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  1. #11
    Gerwin
    Gerwin ist offline
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    bzw. muss ich damit rechnen erschlagen zu werden wenn ich jemanden übers ohr haue?
    Ja. Hier spielt konsequentes und logisches Verhalten eine Rolle. Betrüger und ähnliches sollten mit den Konsequenzen Ihrer Handlung leben können. Und wenn das, je nach Gegenüber, der Tod ist, dann muss man eben auch damit umgehen. Mein Sklavenjäger kann sich ja im Zweifel wenn er mal an einen besseren gerät auch nicht hinstellen und sagen "Boah...umbringen/selbst versklaven/whatever find ich doof".

  2. #12
    Hana
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    Es ist wichtig zu wissen: Auf den meisten Cons stirbt es sich nicht so schnell. Angriffe enden fast immer "nur" in Verwundung des Charakters und nicht im Tod - auf den Großcons sterben Charaktere zwar eher, dafür gibts dann regeltechnische "Auferstehung", so dass der Tod normalerweise nicht mehr Auswirkungen hat als auf anderen Cons die Verwundung.
    Auf dem Großteil der kleineren Cons gilt inzwischen die "Opferregel", d.h. ein Charakter stirbt nur, wenn der Spieler entscheidet "Jetzt soll mein Charakter sterben".

    Je nach Con ist die Wahrscheinlichkeit, angegriffen zu werden, extrem unterschiedlich. Es gibt Cons, auf denen wird gar nicht gekämpft, es gibt Cons, da wird ein bisschen gekämpft und es gibt Schlachtencons. Das steht in der Ausschreibung des Cons, auf dem Flyer und (wenn das Con dort eingetragen ist) im Larpkalender.

    Je nach Gegner kann man sich einfach ergeben und wird dann ggfs. gefangen genommen. Oft kann man einfach versuchen, wegzulaufen. Wenn ein Räuber einen ausrauben will, kann man ihm etwas Geld geben, anstatt zu kämpfen.
    Ebenso kann man bei anderen (bewaffneten) Spielern Schutz suchen - man kann Leibwächter oder Söldner gegen Larp-Geld anheuern; ein religiöser Orden (oder einfach ein netter Charakter) wird einen Unbewaffneten meist auch ohne Gegenleistung beschützen.
    Die meisten Angreifer werden sich, wenn sie die Wahl zwischen einem bewaffneten Mitspieler und einem unbewaffneten Mitspieler haben, dafür entscheiden, den bewaffneten anzugreifen - IT stellt der ja im Gegensatz zum unbewaffneten eine Gefahr da, und OT hat der ja offensichtlich Lust aufs Kämpfen und man möchte ja gemeinsam Spaß haben.

    Betrüger werden nicht gleich totgeschlagen, aber mit "Prügeln" wird ein Betrüger, der auffliegt, rechnen müssen. Wer das nicht möchte, dem rate ich von einer Betrüger-Rolle ab.
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  3. #13
    Gerwin
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    Ich möchte hier nur noch einmal kurz anmerken dass "Betrüger werden nicht gleich totgeschlagen" oder "das Opfer entscheidet" zwar komplett richtig, aber doch sehr relativ sind. Richtig ist, du entscheidest meist darüber ob dein Charakter endgültig stirbt. Richtig ist aber auch "wenn du einen bösen/kriminellen Charakter spielst solltest du dich generell innerlich damit abfinden dass dieser stirbt".

    Hier kommt es zwar immer darauf was du genauer vor Augen hast, und kaum jemand wird eine Person erschlagen nur weil sie einmalig um 2 Kupfer (verteilt auf 20 Begegnungen) betrügt. Bei einen "Berufsbetrüger" sieht die Sache aber schon anders aus. Die Regeln erlauben es dir zwar zu definieren "nein, das war nur eine gewaltige Abreibung, mein Chara ist nicht gestorben", nur irgendwann wird das dann lächerlich.

    Daher würde ich einfach als Grundregel verfolgen: Wer einen Charakter der (erheblich) böses tut spielt, sollte auch mit dem Tod leben können.

    Nur am Rande: Zumindest am Anfang ist ein Charaktertod meist gar nicht so schlimm. Und obwohl ich auch böse Charaktere spiele ist bisher nur einer aktiv umgebracht worden. Für Anfänger würde ich aber eher einen (betont) guten Charakter empfehlen.

    Gruß

    Gerwin

  4. #14
    Taschendrache
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    Die Diskussion erinnert mich an den Grund für meine LARP-Pause, vor 10 Jahren.

