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  1. #1
    Nelanfa
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    "Leerlauf" im Plot

    Hallo!

    Ich bin momentan dabei, für ein zweitägiges Larpie (klein, es werden wahrscheinlich ca 20 Leute sein, davon die Hälfte NSC) am Plot zu basteln. Wir haben eine Storyline, die sich über die beiden Tage erstreckt, allerdings füllt sie sie nicht wirklich aus, es wir also (je nachdem, wie lang die Spieler für manche Teile brauchen) immer wieder Löcher geben, in denen nichts zu tun ist.
    Die Frage ist nun, wie viel davon wir mit Nebenquests füllen sollten, und wie weit Leerlauf ok ist?
    Wir sind alle keine erfahrenen Larper, und ich habe bis jetzt nur kürzere Plots für die Gruppe organisiert.
    Hintergrund des Plots ist ein Fest, es gibt also durchaus die Möglichkeit, abseits vom Hauptplot Action zu machen, die Frage ist nur, wie viel davon wir brauchen.
    Ich würde mich sehr über Erfahrungswerte diesbezüglich freuen
    (Und falls jemand Anregungen hat, wie man bei einer Gruppe relativer Anfänger ein Zusammenspiel zwischen den Charakteren fördert, wäre das ebenfalls willkommen... )

    LG

  2. #2
    Gerwin
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    Generell kommt Zusammenspiel zwischen den Charakteren meiner Erfahrung nach insbesondere zusammen, wenn diese nicht (wie auf manch einen Kleinstcon üblich) mit Plotelementen "erschlagen" werden. Ein gewisser Leerlauf ist durchaus okay, natürlich kann dann das Zusammenspiel durch Ambientensc (Schankmagd, Taverne, organisiertes Waffentraining usw.) forciert werden. Wenn das ganze ein durchgehender Plot ist kümmert man sich eben vor allen um den Plot und weniger um das Zusammenspiel mit anderen Charakteren übers plotten hinaus.

    P.S.: Gerade bei schüchternen Spielanfängern hilft halt ein Einstieg über Ambientensc.
    Geändert von Gerwin (24.05.2015 um 14:56 Uhr)

  3. #3
    Maria
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    Das kommt sehr stark auf den Plot an, wenn es einen Spannungsbogen geben soll, sind längere Pausen keine gute Idee. Je weniger Zeit zwischen "Action", desto intensiver, weil stressiger.

    Falls ihr nicht auf Spannung hinarbeitet, dann lassen sich die Pausen durch vom Hauptplot abgekoppelte Nebenplots füllen oder der Hauptplot durch zeitintensivere Vorbereitungen strecken (z.B. handwerkliche Aufgaben). Falls es ein Fest ist, kann man sehr schön mit lokalen Bräuchen arbeiten, dass also noch etwas für das Fest geschmückt/gebaut/dekoriert werden muss - Masken, geschnitzte oder bemalte Figuren, Blumen- und Graskränze, Beute einer Jagd, bestimmte Pflanzen als Schmuck für Götteraltare, Mosaike etc.
    Das gemeinsame Sammeln von Werkzeug und Materialien und das Arbeiten als Gruppe fördert auch das Zusammenspiel der Charaktere. Je mehr man auf die anderen angewiesen ist, desto mehr muss man auf sie zugehen.

  4. #4
    Gerwin
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    Wobei ich hier bedenken würde, dass Marias Methode zumindest im großen zwar funktionieren kann aber oft auch nicht funktioniert.

    Das Problem bei derartigen "erzwungen Zusammenspiel" ist das man wieder oft beim klassischen Plot ist. Und klassischer Plot ist eben oft "okay...wer kann was"? und nicht das was eigentlich ein Charakterspiel ausmacht ("woher kommt mein Chara, welche kluturellen Besonderheiten bringt er mit, kommt es eventuell zu Konflikten hierdurch, was für Spiele spielt er usw.) Das ist in meinen Augen für ein Zusammenspiel ebensowichtig wie "plotten". Am Ende machts da halt die Mischung. Subjektiv würde ich mir auf kleinen Cons da weniger Gedanken machen als auf einer Großveranstaltung. Auf kleinen Veranstaltungen habe ich persönlich oft eher das Gefühl "zu viel Plot" und damit ein reines abfragen von Fähigkeiten und weitgehend OT-laufendes lösen von Rätseln (weil eben jeder das Rätsel lösen will und dabei vergessen wir dass ein Chara beispielsweise nicht lesen kann und deshalb gar nicht in der lage ist es zu lösen.)
    Geändert von Gerwin (24.05.2015 um 15:56 Uhr)

  5. #5
    Maria
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    Da die Prämisse hier aber "nicht erfahrene Larper, 20 Leute" ist, ist "erzwungene Gruppenaufgaben" das Mittel der Wahl, da Zusammenspiel über Gegensätze und individuelle Charaktereigenschaften mehr Erfahrung braucht. Nicht umsonst haben Anfänger-Cons oft sehr viele "Gruppenbespaßungs"-Bestandteile.
    Will man Profilierung, dann muss man Situationen geben, wo es nicht-trennscharfe Entscheidungen und Handlungsalternativen gibt - das ist aber schwieriger, sowohl von Orgaseite als auch für jemanden mit wenig Erfahrung.

