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  1. #11
    Chevalier
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    In meinen Augen vergleichst du mal wieder Äpfel mit Birnen.

    Was ich aber speziell meine: es gibt Rollen, die in bestimmten Dingen besonderes verlangen. Ein Adeliger braucht eben eine bessere (und damit meist teurere) Ausstattung und Personal, um als solcher akzeptiert zu werden. Und ein Barde muss sein Instrument beherrschen und ein passendes Instrument spielen, um mein volles Placet zu erhalten. Ein Magier muss seine Magie gut darstellen können. Es gibt bestimmt noch weitere entsprechende Beispiele. Ein Spießknecht, eine Magd oder ein Tagelöhner haben halt daran gemessen deutlich geringere Anforderungen zu erfüllen, um ihre Rolle gut darzustellen und auszufüllen.

    Der körperliche Trainingsstand spielt insofern bei kämpfenden Charakteren nur dann eine Rolle, wenn sich das Kämpfen aus gesundheitlichen Gründen verböte (ich würde z.B. jemand mit Glasknochen eher von einem Charakter abraten, der in Gefahr besteht kämpfen zu müssen oder als ankämpfbarer Charakter erkannt zu werden) Nur weil jemand von Muskeln her oder konditionell kein guter Kämpfer ist disqualifiziert ihn das nicht als Kämpfer. Nur wenn er damit Mit- oder Gegenspieler in unerträglichem und inakzeptablen Maße behindert. Hingegen ein schlechter Musiker ist eine Qual für alle, die meist keine Möglichkeit haben dem vernünftig auszuweichen.
    ...

    Bardengauer Fest, 14.-16.10.2016 (Chevalier Victor Henri de Nemour)
    Der Spalt unter der Tür (Cthulhu-Horror), 18.-20.11.2016 (Wilhelm Friedrich Richter, Reiseautor)

  2. #12
    Wesp5
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    Ich denke, Kamikaze meinte mit schlechten Kämpfern nicht untrainierte Spieler, sondern solche, die mit ihre LARP Waffe nicht richtig umgehen können. Oder um aus meiner persönlichen Erfahrung zu berichten, wenn jemand auf einem DSA Con toll gewandet als Rondra Geweihter oder Akolyt mit einem Rondrakamm auftaucht, dann aber überhaupt nicht vernünftig damit kämpfen kann, macht das den Eindruck sofort kaputt! Und zwar ähnlich einem schlechten Barden für alle, die es mitansehen und ein bisschen Ahnung haben. Zugegeben, man kann einfach wegsehen während das weghören bei einem schlechten Barden schwerer ist.

  3. #13
    Gerwin
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    Das sind am Ende gleiche Punkte Chevalier, auch wenn du es vielleicht nicht wahrhaben willst. Die Punkte die du beim Ritter aufzählst (Kleid, Zelt, Gefolge) sind eigentlich "pay to win" Punkte. Es braucht zumindest keinen durchgehenden Zeitaufwand. Aber natürlich wäre ein Ritter bei dem man auch sagt "Joah, der sieht auch wenn das Zelt mal nur in Hose verlässt aus wie ein Ritter und nicht wie Bürojober X der sich in der Freizeit allenfalls beim tanzen bewegt" förderlich. Und ja, mich stört sowas. Bei Rittern vielleicht noch weniger als beim üblichen Elitekrieger. Deswegen drauf verzichten würde ich nicht wollen, und ein realistisches Selbstbild beim gegenüber (wozu auch gehört "das breiteste Körperteil beim Elitekrieger ist für gewöhnlich nicht der Bauch) habe ich aufgegeben. Zu Gunsten von Massenschlachten.

    Bei Barden gilt nichts anderes. Der einzige Unterschied ist für mich tatsächlich, dass Möchtegernritter und bei 30 Grad und 500 Metern schwitzende Laufboten deutlich leichter zu ignorieren sind. Natürlich wäre es eine feine Sache wenn jeder Barde eine Laute (oder vergleichbares Instrument) hätte und diese spielen könnte. Ich glaube aber einfach nicht, dass dies durch Gitarrenverbote und ähnliches zu erreichen wäre. Das Ergebnis wäre nicht "mehr ambientige Musik" sondern des Öfteren "gar keine Musik".

    Fände ich jetzt nicht schlecht (insbesondere was melancholisch getragene Harfenklänge angeht). Aber ich vermute nicht, dass das mehrheitsfähig ist. Habe ich am Ende was gegen die schon oft angesprochene Gitarre am Lagerfeuer? Wenn der Barde vorher fragt...eigentlich nicht. Dann geh ich mich halt anders beschäftigen.

