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  1. #1
    Nevax
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    NERF's im (fantasy)Larp

    Hallo zusammen,

    ich würde mal gerne die allgemeine Meinung zu Nerf's im (Fantasy-)Larp hören. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: Nerfguns schießen mit Druckluft (Entweder manuell aufgebaut, über Sprungfedern, oder elektronisch mit Ventilatoren etc, also keine Druckluft Behälter) kleine Schaumstoffbolzen (~ 1cm Durchmesser, 5-10 cm Länge) 10-25 Meter weit (also ähnlich Larpbögen und Armbrüsten, vllt etwas weniger weit, und etwas Windanfälliger). Fabrikneu sind die Dinger erstmal quieteschebund (Link), aber einige Modder haben bereits gezeigt - das geht auch anders (Link).

    Im Endzeitlarp sind Nerfguns (Soweit ich das mitbekommen habe, ich selbst betreibe nur Fantasylarp) relativ verbreitet. Beim Fantasylarp kann man Nerfs leicht so zusammenfassen: "die gibt's nicht." (Außer ich bin zufällig nur auf den "Keine-Nerf-Gun-Con's" und der Thread verliert damit komplett seine Bedeutung) - Gewehre und Pistolen werden maximal mit Knallplättchen dargestellt, manchmal auch nur schnappenlassen des Auszugs.

    Vor ein paar Jahren habe ich das erste (und einzige) mal eine NERF auf einer normalen Larpcon gesehen - bei einem Piraten. Das dürfte dieses Modell gewesen sein Link - sieht nicht perfekt aus, aber das tun die anderen Waffen ja auch nicht - und mit etwas Zeit, Material und Mühe ließe sich daraus sicherlich auch eine hübsche Waffe gestalten (Link)

    Da sich die Nerfguns meiner Meinung nach relativ gut eigenen würden, um Schusswaffen darzustellen, wüsste ich gerne, was da die allgemeinen Meinungen und Erfahrungen(falls es welche gibt) mit sind. - Mir kam bisher jedoch noch keine Schlüssige Erklärung, warum es keine Nerfguns im Fantasylarp gibt.

    Dinge die mir spontan einfallen:
    Nerfguns können ins Auge gehen (Rein von der Pfeilgröße her) - als jemand der nen Larppfeil (Rundkopf) aufs Auge, und nen Nerfpfeil ins Auge bekommen hat, würde ich aber sagen, dass der Nerfpfeil weniger schädigend und schmerzend war
    Nerfpfeile werden als Quitschbund wahrgenommen - dies ließe sich durch einfaches anmalen der Pfeile beheben, andererseits gibt es mittlerweile ein neues Nerfsystem, das mit Kugeln schießt (Link), was dann noch "realistischer" wäre - Wobei ich mit diesem System noch keine Erfahrungen habe
    Von der Schussweite her kommen Nerfguns nicht so weit wie Bögen
    Eine Sorge wäre "zu schnelles, zu mächtiges schießen" (Abuse durch Powerplayer) - wobei es hier aufs ausspielen ankommt. Natürlich bietet das System sehr schnelle Schussfolgen an, richtig ausgespielt als Vorderlader sollte dem aber entgegen zu kommen sein.
    Inflation von Schusswaffenspielern durch verhältnismäßig günstige Waffen - halte ich für eher unwahrscheinlich, da ein vernünftiges Modden der Waffen fürs Larp Zeit, Geld und Können erfordert, und doch zu viele das Spiel mit Nahkampfwaffen schätzen.
    Schlechte übersicht darüber, wer seine Waffen gegen die Gängigen Regeln modded (z.B. stärkere Federn einbauen) - Es ist schwerer zu Überprüfen, als bei einem Bogen oder einer Armbrust (wobei auch bei Bögen durch überschreiten der Zuglänge ganz schnell die zugelassene Pfundzahl überschritten werden kann) - einerseits ist hier das Problem durch die wesentlich geringere Masse der Geschosse geringer, andererseits habe ich auch seit Jahren keinen Waffencheck mehr gesehen

    Positiv:
    Die Sprungfeder Modelle (ich behaupte einfach mal, elektronische Nerf's eigenen sich nicht fürs Fantasylarp, mit der Ausnahme von Eventuellen Steampunk Gilden/Skaven die sich eine Gatlinggun als Belagerungswaffe bauen wollen) sind relativ Laut, geben also beim Feuern einen Knall ab.
    Das Ausspielen von Schusswaffen ist weniger "willkürlich" (Schütze stellt Rückschlag dar, plötzlich werden 3 Leute getroffen, oder keiner, es ist ein Windstoß oder eine Wunde)

