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  1. #1
    Rabensang
    Rabensang ist offline
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    persönliche Diener anwerben

    Hi Leute.

    Da ich irgendwann mal einen Adeligen spielen will, hab ich da mal ne Frage zum Vor-Ort-Anheuern von Dienern und Leibwächtern. Man sagt ja immer, eine gute Darstellung eines Adeligen lebt ja auch vom Gefolge, das man mit hat. Jetzt ist allerdings der Con-Alltag, dass öfters nicht alle mitfahren können, die man dabei haben möchte, so dass es häufiger dazu kommt, dass man als Adeliger eben nicht seine festen Diener-SCs dabei hat. Die alternative zum Alternativchar wäre ja logischerweise, vor Ort fremde Leute anzuheuern und IT dafür zu bezahlen. Nur wie macht/würdet ihr das so machen? Hab mit der Materie bisher noch nix zu tun gehabt, weil ich bisher nur meinen Waldmenschen gespielt habe, der nix von Geld versteht geschweige denn Leute anheuert.

    Sollen euch die Söldner und Diener den ganzen Tag hinterher rennen (was ja realistisch wäre für Leibwächter und Leibdiener), zumindest solange sie keine anderen Befehle erhalten? Macht Spielern sowas überhaupt Spaß, sprich wird man überhaupt Erfolg haben Leute dafür anzuheuern oder sollte man sowas lieber nicht von ihnen verlangen? Bei den Pflichten hätt ich an sowas Gedacht wie den Herrn zu verteidigen, Befehle zu befolgen, sich in der Nähe aufzuhalten, bis andere Befehle erfolgen, sich vor Entfernen aus eigenem Antrieb zu fragen bzw. Bescheid zu sagen, wichtige Informationen an den Herrn weitergeben etc. Natürlich müssen auch Freiheiten bleiben, dass die Spieler auch mal aufs Klo oder Essen gehen können, wenn sie müssen.

    Darf euer Gefolge auch mal Dinge für andere machen, um etwas Geld dazu zu verdienen, wenn sie grad nicht gebraucht werden?

    Würd mich freuen, etwas von euren Erfahrungen in dem Gebiet und eure Meinung dazu zu hören, ob sowas das Gefolge eines Adligen gut ersetzen kann, wenn die eingespielten Freunde nicht da sein können.

    Ich hab mir überlegt, als schöne Darstellung und kleinen Anreiz IT erstmal nen Vertrag aufzusetzen, in dem alle Bedingungen, Rechte und Pflichten aufgelistet sind, sowie am Ende der Con meinem Gefolge ein Empfehlungsschreiben auszuhändigen, was sie dann auf anderen Cons als Referenz ihrer Dienste vorzeigen können. Was haltet ihr davon?

  2. #2
    EricPoehlsen
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    Üblicherweise ist das ein Gruppenspielkonzept und nichts was du IT auf einem Con machst. Das heißt du und deine 5-XX Leute bauen gemeinsam eine Gruppe mit einem Adeligen, ein paar Kämpfern und einigen Helfern/Dienern. Ob so etwas auf Dauer klappt, liegt dann sehr an eurem gemeinsamen Spiel und OT-Verhalten untereinander.

    In manchen Gruppen werden auch wechselnd unterschiedliche Konzepte bespielt, so dass man mal Graf, mal Magierlehrling ist - und umgekehrt, mal Knecht, mal Erzmagier.

    Natürlich kann man zusätzlich versuchen weitere Spieler IT zu gewinnen, aber man sollte bedenken, dass kaum jemand auf einen LARP Con geht, um das Wochenende über dem Grafen den Fächer zu schwenken oder Trauben zu reichen.

  3. #3
    stephan_harald
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    Rabensang, manchmal frage ich mich beim Lesen Deiner Texte wirklich, ob Du jemals auf einem LARP warst, oder ob Deine Larps so unterschiedlich von denen sind die ich kenne.

    Was der EricPoehlsen schreibt. In der Regel wirst Du maximal auf einem Con ein paar Söldner IT anheuern können. In wie weit diese dann Dein Spiel abseits von Personenschutz und dem Larpüblichen Gehaue unterstützen, hängt von deinem Spiel und den anderen Spielern ab.

    Ein Vertrag ist ein nettes Gimmick, wird aber in der Regel niemanden dazu bringen für Dich den Diener zu machen. Diener wirst Du in der Regel seltenst auf einem Con anwerben.

    In der Regel läuft Adelsspiel in der tat so, wie Eric das schreibt. Du baust eine Gruppe auf und innerhalb der Gruppe werden die Rollen an diejenigen verteilt die dazu Lust haben.

    Ich kenne es z.B. auch so, das die Anführer durchaus einen 2. Charakter fürs Fussvolk haben. So dass zum Beispiel der Adelige sich zeitnah ins Bett geht, so dass das Gefolge auch mal freies Spiel hat und der Adellspieler dann in seine Fußvolk Rolle schlüpft (die dann natürlich wirklich unten in der Nahrungskette ist, und nicht der 2. Anführer oder statt dem Grafen ein Ritter oder Baron) .

