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  1. #11
    Gerwin
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    Naja, ihr relativiert hier gerade alle ziemlich die Grundaussage des Erstellers.

    Es gibt Personen die mit einen Auge Auto fahren, als Sportschützen erfolgreich sind oder vielleicht sogar bei der Armee als Scharfschützen dienen können. Und es gibt sicherlich massig Personen die mit einen Auge bessere Schützen sind als ich (und die meisten Larpanfänger).

    Alle diese Personen haben jedoch eines gemein. Sie können Entfernungen und (bei bewegten Zielen) Bewegungen einschätzen. Ich nehme hier den Ersteller beim Wort wenn er schreibt

    Leider bin ich nämlich auf einem Auge praktisch blind und habe somit kein richtiges räumliches sehen.
    Ich gehe nun mal frech davon aus, dass sich dieses auf das räumliche sehen im Fern und Nahbereich bezieht. