen genauso viel Ärger und Unfälle wie jedes offene, halbwegs unkontrolierbare Feuer. Europäern jedoch diese Himmelslaternen weg zu nehmen, bevor die Versicherungen noch mehr die Kriese bekommen, ist durchaus verständlich. Denn wenn man uns die Silvesterraketen oder die Weihnachtsbäume weg nehmen würde, würden die Leute wohl eher auf die Barrikaden gehen als wegen einer netten Geste, die hier weder Tradition ist noch Vertreter hat, die darum kämpfen würden.

    Also bleibt uns eigentlich nur zu sagen: Schade drum Sein wir froh, dass wir sie kennen gelernt haben. Und kommt nach RlP, hier dürfen wir noch *ätsch*


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  9. #9
    Alex
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    RLP kannst Du leider auch vergessen. Da, wo die Dinger erlaubt sind, ist es dennoch fahrlässige Brandstiftung im Zweifelsfall. Siehe den letzten Abschnitte zum Artikel über das Verbot in NRW:

    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/...604963,00.html

    Grüße,
    Alex

  10. #10
    Calum MacDaragh
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    Ich glaube, es liegt auch einfach im Unterschied der zeitlichen Begrenzung: Silvesterfeuerwerk, also Feuerwerk der Klasse II, ist dür die Allgemeinheit nur am 1. Januar erlaubt - ja, alle die schon vor 24h losböllern, tun eigentlich etwas Verbotenes.

    Da böllern wir dann zwar alle gleichzeitig, die Feuerwehr rechnet aber eben auch damit und bereitet sich entsprechend vor.

    Himmelslaternen kann man aber nunmal immer und überall anzünden. Noch dazu brennen die Dinger echt lange und sind mobiler als Silvesterraketen - darum geht's schließlich auch bei der Idee.

    Was wir uns überlegt hatten für den Einsatz auf der Con: Himmelslaterne mit einer Schnur (5m) am Boden befestigen. Damit wird die Himmelslaterne zum schwebenden Lampion, den ich jederzeit wieder einholen und auch besser kontrollieren kann. Meint Ihr, sowas könnte das Verbot umgehen? Die Dinger sind übrigens schon gekauft...
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