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  1. #1
    Nount
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    Larpdoku "Wochenendkrieger" auf Arte+7

    Hallo allerseits!

    Am Sonntagabend (glaub ich) lief auf Arte die Larpdoku "Wochenendkrieger". Wer's verpasst hat, kann sie in der Mediathek anschauen

    (und mit ein bisschen Glück denke ich nächstes Mal dran, Bescheid zu sagen, bevor die Sendung gelaufen ist)
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  2. #2
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    Danke für den Hinweis. Als Nichtfernsehanschlussbesitzer hat man wohl wie üblich 7 Tage Zeit ab Ausstrahlung.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  3. #3
    Surkan
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    Danke erst mal für den Tipp. Ich hab mir das gestern gleich angeschaut.

    Ich kann es jedem empfehlen. Leider werden aber einige Fragen die außenstehende haben (diese Fragen kennen wir alle) gar nicht gestellt.

    Ich werde es mal meinen Kollegen empfehlen und schauen was die dann für ein Bild von Liverollenspiel haben.

  4. #4
    Nount
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    Welche Fragen meinst du genau?

    Ich denke, der Film soll gar nicht erschöpfend alle Fragen beantworten, sondern ein Gefühl vermitteln.
    (lustig ist aber, dass ganz verschiedene Cons, die gar nichts miteinander zu tun haben, quasi zu einem einzigen zusammengeschnitten werden )
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  5. #5
    Calum MacDaragh
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    Der Film ist in meinen Augen als Erklärfilm für Verwandte etc. ungeeignet, weil er eine falsche Prämisse verfolgt. "Wochenendkrieger" will nicht zeigen, wie Larp wirklich funktioniert, sondern eine Geschichte erzählen. Daher auch der merkwürdige Zusammenschnitt von verschiedenen Cons zu einer Erzählung, eine Technik, die dem tatsächlichen Geschehen auf verschiedenen Cons gezielt einen Plot überstülpt, der so nie existiert hat. Das ist für einen Film nicht schlimm, für eine Doku ist das eine Bankrotterklärung.
    Das Filmteam war im Spiel extrem nervig und hat sich bewusst nicht an Absprachen gehalten. So wurden zum Beispiel Szenen heimlich mitgefilmt, obwohl auf Nachfrage das Team meinte, die Kamera wäre aus. Eine Menge Leute haben sich rückblickend darüber geärgert, dass sie überhaupt zugestimmt haben, dass sie gefilmt werden, auch die "Hauptdarstellerin". Ich war dummerweise nur im gleichen Lager, habe versucht darauf zu achten, nicht vor die Kamera zu kommen und bin jetzt doch im Film - und ich ärgere mich, dass ich da nicht deutlich widersprochen habe, denn ich will an sowas keinen Anteil haben.

    Ein wirklich guter Larpfilm ist "Die Herren der Spiele" von Uta Bodenstein. Eine richtige Dokumentation, die nicht auf platte Effekte setzt und zudem wirklich verstanden hat, worum es im Larp geht und das auch versucht im Film zu transportieren. Noch dazu war dieses Filmteam das genaue Gegenteil zu dem der "Wochenendkrieger", unauffällig, bereit, sich zurückzuhalten und sehr, sehr nett. Würde ich jederzeit einem Mist wie den "Wochendkriegern" vorziehen.
    Na diobair caraid's a charraid!
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  6. #6
    KarstenD
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    und zudem wirklich verstanden hat, worum es im Larp geht und das auch versucht im Film zu transportieren

    Ich weiß nicht. Die Herren der Spiele krankt aus meiner Sicht daran, dass sich die Regisseurin ZU sehr auf die Larper eingelassen hat und dabei kritische Distanz verloren ging. Der Film zeigt mir zu sehr "Larp, wie wir Larper es gerne präsentieren wollen". Aus PR-Sicht natürlich großartig, journalistisch dagegen auch keine Meisterleistung.
    Konquistadoren 1504 - PvP-LARP mit Sandbox-Elementen – 3. bis 6. Juli 2014, Utopion
    www.konquistadoren.de

  7. #7
    Calum MacDaragh
    Calum MacDaragh ist offline
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    Ich kann Dir nicht sagen, wie die Redaktion beim Bayrischen Rundfunk (der HdS koproduziert hat) abläuft, aber ich kann Dir ganz genau sagen, wie das bei Arte oder 3Sat abläuft, wenn Du mit so einem Orchideenthema ankommst. Die Redaktion ist prinzipiell aufgeschlossen und interessiert, vielleicht sogar begeistert von Deinem Konzept, oft genug wollen die Redakteurinnen das wirklich machen und sind bereit, dafür ein Risiko einzugehen. Aber dann ist da ja noch die Programmkonferenz und freie Slots in der Programmplanung sind da ja auch nicht mehr so viele und überhaupt ist der Durchschnittszuschauer einer Filmdoku 55 Jahre alt, auf den müssen wir eingehen und den abholen, ansonsten kommt das Ganze nicht durch die PK. Von der Bayrischen Filmförderung und der LfA Bayern wollen wir mal lieber gar nicht reden, da muss das Konzept auch noch durch die Gremien...

