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  1. #1
    Redemtionist
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    Frage Ein paar Fragen von einem blutigen Anfänger

    Hi, ich möchte bald einmal mit dem Larpen anfangen und habe da ein paar Fragen die ich nicht durch googeln gelöst bekomme.
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen

    1. Für Bufferwaffen, welches Material wird da für die Polster benutzt? Könnte ich auch eine Isomatte verwenden?
    2. Kann ich Larpwaffen (polsterwaffen) mit (lackfreien) Acrylfarben bemalen, oder blättern diese ab?
    3. Ich habe immer wieder beobachtet (auf Youtube Videos), wie viele Leute Charactere aus dem Warhammer Fantasy Universum nachstellen, insbesondere auf Fantasy Cons, die in anderen Welten spielen. Ist das unerwünscht oder fällt es eher nicht negativ auf, wenn jemand auf dem ConQuest "Für Sigmar!" ruft?
    4.Aus welchen Materialien darf das innere von Bufferwaffen sein?

    Ich bitte und hoffe auf Antworten
    MfG, Redemptionist

  2. #2
    Nount
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    Hallo und herzlich willkommen!

    Meinst du mit "Bufferwaffen" Larpwaffen oder etwas anderes? Weil du beide Begriffe benutzt ... den Begriff "Bufferwaffen" kenne ich eher aus Amerika und dort sehen m.W. die Waffen anders aus.

    Acrylfarben gehen nicht, sie sind nicht elastisch genug. Man kann sie aber zum Einfärben von Latex verwenden.

    Warhammer-Charaktere sind möglich, aber nicht jeder mag das. Es ist halt etwas schwierig zu erklären, wie ein Charakter aus einer geschlossenen Welt herauskommt. Ich persönlich mag lieber spezifische Larphintergründe. Auf Großcons wie dem Conquest wird das aber i.d.R. lockerer gesehen, weil dort sowieso sehr viele unterschiedliche Spielstile aufeinandertreffen und die Spielerschaft sehr heterogen ist.
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  3. #3
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    Ersmal Danke für die Antwort. Ich meinte Latexwaffen wegen den Acrylfarben.
    In bezug auf Bufferwaffen: Damit meine ich die Teile die man selbst baut mit irgendeinem Schaumstoff oder so und Panzertape...

  4. #4
    Nount
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    Für welchen Zweck möchtest du Bufferwaffen denn einsetzen? OT-Kampftraining?
    Selbstgebaute Waffen nennt man schließlich auch Larpwaffen und Tapewaffen sind im Larp heute gar nicht mehr üblich ...

    Zu Isomatte: Ich nehme an, dass du die aus Kostengründen verwenden willst - davon rate ich ab. Isomatte ist (wenn man billige nimmt) deutlich weniger haltbar als die Schaumstoffplatten vom Larphändler. Ich hab früher auch beim Waffenbau Rohrisolierung genommen (für Axtgriffe); würde ich heute nicht mehr machen. Das Zeug ist zu brüchig und der Bau von Larpwaffen ist zu aufwändig, als dass es sich lohnt, beim Material zu sparen - dann muss man öfter neu bauen und das ist ärgerlich.
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  5. #5
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    Okay, vielen dank

  6. #6
    stephan_harald
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    Ich würde mir an Deiner Stelle erst mal gar keine Gedanken über Waffenbau machen. Günstige Larpwaffen gibt es bei den Einschlägigen Händlern deutlich günstiger als Du die Materialien einzeln kaufen kannst. Die Waffen haben einen immensen Vorteil: Sie sind sicher und dürfen benutzt werden (das ist bei Selbstbau nicht immer selbstverständlich bei Anfängern)

    Gerade Bufferwaffen und Tapewaffen wirst Du auf kaum einem Con (Con = Larp) benutzen wollen oder sogar dürfen. Beide sind einfach viel zu hässlich und entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard.


