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  1. #1
    Avis
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    Stigmatisierte Rollen wie Tierwesen und Dämonen

    Hallo erst einmal!

    Vorweg: Ich bin ein absoluter Grünschnabel und bereite mich gerade immer noch auf mein erstes Larp-Event vor. Natürlich bin ich schon fleißig zu allem möglichen am recherchieren, jedoch irritiert mich immer noch ein einige Dinge bezüglich der Charatererstellung und diversen Konzepten und deren Meinungen und Kritiken.

    Und um es auf den Punkt zu bringen, es geht um stigmatisierte Rollen und vor allem Halbwesen wie Tiere und Dämonen. Ein sehr unbeliebtes Thema, wie mir seither erschienen ist. Vor allem eins bei denen sich wohl jetzt schon bei einigen die Nackenhaare sträuben und die Zehen nach hinten biegen.

    Stigmatisierte Rollen laut LarpWiki:
    - Charakterklasse wird PowerGaming unterstellt (Tierwesen, Drow, Dämon, ...)
    - Der Charakterklasse wird unterstellt, sie diene vorzugsweise zu destruktivem Spiel oder sei vor allem auf Beeinflussung des Spiels anderer gegen deren Willen ausgelegt. (Assassine, Meuchler)
    - Der Charakterklasse wird unterstellt, daß sie grundsätzlich mangelhaft dargestellt wird. (Vor allem Tierwesen)
    - Der Charakterklasse wird unterstellt, daß sie gegen gängige Vorstellungen über bestimmte Charakterarchetypen oder grundlegende Annahmen über die Spielwelt verstößt. (weibliche Ritter, gute Nekromanten, ...)
    - ...

    Power-Gamer, schlechte (& unmögliche) Darstellung eines Charakters
    Es ist mir durchaus verständlich, das beim Larpen nicht alle Helden sein können. Nicht jeder kann der/die Held/in XY von Burg/Land XY mit jener und dieser düsteren Vergangenheit und all diesen Superkräften, Immunitäten und was weiß ich sein. Vor allem nicht wenn die vergleichbar nichtigen Schwächen eigentlich gar keine Schwächen sind und einfach nur noch "Power Gaming" der passende Begriff wird.

    Auch ist mir bewusst, das nicht jeder alles spielen kann und das nicht nur daran liegt, das die meisten einfach nicht das schauspielerische Talent für eine derartige Rolle besitzen, sondern das jene auch an deren meist etwas schwierigeren Aufmachung scheitern. Demnach kann ich es gut nachvollziehen, wenn einige bei dem Anblick einer 1,50m Elfe mit BMI30, einem 1,90m Zwerg oder dem übermenschlich starken Kriegshelden, der eigentlich schlacksig und erst 17 ist, die Augen verdrehen. Durchaus, das passt einfach nicht und da kann man so viel schrauben wie man will - es wird wohl selbst nicht durch ein letzten Endes gutes Spiel oder einer guten Verkleidung herausgerissen.

    Halbwesen Allgemein
    Wie mir seither schien, scheinen Halbwesen eher unbeliebt als beliebt im Larp zu sein. Oftmals habe ich gelesen, das Leuten unterstellt wird, sie haben nur halbherzig an ihrer Kostümierung gearbeitet; das sie keine Lust hatten (so viel Geld zu investieren); und, und, und...

    Und das durchaus verständlich nachdem was ich so alles hier im Internet recherchieren konnte. So verstehe ich, das z.B. 50/50 Elf-Menschen sehr unschön aussehen, wenn sie nur Elfenohren haben, aber ansonst nur die typischen Kleidung, Verhalten usw. von Menschen besitzen. Noch verständlich für mich sind, das 50/50 Mischwesen wie Drache-Mensch oder Ork-Mensch ziemlich seltsam wirken - denn ehrlich : Wie sind diese entstanden? Noch schlimmer und nachvollziehbarer finde ich diese "1/8-Wolf-1/8-Zwerg-1/Elf-5/8-Mensch"-Kombinationen, da diese für mich etwas seltsam klingen und vorerst wirklich nur nach einem schlechten Konzept, wenn nicht sogar Powergaming stinken. Vor allem wie will man das umsetzen? (Zuletzt sei aber gesagt: Nichts ist unmöglich. Vielleicht erhebt sich eines Tages genau dieser "1/8-Wolf-1/8-Zwerg-1/Elf-5/8-Mensch" und haut alle von den Socken? ... obwohl ich das echt bezweifle.)

    Zum Kern der Sache
    Ich habe nun vielerlei Kritik und Meinungen gehört, wie man es besser machen kann, wie zum Beispiel eine Halbelfe ohne spitze Ohren, aber dem sonstigen elfischen Kram. (Wobei auch hier wieder gesagt werden kann: "Öhh, schlechte Darstellung! Warst zu faul, ...")

