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  1. #1
    Rabensang
    Rabensang ist offline
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    Fremde Völker, fremde Sprachen

    Hi. Hab dazu bei der Suche nix gefunden, wenn ich was übersehen hab, bitte verlinken.

    Also, es geht mir jetzt nicht um real existierende Fremdsprachen für Charaktere, sondern um Fantasy-Sprachen. Viele nichtmenschliche Rassen und auch verschiedene Völker haben ja real eigene Sprachen. Natürlich könnte man diverse reale Fremdsprachen lernen wie Platt, Finnisch, Russisch, whatever. Aber für viele Charaktere sind solche Sprachen ja eher unpassend. Und für manche Rassen wie grad Elfen existieren da ja erfundene Fremdsprachen wie Sindarin. Wie macht man das, sollte man die dann auch lernen? Kann man auch für selbst ausgedachte Völker/Rassen auch eigene Sprachen "erfinden"? Sprich einfach was vor sich hin brabbeln, was keiner versteht? Grad für irgendwelche Rituale meines Barbaren wäre es ja irgendwie seltsam, wenn er statt seiner "Muttersprache" die Allgemeinsprache benutzt, die ja eigentlich fremd für ihn ist, ich will aber auch keine Fremdsprache dafür lernen, geschweige denn erfinden.

  2. #2
    oliverp
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    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Viele nichtmenschliche Rassen und auch verschiedene Völker haben ja real eigene Sprachen.
    Nein. Nur ein kleiner Teil der Fremdrassenspieler nutzt eigene Sprachen, idR auch nur sehr bruchstückhaft, falls überhaupt. In menschlichen Kulturen beschränkt es sich auch oft auf wenige Worte, falls überhaupt.
    Da Larp ein Kommunikationshobby ist, hat sich das absichtliche Einbauen von Kommunikationshemmnissen nicht sonderlich bewährt. Als Mitspieler ist sowas vll für ein Gespräch interessant, dann wirds doof.

    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Kann man auch für selbst ausgedachte Völker/Rassen auch eigene Sprachen "erfinden"?
    Ja. Für Larpverhältnisse reichen etwa 300 Wörter bei genug Streuung und 3 Zeitebenen.

    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Sprich einfach was vor sich hin brabbeln, was keiner versteht?
    Kann man auch machen, ist aber was anderes, als eine Sprache zu erfinden. Außerdem benötigt es dazu Schauspielrei, die es im Larp kaum gibt.

    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Grad für irgendwelche Rituale meines Barbaren wäre es ja irgendwie seltsam, wenn er statt seiner "Muttersprache" die Allgemeinsprache benutzt, die ja eigentlich fremd für ihn ist, ich will aber auch keine Fremdsprache dafür lernen, geschweige denn erfinden.
    Das Paradigma sehe ich als ungültig an; ich mach das Hobby erst seit etwa 2001, dabei ist mir eine Unterteilung in Muttersprache/Allgemeinsprache nur als Ausnahme begegnet.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  3. #3
    Nount
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    "Mein" Larpland Danglar hat eine eigene Fantasysprache - Altdanglar. Da gibts eine Vokabelliste und ein bisschen Grammatik für. Wirklich genutzt wird das aber nur für Dinge wie Zauberformeln, Lieder und ggf. IT-Texte unserer Cons. Sprich, Dinge, die man auswendig lernen und/oder vorbereiten kann.

    Charaktere mit Altdanglar als Muttersprache erkennt man eher am Dialekt oder an einzelnen Wörtern.
    Dauerhaft eine Fremdsprache (und dann noch eine fiktive) zu sprechen, ist schon eine besondere Herausforderung auf Cons und liegt nicht jedem.

    Wenn du einen Charakter mit anderer Muttersprache darstellen möchtest, empfehle ich dann doch, es mit Dialekt+einzelnen Wörtern/Phrasen zu versuchen. Und ggf. Grammatikfehlern (aber bitte kein Tarzansprech, sondern z.B. falsche Artikel, Wortstellung oder Verwechslung von regelmäßigen und unregelmäßigen Verben).
    Bei Phrasen ist sinnvoll, was man entweder als Formel verwendet (z.B. Einleitung von Ritualen, Gebeten o.ä.) oder reflexhaft/ohne nachzudenken sagt, wie "Hilfe!", "Vorsicht!", "Entschuldigung!".
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  4. #4
    bradley
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    Dialekte und Sprachen kennzeichnen die Zugehörigkeit zu Gruppen/Regionen. Das ist mir vor allem dann positiv aufgefallen wenn mehr als eine Person diesen Hintergrund bespielt. Die Gruppe gewinnt dadurch an Profil. Für den einzigen Spieler eines Hintergrundes find ich das eher unbedeutend. Das Elfenlager auf dem EE erwartet von seinen Spielern soviel ich weiß gängige elfische Vokabeln zu kennen (Begrüßung uÄ.).

  5. #5
    Justav
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    Was Oliverp & Nount sagen. Am Spiel "Wir erfinden unsere eigene Sprache" war ich auch mal beteiligt. Für vorbereitete Sachen und ein paar Schlagworte toll, aber niemand konnte die wirklich fließend sprechen (und über ein hundert, zweihundert Vokabeln gings natürlich auch nicht hinaus).

    Ich hab mir damals auch überlegt, ob es nicht passender wäre, die für Rituale uä zu verwenden, aber dann verstehs auch keiner; nicht Leute, die die IT eigentlich verstehen müssten, sonst eh kein Spieler, aber auch die SL OT nicht. Es macht es also für niemanden interessanter. Ich würde mir die Mühe daher spären, außer vielleicht für spezielle Sprüche, Weisheiten etc. Oder für Flüche und Beleidigungen, wo es evtl besser ist, das die, die damit belegt werden, es nicht verstehen...

