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  1. #1
    LarpTroll
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    Katz- & Maus-Spielideen

    Hallo, was haltet Ihr von folgenden Ideen, conübergreifend Katz-und Maus-Plots selbst herzustellen (wenn das nicht schon gemacht wird, bin neu im Larp), um immer den Kitzel eines Plots im Nacken zu haben, der relevant werden kann, aber nicht muss.

    Praktisch so aussehend:

    Idee I:
    Ich gehe auf ein Forum und erfahre dort eine Reihe Farbcodes für bestimmte Plottarten (Schuldeneintreiber, Dieben, Spionage usw.). Nun denke ich mir einen Plot aus, z.B. dass mich ein Mafiosi jagt. Ich notiere auf einen Zettel: „Kingping beauftragt dich, bei Max Mustermann die Schuldsumme von 10 Gold einzutreiben oder ihm eine handfeste Verwarnung zukommen zu lassen etc.)“ Ich markiere den Umschlag mit dem Zettel mit dem Schuldeneintreibercode und lege ihn bei der nächsten Con neben den Checkin auf den Tisch. Dort finde ich evtl. Zettel anderer Spieler. Ich ziehe einen und lese: „Ein Kaufmann will einem großen Adelshaus ein Geschäft vorschlagen. Finde für die Konkurrenz heraus, worum es sich handelt und wer die Parteien sind.“

    Jetzt habe ich auf dem CON zwei Plots, einmal den Spionageauftrag und zum anderen zuzusehen, dass ich nicht von einem Schuldeintreiber erwischt werden. Vielleicht ergibt sich überhaupt nichts, aber ich weiß nie, ob hinter der nächsten Ecke nicht doch Schläger lauern und genieße selbst auf einem Ambientecon ein bisschen Nervenkitzel. Alternativ könnte man die Aufträge auch übers Internet verteilen.

    Idee II:
    Schatzkartenjagd. Jedes Schatzclubmitglied muss ein Schätzchen auf einem Gelände verstecken, auf dem öfters gelarpt wird. Die Person zeichnet eine Schatzkarte und zerreißt sie in vier Teile (das kann auch eine Wegbeschreibung in Textform sein). Wichtig ist nur, dass der Schatz nur mit allen vier Teilen gefunden werden kann. Da muss man bisschen kreativ sein. Drei der Teile bringt man auf verschiedenen Cons nach Zufallsprinzip unter die Leute, das Vierte lässt man einem Clubteilnehmer zukommen, vielleicht mit einem Tipp. Selbst bekommt man von einem Clubmitglied auch ein Kartenstück. Jetzt kann man die restlichen Lebensjahre damit zubringen, irgendwo in Deutschland die drei anderen Karten allein oder mit Hilfe zu finden.

    Idee III:
    Geocaching fürs Larp. Ganz klassisch, nur begrenzt auf Gelänge, auf dem öfters gelaprt wird.

    Idee IV:
    Highlanderspiel. Alle Mitspieler (eines zu erfindenden Ordens) kennzeichnen sich durch irgendwas auffällig Unauffälliges (Bändchen, Kette etc.). Das Symbol steht für irgendeine Macht. Die Macht samt Symbol wechselt nur, wenn ein Spieler einen anderen in einem Zweikampf besiegt. Details müsste man erarbeiten. Der Verlierer ist dann dauerhaft draußen. Weiterhin darf jedes Mitglied zwei neue Mitglieder einführen. Die Aufnahmeprozedur wäre auch zu klären, z.B. jeweils durch ein Duell zweier Anwärter, von denen nur der jeweilige Gewinner aufgenommen werden darf. Am Ende kann es nur einen geben, gewonnen hat, wer alle kursierenden Symbole besitzt.

  2. #2
    Kelmon
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    I) finde ich interessant, als "Antwort" auf das in anderen LARP-Kulturen verbreitete verknüpfen von Charakteren vor dem Spiel, was bei uns in der Form nicht so gut funktioniert, da Charaktere nach einer Con auf diversen anderen Cons weitergespielt werden, d.h. man hat einfach keine planbare, geschlossene Gruppe.
    Ob nun genau so mit Umschlägen...hier könnte man vermutlich eine digitalere Lösung finden. Gab es sowas nicht sogar schonmal? Das College of Wizardry arbeitet z.B. mit "Beziehung gesucht"-Facebook-Gruppen - wo man dann "inserieren" kann, was man sucht - einen alten Freund, einen Feind, jemanden für einen gemeinsamen Plot, etc.

    II) Finde ich schwierig aus diversen Gründen. Zunächst einmal, daß man auf einem Congelände nicht einfach so irgendwelches Geraffel ("einen Schatz") zurücklassen sollte, einmal im Hinblick auf den Besitzer des Geländes, zum anderen auf Folgecons, die plötzlich verwirrende Fundstücke vorliegen haben. Denn das Verstecken muß fast immer oberflächlich erfolgen - auf nahezu allen Geländen darf man nicht mal eben so einfach was einbuddeln.
    Und dazu kommt dann noch, daß es lange dauert, bis de Kartenteile zusammen sind - wenn überhaupt. Denn sowas landet bei vielen nach Conende vermutlich im Müll.

    III) Benötigt ein GPS-Gerät. Sehe da keinen Mehrwert für's Spiel, sich das wegzuerklären.

    IV) Finde ich nett, den "irgendwelche Kraft"-Aspekt könnte man aber besser sein lassen, da's mitunter auf verschiedenen Veranstaltungen nicht passt. Es sollte aber ein leichtes sein, hier eine weltliche Erklärung zu finden, warum das nur unter bestimmten Bedingungen weitergegeben werden kann. Würde ich auch einfach vor Con ausmachen und Neuanwärter sein lassen - zu kompliziert in der kurzen Zeit, würde ich vermuten. Läuft letztendlich wohl ein bisschen auf eine IT-Version von "Killer" (Steve Jackson Games) heraus.


    Ganz generell würde ich sagen, daß es auf jeden Fall willkommen sein dürfte, wenn sich jemand Gedanken darüber macht, wie man auf einer Con andere Spieler bespaßen kann. Anraten würde ich aber, auf das Vorhaben zu verzichten, hier etwas Conübergreifendes aufzuziehen. Das macht das ganze massiv schwieriger.
    Geändert von Kelmon (09.05.2017 um 17:17 Uhr)
    LARP-Anfänger: Schaut hier nach!

  3. #3
    LarpTroll
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    Obs das schon gab, weiß ich nicht, dazu bin ich nicht lange genug dabei.

    I) Ja, online wäre besser.

    II) Ein kleines Steinchen in einer Mauerritze sollte gehen. Oder ein beschriebenes Lederstück neben einem Baum vergraben. Langedauern ist ein Einwand, auch dass die Kette unterbrochen wird, wenn ein Stück verloren geht. Persönlich würde mich das aber nicht stören, wenn mein Char vier Jahre einem unerreichbaren Schatz hinterherrennt. Fände das sogar reizvoll hoffnunfslos ähnlich den Konquistadoren auf der Suche nach El Dorado. Kann aber sein, dass andere lieber wirklich was reißen wollen, dann wäre das nix.

    III) Stimmt. Würde ich dann auf II. als Schatzjagd nach Rätselhinweisen zuordnen.

    IV) Vielleicht eine rein religöse Sache, das würde zu allen Settings passen, solange es sich nur auf den Glauben bezieht. „Killer“ kenne ich nicht. Nun, wenn keine Neuen rekrutiert werden, würde man genau wissen, wer Mitglied ist. Persönlich fände ich die Möglichkeit reizvoller, dass man plötzlich einem Unbekannten übern Con läuft, der zum Club gehört und überlegen muss, ob man ihn herausfordern will oder nicht. Überlegbar wäre auch, ob es Duelle sein müssen oder ob das nur ein Kodex ist, man aber auch hinterrücks killen darf – solange es die Öffentlichkeit nicht mitbekommt. Dann könnten sich auch Bündnisse bilden, die aber unter dem Stern stehen, dass auch sie zerfallen werden.

    Insgesamt geht es mir ja schon um conübergreifende Dinge, die nicht auf ein oder zwei Cons aufzulösen sind. Dinge, die Charaktere ein, zwei oder mehr Jahre mit sich herumtragen. Ziele, deren Erreichen völlig in den Sternen steht, an die sie aber glauben, an denen sie verzweifeln oder von denen sie überrascht werden, nachdem sie gar nicht mehr daran denken. Unter diesem Aspekt wäre die Erreichbarkeit der Ziele nebenrangig.

  4. #4
    Dutch
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    Ich finde selbst entwickelte Mini-Plots von Spieler zu Spieler immer reizvoll.

    Wenn ein solcher Plot aber einerseits sehr langlebig sein soll (dieselben Charaktere über mehrere Cons hinweg), andererseits aber nicht auflösbar ist, dann bleibt die Frage: Was motiviert die beteiligten Spieler, den Plot mit entsprechender Intensität aufrecht zu halten?

    Für den Zeitraum einer einzelnen LARP-Veranstaltung halte ich ein emotional geprägtes Spiel an einem unauflösbaren Spielstrang für realistisch. Irgendwann kommt aber der Punkt, wo die Emotionen verfeuert sind oder die Stimmung einfach nicht mehr zu steigern ist, wo man sich an der reinen Idee sattgespielt hat.

    Wenn es weitergehen soll, sollte sich der Plot an diesem Punkt spätestens mit neuen Elementen melden und nachlegen können. Der Mini-Plot steht ja in der Regel nicht allein da, sondern er steht neben anderen Spielangeboten der jeweiligen Cons. Läuft ein Spielangebot ins Leere, wende ich mich als Spieler fast automatisch einem anderen Angebot zu.