    Und auch bei der Umsetzung von Tierwesen, die wohl anscheinend oftmals sogar mehr als negativ angesehen werden, habe ich lesen können: Viele empfinden aufgesetzte Ohren und einen umgeschnallten Schwanz als zu wenig, unliebsam und schlecht gestaltet. Die meisten empfehlen hierbei ein komplettes Fursuit oder zumindest den Kopf, viel Fell am Körper oder Pfoten oder, oder, oder...

    Meine Frage ist jedoch nun: Ist Larp nicht etwas, in dem man alles sein kann was man möchte? NEIN, heißt es jetzt bestimmt bei vielen und ich gebe diesen Leuten auch teils recht - ehrlich. Ich finde selbst, das es einige Grenzen gibt. Ich bin auch dagegen, das nicht alle Helden sein können; das es gewisse Mischungen nicht geben kann; das einige Darstellung wirklich herzlos sind; und, und, und...
    Aber bei mir herrscht bei einigen Punkten trotzdem ein Knoten.


    • 1. Halb-Tierwesen
      Vielen reicht das einfache Aufsetzen von Hörnern, Ohren und Schwanz nicht aus. Aber warum? Viele Empfinden deren Darstellung als mangelhaft, unglaubwürdig,... aber müssen denn Tierwesen wirklich alle 100% Tier sein und einen Fursuit tragen? Meiner Meinung nach ist ein kompletter Fuirsuit (ob nun gut oder schlecht) immer schlechter darzustellen als z.B. ein Charakter, der z.B. nur Tierohren und -schwanz hat. Ob nun Latex/Silikon-Teilsmaske oder nicht. Ein gut gespielten Halbwesen ist doch besser als ein Fursuit, dessen Mund sich unnatürlich und dessen Augen sich gar nicht bewegen - oder?
      Kann es denn keine Mischung aus Mensch und Tier geben?
      Zum Entschärften der Sache: Nein, ich habe nichts gegen Fursuits und ja, ich habe auch ein paar schrecklich gemachte Tier-Menschen gesehen. Meine Überlegung: Wäre ein Charakter mit ausschließlich Tierohren und -schwanz, die sich flüssig mit dem Körper bewegen nicht genauso gut wie ein Fursuit? (Davon ausgehend, das beide ihre Rolle hervorragend spielen würden?)
      Und wie sieht es mit "animatronic tails" mit Motor oder was weiß ich Technik aus? - Sorry für die mehr als schlechte Beschreibung, aber diese geben ja surrende Laute von sich. Wäre für mich ein ziemlicher Ambiente-Killer... oder wäre das nicht weiter schlimm?
    • 2. Dämonen
      Habe gelesen, das diese nicht nur IT mit Anfeindungen zu kämpfen haben, sondern auch OT. (Was mir gänzlich suspekt ist - aber egal). Aber was gehört nun alles zu einem richtigen Dämon? Was ist ein richtiger Dämon? Warum kein Halb-Dämon (muss ja nicht unbedingt Power-Gaming sein) und warum sind Dämonen so verhasst und warum lese ich auf LarpWiki, das gute Dämonen als "Kuschel-Larp" bezeichnet werden? Ich meine, wenn es weibliche Ritter gibt, kleine Kämpfer, dann wohl auch gutartige Dämonen. (Nein! Nicht schlagen, bin selber weiblich, klein und hab nichts gegen solche Charaktere )
      Oder etwas anderes: Was wäre gegen ein Dämon, der... (hach, wie sagt man sowas?) "gebannt", "gerufen", "beherrscht" oder keine Ahnung was wurde, weshalb er sozusagen ein "Diener" von einem anderen Charakter ist? Dementsprechend muss er ja nicht unbedingt gutartig sein, sich wohl aber so verhalten - aufgrund Dienerschaft usw.

    So, ich hoffe ich bin hiermit niemandem auf den Schlipps getreten - das ist nämlich das letzte was ich möchte. Würde nur gerne eure Meinung dazu hören, eure Erklärungen und, und, und... weil wie gesagt - bin ein absoluter Grünschnabel.

  2. #2
    Cartefius
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    Kann es denn keine Mischung aus Mensch und Tier geben?
    Vielleicht vorneweg, auch wenn das vielleicht überflüssig ist: Derartige Meinungen, wie sie in Foren oder auch im Larpwiki stehen, sind immer nur als Vorlieben, Richtlinien und Ratschläge zu sehen. Ein "das darf man nicht" gibt es in Sachen Larpdarstellung eigentlich nicht, sondern immer nur ein "das kann bei Mitspielern schlecht ankommen oder unerwünschte Reaktionen zur Folge haben.". Warum ich das sage? Einige Leute verbringen unnötig viel Zeit damit, gegen vermeintliche Vorschriften zu rebellieren, und laufen damit eigentlich nur ins Leere.

