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  1. #1
    Llewellian
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    Alter Hase Avatar von Llewellian

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    Kaninchenschlachtung in der Schule

    Yeah geil:

    http://www.welt.de/vermischtes/kurio...chlachtet.html

    Steinzeitsimulation an Schule, Kaninchen vor 5ftklässler live geschlachtet, ausgenommen, gebraten und ihnen dann angeboten. Natürlich mit Vorwarnung.

    Eltern regen sich auf... ggg.

    Pffft... Damals hat man UNS auf dem Dorf in der 3ten Klasse für das Fach "Heimat und Sachkunde" mit in den örtlichen Schlachthof genommen, damit wir live bei einer Kuhschlachtung zusehen können. Und das einzigste was meine Mama aufgeregt hat waren die Blutspritzer auf meinem Anorak ;o).


    Auf Bitten aus dem Thread für lustige Fundstücke gezogen.

    Grüße,
    Alex
    Zitatklau von Steve S: "Ich bin sooooo böse, ich schlafe sogar SCHLECHT"

  2. #2
    Kelmon
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    Zwar finde ich die Entrüstung der Eltern einerseits lächerlich (Teilnahme war schließlich freiwillig), aber von "pädagogisch wertvoll" kann hier auch irgendwie keine Rede sein. Zumindest sehe ich Steinzeitmenschen nicht als die Leute, die den Kindern das Häschen vorher zum streicheln geben und es vor dem Schlachten betäuben....

    Bei sowas wäre es gerade bei Kindern wichtig, daß bei diesen gar nicht erst das Gefühl aufkommen kann, daß das "ein liiiibes Kuscheltier" ist, sondern erstmal nur ein Viebeiniges Frischhaltesystem für leckeres Fleisch.

    Den Besuch im Schlachthaus (ein Ort, der nunmal darauf ausgelegt ist, Tiere zu töten) würde ich darum für wesentlich besser als den Kaninchentod im Klassenzimmer halten.
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    Numair
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    Zitat Zitat von Kelmon
    Vierbeiniges Frischhaltesystem für leckeres Fleisch
    Das muss ich mir merken.

  4. #4
    Tine
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    Zu McDonalds gehen, aber winseln, wenn ein Kaninchen geschlachtet wird.
    Milch kommt nicht aus der Tüte und Schnitzel wachsen nicht auf Bäumen. Eigentlich traurig, dass wir so realitätsfern aufwachsen. Zehn-/Elfjährige sind keine Kindergartenkinder mehr, da kann man ihnen langsam zumuten aus ihrer rosagepolsterten Kuschelhöhle rauszukommen. Die Kiddies in dieser Altersklasse haben teilweise schon Horrorstreifen gesehen, bei denen mir schlecht wird. Ich denke, da kann man ihnen eine saubere Schlachtung durchaus zumuten. Und gezwungen wurde ja niemand. Es gab ja Alternativen. Ganz ehrlich? Ich würde mir mehr Schlachthof- und Bauernhofbesuche abseits von "Ach Gott, wie süüüüüß!" wünschen. Leider weiß ich, dass das aus Angst vor erbosten Eltern nicht stattfinden wird.
    SEMPER PROBUS

  5. #5
    Kelmon
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    Das wäre aber vermutlich unproblematischer als das, was eben hier durchgeführt wurde. Ein besuch beim Schlachtenden Bauernhof/dem Schlachthof würde eben die schriftliche Einverständnis der Eltern erfordern, und da könnte keiner meckern. Schlimmstenfalls nimmt niemand teil.

    Hier...da ist eben fraglich, wie gut da die Vorabinformation war. Auch wenn ich jetzt sicher nicht "Pro-Zimperlich" bin würde es mich auch aufregen, wenn da jemand, ohne daß ich meine Kinder darauf vorbereiten kann, vor deren Augen einem Tier den Hals rumdreht.