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  6. #6
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    Zitat Zitat von bradley Beitrag anzeigen
    Dialekte und Sprachen kennzeichnen die Zugehörigkeit zu Gruppen/Regionen. Das ist mir vor allem dann positiv aufgefallen wenn mehr als eine Person diesen Hintergrund bespielt. Die Gruppe gewinnt dadurch an Profil. Für den einzigen Spieler eines Hintergrundes find ich das eher unbedeutend.
    Klar, bei einer Gruppe kommt das Element am besten zur Geltung; ich finde aber, dass das auch einem Einzelspieler Profil gibt.
    Man muss sich natürlich dann im Vorhinein Gedanken machen, an welchen Stellen man das tatsächlich einsetzen kann. Wie eben Floskeln/Sätze, die man plausibel einsetzen kann. Selbstgespräche führt ja nicht jeder

    Zitat Zitat von Justav Beitrag anzeigen
    Ich hab mir damals auch überlegt, ob es nicht passender wäre, die für Rituale uä zu verwenden, aber dann verstehs auch keiner; nicht Leute, die die IT eigentlich verstehen müssten, sonst eh kein Spieler, aber auch die SL OT nicht. Es macht es also für niemanden interessanter. Ich würde mir die Mühe daher spären, außer vielleicht für spezielle Sprüche, Weisheiten etc. Oder für Flüche und Beleidigungen, wo es evtl besser ist, das die, die damit belegt werden, es nicht verstehen...
    Ich finds auch bei Ritualen interessant! Aber dann nur an einzelnen Stellen. Ein komplettes Ritual in einer Fremdsprache ist ja eher öde ...
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  7. #7
    Rabensang
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    @Oliverp: Ich meinte das eher von der OT-Warte, nicht von der IT-Con-Realität her. Dass man für die Kommunikation eine Sprache braucht, die alle verstehen, ist klar, deswegen kann ich die Kenntnis der Allgemeinsprache von allen als Kompromiss gut finde, auch wenn das real äußerst unwahrscheinlich wäre. Eigene Sprachen zu haben, die kein Angehöriger anderer Kulturen kennt, wäre also trotzdem wünschenswert, auch wenn es nur Akzente setzen soll.

    Nochmal zum verdeutlichen: ich werde in absehbarer Zeit IT keinen Stammeskolegen treffen, womit ich diese Sprache nicht IT zu Verständigung benötige. Ich will/brauche also keine komplett ausgearbeitete Fantasy-Sprache und keine reale Fremdsprache, ich will nur etwas, womit ich meinem Charakter etwas mehr fremdartiges Profil geben will. Wenn ich irgendwelche Rituale durchführe, dann sind die in erster Linie für meinen Charakter selbst und nicht für andere, sprich sind keine magischen mit tatsächlicher Wirkung. Und ich will die auch nicht komplett in Fremdsprache machen, sondern bloß passagenweise. Zuschauer sind natürlich möglich/wahrscheinlich. Deswegen halt die Idee mit dem "brabbeln".

    Innerhalb einer Gruppe gleicher Abstammung sollte eine Fremdsprache natürlich von allen verstanden werden oder der Einfachheit halber komplett unter den Tisch fallen.
    Geändert von Rabensang (05.12.2014 um 01:29 Uhr)

  8. #8
    Nount
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    Wenn du es hinkriegst, irgendwas zu brabbeln, was nach Möglichkeit immer den gleichen Klang hat, kannst du das natürlich auch so machen.
    Mir fällt das sehr schwer, daher finde ich es einfacher, einige feste Sätze auswendig zu lernen. Und ich finde es schön, wenn man auch beim normalen Sprechen merkt, dass der Charakter eine andere Muttersprache hat. Und bei anderen Gelegenheiten als Ritualen (sonst klingt es nicht nach anderer Muttersprache, sondern nach Ritualbestandteil, wie z.B. andere Leute Latein verwenden).
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  9. #9
    Dutch
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    Im LARPwiki hat sich mal jemand die Mühe gemacht, eine Übersichtsseite zum Thema Sprache als Darstellungselement zusammenzustellen:
    http://www.larpwiki.de/LarpSprachen

    Übrigens kann man mit Google auch sehr einfach im LARPwiki vorrecherchieren. In diesem Fall kommen dabei praktisch alle Unterseiten des o.g. Themas mit raus.
    Beispiel:
    https://www.google.de/search?q=larpwiki+sprachen

    Diese Technik kann auch bei anderen Fragestellungen nützlich sein.
    Tschüs
    Michael
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  10. #10
    Section31
    Section31 ist gerade online
    Fingerwundschreiber

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    Mein Nordmann (im DSA-LARP: Thorwaler) spricht "Norsk", eine für's LARP vereinfachte Form von Norwegisch. Die Leute verstehen mich OT meistens, manchmal eben nicht. Bisher hat das das Bild meines Nordmanns sehr unterstützt und ich glaube es macht meinen Charakter interessanter.

    Ich habe für Norsk ein paar Worte/Sätze auswendig gelernt. Den Rest improvisiere ich bzw. brabbel Kauderwelsch vor mich hin. Das funktioniert prima.
    In God we trust, the rest we monitor

    USS Atlas - Star Trek LARP - www.uss-atlas.de
    Königreich Wenzingen - Fantasy LARP - www.wenzingen.de

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