    Also - wie sind eure Erfahrungen und Meinungen zu Nerfguns im Larp?
    Geändert von Nevax (13.06.2016 um 10:13 Uhr)

  2. #2
    Naramag
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    Ich bin absoluter Nerf-Fan, besitze selbst ein ganzes Arsenal, unter anderem eine Longstrike (auf Endzeit gemoddet), zwei Vulcans und einige mehr. Aber im Fantasy Larp bin ich kein Freund von Schusswaffen abseits der traditionellen. Also Bogen und Armbrust.

    Ein "Nerf-Larp" dagegen wäre für mich interessant. Kein Zombie-Larp (zumindest nicht komplett) oder Fallout-Larp. Mich interessiert eher etwas in Richtung Defiance. Eine Mischung aus Endzeit und Sci-Fi. Also eine funktionierende Gesellschaft, aber improvisierte Techik, etc...
    Ich habe da schon einige Ideen notiert, aber ich möchte Spieler sein, nicht Spielleitung. Und da ich niemanden kenne, der Interesse daran hätte, aus den Ideen etwas zu machen, wird da eher nix draus.

  3. #3
    Dutch
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    Ich persönlich bin für schöne Schusswaffen-Umsetzungen im Fantasy-LARP zu haben.

    Im Grunde hast du in deinem eigenen Beitrag schon viele der Punkte gestreift (bzw. Fragen vorab beantwortet), die in den bisherigen Diskussionen über Schusswaffen im Fantasy-LARP aufgekommen sind. Die Kontroversen darüber sind grundsätzlich ziemlich ausgeprägt.

    Von außen betrachtet habe ich das Gefühl, dass sich die Fans des schwarzen Pulvers im Fantasy-LARP eher in Richtung "keine Projektile verschießen, aber dafür eine möglichst realistische/echte Optik" zu bewegen. Die Ausstattung des Pulvergrabens auf dem Epic Empire ging bis 2014 genau in diese Richtung.
    Im Western-LARP, wo ja wirklich Schießereien eine Rolle spielen, hat sich dieser Anspruch in den letzten Jahren völlig durchgesetzt. Dort tragen fast alle ihre in Größe und Gewicht vorbildgetreuen Deko-Colts.

    Um zurück zum Fantasy-Genre zurückzukommen: Ich könnte mir vorstellen, dass Akzeptanz mit etwas Fingerspitzengefühl geschaffen werden kann. Da gehören dann viele Beteiligten dazu, mindestens Veranstalter und der betreffende Teilnehmer. Mögliche Voraussetzungen:

    • das Setting gibt die Verfügbarkeit von Feuerwaffen her
    • die konkrete Feuerwaffe sieht phantastisch aus
    • es ist bei dem betreffenden Charakter offensichtlich glaubwürdig, dass er eine solche Bewaffnung besitzt und einsetzen kann UND der Charakter entsteht nicht durch ein willkürliches Crossover von Neuzeit und Fantasy
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  4. #4
    Langer
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    Zitat Zitat von Naramag Beitrag anzeigen
    Ein "Nerf-Larp" dagegen wäre für mich interessant. Kein Zombie-Larp (zumindest nicht komplett) oder Fallout-Larp. Mich interessiert eher etwas in Richtung Defiance. Eine Mischung aus Endzeit und Sci-Fi. Also eine funktionierende Gesellschaft, aber improvisierte Techik, etc...
    Ich habe da schon einige Ideen notiert, aber ich möchte Spieler sein, nicht Spielleitung. Und da ich niemanden kenne, der Interesse daran hätte, aus den Ideen etwas zu machen, wird da eher nix draus.

    Naja, es gibt sowas - das geht nur einen Schritt weiter und spielt mit Airsoft-Waffen. Ein Bekannter von mir war da und hat ein sehr positives Fazit gezogen.