    Hieß es hier also "Wir haben ein Steinzeitprogramm und später gibt's Kaninchenfleisch" oder wurde es als "Live-Schlachtung" angekündigt?
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  6. #6
    Tine
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    Bei uns an der Schule wird jeder Pfurz in Elternbriefen breit getreten. Ich gehe mal davon aus, dass das bei der heutigen Klagefreudigkeit an so ziemlich allen Schulen der Fall sein dürfte. Wobei mich wundert, dass der Schulleiter sagt: „Wenn ich vorab informiert worden wäre, hätte ich abgeraten“. Klingt für mich absolut untypisch oder nach Ausrede. Bisher wollten meine Chefs bei solchen Aktionstagen immer bis ins Detail Bescheid wissen, was da passiert. Ich kann mir kaum vorstellen, dass bei so einem "ungewöhnlichen" Programmpunkt der Schulleiter von nichts gewusst haben soll.
    SEMPER PROBUS

  7. #7
    Gerwin
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    Zehn-/Elfjährige sind keine Kindergartenkinder mehr, da kann man ihnen langsam zumuten aus ihrer rosagepolsterten Kuschelhöhle rauszukommen. Die Kiddies in dieser Altersklasse haben teilweise schon Horrorstreifen gesehen, bei denen mir schlecht wird.
    Auch wenn ich die Aussage verstehen kann, so ganz teilen kann ich sie nicht. Ich empfehle an diesen Punkt mal jeden Horrorfilmschauer oder auch nur jeden Menschen der regelmässig den "Tatort" schaut einen Besuch in der Gerichtsmedizin. Nicht ohne Grund ist dass inzwischen für viele Medizinstudenten (!!!) freiwillig und als Jurastudent wirst du drei mal gefragt ob du auch wirklich psychisch gesund bist. Am Anfang wundert man sich noch warum die Leute die solche Vorlesungen halten immer etwas "anders" sind...aber wenn man sich mal für ein paar Stunden Leichen oder die Videos von Selbstmördern angeschaut hat...merkt man den mentalen Unterschied zwischen Fiktion und Wahrheit durchaus. Ich muss sagen dass ich mich eigentlich für jemanden mit einen "stabilen Magen" halte und auch bei Horrorfilmen die man nicht über Amazon bestellen kann recht ruhig bleibe. Die Realität ist dann wieder eine andere.

    Eine verantwortungsbewusste und realistische Erziehung in der Schule halte ich an diesen Punkt durchaus für sinnvoll (irgendwo zwischen "Vegetarier können ja sooooo gesund leben" (Biounterricht bei mir 5-9 Klasse) und "Ach...den Tieren da geht es gut, die sind dass ja nicht anders gewohnt" (Biounterricht 10-11 Klasse..nach dem Wechsel des Lehrers). Es gibt viele Themen mit denen man sich in der Schule mehr oder weniger kritisch auseinandersetzen darf/könnte. Kinderarmut, Polizeigewalt und eine Gesellschaft in der es durch zwei arbeitende Elternteile völlig normal ist dass Kinder vor den Fernseher geparkt werden sind da so Themen die mir spontan in den Kopf kommen. Die Frage ist wie plastisch man das tun sollte. Muss ich den Kindern unbedingt zeigen wie der Wasserwerfer mit völlig überforderten Polizist am Steuer mitten in eine Demonstrantenmenge fährt? Muss ich den Kindern unbedingt zeigen in was für erbärmlichen Verhältnissen andere Kinder teilweise leben müssen?

    Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich da doch recht froh war als Kind und Jugendlicher mich noch nicht mit den töten von Tieren auseinandergesetzt zu haben...dass ich noch nicht sehen musste in was für erbärmlichen Verhältnissen manche Kinder durch ihre Eltern lebten und dass ich noch ein positives Bild von der Polizei als dein Freund und Helfer mitbekommen habe. Und noch heute bin ich froh dass ich nicht derjenige bin der die Leichen nach einen Familiendrama entsorgen muss oder den halbierten Motorradfahrer von der Leitplanke kratzen. Es gibt eben Dinge die nicht jeder Erwachsene (geschweige den jedes Kind) verkraften kann. Und an diesen Punkt bleibt einen nichts anderes übrig als froh zu sein dass jemand anderes "den Job" für einen erledigen kann.

