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  1. #11
    Langer
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    Zeitlich geht es mir ins besondere um Hoch- und Spätmittelalter, was ja als Vorlage für die meisten Fantasy-Hintergründe her hält. Der symbolisch getragene Wolfspelz aus der Antike ist mir bekannt (siehe Ausgangspost), aber davon abgesehen eher wenig. Wenn man bedenkt wie häufig man im Fantasy-Bereich auf in Felle gekleidete Gestalten trifft, fällt eben die Diskrepanz auf.
    Dummheit wird mein Henker sein.

  2. #12
    Cartefius
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    Ja, das stimmt, ich finde das larptypische um die Schultern gehängte Standard-Fuchs- oder Heidschnuckenfell auch eher albern.

  3. #13
    oliverp
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    Sowas ergibt nur symbolisch Sinn. Und eignen sich Felle von Nutztieren eher weniger. "Seht her ich kann eine Heidschnucke erlegen!" ist genauso wenig eindrucksvoll wie "Seht her, ich bin ein schlechter Schäfer!".
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  4. #14
    Xram
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    Zitat Zitat von Chevalier Beitrag anzeigen
    Nur wie oft hattest du das schon im deutschen Larp, dass es -10°C waren und du länger als 15 Minuten draußen rumlaufen musstest (wo halt die normale warme Kleidung noch ausreicht)? Dann, wenn man solche Temperaturen erwarten könnte (von Dezember bis Februar), sind die Cons meist in Burgen oder so bzw. nicht auf langes draußen rumlaufen angelegt.
    Jedes Jahr, wenn wir Imbolc feiern.

    Da sind wir i.d.R. immer draußen am plotten, kämpfen usw. Wobei erfahrungsgemäß mehrere Schichten (Leinen-, 1. Woll-, 2. Wolltunika) ausreichen. Dann noch ein Klappenmantel oder Umhang. Aber bei uns haben mehrere Leute auch Felle "an" um sich vor den Temparaturen zu schützen. Meistens tragen sie dann die Fellseite außen.

  5. #15
    Hana
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    Zitat Zitat von Chevalier Beitrag anzeigen
    Nur wie oft hattest du das schon im deutschen Larp, dass es -10°C waren und du länger als 15 Minuten draußen rumlaufen musstest (wo halt die normale warme Kleidung noch ausreicht)? Dann, wenn man solche Temperaturen erwarten könnte (von Dezember bis Februar), sind die Cons meist in Burgen oder so bzw. nicht auf langes draußen rumlaufen angelegt.
    Wintercons sind in meinem Spielumfeld genauso Outdoor-angelegt wie alle sonstigen Cons mit Hausunterbringung im Sommer. Da ist stundenlanges draußen Rumlaufen (oder auch Rumstehen) normal. Meistens natürlich Abenteuercons, aber ich war auch schon auf nem Silvestercon mit Turnier (auf dem ist mein "fellgefütterter Mantel"-Wunsch entstanden ).
    Ob es da -10° waren oder nur -5°, kann ich natürlich nicht sagen, aber "arschkalt und mit fellgefüttertem Mantel wäre mir nicht zu warm gewesen" trifft da auf jeden Fall zu.
    Nount und ich bloggen: Mondkunst
    Liverollenspiel im Münsterland: http://www.danglar.de

  6. #16
    Kelmon
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    Es gibt auch aus dem europäischen Mittelalter vereinzelt auftreten von nach außen getragenen Fellteilen. Zum einen wären da die Darstellungen vom "Wilden Mann", der ein Schafsfell nach außen trägt - wobei es möglich ist, daß hiermit anzeigt werden will, daß dieser keinen Zugriff auf "zivilisiertere" Methoden hat (d.h. Textilherstellung). Aus dem 14. Jhd wäre mir außenliegende Fellverbrämungen bei Hochadeligen eingefallen, sowohl an Hüten als auch an Mänteln. Hierbei scheint es sich auf Abbildungen auch auf sehr hochwertiges Pelzwerk zu beschränken (z.B. Hermelin). Aus dem 15 Jahrhundert kenne ich bei einigen Formen der Damenbekleidung (auch hier wieder eher adeliger Bereich) Fellverbrämungen an Umschlägen auf der Außenseite.

    Man kann sicher mehr Beispiele finden (z.B. FrüMi/Wikinger), im Großen und Ganzen scheint es aber das gesamte Mittelalter hindurch vorwiegend eine Tragweise gegeben zu haben: Innen. Und das sogar bei den eher als Zier gedachten adeligen Halbkreismänteln im 13. Jahrhundert - die ihr oft im Vergleich zum Oberstoff deutlich prächtigeres Futter lediglich durch die Bewegung bei Schritt und Wind zeigen.


    Oh, und ja, den "Totes Tier auf Schulter"-look ist mWn in keinster Weise historisch (bzw. ist sicherlich post-1900), und das empfinde ich auch in der Regel als etwas albern, bzw. als war wohl Resteverwertung aus Omas Kleiderschrank. Und gerade wenn's ein ärmlicher Charakter mit dem typischen Fuchsfell ist...problematisch.
    Geändert von Kelmon (03.05.2017 um 12:01 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  7. #17
    Dreamdancer
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    Zitat Zitat von Hana Beitrag anzeigen
    Wintercons sind in meinem Spielumfeld genauso Outdoor-angelegt wie alle sonstigen Cons mit Hausunterbringung im Sommer. Da ist stundenlanges draußen Rumlaufen (oder auch Rumstehen) normal. Meistens natürlich Abenteuercons, aber ich war auch schon auf nem Silvestercon mit Turnier (auf dem ist mein "fellgefütterter Mantel"-Wunsch entstanden ).
    Ob es da -10° waren oder nur -5°, kann ich natürlich nicht sagen, aber "arschkalt und mit fellgefüttertem Mantel wäre mir nicht zu warm gewesen" trifft da auf jeden Fall zu.
    Ja, dieses Jahr auf der Wintercon kam der Schnee auch waagerecht von allen Seiten - Thermometer hatte ich nicht dabei, aber wenn der eisige Wind durch die Wolle pfeift (ich hatte Thermounterhemd Stufe extra-warm, Leinen, zwei Wolltuniken und einen Rechteckmantel sowie Wollmütze) isses wurscht, ob es -5, -10 oder -15 Grad hat - es war einfach nur KALT. Da hätte ich für einen fellgefütterten Mantel (am besten mit Kapuze) meine Seele verkauft. Allerdings tatsächlich mit dem Fell nach innen.

  8. #18
    Gerwin
    Gerwin ist offline
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    Naja..bei absoluten Kälteeinbruch (-10 Grad) wird sich ein Mitdenkender Europäer wohl auch alles übergeworfen haben was er so zum Wärmen hat..insbesondere wenn er draußen arbeiten muss. Die Frage dürfte denklogisch eher sein "kann ich das kapitale Wolfsfell" (im Larp Kojote) nicht vorher gegen etwas wärmeres eintauschen?

    Unverarbeitetes Fell als "Schmuck" (wie im Larp üblich) ordne ich eigentlich, selbst als Wiki-Darsteller, eher an die Grenze des Fantasybereichs ein.

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