    Ein kritischerer Film, der sich ruhig auch offensiv mit dem Hobby auseinandersetzt, wäre bestimmt toll gewesen. Den muss dann aber die KarstenD-Filmproduktion im Alleingang finanzieren und produzieren, denn den wird der Durchschnittszuschauer nicht verstehen, weil er überhaupt erst mal an die Materie herangeführt werden muss, etc., etc., etc... Das ist nunmal leider die Argumentation, die die Redaktion im Zweifelsfall fährt. Im Rahmen der Möglichkeiten ist "Die Herren der Spiele" die beste Larpdoku auf dem deutschen Markt. Bessermachen geht immer, man muss dem Film aber einfach mal zugute halten, dass er als erster ohne reißerische Effekthascherei das Thema sehr gut beleuchtet. Was "Wochenendkrieger" definitiv nicht tut.
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  8. #8
    Hana
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    In welcher Weise beinhaltet Wochenendkrieger deiner Meinung nach denn reißerische Effekthascherei?

    Zum Verhalten des Filmteams kann ich natürlich nichts sagen - aber ich würde den Film bedenkenlos meinen Verwandten zeigen und fand ihn gut gemacht und nett anzuschauen. Das Crossover aus vier Cons war seltsam, wenn man diese vier Cons einzeln kennt, aber fürs Vorzeigen finde ich das nicht schlimm, weil es eben doch den Geist des Hobbys trifft. Es wirkt so ein bisschen epischer mit der übergeordneten Handlung, als wenn die Cons einzeln dargestellt wären - und ist vereinfacht, aber für den Zuschauer macht das ja wenig Unterschied, dem ist es wurscht, ob die Szene auf Con A oder Con B gedreht wurde.

    Auch wenn der Film eine Geschichte - oder besser einen Plot - erzählt, wird doch Larp gezeigt, wie es ist. Der Zusammenschnitt ist ein Larp, wie es stattfinden könnte und wie es so ähnlich stattfindet. Warum soll der Film dann nicht als Erklärfilm geeignet sein?

    [Bis auf den einen Kerl, der mal wieder betonen musste, dass früher ja Larper für Satanisten gehalten wurde ... gna.]
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  9. #9
    bradley
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    Fand ich insgesamt gut gemacht, bis auf ein paar schwache Momente. Bin auch kein großer Freund von "Porträt des menschen hinter dem Hobby", da entsteht dann schnell ein falscher Eindruck vom Hobby weil angenommen werden könnte diese repräsentieren via wichtiger Rolle die diese zB. auf dem Mythodea spielen oder allein aus dem umstand das man sie interviewt, nun eine Mainstream-Meinung.

    Am schwächten fiel dieses Porträt bei dem Erzmagier aus, unter dessen Robe BW-Stiefel hervorschauten, der sich trotz merklichen Übergewicht eine Elbenrolle zutraute und die vermutlich albernste Orkmaske über den Klee lobte.

    Besser war der Gärtner der öligen Pestilenz. Hier wurde leider die Chance vertan darauf einzugehen das er eben nicht zufällig Zinnfiguren bemalt, sondern das die ganze Pen&Paper, Tabletop & Co.-Szene große Schnittmengen mit der Larp-Szene hat.

    Will man nur eine epische Geschichte erzählen sind solche Porträts unnötig. Will man ein Thema erläutern ist es sinnvoll, aber auch nur wenn man betont was typisch für einen Bereich ist oder was nicht.

  10. #10
    Spec
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    Ich weiß nicht so recht. Mag am Con (oder den Cons?) liegen, aber mir ging schon recht früh das ganze "Gut vs Böse"-Thema ziemlich auf den Nerv. Ich fand mich da eigentlich überhaupt nicht wieder, weil ich eben nicht wegen "Orks kloppen" larpe sondern für glaubhafte Geschichten mit durchaus gern grauen Charakteren.

    Klar, das war wohl einfach Zufall dass die Vorlieben da etwas auseinandergingen, aber ich hatte sehr wenig Spaß am Zuschauen und hab irgendwann abgeschaltet (hoffentlich nicht zu Unrecht, evtl wurde das Thema später nochmal relativiert oder fallengelassen), weil mir da irgendwie weniger eine Doku gedreht wurde als ein richtig kitschiges Bild von Fantasy konstruiert...

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