    Zurück zum Thread: Irgendwie kann ich mich mit Nerfguns im Fantasy-Larp nicht so anfreunden. Klar kann man die auch optisch sehr modden, dass sie gut aussehen. Aber mir würde da der eigentliche Effekt fehlen. Ich finde, Pulverwaffen im Fantasy-Kontext zeichnen sich durch drei Eigenarten aus: Sie sind wuchtig, sie sind laut, und sie rauchen. Das ist es, was für mich persönlich Pulverwaffen erst wirklich attraktiv macht - weil, gut ausgespielt, es eine geniale Schlachtfeldatmosphäre schafft. Bei Nerfs würde mir sowas einfach fehlen. Das leise "boing" einer Sprungfeder, gefolgt von einem bunten Schaumstoffdart, fühlt sich im Vergleich einfach popelig an. Einen großen spielerischen Vorteil würde es meiner Meinung nach auch nicht bringen: Die Reichweite von Nerfguns ist zu klein, als dass sie wirklich effektiv in der Schlacht sein können, und die Feuerrate müsste, wenn man sich auf frühe Feuerwaffen bezieht, sehr niedrig sein. Neben weniger schönem Aussehen und technischen Schwächen kommt dann noch das Problem der Ausspielbarkeit hinzu: Bereits im Endzeit-Larp passiert es recht leicht, dass man einen "Treffer" durch einen Nerf-Pfeil einfach nicht mitbekommt und deswegen nicht ausspielt. In einer Fantasy-Schlacht, in der die meisten noch dick gepolstert und gerüstet sind und ggf. durch Helme eingeschränkte Sicht haben, dürfte sich das noch verstärken. Selbst einen Pfeiltreffer bekommt man nicht immer mit, und ein Pfeil hat wesentlich mehr Bumms hinter sich. Eine Pulverwaffe, die knallt und raucht, ist dafür aber kaum zu übersehen.

    Generell sehe ich ein Problem darin, Nerf-Guns in typischen "Schlachten" unterzubringen, wo die Hauptkampfart der Nahkampf ist. Wenn alle Nerfguns haben und es auf entsprechende "Schießereien" raus läuft, wirkt das auf mich irgendwie weit stimmiger, als einen Schaumstoffdart mit einem "boink" auf einen Ritter im Harnisch abzufeuern. Außerdem finde ich es ästhetisch nicht so ansprechend... es ist sehr schwer, den "Plastik-Look" von Nerfguns loszuwerden. Im Endzeit-Larp zB. stört mich das eher nicht, weil da Plastik nichts ungewöhnliches ist und die Waffen ja auch IT oft aus Plastik bestehen. Neben Stahlrüstungen und Radschlosspistolen aus Holz und Metall würde eine Nerf aber irgendwie sehr deplaziert wirken.


    Ich wäre ganz froh, wenn Nerfs dem Fantasy-Larp fern blieben.
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  5. #5
    oliverp
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    Für fast alle Fälle gibt es bessere und etabliertere Darstellungsmethoden. An was ich hin und wieder dachte, wäre ein Umbau für eine DSA-Torsionshandwaffe, da könnte man NERFs gut für einsetzen, ich sehe dabei aber die bereits angesprochene ablehnende Haltung und seis nur der Gedanke an die Büchse der Pandora .
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  6. #6
    Naramag
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    Ja, Restistopia kenne ich. Nur gefällt mir Airsoft-Larp nicht. Und das nicht nur aufgrund eventueller Sicherheitsaspekte. Nerf-Larp finde ich da schon super, nur eben bitte nicht im Fantasy. Da bitte lieber Schwarzpulver, Rauch und Gestank. Und das bitte auch nur in Maßen.

  7. #7
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    Ich stimme darin zu, dass Nerfguns im Fantasylarp relativ wenig verbreitet sind, wobei die Gründe dafür ziemlich vielfältig sind. Ich glaube, ein Großteil davon beruht noch auf einer grundsätzlichen Einstellung zu Schusswaffen, und diese Diskussion wurde schon recht ausgiebig geführt, bevor Nerfguns in Deutschland verbreitet waren.

    Ein Hauptablehnungsgrund dafür ist, dass viele Leute der Ansicht sind, Schwarzpulverwaffen würden nicht ins Bild des klassischen Fantasygenres passen. Gerade bei den klassischeren Systemen wie DSA und D&D werden ja häufig Schwarzpulverwaffen explizit aus dem technologischen Stand der Spielwelt gestrichen, und für viele Spieler passt das Bild der Büchse oder Pistole als "Gleichmacher" nicht in ein Bild, in dem Schlachten mit Schwert und Lanze gefochten werden. Diese Auffassung ist allerdings durch Settings wie Warhammer oder WoW, bei denen Fantasy und Schwarzpulver zusammen existieren, in den letzten Jahren ein bisschen aufgeweicht worden, und auch die Verbreitung von Piraten- und Steampunkfilmen und Computerspielen hat dazu beigetragen. Trotzdem glaube ich, dass auch viele anderslautende Argumente letztendlich häufig auf diese Auffassung zurückzuführen sind.

