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  1. #11
    Calum MacDaragh
    Calum MacDaragh ist offline
    Alter Hase

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    @Edgemaen
    Tja, beim erneuten Durchlesen meines Eingangspostings muss ich gestehen: Da hast Du Recht, das ist etwas schwurbelig geworden...
    Aber eine Mischung aus Kriterien für gute Cons und eigenen Erlebnissen, die eine Con gut gemacht haben, ist schon das, auf was ich abgezielt habe.

    @Hana
    Da klingt sehr viel Erfahrung - und auch ein bisschen Leid - als SC auf Con mit...

    Wir legen eigentlich sehr viel Wert auf eine genaue Con-Beschreibung, NSC-Infos gibt es immer auf unserer Webseite im NSC-Bereich.
    Was ich aber hier schon gelernt habe: Unsere bisherigen Settings waren ja eher geschlossen, da gibt es eine relativ dichte soziale Kontrolle, die ein einheitliches Spielumfeld hervorbringt. Die meisten Leute kennen sich (es gibt einfach kaum mehr als hundert Kelten- oder Elbenspieler) und wissen, was sie zu erwarten haben und was von ihnen erwartet wird. Das werden wir für eine Feld- Wald- und Wiesencon wesentlich genauer gestalten müssen, damit das wesentlich breitere Spielumfeld im generischen Fantasylarp deutlich eingegrenzt wird. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Türschilde als unerwünschte Ausrüstung zu erwähnen, weil es sowas auf unseren Cons eigentlich nie gibt - die soziale Kontrolle innerhalb der einzelnen SC-Gruppen verhindert sowas meistens. Das müssen wir hier aber machen.

    @Brandschatzen
    Das war ein schönes Beispiel für ein sehr klar definiertes Setting. Wäre mir allerdings zu wenig Plot.
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  2. #12
    oliverp
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    Ahoi zurück,

    ich machs in Stichpunkten und nur die Dinge, auf die die Orga/SL Einfluß hat:

    -Klare Definition von Setting, Spielweise,Ambiente, Regeln, inkl. klarer Ansage "wer das nicht will, viel Spaß auf anderen Cons"
    -Setting ist keine Zwangssituation (...werdet alle sterben wenn nicht...)
    -Kein Hauptplot
    -Keine Zwingplots (tödliche Krankheiten, Weltuntergang), alle Plots optional
    -Keine NSCs, sondern alle Rollen sind "unterstützende SCs" - jeder bekommt optionale Plots, Ziele sofern er/sie möchte
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

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  3. #13
    Naramag
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    Das klingt gut. grade was Setting/Ambiente angeht, fände ich es gut, wenn da bei der Anmeldung mehr drauf geachtet wird. Also beispielsweise ein Foto vom Charakter mit anfordern und dann gegebenenfalls auch Spieler ablehnen.

    Klingt hart, aber ich habe selbst so jemanden im Bekanntenkreis... will Larp machen, weil alle anderen es machen, hat aber null Bock, irgendwas zu leisten - das Feuer am laufen zu halten ist schon zuviel - und will aber auch nix investieren. Während alle in der Gruppe am basteln, schneidern und so sind, fragt er nur, wer ihm was leiht. Ich selbst bin nicht in der Gruppe... sonst hätte es da schon lange Ärger gegeben.

    Und was Plots angeht, fände ich auch schön, wenn für jeden Charakter eine kleine Motivation geschaffen wurde, warum er sich eben zur Con eingefunden hat. Ist zwar viel Vorarbeit, dafür läuft auf der Con meist alles viel organischer, natürlicher. Damit werden dann auch Zwingplots unnötig. Die mag ich nämlich gar nicht.