    Zur Frage an sich: Tierwesen die keine "Volltierwesen" sind sind natürlich denkbar, besitzen diverse Fantasyvorlagen, und werden auch im Larp bespielt, sind also kein totales No-Go. Allerdings hat man bei allen exotischen Konzepten, die darstellerisch nur halb umgesetzt und zur anderen Hälfte normal-menschlich-alltäglich sind, ein grundlegendes Problem: OT sind wir alle Menschen aus einer modernen Welt, die sich bemühen, glaubhaft wie Bewohner einer Fantasywelt zu wirken, mit mehr oder weniger Erfolg. Deswegen ist es schwer, eine IT-Halblösung (ein sehr menschenähnliches Tierwesen) von einer OT-Halblösung (ein gewolltes Volltierwesen mit einer mangelhaften Kostümierung) zu trennen. Du schreibst auch, dass das Tierwesen "gut gespielt" sein soll, und hier gilt das gleiche wie bei der Kostümierung: Auch hier sind sehr alltäglich-menschliche Verhaltensweisen aus dem gleichen Grund problematisch.
    Dazu kommt, zumindest meiner subjektiven Erfahrung nach, dass der geäußerte Wunsch nach dezenten oder "halben" Darstellungen häufig auch eine vorgeschobene Ausrede ist, weil Spieler zwar den exotischen Touch von Rollen wünschen, aber eigentlich die aufwändige Darstellung scheuen.

    Zum Entschärften der Sache: Nein, ich habe nichts gegen Fursuits und ja, ich habe auch ein paar schrecklich gemachte Tier-Menschen gesehen. Meine Überlegung: Wäre ein Charakter mit ausschließlich Tierohren und -schwanz, die sich flüssig mit dem Körper bewegen nicht genauso gut wie ein Fursuit? (Davon ausgehend, das beide ihre Rolle hervorragend spielen würden?)
    Das ist vermutlich Geschmackssache, aber ich fände so ein Tierwesen sehr unbefriedigend. Ein Schwanz ist für mich eigentlich ein Teil, das kaum zum Eindruck eines Tierwesens beiträgt, und auch bewegliche fellige Öhrchen finde ich recht überflüssig, vor allem sind beides für mich irgendwie sinnlos "drangeklebte" Tierattribute, wie sie z.B. in Animes verwendet werden, wenn sie irgendwie Exotik darstellen, dabei aber die menschliche Wirkung von Charakteren möglich wenig stören sollen. Selbst perfekte Animatronik würde da für mich nicht zu einem stimmigen Eindruck führen, weil ich ein Wesen, das so komisch zusammengestoppelt wirkt, einfach nicht glaubwürdig fände. Deutlich sinnvoller fände ich da eine Verfremdung des Gesichts durch eine hochwertige Teilmaske kombiniert mit ggf. Zähnen und Kontaktlinsen, Befellung oder ähnliches, vielleicht auch Handschuhe, und den Rest durch weite Kleidung zu verstecken. Was für ein Tier stellst du dir eigentlich vor, wie üblich Wolf oder Katze?


    2. Dämonen
    Habe gelesen, das diese nicht nur IT mit Anfeindungen zu kämpfen haben, sondern auch OT. (Was mir gänzlich suspekt ist - aber egal). Aber was gehört nun alles zu einem richtigen Dämon? Was ist ein richtiger Dämon? Warum kein Halb-Dämon (muss ja nicht unbedingt Power-Gaming sein) und warum sind Dämonen so verhasst und warum lese ich auf LarpWiki, das gute Dämonen als "Kuschel-Larp" bezeichnet werden? Ich meine, wenn es weibliche Ritter gibt, kleine Kämpfer, dann wohl auch gutartige Dämonen. (Nein! Nicht schlagen, bin selber weiblich, klein und hab nichts gegen solche Charaktere )
    Das mit den OT-Anfeindungen ist mir ehrlich gesagt neu, wobei natürlich viele Spieler durchaus eine OT-Abneigung gegen das Spiel mit solchen Rollen haben könnten, das ist aber was anderes: Das eine richtet sich gegen das Spiel, das andere gegen die Person des Spielers selber. Die Frage, ob es "gutartige Dämonen" geben kann, werden vermutlich unterschiedliche Leute unterschiedlich beantworten, in der überwiegenden Zahl der Fantasysettings, die ich kenne, muss man das aber klar verneinen: Dämonen sind hier Ausgeburten eines elementaren Bösen, bei denen es ein absolut definierender Faktor ist, dass sie den Menschen schlechtes wollen. Es gibt bestimmte Ausnahmen, aber auch hier wird die Rolle von "guten" oder zumindest nicht aktiv menschenfeindlichen Dämonen ganz stark davon definiert, dass sie die absolute Ausnahme darstellen.
    Das Kernproblem ist hier das gleiche wie bei anderen IT-stigmatisierten Rollen wie auch z.B. Vampiren, Mördern, Orks, Werwölfen oder auch Hexen: Für viele Spieler liegt der Reiz solcher Rollen in ihrem Außenseitertum, in dem Nimbus aus Furcht und Aberglauben, der sie umgibt. Setzt man dieses Außenseitertum aber in der Spielwelt konsequent um, würde das dazu führen, dass der Charakter im besten Fall den ganzen Con über angefeindet und gemieden wird, und man ihn im schlimmsten Fall kurzerhand wegen irgendeinem Vorwand am nächsten Baum aufknüpft. Beides sind Situationen, die üblicherweise nicht im Sinne des Spielers sind, was zu OT-Stress, Diskussionen und Racheakten führen kann.
    Ignoriert man dieses Außenseitertum hingegen, verlieren diese Rollen nicht nur ihren Reiz, sondern werden entweder zu uninteressanten "Menschen mit Gummiteilen im Gesicht" oder sogar zur Lachnummer, denn nicht umsonst klingt "Treffen sich ein Dämon, ein Vampir und ein Werwolf in einer Taverne..." wie der Anfang eines doofen Witzes, und das ist auch das, was mit "Kuschel-Larp" gemeint ist.