    Ohne Gruppe jedenfalls sehe ich da wenig Zukunft für Deine Idee ausser eben als Gefolgeloser Adeliger. Vor Ort anheuern mag interessant klingen, scheitert aber in der Regel an der Larp Wirklichkeit, das eben viele "freie und ungebundene" oder Häuptlingcharaktere spielen wollen. Indianer und Fußvolk sind da eher Semibeliebt, und für einen Diener musst Du schon echt was tun um einen zu finden. (Einen! nicht einen neuen pro Con!)

    Stephan

    dessen Adelschar durchaus mehrere bedienstete hatte... aber eben keinen direkten Diener...

  4. #4
    Nount
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    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Die alternative zum Alternativchar wäre ja logischerweise, vor Ort fremde Leute anzuheuern und IT dafür zu bezahlen. Nur wie macht/würdet ihr das so machen?
    Nein. Die Alternative wäre, so viele Dienerspieler zu haben, dass man immer genug dabei hat, auch wenn nicht alle Zeit haben
    Denn auf Cons laufen eher nicht haufenweise arbeitslose Diener herum.

    Für Aufgaben wie "Verteidigen" kannst du vermutlich gut Leute finden - der typische Söldner eben.
    Aber es wird sehr wenige Leute geben, die dir für IT-Geld hinterherrennen. Die Leute sind ja nicht auf das IT-Geld angewiesen, sondern haben im Gegenteil für das Wochenende nicht wenig Geld bezahlt - da möchte man schon das machen, was man selbst will und nicht gelangweilt neben jemandem stehen, bis derjenige einem unattraktive Aufgaben gibt. Denn nein, das macht natürlich keinen Spaß!
    Möchtest du denn so eine Aufgabe übernehmen?
    Wer einen Diener spielen möchte, tut das i.d.R. bereits (absolute Anfänger ausgenommen ), denn es dürfte überhaupt kein Problem sein, jemanden zu finden, der Diener braucht.

    Als Herr ist es DEINE Aufgabe, die Diener zu bespaßen. NICHT umgekehrt! Wenn Leute für dich einen Diener darstellen, bist du dafür verantwortlich, dass sie sich nicht langweilen, weil sie IT schlecht weglaufen können und sich woanders Spaß suchen.
    Das ist gar keine so triviale Aufgabe.
    Also: Was genau bietest du deinen Dienern OT?
    IT-Vertrag und IT-Empfehlung sind keine OT-Anreize für so eine Rolle.

    Falls dir dazu nichts einfällt, fang lieber mit nem ganz kleinen Adligen an.
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    Entspanne dich.
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  5. #5
    stephan_harald
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    Kleiner Nachtrag: Es gibt sogar Adelige, wo das Dienerspielen reihum geht (mal ist der eine als Adeliger unterwegs, mal der andere), alternativ gibt es sogar Adelsspieler die ihren Dienerspielern den Con ganz oder zum Teil (keine Fahrtkosten etc.) finanzieren... nur mal um kurz über OT Anreize zu schreiben.

    Und ja es gibt auch Spieler die gerne Diener spielen. Die sind dann aber in der Regel in festen Gruppen eingebunden und laufen eher selten arbeitssuchend auf Cons rum.


    Stephan

  6. #6
    Dutch
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    Am ehesten kann das "Dienersuchen" auf Cons funktionieren, wo ein Wirtschaftssystem spielprägende Einflüsse hat. Auf dem normalen Abenteuer-Con ist das eher unüblich, bei Stadt-Cons wie z.B. "Tulderon" dagegen eher die Regel.

    Aufhänger ist, dass während des Spiels wirklich alles (inkl. der OT bezahlten Vollverpflegung) vom Charakter mit IT-Geld gezahlt werden muss. Jenes IT-Geld wird ausschließlich von der Orga ins Spiel gebracht. Jeder Charakter bekommt zu Beginn ein Startkaptial, welches ihn für die ersten Stunden über die Runden bringt. Spätestens ab dem zweiten Tag braucht man dann aber eine bezahlte IT-Beschäftigung, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, korrupte Beamte zu schmieren, oder sich vielleicht ein wenig IT-Luxus zu gönnen.

    Unter solchen Bedingungen ist es sicherlich möglich, sich ein oder zwei persönliche Diener gegen IT-Beazhlung zuzulegen. Die Bereitschaft der Spieler, einen Job oder Nebenjob gegen Bezahlung auszuführen, ist relativ groß.

    Es gibt aber einen Haken:
    Dein Charakter muss in einer Stadt wie Tulderon IT tatsächlich den Wohlstand haben, dass er sich den Luxus von Dienern leisten kann. Ein verarmter Adeliger, der ohne Gefolge und nur mit dem üblichen Startkapital in die Stadt kommt, ist garantiert nicht in der Situation, Dienern einen bezahlten Job zu geben. Gerade in Tulderon, welches auf dem Phönix-Regelwerk basiert, sind adelige Charaktere regeltechnisch an ziemlich genau definierte Voraussetzungen gebunden. Soweit ich weiß gehören dazu ein gewisser IT-Reichtum und ein kleines Gefolge. Alles ordentlich auf Phönix-Cons erspielt und von Phönix-Orgas bestätigt.