    Auf dem gleichen Grundargument beruht meiner Ansicht nach auch die häufig gehörte Meinung, Schusswaffen wären nicht "mittelalterlich", häufig kombiniert mit einem Slippery-Slope-Argument wie "da kann man gleich Maschinengewehre zulassen!". Dieses Argument ist sachlich falsch, und eigentlich waren es konträrerweise zu großen Teilen die Spieler von eher mittelalterlich-historisch angehauchten Spätmittelalter- und Renaissance-Charakteren, die vor Jahren angefangen haben, Kanonen und Musketen ins Larp einzuführen, taucht aber immer wieder auf.

    Anders und davon getrennt zu beobachten ist die Frage der Spielbalance: Hier gibt es die Furcht, dass Schusswaffen im Verhältnis zu bestehenden Waffengattungen zu stark sind, und dass man mit der Einführung eine Art Rüstungswettlauf anstößt, wo sich jeder bemüßigt fühlt, noch schnell einen Sechsschüsser im Gürtel mitzuschleppen. Das ist bislang im Fantasy-Larp nicht passiert, allerdings zeigt ein gewisser Trend zur Überbewaffnung im Endzeit- und Zombielarp, dass diese Angst nicht ganz unbegründet ist. Ich denke, der Knackpunkt ist hier vor allem die Schussanzahl: Die zum Genre passenden Einschüsser sind in Sachen Reichweite und Ladezeit z.B. nicht unbedingt besser als Armbrust und Bogen. Ich denke, ein Teil des Unbehagens beruht allerdings auch darauf, dass viele Spieler zwar im Fantasylarp daran gewöhnt sind, dass alle Charaktere hohe Zahlen an Lebenspunkten haben und locker ein Dutzend Axthiebe einstecken, bei Schusswaffen aber irgendwie schon noch im Hinterkopf verankert ist, dass man nach einem Treffer eigentlich außer Gefecht sein müsste.
    Inflation von Schusswaffenspielern durch verhältnismäßig günstige Waffen - halte ich für eher unwahrscheinlich, da ein vernünftiges Modden der Waffen fürs Larp Zeit, Geld und Können erfordert, und doch zu viele das Spiel mit Nahkampfwaffen schätzen.
    Da kommt es allerdings darauf an, auf welchen Spielertyp du triffst. Es ist ja schon so, dass man ziemlich regelmäßig auf Leute trifft, für die ein Sprayjob mit goldenem Felgenlack völlig ausreichend ist, um ihre Nerfwaffe als Fantasy- oder Steampunkgeeignet anzusehen, und ich habe solche Waffen auch schon vereinzelt im Larp gesehen. Und dass Interesse an Waffen besteht, die mal eben im Kampf einen Vorteil ohne wenig Aufwand bringen, sieht man auch an der Verbreitung von Wurfdolchen und Pistolenarmbrusten in gewissen Kreisen, wobei letztere zum Glück langsam aus der Mode kommen.


    Von außen betrachtet habe ich das Gefühl, dass sich die Fans des schwarzen Pulvers im Fantasy-LARP eher in Richtung "keine Projektile verschießen, aber dafür eine möglichst realistische/echte Optik" zu bewegen. Die Ausstattung des Pulvergrabens auf dem Epic Empire ging bis 2014 genau in diese Richtung.
    Das würde ich auch so sehen, allerdings beschränkt das diese Waffen auf DKWDDK-Cons, während ja Fantasycons in der Breite immer noch auf Punktesysteme setzen. Und Vorstöße für projektilfeuernde Schwarzpulverwaffen gibt es ja auch schon lange (z.B. Bandguns), diese scheitern aber meiner Ansicht nach weniger an der technischen Machbarkeit als an der oben genannten konzeptionellen Ablehnung.
    Außerdem finde ich es ästhetisch nicht so ansprechend... es ist sehr schwer, den "Plastik-Look" von Nerfguns loszuwerden. Im Endzeit-Larp zB. stört mich das eher nicht, weil da Plastik nichts ungewöhnliches ist und die Waffen ja auch IT oft aus Plastik bestehen. Neben Stahlrüstungen und Radschlosspistolen aus Holz und Metall würde eine Nerf aber irgendwie sehr deplaziert wirken.
    Da gibt es eigentlich schon sehr brauchbare Lösungen. Ich wollte immer schonmal selber einen Nerf-Mechanismus in eine ordentliche Holz-und-Metall-Muskete einbauen, und habe letztes Jahr gesehen, dass auch schon andere auf diese Idee gekommen sind. Die "Erfinderey" hat da z.B. hübsche Modelle (obwohl ich kein Fan der Schaumstoffläufe bin), die auch knallen, wenn man sie abschießt:
    https://www.facebook.com/Erfinderey/

    Allerdings war das für mich z.B. auch so eine Überlegung: Ich hab die Dinger gesehen, und hab gedacht: Super, das funktioniert also, jetzt könnte ich mir da endlich auch mal eins kaufen oder machen. Und dann habe ich gedacht: Für welchen Charakter eigentlich? Mein aktueller Conquest-Charakter ist Alchemist, da könnte eine schrullige Experimentalbüchse toll passen, aber das Connquest ist auch ein perfektes Beispiel für ein Con, auf dem so ziemlich alles geht, Feuerwaffen aber von der Orga bestenfalls zähneknirschend geduldet sind.

  8. #8
    Naramag
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    Ich würde nicht sagen, dass Schusswaffen im Fantasy-Larp nicht gehen. Aber wie du sagst, für welchen Charakter eigentlich? Im Endeffekt macht es keinen Unterschied, ob da ein Magier einen Feuerball wirft oder einen Windstoß zaubert oder jemand einen Vorderlader abfeuert.
    Aber es kommt eben auf die Darstellung an und auf die Verbreitung. Nun ist es eher möglich, dass jeder Charakter eine Schusswaffe besitzt,als dass jeder zweite pötzlich Magier ist. Außerdem ist ein Magier in Vollplatte eher eine Seltenheit, es widerspricht meist der gängigen Vorstellung. Die "Begründung" für ein Magier in Platte ist aus meiner Sicht schwieriger als für den Plattenträger mit Einschüsser.

  9. #9
    Langer
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    Zitat Zitat von Cartefius Beitrag anzeigen
    Da gibt es eigentlich schon sehr brauchbare Lösungen. Ich wollte immer schonmal selber einen Nerf-Mechanismus in eine ordentliche Holz-und-Metall-Muskete einbauen, und habe letztes Jahr gesehen, dass auch schon andere auf diese Idee gekommen sind. Die "Erfinderey" hat da z.B. hübsche Modelle (obwohl ich kein Fan der Schaumstoffläufe bin), die auch knallen, wenn man sie abschießt:
    https://www.facebook.com/Erfinderey/
    Ich sage ja nicht, dass es nicht geht Nerfguns vom Plastik-Look weg zu bekommen. Ich sage nur, dass es nicht so einfach ist Wenn man einen Nerf-Mechanismus in eine schön gemachte Muskete aus Holz und Metall einbaut, geht das für mich schon über das hinaus, was ich mir vorstelle, wenn ich "Nerf-Gun" höre. Auch wenn sowas technisch gesehen eine Nerfgun ist, hätte ich damit wohl keine Probleme. Auch wenn ich auf den Verschuss eines Nerf-Dart verzichten könnte, aber das fällt dann für mich eher unter "Geschmackssache".

    Ich bin übrigens überhaupt nicht gegen Feuerwaffen im Fantasy-Larp. Ich finde sowas wie Hakenbüchsen und Bombarden durchaus passend, und denke, dass solche Waffen mit ihren besonderen Effekten sogar ganz besonders zur Atmosphäre beitragen können. Wenn ich an meine persönlich liebsten Cons zurück denke, waren auf denen allesamt Feuerwaffen vertreten. Allerdings schwingt mein Charakter auch eher etwas in die historische Linie.

    Nur Quickdraw-Pistolen, Schnellfeuerwaffen oder Plastik-Spielzeuge müssen nicht sein.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Naramag Beitrag anzeigen
    Ich habe da schon einige Ideen notiert, aber ich möchte Spieler sein, nicht Spielleitung.
    Übrigens einer der Gründe, wieso es immer weniger Cons gibt. Das Leute durch gut gemachte Cons angefixt werden, selbst mal Cons zu machen, vergessen die meisten dabei.

    Sorry - BTT.

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