    Oder etwas anderes: Was wäre gegen ein Dämon, der... (hach, wie sagt man sowas?) "gebannt", "gerufen", "beherrscht" oder keine Ahnung was wurde, weshalb er sozusagen ein "Diener" von einem anderen Charakter ist? Dementsprechend muss er ja nicht unbedingt gutartig sein, sich wohl aber so verhalten - aufgrund Dienerschaft usw.
    So etwas kann prinzipiell funktionieren, insbesondere wenn der "Herr" des Charakters einflussreich und von gutem Ruf ist, und grundsätzlich wäre das auch die Möglichkeit, wie ich eine solche Rolle noch am ehesten für spielbar halte (Merilfaens Tiefling wäre da z.B. in dieser Richtung angelegt, und recht gelungen). Auf der anderen Seite erfordert das immer noch eine Menge Fingerspitzengefühl, wird auf vielen Cons vermutlich von vornherein nicht zugelassen werden, und wirft auch weitere Fragen, insbesondere nach den Fähigkeiten eines solchen Charakters auf.
    Auch hier kann man vermutlich am besten mit einer guten Darstellung überzeugen, die sich positiv von den diversen "Gummihörnchen, Pannesamt und ganz viel schwarzen Kajal!"-Dämonen abhebt, die man immer mal wieder trifft.

  3. #3
    Gerwin
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    Erstmal hi. Und ich würd mir da nicht alles was im Forum oder Larpwiki steht so annehmen. Aber ich versuchs mal von vorne.

    übermenschlich starken Kriegshelden, der eigentlich schlacksig und erst 17 ist, die Augen verdrehen.
    Hier ist die Frage was "übermenschlich" ist zunächst schwierig zu beantworten. Der Bereich menschlicher Stärke ist breit gefächert. Während die wenigsten von uns auch nur 100 Kilo auf der Bank drücken, drücken andere ein vielfaches. Kurz gesagt spielt reine Stärke aber auf Con selbst keine so große Rolle (zumindest nicht wenn du keinen glaubwürdigen Heiler spielst und der Aufbau abgeschlossen ist). Es gibt durchaus Cons mit einen Stärkevergleich (alla Highland Games), aber das sind, da die wenigsten. Liegt unter anderen auch daran, dass bei einer tatsächlichen "Stärkeprobe" manch ein großer Held wohl verdammt alt aussen würde.

    Übermenschliche Kraftleistungen sind also eher was für die Hintergrundgeschichte, führen da aber (völlig unabhäng von deiner Figur) schnell zum unschönen "Stärke-Quartet" welches dann, unabhängig von deiner Figur, zu unmöglichen und unschönen Geschichten führt.

    müssen denn Tierwesen wirklich alle 100% Tier sein und einen Fursuit tragen?




    Ganz klar, nein. Tierwesen sind vor allen eine Erscheinung auf größeren und Großveranstaltungen. Die "kein Fursuit-Fraktion" ist um einiges größer als die "Fursuit-Fraktion". Niemand schreibt dir vor einen Fursuit zu tragen oder nicht. Es gibt nur eine Reihe von Larpern die Tierwesen ohne Full-Suit nicht akzeptieren. Und es gibt eine Reihe von Larpern die dieses für völlig falsch halten.