  6. #6
    Nelanfa
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    Danke euch beiden mal für die differenzieren Meinungen

    Was Ambiente-NSC angeht, haben wir vor, gerade am Anfang und auch sonst zu den Leerläufen, uns zwischen Festgästen, Spielleuten und Priestern (es geht um ein religiöses Fest) aufzuteilen.
    Ich überlege allerdings gerade, ob wir unsere Plotaufteilung nicht noch etwas ändern sollten, um am ersten Tag mehr "Luft" zu haben und am zweiten etwas dichteren und intensiveren Plot.

  7. #7
    Section31
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    Hallo Nelanfa,

    Ich als Orga habe ja immer gerne zuviel Plot in meinem Plotbuch stehen. Ich habe nämlich auch immer Angst zuwenig Plot zu haben. Im Zweifelsfall lasse ich dann einfach optionalen Plot weg.

    Zur Beantwortung deiner Frage wieviel Plot du brauchst, gibt es meiner Meinung nach zwei mögliche Antworten:
    1. Du richtest dich nach den Spielern. Wenn du weißt, dass du Powergamer dabei hast, die beschäftigt werden wollen (müssen), solltest du viel Plot haben. Umgekehrt, wenn du nur ein paar Gewandungsgriller da hast, brauchst du weniger.
    2. Die Spieler richten sich nach dir. Das heißt, du fährst als Orga deine Linie und dir ist es egal, ob die Spieler "genug" Plot haben. Das können sich aber meistens nur alteingesessene Orgas leisten, bei denen die Spieler wissen was sie bekommen (und gerade deshalb auf deine Con kommen).

    Viele Grüße,
    Section31
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  8. #8
    Nelanfa
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    Hm, "optionaler Plot" ist bei uns nicht so einfach, da wir eben wenige sind und mit sehr begrenzten Ressourcen/Budget arbeiten... da etwas auszuarbeiten, das dann am Ende vielleicht gar nicht gebraucht wird, ist leider nicht wirklich drin, man wird ja auch für diese Plotteile Requsiten oä brauchen...
    Etwa die Hälfte der Spieler sind Totalanfänger, also das erste Mal dabei, die wissen selbst noch nicht, wieviel Plot sie wollen

  9. #9
    Section31
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    Dann würde ich einfach sagen: Probier's aus.
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  10. #10
    Hana
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    Für Anfänger, die nicht viel Erfahrung mit Ambientespiel haben (sowas wie IT-Smalltalk fällt vielen Anfängern schwer), finde ich etwas mehr an Plot sinnvoll. Weglassen, wenn es zuviel wird, ist v.a. für unerfahrene Orgas leichter als schnell etwas dazuzuimprovisieren, wenn man merkt, dass Langeweile aufkommt ...

    Gerade bei einem Fest kann man doch auch viel "optional" machen, was nicht sehr Ressourcen-intensiv ist? Marias Vorschläge sind ja z.B. alle nicht sehr aufwändig. Ebenso kann man ein bisschen Show machen, NSCs als Einheimische lokale Bräuche, Lieder, Tänze, Spiele vorführen lassen (ruhig mit optionalem "Mitmachen" der SCs), Geistliche einen kleinen Gottesdienst zum Fest durchführen lassen (da kann man auch gut die "Zuschauer" einbinden) ...

    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen
    Generell kommt Zusammenspiel zwischen den Charakteren meiner Erfahrung nach insbesondere zusammen, wenn diese nicht (wie auf manch einen Kleinstcon üblich) mit Plotelementen "erschlagen" werden.
    Meine Erfahrung besagt genau das Gegenteil Im Gegensatz zu dir finde ich den Plot auf den meisten Kleincons aber auch "zu wenig". Ich schätze, beide Einschätzungen beruhen darauf, ob man viel Plot mag oder nicht ...

    Die meisten absoluten Anfänger sind von
    "woher kommt mein Chara, welche kluturellen Besonderheiten bringt er mit, kommt es eventuell zu Konflikten hierdurch, was für Spiele spielt er usw."
    aber überfordert, wenn es um mehr als "Charaktergeschichte vortragen" geht. Wirklich kulturelle Eigenheiten, mit denen man aneckt, spezielle Spiele ... welcher Neuling kann das bieten? Der typische Anfänger stellt alle Einstellungen auf "Durchschnitt", möchte möglichst nicht anecken (höchstens dadurch auffallen, dass er so sexy-geheimnisvoll wirkt ) und ist bei Konfliktspiel eher zurückhaltend.
    Das ist ja bei vielen erfahrenen Larpern noch so
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

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