  4. #14
    Calum MacDaragh
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    Zitat Zitat von oliverp Beitrag anzeigen
    -Kein Hauptplot
    -Keine Zwingplots (tödliche Krankheiten, Weltuntergang), alle Plots optional
    -Keine NSCs, sondern alle Rollen sind "unterstützende SCs" - jeder bekommt optionale Plots, Ziele sofern er/sie möchte
    Ich bin beim Kapitel "klare Ansagen" absolut auf Deiner Seite und würde das auch hernehmen, um die Notwendigkeit von Zwingplots abzulehnen: Wenn das Setting klar ist, dann passen die Spieler zum Plot und *wollen* den auch bespielen. Zwingplot ist ja ehrlich gesagt nur das Eingeständnis der Orga, dass sie es nicht schafft, die Spieler abzuholen und anständig zu motivieren. Also so, als ob man das Kino abschließt, damit sich auch ja alle den Film anschauen.

    Die Kritik am Hauptplot verstehe ich nicht - das ist in meinen Augen das Kronjuwel jeder Con. Vielleicht verstehen wir da auch was Anderes drunter?

    Und ohne NSCs wird es kaum Kämpfe geben - was man ja nun auch gut finden kann. Kämpfe gehören für mich aber dazu.
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  5. #15
    Dutch
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    Ich bin mittlerweile der Meinung, dass der "klassische NSC" die Holzhammermethode ist, um Teilnehmer mit SC-Charakteren zu irgendwas zu motivieren. Wenn man als Teilnehmer einen Con genau so konzipiert haben möchte, dann soll es halt so sein. Ich denke aber auch, dass man darüber nicht mehr lange nachdenken oder diskutieren müsste. Was dazu gebraucht wird, wurde in den bisherigen Beiträgen schon deutlich erläutert.

    Ich persönlich schätze mittlerweile vor allem jene Veranstalter, die den "NSC" homöopathisch dosiert einsetzen (für welche Anliegen auch immer), aber im Großen und Ganzen die Teilnehmer dazu ermuntern, mit ihren SC-Charakteren Spiel zu generieren und eigenverantwortlich kleine Handlungsstränge anzuschieben.
    Unter solchen Bedingungen finde ich es dann auch wieder okay, wenn man als Teil des absoluten Höhepunkts mit Hilfe einer Schar spontan rekrutierter Erfüllungsgehilfen z.B. eine Art klassische "Endschlacht" inszeniert.

    So etwas würde natürlich einen roten Faden im Gesamtverlauf der Spielhandlung voraussetzen, so etwas wie den angesprochenen "Hauptplot". Aber auch der muss sich nicht gleich offensichtlich als solcher zu erkennen geben. Er kann sich wie ein Leitmotiv durch die Veranstaltung durchziehen bis am Ende alle Teilnehmer erkennen, dass sie - egal, an welcher Ecke sie gespielt haben - auch darin verflochten sind.
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
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  6. #16
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    Ich muss sagen, ich mag Cons mit viel Plot und viel geskripteten Szenen und Rollen (letzteres auch gerne als NSC). Reine Sandboxing-Cons wo der Veranstalter nur die Bühne für das eigene Spiel der Spieler bereitet können zwar auch ganz nett sein, ich habe aber schon mehrmals erlebt dass die gerade als Neueinsteiger auch in ziemlicher Langeweile enden können.

  7. #17
    oliverp
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    Zitat Zitat von Calum MacDaragh Beitrag anzeigen
    Die Kritik am Hauptplot verstehe ich nicht - das ist in meinen Augen das Kronjuwel jeder Con. Vielleicht verstehen wir da auch was Anderes drunter?
    Kririk wars ja noch keine Aber meine Beweggründe:Ich hab seit 2001 noch nie einen Hauptplot erlebt der wirklich ergebnisoffen war (also über binär Erfolg/Nichterfolg hinaus). Ich hab noch nie einen Hauptplot erlebt, der alle Spieler abholen oder mitnehmen konnte (Nichtwollen außen vor); Es handelt sich idR um eine Multiplikatorfunktion an der Nebenplots aufgehängt sind, meistens für einzelne Gruppen oder Charaktere konzipiert. Ist ja auch logisch, jeder der mal auf nem Großcon war oder eine Funktion in irgendeiner sonstigen Gruppe im normalen Leben hatte, weiß, wie schnell eine große Gruppe mit ihren Dynamiken und Kommunikationsgrenzen an die kritische Masse stösst.
    Als Ergebnis stellen sich Hauptplots aber meistens (ich spreche von Cons mit 50+ Teilnehmern, also dem "normalen Abenteuercon" als dein Paradigma) für die meisten Spieler als rein gerailrodetes Ergebnis da.