    Dabei denke ich, dass man einen Mini-Plot durchaus über mehrere Cons hinweg treiben kann. Aber ich würde es nicht als Open-end konzipieren, sondern eine feste Anzahl von Cons planen und ihn in Rrichtung auf ein konkretes Ende choreographieren. Falls das mit ein paar Infos per Email oder Handout und ggf. Einsatz von 1-2 GSC möglich ist.
    Für mehr Western im LARP: LarpWiki: WesternLarp

    Cons, Orgas, Aktuelle Infos: Facebook-Gruppe "Western LARP Bayern"
    Gone, but not forgotten: Buffalo Hill 1888

  5. #5
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    Ich kann nur was zu der Schatzkarten Idee sagen. Es ist schon schwer genug, alle Teile einer solchen Schnitzeljagd auf einem Con zusammen zu halten, ohne dass jemand ein Teil findet aber nicht mitmacht oder es verschusselt. Über mehrere Cons hinweg sehe ich da keinerlei Chance !

  6. #6
    LarpTroll
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    Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Die Plots sollten schon lösbar sein. Ab einem gewissen Punkt sind sie es ggf. nicht mehr, das weiß man aber nicht und muss dem auch nicht mehr nachrennen. Idealerweise besorgt man sich dann aus der Plotgeneratormaschine einen neuen.

    Plots für eine Anzahl von Cons zu planen, ist was anderes, aber auch möglich. Mir ging es um geringen Aufwand und wenig Organisation. Auf eine Anzahl von Cons begrenzte Plots sind davon abhängig, dass die Beteiligten auch wirklich diese Cons besuchen. Das Überraschungsmoment ist auch geringer. Spaß würde das aber sicher machen. Denkbar verschiedene Spielprinzipien gäbe es.

    Ein Spielprinzip sowohl für festgelegte Cons als auch für Open End könnte sein, dass jeder Spieler ein Bändchen trägt und kurz vorm Con oder bei Open End monatlich die Spieler per Zufallsprinzip in zwei, beser noch drei Gruppen aufgeteilt werden. Vielleicht sogar nur in Zweier- oder Dreierteams. Jede Gruppe muss nun versuchen, den anderen die Bändchen wegzuschnappen, ohne dass die Öffentlichkeit das groß mitbekommt. Müsste man sich einen Hintergrund und eine Motivation dafür ausdenken, eine Geheimorganisation oder sowas.

  7. #7
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    Ohne auf die einzelnen Punkte einzugehen sehe ich das eher in einem defierten Rahmen als spezialisiertes Spielkonzept (zb freies Stadtspiel), nicht als Add-On zu einem klassischen Metaplot.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  8. #8
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    Geht nur bei kleiner Spielerschaft, ein Con, mehrere Tage. Erfordert viel Planung von der Orga. Ich mag das Konzept. Ausprobiert hab ich es bisher nicht, aber da kann man sich bestimmt an die Frau Munz wenden.
    Ansonsten eben einfach mal nicht alles alleine können, sondern sich Hilfe suchen und kommunizieren. Das bringt schon Plotmöglichkeiten für andere. Oftmals denkt man nämlich leider gar nicht so weit.

    Oder was war Deine Intention? Unbekannte Spieler miteinander vernetzen? Mehr Plot? Mehr Action auf Con?

    LG
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  9. #9
    Naramag
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    Zu Idee 4: Ich würde da einfach eine Art Kämpfergilde draus machen und wie Kelmon sagt, irgendwelche Mystik weglassen. Dann klappt das schon ganz gut.
    Ich würde die Verlierer aber nicht einfach rausschmeißen. Ich würde einfach jedem, der Interesse hat, ein Symbol zuordnen. Am besten zeichnet das jeder selbst auf einem Stück Stoff. Jedes Gildenmitglied nimmt ein Symbol pro Con mit. Dort kann man ein anderes Mitglied um sein Symbol herausfordern. Der Gewinner bekommt das Symbol vom Sieger. Einmal im Jahr oder so könnte man dann eine Feiercon abhalten. Da kann dann am nochmal um Symbole gekämpft werden und am Ende erhält der mit den meisten Symbolen einen Preis, beispielweise ein Rüstungsteil oder eine Larpwaffe. Schön wäre dann noch, wenn jeder andere dem Sieger noch ein kleinen Preis gibt... kleines Schmuckstück, Kettenanhänger, oder so... nix teures.

  10. #10
    Serk Vastatio
    Serk Vastatio ist offline
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    Zu Idee 4:
    Es gibt auf einigen Cons auch gelbe SC Handbänder, die anzeigen, dass man Infights und Aktion möchte, als Zeichen eigentlich für die NSC.

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