    Womit wir wieder bei der Ausgangssituation angekommen sind.

    Tschüs
    Michael

    PS - kurzer Nachtrag:
    Speziell in Tulderon ist es auch durchaus üblich, dass offensichtlich wohlhabende Soldherren nicht lange leben, wenn sie nicht von einem loyalen Gefolge gegen Nichtsnutze und Tagediebe abgeschirmt werden. Loaylität gibt es nicht gegen Geld zu kaufen. Das spricht sehr stark für das Gruppenkonzept "Gefolge und Herr/in".
    Geändert von Dutch (10.08.2015 um 13:24 Uhr)
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  7. #7
    Rabensang
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    Zitat Zitat von stephan_harald Beitrag anzeigen
    Rabensang, manchmal frage ich mich beim Lesen Deiner Texte wirklich, ob Du jemals auf einem LARP warst, oder ob Deine Larps so unterschiedlich von denen sind die ich kenne.
    Also ich weiß tatsächlich nicht, ob sich die von uns besuchten Cons unterscheiden. Wenn du mir das aber auch nicht sagen kannst und einfach nur so nen Weltschmerzseufzer losläst, ohne mir jetzt nen konkreten Grund für deinen Unmut zu nennen, klingt deine Aussage für mich einfach nur arrogant, sorry. Und helfen tust du mit solchen Aussagen tatsächlich gar niemanden.

    @all: Ich will auch keinen dicken Adeligen spielen, sondern sowas Richtung Chevalier. Von daher brauch ich sicher auch keine Heerscharen an Dienerschaft. Und klar, ich verlange nicht, dass das Gefolge den ganze Tag nur bei Fuß steht und darauf wartet, mir zu Diensten sein zu können. Für nen Pascha den ganzen Tag den Sonnenschirm zu halten und die Trauben zu reichen, klar, das will niemand. Wenn ich z.B. nur essen geh oder mich mit irgendwelchen Leuten unterhalte, da brauch ich kein Gefolge, klar sollen die dann auch selbstständig agieren dürfen. Und selbst will ich ja auch nicht nur schaulaufen und rumsitzen, ich will ja auch was erleben, und genau dann sollte das Gefolge schon dabei sein, oder nicht?

    Es geht mir ja nur um ne Alternative, keine Dauerlösung. Es ist bei uns halt auch schon vorgekommen, dass wir uns als große Gruppe angemeldet haben, letztendlich wegen Krankheit, Job, Prüfungen etc. doch nur 3 Leutchen kommen konnten. Wenn unter den Unpässlichen dann alles Gefolge ist, ist es schon doof, wenn man auf seinen Adeligen nicht verzichten möchte, aber trotzdem standesgemäß auftreten will.

    Also unter den Larpern die ich so kenne, sind IT-Bezahlung oder nette Gimmicks, die man bekommen kann, schon ein OT-Anreiz, mal irgendwelche Aufgaben zu machen.

  8. #8
    Nount
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    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Also unter den Larpern die ich so kenne, sind IT-Bezahlung oder nette Gimmicks, die man bekommen kann, schon ein OT-Anreiz, mal irgendwelche Aufgaben zu machen.
    Die Frage ist halt: Welche Aufgaben exakt stellst du dir denn vor?
    Für einzelne Aufgaben ist es einfacher, jemanden zu engagieren, als für längerfristige Sachen (außer Kämpfen - Leute lassen sich natürlich gerne für das bezahlen, was ihnen OT Spaß macht).
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  9. #9
    Quin
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    Vorschlag: Du nimmst vor dem Con Kontakt mit der Orga auf und fragst die, ob sich möglicherweise einige Einzelspieler und/oder Anfänger angemeldet haben, die dankbar sind, wenn sie Gruppenanschluss haben. Dann schnürst du ein entsprechendes Angebot à la:
    "Biete cooles Zelt, Lagerleben und Ambientekram, bringe nen eigenen Koch mit, der alle Gruppenmitglieder verköstigt (gegen Unkostenbeitrag) und kümmere mich als IT-Boss um meine Leute und deren Spielspaß. Für Anfänger ist das optimale Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln und sich innerhalb einer Gruppe sicher zu bewegen. Stehe auch für IT- und OT-Ratschläge jederzeit zur Verfügung. Anfänger willkommen!"
    Dann lässt du das über die Orga den entsprechenden Leuten zukommen oder nimmst selbst Kontakt mit denen auf. Du erklärst denen nochmal was du bietest aber auch was du erwartest, damit keiner falsche Vorstellungen hat. Wenn du dadurch 1-5 Leute dazu bekommst und bereit bist die Verantwortung für deren Spielspaß zu übernehmen, dann ist das für alle eine Win-Win-Situation.

    Nur so als Vorschlag. Wir haben das als Söldnergruppe auch schonmal gemacht und das Ergebnis hat überzeugt.

  10. #10
    Rabensang
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    Wenn genug Vorlaufzeit besteht, wenn feststeht, dass die eigentliche Dienerschaft nicht auf Con mit kann, ist das natürlich die Ideallösung, das stimmt.

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