    Natürlich kann es auch eine Mischung aus Mensch und Tier geben. Wenn du diese Mischung aber gut rüberbringen willst bist du fast mit einen Fursuit einfacher bedient. Ein Minotaure zum Beispiel besteht nach der griechischen Mythologie nicht aus einen Stieranthro, sondern aus einen menschlichen Körper mit Stiermerkmalen. Das würde aber einen guten Übergang zwischen Maske und Körper sowie einen entsprechenden Körper voraussetzen. Der Übergang alleine ist schon das Problem, die wenigsten Larper, inklusive mir, würden aber einen Körper mitbringen auf welchen sich der Stierkopf nicht gänzlich verloren wirken würde. Man stellt sich oft vor, dass ein gut gemachter "Menschen-Tier-Mischling" leichter darzustellen ist. Das Gegenteil ist aber der Fall.

    Aber was gehört nun alles zu einem richtigen Dämon?
    Auch wenn ich selbst böse Charaktere spiele würde ich behaupten, dass ein "richtiger Dämon" einfach nicht in Spielerhände gehört. Sicher mag es auch hier Ausnahmecons geben. Ein Dämon hat aber so gut wie immer übermenschliche Kräfte (welche nicht in ein ausgewogenes Larp passen) und lässt (zumindest wenn es der Klischee-böse-Dämon ist, und Klischees sind im Larp wichtig) was grausamkeit angeht normale böse Charaktere hinter sich. Und schon normal-böse Charaktere sind auf vielen Cons nicht unbedingt OT gerne gesehen. Meiner Erfahrung nach sind die meisten Larper was SC angeht sehr verkuschelt. Es wird eben oft ein Spiel der "reinhellen" SC gegen die bösen NSC gesucht. Schon meine bösen Menschen nehme ich ab und an deutlich zurück, da alles andere Gefahr läuft sich, auch OT, unbeliebt zu machen.

    Kurz gesagt: Egal ob du seit zig Jahren larpen würdest oder der absolute Anfänger bist, Dämonen sind nichts für Spielercharaktere. Im Normalfall.

  4. #4
    Maria
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    Es gibt durchaus halbtierische oder halbdämonische Humanoide, die von fast allen Larpern als "Bereicherung" für High-Fantasy-Settings auch ohne Voll-Fursuit empfunden werden: Faune mit Digitigrade-Legs oder Beinpolstern (weil schon laut Vorlage halb-halb), Skaven (weil außer Extremitäten viel durch Kleidung versteckbar), Tieflinge, bestimmte Katzenwesen (die aus dem EE-Orientalenviertel), die Meereswesen der Smea...
    Setzt allerdings einen gewissen Aufwand voraus. Und das ist der Knackpunkt: Mühe und visueller Aufwand werden honoriert. Daher würde ich sagen, dass auch gute, nicht aufdringliche Animatronik Fans finden würde, auch wenn da als Bedingung hinzukommen würde, dass man nicht die ganze Mühe nur darein steckt, weil andere Punkte wichtiger für Wirkung im Larp sind:
    * kulturangepasste fremdartig wirkende Kleidung/Ausrüstung, um das Nicht-Menschliche auch dadurch zu betonen
    * Verfremdung des Kopfes (weil Menschen Augentiere sind, die auf Kopf/Oberkörper-Fokussierung gepolt sind)
    * Verhaltensweisen
    * etc. pp.
    Geändert von Maria (04.01.2015 um 13:33 Uhr)

  5. #5
    Avis
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    Danke erst mal an die bereits hilfreichen Antworten!

    Vielleicht vorneweg, auch wenn das vielleicht überflüssig ist: Derartige Meinungen, wie sie in Foren oder auch im Larpwiki stehen, sind immer nur als Vorlieben, Richtlinien und Ratschläge zu sehen. Ein "das darf man nicht" gibt es in Sachen Larpdarstellung eigentlich nicht, sondern immer nur ein "das kann bei Mitspielern schlecht ankommen oder unerwünschte Reaktionen zur Folge haben.". Warum ich das sage? Einige Leute verbringen unnötig viel Zeit damit, gegen vermeintliche Vorschriften zu rebellieren, und laufen damit eigentlich nur ins Leere.
    Uh, äh... Ja, das war etwas blöd ausgedrückt...