    Das ergab mal Sinn, als Larp noch kein eigenes Medium war und man rumprobiert hat, analog zu Charakterkonzepten nach "Heldenreise" als das immer zentrale Motiv in assynchron-narrativen Fantasyszenarien (Filme, Bücher).
    In der Realität ist es aber, um es mit Gunny Sgt Highway (Clint Eastwood, Heartbreak Ridge) zu sagen "Rudelbumsen". Es dient nicht dem Con, sondern nur einer selbstreferentiellen Gewohnheit.

    Das Ziel einer Con sollte nicht sein jeden abholen zu können, sondern alle. Das ist ein ganz wichtiger Unterschied. Und nicht einfach, ganz und gar nicht.

    Gleiches gilt analog zu NSC. Es gibt keinen Grund, nicht jeden spieler auf einige Punkte zu verpflichten, im Gegenteil es entspricht der Grundidee von Larp es zu tun.

    SG

    Oliver
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  8. #18
    Cartefius
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    Kririk wars ja noch keine Aber meine Beweggründe:Ich hab seit 2001 noch nie einen Hauptplot erlebt der wirklich ergebnisoffen war (also über binär Erfolg/Nichterfolg hinaus). Als Ergebnis stellen sich Hauptplots aber meistens (ich spreche von Cons mit 50+ Teilnehmern, also dem "normalen Abenteuercon" als dein Paradigma) für die meisten Spieler als rein gerailrodetes Ergebnis da.
    Wobei für mich auch das "Railroading", das in der Rollenspiel- und Larpcommunity einen sehr schlechten Ruf hat, gar nicht so schlimm ist wie viele denken. Ich mag es, wenn auf Cons eine Geschichte erzählt wird, wenn Dinge passieren, wenn es eine klare Dramarturgie gibt, die die Spieler einbindet und mitnimmt. Das muss (und sollte) kein Zwang sein, mit dem der Spieler auf den Orga-gewollten Pfad geknüppelt wird, sondern im besten Fall das Interesse der Spieler wecken, Entscheidungen herausfordern und damit Spannung erzeugen. Dafür bietet ein solches Spiel mit vorbereiteten Szenen den großen Vorteil, dass die Orga sich vorbereiten und aufwändige Dinge wie Aufbauten, Spezialeffekte, Massenszenen und ähnliches inszenieren kann.
    Auf Cons geht das häufig schief, wenn die Orga versucht ihr Programm an den Spielern vorbei oder nur für eine kleine elitäre Gruppe durchzuziehen, das muss aber nicht der Fall sein.

    Für mich sind ein gutes Beispiel in letzter Zeit die Adventures der Firma "Telltale Games", insbesondere die Walking-Dead-Reihe. Die sind das exakte Gegenteil von "Open World", sondern mehr ein interaktiver Film, der einer ganz klaren Dramaturgie folgt und die Freiheiten des Spieler auf wenige Entscheidungen an Schlüsselpunkten beschränkt. Viele Kritiker sagen, dass diese Art von Spiel Etikettenschwindel sei, dass man kaum wirkliche Freiheiten habe, und 90% der Geschichte so oder so ablaufen, unbeeinflusst von den nur scheinbar bedeutsamen Entscheidungen des Spielers. Ich persönlich finde diese Spiele aber sehr gut, weil für mich die Illusion der Entscheidungsfreiheit in vielen Punkten sehr überzeugend aufrechterhalten wird, und man immer wieder geschickt in Situationen gebracht wird, bei denen es unter Zeitdruck eine schwierige Wahl zu treffen gilt, und bei der einem später die Folgen dieser Wahl selber in den Hintern beißen. Für mich gehörten einige der Situationen in solchen Spielern auch zu den spannendsten und emotional packendsten, die ich je in Computerspielen erlebt habe - Wenn man sich darauf (und das damit verbundene Railroading) einlässt.