    Damals habe ich einen Waldelfen gespielt, der wegen einem Muttermal von seiner Sippe verbannt wurde. Die Elfen sahen darin ein böses Omen und ich schrieb der Orga sie könne darauß was machen, wenn sie eine gute Idee hat. Am Samstagmorgen wurde ich in einen Traum eingebunden und eine finstere Gestalt sagte mir "du scheinst der Dunkelheit etwas näher zu sein als manch anderer." Zudem wurde mir vermittelt dass sich vom Muttermal (linker Handrücken) langsam ein Kontrollzauber über mich ausbreitet, der mit Einbruch der Dunkelheit mein Herz erreicht und mich tötet. Ok, dachte ich mir, so kann man es auch interpretieren. Ich erkundigte mich im Lager wie mir zu helfen sei und bekam die Information "drei Priester müssen dich reinigen." Das Problem war somit gravierender als erwartet. Also die Priester gesucht und gegen 14 Uhr verabredet. Derweil hatte ich die Kontrolle über meine Hand und meinen Unterarm verloren, was ich auch mitteilte. "Alles kein Problem" hieß es. Am zentralen Lagerfeuer kamen dann leider keine drei Priester an, sondern nur eine. "Die anderen sind verhindert." Gut, dann folgen wir der Rollenspiel-Logik "was drei tun sollten wird für nur einen umso schwerer." Ich erwähnte nochmals dass ich bewaffnet bin und Bedenken habe selbst das Schwert abzulegen. "Ach, das passt schon." Die Orga/SL saß grinsend in der Nähe und guckte zu. Die eine Priesterin fängt also an und meine böse Hand hat nichts besseres zu tun als das Schwert zu ziehen. In dem Moment springt die SL auf und meint "He, ich hab ne super Idee" und stülpt mir eine Skelettmaske über. Ja...der Zauber wirkte scheinbar schneller als erwartet...oder ich habe nicht verstanden was die super Idee war. Ich stehe also mit Maske und Schwert mitten im Lager und die Priesterin fängt an zu schreien. Vom Essen springt einer Paladin auf und stürmt auf mich zu. Heilig, heilig, heilig...ich gehe zu Boden. "Kopf ab!"...Stille. Möchte die Orga/SL vielleicht genau hier reagieren, dachte ich mir...aber nein...nichts. Also habe ich die Maske abgenommen und dem Paladin gesagt dass er leider grad einen Spieler getötet hat. Und mal Hand aufs Herz: Ich mache ihm keinerlei Vorwürfe. Er hat sich tausend Mal entschuldigt, doch er hatte es ja nicht verbockt. Und von der Orga/SL bekomme ich dann noch gesagt "Jeder Spieler entscheidet selbst ob er stirbt" und war weg. Nun ja, nehme ich also meinen Kopf wieder auf und schraube ihn fest. Sorry, egal wie ich das drehe und wende...das ging nicht.

    Ich denke das kann gut als Beispiel dienen dass selbst gut gemeintes Rollenspiel bei einem guten Charakter zum Tode führen kann, wenn die SL total aussetzt. Doch zum Glück reden wir hier von Ausnahmen.

  5. #15
    Gerwin
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    Im Gegensatz zum "ich spiele explizit einen bösen Charakter" ist das aber die absolute Ausnahme.
    Mal ganz davon ab...auch von mystischen Erklärungen (wegen Muttermal von Sippe verstoßen) würde ich bei Anfängern abraten, mindestens genauso wie "läuft gerade vor zwangsverheirateten Ehemann weg"). Da kann man immer an den "falschen geraten".

  6. #16
    Langer
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    Ich persönlich würde meinen Charakter sicher nicht sterben lassen, weil die Orga irgend eine Pappnasen-Aktion mit mir durch zieht, die ich dämlich finde. So eine Con würde ich in meiner Charaktergeschichte als nicht-kanonisch betrachten, sprich sie einfach für weitere Veranstaltungen ignorieren. Probleme hat man damit nur, wenn man weitere Cons von der selben Orga besuchen will mit dem selben Charakter, aber hey, wer will das nach so einer Sache denn noch?
    Natürlich will ich nochmal betonen, dass man mit der Sterblichkeit des eigenen Charakters schon klar kommen sollte und diese ggf. in Kauf nimmt. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich meinen Charakter einmotte, nur weil irgend eine Orga eine Schnappsidee hatte.


    Übrigens, ein reflexartiges "Kopf ab" oder "Todesstoß" ist mir in den ganzen letzten Jahre noch nie unter gekommen.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  7. #17
    Cartefius
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    Ich habe den Eindruck, das ist in den letzten Jahren auch zum Glück deutlich seltener geworden.

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