    Was für ein Tier stellst du dir eigentlich vor, wie üblich Wolf oder Katze?
    Speziell bezog sich die Frage eigentlich auf kein Tier, jedoch würde ich persönlich zu einem Wolf tendieren. Wie gesagt kann ich mich aber nicht in einem Fursuit oder dergleichen vorstellen, da ich mir in meinen Augen damit absolut lächerlich und unglaubhaft vorkommen würde. Weniger Sichtfeld, weniger Beweglichkeit und absoluter Hitzestau - und das gleicht für mich (als jemand, der fast nicht schwitzen kann) einem Selbstmord... Deshalb würde ich bei Schwanz und Ohren gerne bleiben - was aber wiederum meist im Larp verhasst ist.
    Vielleicht liegt das daran, das ich innerhalb von Schreib-RPG's gute Erfahrungen mit dergleichen Wesen gemacht habe und dort selbst aktuell eine "Halbwölfin" spiele. Jene zu spielen würde mir auch unheimlich Spaß machen - wobei nur in ähnlicher Form, da ich mit ihr wohl eine gänzlich neue Rasse, Religion, usw. erfinden würde...

    Ganz klar, nein. Tierwesen sind vor allen eine Erscheinung auf größeren und Großveranstaltungen. Die "kein Fursuit-Fraktion" ist um einiges größer als die "Fursuit-Fraktion". Niemand schreibt dir vor einen Fursuit zu tragen oder nicht. Es gibt nur eine Reihe von Larpern die Tierwesen ohne Full-Suit nicht akzeptieren. Und es gibt eine Reihe von Larpern die dieses für völlig falsch halten.
    Hach, Nei... das verführt mich jetzt doch vielleicht diesen Schritt zu wagen...

    Natürlich kann es auch eine Mischung aus Mensch und Tier geben. Wenn du diese Mischung aber gut rüberbringen willst bist du fast mit einen Fursuit einfacher bedient. Ein Minotaure zum Beispiel besteht nach der griechischen Mythologie nicht aus einen Stieranthro, sondern aus einen menschlichen Körper mit Stiermerkmalen. Das würde aber einen guten Übergang zwischen Maske und Körper sowie einen entsprechenden Körper voraussetzen. Der Übergang alleine ist schon das Problem, die wenigsten Larper, inklusive mir, würden aber einen Körper mitbringen auf welchen sich der Stierkopf nicht gänzlich verloren wirken würde. Man stellt sich oft vor, dass ein gut gemachter "Menschen-Tier-Mischling" leichter darzustellen ist. Das Gegenteil ist aber der Fall.
    Ich weiß nicht ob meine Erfahrungen von Schreib-RPGs mein Bild von (Halb-)Tierwesen gänzlich "verändert" hat, aber meine Vorstellungen und Anforderungen sind wohl etwas verschoben - Schrecklich...

    Auf der anderen Seite erfordert das immer noch eine Menge Fingerspitzengefühl, wird auf vielen Cons vermutlich von vornherein nicht zugelassen werden, und wirft auch weitere Fragen, insbesondere nach den Fähigkeiten eines solchen Charakters auf.
    Kurz gesagt: Egal ob du seit zig Jahren larpen würdest oder der absolute Anfänger bist, Dämonen sind nichts für Spielercharaktere. Im Normalfall.
    Was dies betrifft, schwirrt in meinem Kopf eine eigentlich eher schwache Figur im Kopf herum. Ob nun Tierwesen, Magier, Dämon, Mensch oder was auch immer - in meinem Kopf möchte ich mir eigentlich ungern eine "starke" oder "normalstarke" Figur zusammen basteln. Erst recht keine, die über anderen steht. (Sollte dem ja auch irgendwie gerecht werden, obwohl mein Charakter in meinen Vorstellungen ganz schön viel Sprüche klopfen wird... bei meiner Größe aber wohl kaum ernst zu nehmen )

    Aber gibt es dann eventuell Alternativen zum Dämon, wenn dieser gern als "over-powered" angesehen wird?

  6. #6
    Avis
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    Es gibt durchaus halbtierische oder halbdämonische Humanoide, die von fast allen Larpern als "Bereicherung" für High-Fantasy-Settings auch ohne Voll-Fursuit empfunden werden: Faune mit Digitigrade-Legs oder Beinpolstern (weil schon laut Vorlage halb-halb), Skaven (weil außer Extremitäten viel durch Kleidung versteckbar), Tieflinge, bestimmte Katzenwesen (die aus dem EE-Orientalenviertel), die Meereswesen der Smea...
    Setzt allerdings einen gewissen Aufwand voraus. Und das ist der Knackpunkt: Mühe und visueller Aufwand werden honoriert. Daher würde ich sagen, dass auch gute, nicht aufdringliche Animatronik Fans finden würde, auch wenn da als Bedingung hinzukommen würde, dass man nicht die ganze Mühe nur darein steckt, weil andere Punkte wichtiger für Wirkung im Larp sind:
    * kulturangepasste fremdartig wirkende Kleidung/Ausrüstung, um das Nicht-Menschliche auch dadurch zu betonen
    * Verfremdung des Kopfes (weil Menschen Augentiere sind, die auf Kopf/Oberkörper-Fokussierung gepolt sind)
    * Verhaltensweisen
    * etc. pp.
    Digitigrade-Legs war ich haarscharf am überlegen, nur... das muss sich doch auf Dauer schrecklich anfühlen, oder nicht? Ist ja wie in hohen Schuhen, auf Stelzen und wirklich Abenteuerspaß und Kind-rauslassen ist da wohl eher weniger?
    Zumindest wirkte die Faun-Dame auf der Buchmesse, die auf dem Gehweg umgeknickst ist nicht sonderlich so als hätte sie viel Freiheiten. (Vor allem war alles dahin, nachdem ihr das Faun-Bein "gebrochen" ist - sehr ärgerlich...)