    Daher: Erst mal einen Con aussuchen wo man hin will (großzügig Vorlauf planen - am besten 6 Monate plus) und dann einen passenden Charakter entwerfen und die notwendige Bekleidung und Ausrüstung beschaffen. Zum Schluss sich Gedanken über die Bewaffnung machen...

    Für einen Charakter mit Waffen und allem drun und dran, solltest Du ein Budget von ca. 100 - mehreren Tausend EURO einplanen. Je nachdem was Du spielen willst. Einen unbewaffneten Bauernsohn bekommt man je nach Kleiderschrank auch schon für deutlich unter 100EUR hin... der Bretonische Questritter / Chaoschampion mit dicker Rüstung nach historischen Vorbild, ist schnell bei mehreren Tausend (nur um mal einen Vergleich zu haben)

    Wie alt bist Du denn?
    Was willst Du spielen?
    Wann willst Du Einsteigen?

    Ach ja eines noch. Natürlich kann man Charaktere nach Warhammer Vobild auf quasi fast jedem Con spielen. Ausnahme ist vielleicht: Chaos, Ork, Untote etc.. die bösen halt.
    Ein Bretone z.B. unterscheidet sich ja nicht mal optisch vor einem Cinesiastischen Ritter.... Hexenjäger sind ggf. an der Grenze... aber ein Sigmarpriester fällt auf einem Con neben den anderen Priestern nicht sonderlich auf.

    Was man ggf. etwas anpassen muss, ist seine eigene Einstellung gegenüber anderen Rassen. So wird weder der Bretone noch der Imperiale sich auf jeden Con durch die Elfen schnetzeln können... bzw. er kann es versuchen, dürfte aber Schwierig werden.

    Larp besteht aus so vielen verschiedenen Hintergründen, das reicht von Realhistorisch mit christlichem Hintergrund, über Dungeons & Dragons, DSA, Herr der Ringe (hier vor allem Orks und Elben) usw. usw. Absolut definierte Hintergründe, daher ein strenges geschlossenes Setting sind eher die Ausnahme und das ist meiner Ansicht nach auch gut so.




    Gruß
    Stephan

  7. #7
    Cartefius
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    Ich stimme Stephan in weiten Teilen zu, vielleicht noch ein paar ergänzende Punkte:

    Was den Waffenbau angeht:
    Das ist generell nicht sehr schwer, aber man muss doch diverse Dinge beachten, weswegen ich empfehlen würde, dir das von einem erfahrenen Waffenbauer zeigen zu lassen oder zumindest einer sehr detaillierten Anleitung zu folgen. Da bei Waffen die Sicherheit ein wichtiger Faktor ist, haben sich da Bauweisen durchgesetzt, an die man sich auch und gerade als Einsteiger halten sollte: Kernstäbe aus GFK, Plastazote/Evazote als Schaumstoff, Spitzensicherung, Überzug mit Latex, gefärbt mit Acrylfarbe.
    Vielleicht zur Begriffsverwendung: "Boffer" ist ein Ausdruck aus dem amerikanischem Larp und bezeichnet diverse Waffen, unter anderem aber auch dicke, zylindrische Schaumstoffwaffen aus Rohrisolierung mit Stoff -oder Tapeüberzug. Letztere sind in Deutschland unüblich und auf den meisten Larps nicht erwünscht. "Tapewaffen" bezeichnet üblicherweise Waffen, die grob die richtige Form haben (Schwerter, Kampfstäbe), aber statt mit Latex mit Tape überzogen sind. Das ist eine Bauweise, die vor ca. 15 Jahren noch verbreitet war, inzwischen aber auch extrem unüblich ist, und inzwischen vermutlich auch nicht mehr auf allen Cons zugelassen wird.


    3. Ich habe immer wieder beobachtet (auf Youtube Videos), wie viele Leute Charactere aus dem Warhammer Fantasy Universum nachstellen, insbesondere auf Fantasy Cons, die in anderen Welten spielen. Ist das unerwünscht oder fällt es eher nicht negativ auf, wenn jemand auf dem ConQuest "Für Sigmar!" ruft?
    Das Conquest nimmt da eine gewisse Sonderrolle ein, weil das als Großcon von allen möglichen Charakteren aus allen möglichen Hintergründen besucht wird. Auf anderen Cons mit geschlossenerem Hintergrund kann das anders sein.