    Ich stimme aber zu, dass das im Larp in der Praxis eher selten vorkommt, das könnte aber auch daran liegen, dass es so selten versucht wird. Aktuell gibt es ja einen neuen Trend zu internationalen Larps, bei denen die gleiche Geschichte mit festem Setting und stark vorgegebenen Charakteren und Handlungsabläufen teilweise sogar mehrfach in "Reruns" gespielt wird, ich könnte mir vorstellen, dass das neuen Wind in die Art bringt, wie man Larpplots sieht.

  9. #19
    Hana
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    Das ist es, was ich mit "klare Zielgruppe" meine.

    Es gibt Larper, die lieben Standard-WellenNSC-Railroad-Cons. Ich z.B. finde das super (bei PvP oder auch Festrollen-Kampf-NSCs hatte ich nie auch nur ansatzweise so schöne Kämpfe wie mit [oder als] Wellen-NSCs). Anderen finden es furchtbar und mögen freie Cons am liebsten, die ich totlangweilig finde. Ich liebe Weltuntergangsstimmung und Drama, andere wollen in der Taverne feiern. Ich finde sowohl als Kämpfer als auch als Heiler Kämpfe mit fliegenden Feuerbällen und Windstößen viel schöner und interessanter als magielose Kämpfe, weil ich die Abwechslung liebe, die das erzeugt. Für andere ist Kampfmagie ein (Telling-)Graus. Apropo: Für mich kann in Maßen von der SL eingesetztes Telling Larp sehr bereichern.
    Ich möchte mich auf einem Con fühlen wie in einem Film, als Teil einer Geschichte - andere möchten sich fühlen wie in die Vergangenheit zurückversetzt. Episch ist mir lieber als realistisch.
    Eine moderne (aber schön hergerichtete) Jugendherberge, die aber eine gute Aufteilung hat und z.B. Kämpfe an zwei Fronten ermöglicht, ist mir lieber als eine schöne mittelalterliche Burg, bei der man das enge Burgtor verteidigt. Optimal ist natürlich beides, aber das hat man selten und ich will auch noch Abwechslung und nicht immer auf der selben Location spielen

    Man kann es nicht jedem Recht machen, aber wenn man sich vorher konkret überlegt, was man anbieten will und das auf die Einladung schreibt, hat man im Idealfall ausschließlich Spieler da, die genau das wollen, was man macht.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  10. #20
    Dutch
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    Zitat Zitat von Hana Beitrag anzeigen
    Es gibt Larper, die lieben Standard-WellenNSC-Railroad-Cons.
    Ich hatte Cartefius allerdings so verstanden, dass echtes Railroading nicht gleichbedeutend ist mit "Standard-Wellen-NSC-Abenteuer-[N.N.]-Cons". Sondern dass es eine besonders konsequente Ausrichtung einer LARP-Veranstaltung hin auf fest geplante und konkrete Spielerlebnisse und Spielergebnisse bedeutet.
    Während der "Standard"-Con* tendenziell nach dem Pradigma "eine-gute-Orga-passt-ihren-Plot-flexibel-an-die-jüngsten-Aktionen-der-Teilnehmer-an" zu funktionieren scheint.



    ________________________
    * was auch immer 'Standard' in diesem Zusammenhang konkret bedeuten mag
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

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