    Kulturangepasste Kleidung/Ausrüstung und stimmige Verhaltensweise zählen für mich ebenso zu einem dringenden Muss. Verfremdung des Kopfes bin ich etwas unsicher, gänzlich nicht abgeneigt (wenn es mich meinem Tierwesen und dessen Akzeptanz denn näher bringen sollte)

  7. #7
    Maria
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    Wenn du zu Faunen Hilfe brauchst, Ermelyn im Larper.ning.com fragen, die hat ihre Beine nur mit Polsterung gemacht:
    http://ermelyn.deviantart.com/art/Faun-legs-310345927
    Für halb-dämonisch dürfte Meril der Vorzeige-Tiefling sein: http://merilfaen.jimdo.com/
    http://missviscid.deviantart.com/art/Ouh-500421906

    Weniger Sichtfeld, weniger Beweglichkeit und absoluter Hitzestau - und das gleicht für mich (als jemand, der fast nicht schwitzen kann) einem Selbstmord... Deshalb würde ich bei Schwanz und Ohren gerne bleiben - was aber wiederum meist im Larp verhasst ist. Vielleicht liegt das daran, das ich innerhalb von Schreib-RPG's gute Erfahrungen mit dergleichen Wesen gemacht habe und dort selbst aktuell eine "Halbwölfin" spiele. Jene zu spielen würde mir auch unheimlich Spaß machen - wobei nur in ähnlicher Form, da ich mit ihr wohl eine gänzlich neue Rasse, Religion, usw. erfinden würde...
    1. Was den Wolf im Larp angeht, äh, nein. Halbwolf nur mit Schwanz und Ohren oder auch nur Teilmaske wird nicht funktionieren - wenn man nicht bereit ist, die OT-Nachteile für eine adequate Darstellung in Kauf zu nehmen, sollte man ein anderes Konzept wählen.
    Siehe Cartefius:
    Dazu kommt, zumindest meiner subjektiven Erfahrung nach, dass der geäußerte Wunsch nach dezenten oder "halben" Darstellungen häufig auch eine vorgeschobene Ausrede ist, weil Spieler zwar den exotischen Touch von Rollen wünschen, aber eigentlich die aufwändige Darstellung scheuen.
    2. Völlig neue Rasse ist auch schwierig, optisch muss erkennbar sein, in welche Richtung es geht - wenn da also nur Schwanz und Öhrchen plus Zähne verwendet werden, wird als Reaktion nicht ein "Oh toll, wie interessant, eine ganz neue exotische Rasse" kommen, sondern ein "Gähn, schon wieder so ein halbherzig umgesetztes Konzept - wat soll dat denn sein?" Und die x-te Ein-Mann oder Ein-Frau-Religion oder x-te Ein-Personen-Kultur ist auch keine gute Idee, solche kulturellen Hintergründe wirken nur dann gut, wenn sie von vielen Leute als Gruppe dargestellt werden.

    2. P&P-Erfahrung oder Schreib-RPG-Erfahrung zählt nicht, das ist GANZ ANDERS als Larp. Nur weil dir eine Rolle in einem Zuhause-RPG-Spaß macht, heißt das einmal nicht, dass sie im Larp auch Spaß macht und zweitens ist nicht jede RPG-Rolle auch umsetzbar. Larp ist körperlich, visuell, anfassbar, 360°, sollte sich echt anfühlen und hat keine SFX.

    Mein Rat wäre: Such dir für den Einstieg eine leichtere Rolle, probier Larp erst mal aus, bevor du dich ins Hintergrund-Religions-Rassen-Schreiben stürzst.

  8. #8
    oliverp
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    Die andere haben das bereits so gut beschrieben, dass mir nur noch der flache Allgemeinplatz bleibt: Es kommt auch auf das Spielumfeld an. Es gibt das beschriebene "Kuschellarp" durchaus, ist oft mit Absicht so gestaltet und daran ist auch nichts Schlechtes, wenn es denn klar kommuniziert wird vorher.
    Da zeigt sich dann aber oft das Phänomen, dass die Spieler mit dort akzeptierten Darstellungen solcher Wesen dort nicht glücklich werden, weil ein Großteil der anderen Spieler dort ebenfalls das "Besonderheitsettikett" beansprucht, da zeigt sich dann, worum es wirklich geht.