  8. #8
    Tine
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Ich empfehle an diesen Punkt mal jeden Horrorfilmschauer oder auch nur jeden Menschen der regelmässig den "Tatort" schaut einen Besuch in der Gerichtsmedizin. Nicht ohne Grund ist dass inzwischen für viele Medizinstudenten (!!!) freiwillig und als Jurastudent wirst du drei mal gefragt ob du auch wirklich psychisch gesund bist. Am Anfang wundert man sich noch warum die Leute die solche Vorlesungen halten immer etwas "anders" sind...aber wenn man sich mal für ein paar Stunden Leichen oder die Videos von Selbstmördern angeschaut hat...merkt man den mentalen Unterschied zwischen Fiktion und Wahrheit durchaus. Ich muss sagen dass ich mich eigentlich für jemanden mit einen "stabilen Magen" halte und auch bei Horrorfilmen die man nicht über Amazon bestellen kann recht ruhig bleibe. Die Realität ist dann wieder eine andere.
    Ich rede nicht von menschlichen Leichen und auch nicht von Obduktionen. Ich rede vom Kausalzusammenhang "hier Schwein - da Schnitzel". Wer sich popcornmampfend im Film in Großaufnahme ansehen kann, wie Leute zerhäckselt werden, sollte in der Lage sein sich mit der Idee auseinanderzusetzen, dass seine Würstchen mal gelebt haben. Es redet auch niemand davon, dass die Kinder selber schlachten sollen. Aber sich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, dass die Roulade auf dem Teller mal vier Beine hatte, ist den Kindern meiner Meinung nach durchaus zuzumuten.

    Es gibt viele Themen mit denen man sich in der Schule mehr oder weniger kritisch auseinandersetzen darf/könnte. Kinderarmut, Polizeigewalt und eine Gesellschaft in der es durch zwei arbeitende Elternteile völlig normal ist dass Kinder vor den Fernseher geparkt werden sind da so Themen die mir spontan in den Kopf kommen. Die Frage ist wie plastisch man das tun sollte. Muss ich den Kindern unbedingt zeigen wie der Wasserwerfer mit völlig überforderten Polizist am Steuer mitten in eine Demonstrantenmenge fährt? Muss ich den Kindern unbedingt zeigen in was für erbärmlichen Verhältnissen andere Kinder teilweise leben müssen?
    Das sollte altersangemessen durchaus passieren. Kinder leben in dieser Welt und nicht auf einem fernen Planeten. Realität will geübt sein. Mit vernünftiger Begleitung sollten sich Kinder und Jugendliche absolut mit solchen Themen auseinandersetzen. Wobei die vernünftige Begleitung nicht in erster Linie Sache der Schule ist. Viele Eltern sind leider inzwischen der Meinung, dass sie ihre Sprößlinge nur bei uns abgeben müssen, damit sie sie dann nach dem Abschluss als fertig erzogene junge Erwachsene wieder abholen können. "Erziehung ist Sache der Schule" hab ich tatsächlich schon so gesagt bekommen. Die Kinder sind dabei das geringste Problem. ich hab schon oft Stoff Stoff sein lassen und mit den Schülern das Tagesgeschehen diskutiert - auch schon mit den Fünftklässlern. (Erst gestern gabs in meiner 6. statt Present Perfect eine Diskussion über Anne Frank und die Frage, was denn eigentlich ein Nazi ist.) Die interessieren sich für mehr und bekommen mehr mit, als man so gemeinhin glaubt. Die sind nicht so weltfremd, wie sie mancher Kindheitsverklärer gerne hätte.

    Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich da doch recht froh war als Kind und Jugendlicher mich noch nicht mit den töten von Tieren auseinandergesetzt zu haben...dass ich noch nicht sehen musste in was für erbärmlichen Verhältnissen manche Kinder durch ihre Eltern lebten und dass ich noch ein positives Bild von der Polizei als dein Freund und Helfer mitbekommen habe.
    Kommt drauf an, wie du Kind definierst. Bei Kindergarten- und Grundschulkindern wäre ich da auch noch vorsichtig. Aber so ab 10/11, sollte das drin sein. Ich muss ja nicht gleich mit der Keule draufhauen, aber thematisieren kann ich das schon. Das interessiert die auch.




    Und noch heute bin ich froh dass ich nicht derjenige bin der die Leichen nach einen Familiendrama entsorgen muss oder den halbierten Motorradfahrer von der Leitplanke kratzen. Es gibt eben Dinge die nicht jeder Erwachsene (geschweige den jedes Kind) verkraften kann. Und an diesen Punkt bleibt einen nichts anderes übrig als froh zu sein dass jemand anderes "den Job" für einen erledigen kann.
    Ich weiß zwar nicht, was das mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, bin aber ebenfalls denjenigen dankbar, die damit ihre Brötchen verdienen oder, noch bewunderungswürdiger, das auch noch ehrenamtlich tun. Hut ab vor allen Rettungsdienstlern, Pflegeleuten, Feuerwehrlern, Bergwachtlern, usw usf. Ich glaub ich könnts nicht - zumindest nicht, wenn ich die Wahl habe, Feigling, der ich bin.
    SEMPER PROBUS

  9. #9
    Gerwin
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    Wer sich popcornmampfend im Film in Großaufnahme ansehen kann, wie Leute zerhäckselt werden, sollte in der Lage sein sich mit der Idee auseinanderzusetzen, dass seine Würstchen mal gelebt haben
    Da gebe ich dir vollkommen recht. Die Frage ist nur wie plastisch die Darstellung sein muss. Vielleicht reicht es ja aus den Kindern zum Beispiel im Unterricht klar zu machen dass ihr beliebter Haushund, Pferd, Vogel in anderen Ländern eine Delikatesse ist. Eventuell kann man das ganze auch mit Bildern unterstützen. Ich halte es aber generell für nicht notwendig dass man nun ein Tier wirklich vor den Augen der Kinder schlachtet um den Blutspritz/Ekelfaktor zu erhöhen.

    Mit vernünftiger Begleitung sollten sich Kinder und Jugendliche absolut mit solchen Themen auseinandersetzen.
    Auch hier gebe ich dir wieder absolut recht...letzten Endes ist es halt eine Frage der Wahl des Mittels. Ich muss (um ein anderes Beispiel zu wählen) jemanden nicht unbedingt ein Video von einer Hinrichtung zeigen um kritisch über die Todesstrafe zu reden...und auch einige Bilder aus Konzentrationslagern muss ich vielleicht nicht gerade im Geschichtsunterricht einfließen lassen um jemanden die Verbrechen das NS-Regiems klarzumachen. Meiner Meinung nach führt so etwas eher zu Ablehnung da nicht jeder Mensch derartige Bilder gleich gut als "wahr" verarbeiten kann.

    Ich weiß zwar nicht, was das mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, bin aber ebenfalls denjenigen dankbar, die damit ihre Brötchen verdienen oder, noch bewunderungswürdiger, das auch noch ehrenamtlich tun. Hut ab vor allen Rettungsdienstlern, Pflegeleuten, Feuerwehrlern, Bergwachtlern, usw usf. Ich glaub ich könnts nicht - zumindest nicht, wenn ich die Wahl habe, Feigling, der ich bin.
    Vieles. Das Argument ist doch immer "Wer Fleisch essen will der sollte auch den Anblick des Schlachtens ertragen oder am besten selbst schlachten können". Dem widerspreche ich an diesen Punkt. Wer eine Gemeinschaft mit Rettungssanitätern will muss deshalb noch lange nicht den Anblick ertragen den diese ertragen müssen...und auch wer für einen stärkeren Polizeistaat ist muss nicht unbedingt die Folgen eines "harten Durchgreifens" ertragen müssen. Dass ist eben Arbeitsteilung...wenn jeder an dem Punkt dass macht was er am besten erträgt muss er sich nicht unbedingt plastisch mit den Kosten für seinen Wunsch (Fleisch essen, sichere Straßen usw) auseinandersetzen.