  8. #8
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    Erstmal mein Dank an euch beide für die Antwort.
    ich bin 15 werde bald 16
    Ich will einsteigen wenn ich 16 bin.
    Ich würde am liebsten in einem fantasy universum spielen (falls das die Frage beantwortet)

    Ich habe mir gestern mal aus Langeweile einen Streithammer aus einem Bambusstock, Rohrisolierung, einer alten isomatte und Panzertape gebaut und das ganze mit Acryl bemalt
    Für zukünftige Cons werde ich aber natürlich eine Latexwaffe kaufen. Das Problem ist, dass mein Buged sehr knapp bemessen ist (auf Grund meines Alters)
    Auch bin ich nicht sehr gut gebaut, und bin mir auch nicht ganz sicher, ob es eine gute Idee wäre mir eine Ganzkörperrüstung überzuwerfen. Ich möchte aber (vermutlich) gerne einen Kampfpriester/ Fanatiker spielen. Hat jeman Tipps für eine Ausführung, ohne 500 panzerplatten und einem riesigen Streithammer?
    Danke im Voraus, Redemptionist.

  9. #9
    stephan_harald
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    Tips? jede Menge. Der erste: es gibt nicht viele Cons die 16 jährige ohne Aufsichtsperson zulassen. Kämpfen dürfen 16 jährige auf noch weniger....daher ist eine Rolle wie ein Kampfpriester für einen in Deinem Alter nicht ganz das richtige

    Gerade wenn man anfängt und nicht viel Budget hat sollte man Rollen verzichten, die einen gewissen Anspruch stellen. In deinem Alter, so Du denn auf einen Con kommst bietet sich eher sowas wie Knappe, Trommelbub oder Lehrling an.


    Gruss

    Stephan

    Ps.: Alternativ gehen evtl. auch Kindercons wie unter www.waldritter.de

  10. #10
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    Zitat Zitat von Redemtionist Beitrag anzeigen
    Auch bin ich nicht sehr gut gebaut, und bin mir auch nicht ganz sicher, ob es eine gute Idee wäre mir eine Ganzkörperrüstung überzuwerfen. Ich möchte aber (vermutlich) gerne einen Kampfpriester/ Fanatiker spielen. Hat jeman Tipps für eine Ausführung, ohne 500 panzerplatten und einem riesigen Streithammer?
    Als erstes: Lies dir diesen Thread durch: Tipps und Links für Minderjährige
    Dann rede mit deinen Eltern und such dir Cons raus, die du besuchen kannst. Viele Cons sind ab 18 - es gibt auch Cons ab 16 und spezielle Jugendcons.
    Wichtig für dich: Auf den "Erwachsenencons" ab 16 wirst du als Kampfpriester eher nicht ernst genommen, weil du sehr jung bist. Sinnvoller wäre da die Rolle als Akoluth (Azubi).
    Auf speziellen Jugendcons ist das vermutlich anders, aber dort kenne ich mich nicht aus, ist vermutlich auch von Veranstalter zu Veranstalter unterschiedlich.

    Generell ist es sinnvoll, klein anzufangen und sich nicht gleich die größte und beeindruckendste Rolle auszusuchen - Larp ist kein Computerspiel, wo der PC einem die Darstellungsarbeit abnimmt, sondern man muss alles selbst machen. Das ist für Anfänger nicht leicht und einfache Rollen erfordern nunmal weniger Aufwand und Geld.
    Such dir eine einfache Rolle aus, probiere Larp aus und überlege dir danach, welches Konzept du auf Dauer bespielen möchtest. Larp ist anders, als man es sich von Beschreibungen her vorstellt und es wäre herausgeschmissenes Geld, sich vorm Ausprobieren teure spezifische Ausstattung anzuschaffen.
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    (Kurt Tucholsky)

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