    Meine persönkliche Meinung und Erfahrung dazu: Erstmal "Jeder nach seiner Facon" - aber ich muß nicht alles gut finden oder verstehen, versuche in solchen Fällen Kontakte eher zu meiden oder kurz zu halten, damit das Spiel beider(!) nicht gestört wird.

    Ich verstehe zB durchaus den Wunsch eine Fremde Spezies zu spielen. Dabei ist für mich aber das Kernthema eben die Verfremdung. Liegt diese kaum vor, dann verstehe ich das gesamte Konzept nicht und es kommen eben auch negative Erfahrungen mit solchen Konzepten mal durch im Denken.
    Daher beschränke ich mich dann auf "Bitte, Danke, findest du dahinten, schönen Tag noch" Leider funktioniert das nicht immer, manchmal motiviert das auch den Mitspieler, seine "Besonderheit" nochmals zu betonen, dann wirds komplizierter.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  9. #9
    Gerwin
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    Was dies betrifft, schwirrt in meinem Kopf eine eigentlich eher schwache Figur im Kopf herum. Ob nun Tierwesen, Magier, Dämon, Mensch oder was auch immer - in meinem Kopf möchte ich mir eigentlich ungern eine "starke" oder "normalstarke" Figur zusammen basteln. Erst recht keine, die über anderen steht. (Sollte dem ja auch irgendwie gerecht werden, obwohl mein Charakter in meinen Vorstellungen ganz schön viel Sprüche klopfen wird... bei meiner Größe aber wohl kaum ernst zu nehmen )
    Diesen Teil versthee ich nicht ganz. Ein Tierwesen, insbesondere einen Wolf, stelle ich mir deutlich kräftiger und drahtiger vor als beispielsweise einen Menschen. Generell spielt aber deine optische Stärke im Larp keine so große Rolle (leider ). Es gibt nun einmal keinen Stärkewert wie in den meisten Pen and Paperrollenspielen oder Computerrollenspielen. Die Stärke deines Charakters wird also nie thematisiert.

    Kurz gesagt, ausser in Extremfällen (wenn du nun meinetwegen 135 groß und 30 kg schwer bist) kannst du bei Menschen jeden Charakter spielen. Es gibt keine Notwendigkeit eine fehlende OT-Stärke durch die Wahl eines starken Charakterkonzept (Wolfsmensch/Dämon) zu relativieren. Da deine OT-Stärke selten stört.

    Außer du kämpfst mit mir .

  10. #10
    Cartefius
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    7.343
    Vielleicht liegt das daran, das ich innerhalb von Schreib-RPG's gute Erfahrungen mit dergleichen Wesen gemacht habe und dort selbst aktuell eine "Halbwölfin" spiele. Jene zu spielen würde mir auch unheimlich Spaß machen - wobei nur in ähnlicher Form, da ich mit ihr wohl eine gänzlich neue Rasse, Religion, usw. erfinden würde...
    Ich denke, da passiert es schnell, dass man vom Schreib-RPG da in eine bestimmte Richtung vorgeprägt ist, diese Richtung kann aber auch im Larp hinderlich sein. Der Unterschied ist, dass man im Schreib-RPG selber definieren kann, was "ist", und wenn man etwas auf eine bestimmte Art und Weise formuliert, dann ist das in der Spielwelt auch so. Im Larp hingegen ist das anders: Da bekommen die Mitspieler die Infos nie direkt, sondern müssen immer von dem, was sie sehen, Mutmaßungen anstellen. Das bietet viel Raum für Missverständnisse, weswegen es im Larp immer sinnvoll ist, Darstellung möglichst klar und eindeutig zu gestalten, und Charaktere durch aktive, darstellbare Anteile zu definieren. Eine Spezies, die niemand kennt, mit einer Religion, von der niemand etwas gehört hat, und einer Kultur, die man nicht sieht, ist da denkbar unglücklich, weil viele Spieler die Erfahrung gemacht haben: "Was ich nicht klar anspielen kann, dem gehe ich besser aus dem Weg, ansonsten ist nachher der Spieler wieder beleidigt".
    Und hier kommt eine zweite große Eigenschaft von Larp zum Tragen: Auf einem Con gibt es meist Dutzende oder sogar Hunderte von Spielern, die alle gleichzeitig miteinander interagieren und versuchen, ihren Charakter zu spielen und auf andere einzugehen. Da bleibt oft wenig Zeit, um komplexe Hintergrundgeschichten auszutauschen, um zu erklären, was man eigentlich macht.

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