    Aber ich glaube das Thema ist nichts für diesen Thread..und im allgemeinen uninteressant für das Forum. Insofern..ich gebe dir recht .

  10. #10
    Tine
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    Zitat Zitat von Gerwin
    Ich halte es aber generell für nicht notwendig dass man nun ein Tier wirklich vor den Augen der Kinder schlachtet um den Blutspritz/Ekelfaktor zu erhöhen.
    Aber das ist doch grade der Punkt, dass Schlachten in unserer klinisch reinen Gesellschaft als eklig und abnormal empfunden wird. Wer A sagt, muss auch B sagen - oder zumindest wissen, wie B aussieht. Wer Fleisch essen will, sollte zumindest mal mitbekommen haben, wie eine Schlachtung aussieht - egal ob Fisch oder Kuh.

    und auch einige Bilder aus Konzentrationslagern muss ich vielleicht nicht gerade im Geschichtsunterricht einfließen lassen um jemanden die Verbrechen das NS-Regiems klarzumachen. Meiner Meinung nach führt so etwas eher zu Ablehnung da nicht jeder Mensch derartige Bilder gleich gut als "wahr" verarbeiten kann.
    Ich widerspreche. Verharmlost wird gerade in diesem Punkt genug. Die Bilder der menschlichen wandelnden Skelette und der Leichenberge gehören dazu um zu begreifen, dass das Ganze kein harmloser Ausrutscher war. In dem Alter, wo das Thema im Unterricht drankommt, ist ein geistig gesunder Mensch in der Lage sich damit auseinanderzusetzen. Bei Ausflügen nach Dachau, aufs Reichtagsgelände oder in punkto DDR auch nach Hohenschönhausen, konnte ich nicht feststellen, dass da wer vor Entsetzen in Ohnmacht gefallen wäre. Die Bilder und Erzählungen werden (von den meisten) interessiert zur Kenntnis genommen und hinterher untereinander und mit dem Lehrer diskutiert. Betroffenheit ist meiner Ansicht nach nichts Negatives, sondern eine Notwendigkeit um zu begreifen.

    Das Argument ist doch immer "Wer Fleisch essen will der sollte auch den Anblick des Schlachtens ertragen oder am besten selbst schlachten können". Dem widerspreche ich an diesen Punkt. Wer eine Gemeinschaft mit Rettungssanitätern will muss deshalb noch lange nicht den Anblick ertragen den diese ertragen müssen...und auch wer für einen stärkeren Polizeistaat ist muss nicht unbedingt die Folgen eines "harten Durchgreifens" ertragen müssen. Dass ist eben Arbeitsteilung...wenn jeder an dem Punkt dass macht was er am besten erträgt muss er sich nicht unbedingt plastisch mit den Kosten für seinen Wunsch (Fleisch essen, sichere Straßen usw) auseinandersetzen.
    Aber ich sollte einen Einblick gehabt haben - schon alleine um dankbar zu sein und würdigen zu können, was andere für einen tun, damit man sich selbst nicht damit belasten muss. Die Dreiaffentaktik finde ich daneben.


    Aber ich glaube das Thema ist nichts für diesen Thread..und im allgemeinen uninteressant für das Forum.
    Vielleicht mag ein netter Mod das ja an eine passendere Stelle verschieben.
    SEMPER PROBUS

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