    @ Wesp: Der Unterschied ist die Möglichkeit sich zu entziehen. Ich würde behaupten dass "gut kämpfen" durchaus umstritten ist und da jeder seine eigene Vorstellung hat. Nur wenn mein Gegner halt als "gut kämpfen" theatralisches Schlagen nach dem Oberkörper unter maximalen Ausspielen eines nicht vorhandenen Gewichts versteht und sich schon bei Treffern gegen die Knie oder einem versehntlichen Kopftreffer gegen den Helm heulend beschwert, dann geh ich halt weiter. Der Barde ist "platzraubender" als jemand der nicht meinen Kampfstill pflegt.
    Geändert von Gerwin (30.09.2016 um 16:22 Uhr)

  4. #14
    Tee
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    Ich finde es gut das durch die Diskussion aufgezeigt wird, dass man sich ja auch mal mit ungewöhnlicheren Instrumenten befassen kann. Selbst wenn man irgendwie im Hinterkopf hat dass es noch andere Instrumente als Gitarre und Flöte gibt, hätte ich die dennoch nicht auf Anhieb als "einfach erwerbbar" eingeordnet. Und schon gar nicht gewusst welche Vielfalt es gibt. (Chevalier hatte diesen Shop hier verlinkt.)
    Wenn ich mir dann anschaue das dort z.B. eine Bombarde ca. 60,- bei denen kostet und laut Video ähnlich gespielt wird, wie eine Tin whistle zieht das Argument mit teuer, schwer transportierbar und nur mit jahrelanger Übung spielbar, eigentlich nicht mehr. Aber der Klang wäre eben ein ganz anderer (auch wenn man jetzt darüber streiten kann welches Instrument schlimmer ist )
    Dort hab ich auch gesehen das man z.B. auch nur den Bauplan für eine Lyra erwerben kann. Wer sich die Mühe macht da irgendwie ein ambientiges Ding zusammenzuschrauben dem verzeih ich dann gern wen er im Troubadixstil nur eine Tonleiter rauf und runter spielt als "Zwischenspiel" zu seinem Gesang
    Ich könnte mir sogar ein "Fantasie instrument" zu einem Barden passend vorstellen - z.B. wie die Glockenspiele die bei der "Zauberflöte" oft auf der Bühne eingesetzt werden.

    Ich denke das viele Leute sich gar nicht bewusst sind welche Möglichkeiten es gibt und darum zu den bekannten Instrumenten greifen. Insofern wäre es doch schön wenn durch die Diskussion sich vielleicht der eine oder andere mal umschaut um "Neues" zu entdecken
    Geändert von Tee (30.09.2016 um 19:20 Uhr)

  5. #15
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    Zitat Zitat von Tee Beitrag anzeigen
    Ich finde es gut das durch die Diskussion aufgezeigt wird, dass man sich ja auch mal mit ungewöhnlicheren Instrumenten befassen kann. Selbst wenn man irgendwie im Hinterkopf hat dass es noch andere Instrumente als Gitarre und Flöte gibt, hätte ich die dennoch nicht auf Anhieb als "einfach erwerbbar" eingeordnet. Und schon gar nicht gewusst welche Vielfalt es gibt. (Chevalier hatte diesen Shop hier verlinkt.)
    Wenn ich mir dann anschaue das dort z.B. eine Bombarde ca. 60,- bei denen kostet und laut Video ähnlich gespielt wird, wie eine Tin whistle zieht das Argument mit teuer, schwer transportierbar und nur mit jahrelanger Übung spielbar, eigentlich nicht mehr.
    Das ist aber kein Ersatz für eine Gitarre, weder vom Spiel noch vom Zweck her
    Und Flöten/vergleichbare Blasinstrumente sind nur dann gute Solo-Instrumente, wenn man richtig gut ist.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

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  6. #16
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    Es kommt nicht darauf an, dass man richtog gut ist, sondern, was für Lieder man beherrscht. Das ist unabhängig vom Instrument. Du kannst auch eine Gitarre so lernen, dass du nur Akkorde schrammeln kannst (was ich persönlich in nem mittelalterlichen Ambiente völlig fehl am Platz empfinde, was aber gefühlt 95% der Gitarrenspieler machen), oder dass du Melodie spielen kannst (Stichwort Konzertgitarre). Von daher ist es auch bei Blasinstrumenten nur ne Frage, WAS man denn lernt.

  7. #17
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    Ich kann dir wahrscheinlich eher weniger mit einer Antwort helfen, aber hätte eine Frage.
    Ich bin neu hier und habe leider keine Ahnung wie ich einen Thread (heißt das überhaupt so?) erstellen kann. Würde mich sehr über eine Antwort freuen 😊

  8. #18
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    Geh oben links nach "Larp Allgemein", und dann findest du in der oberen linken Ecke einen orangefarbenen Button "+ Thema erstellen".

  9. #19
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    Vielen dank!

  10. #20
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    Zitat Zitat von Rabensang Beitrag anzeigen
    Es kommt nicht darauf an, dass man richtog gut ist, sondern, was für Lieder man beherrscht. Das ist unabhängig vom Instrument. Du kannst auch eine Gitarre so lernen, dass du nur Akkorde schrammeln kannst (was ich persönlich in nem mittelalterlichen Ambiente völlig fehl am Platz empfinde, was aber gefühlt 95% der Gitarrenspieler machen), oder dass du Melodie spielen kannst (Stichwort Konzertgitarre). Von daher ist es auch bei Blasinstrumenten nur ne Frage, WAS man denn lernt.
    Das sehe ich halt anders. Denn was für Lieder man beherrscht, hängt ja unmittelbar damit zusammen, wie gut man ist. Komplexe und schnelle Melodien sind schwieriger als langsamere, simple Anfängermelodien.
    Moderative Eingriffe werden von mir als solche gekennzeichnet.

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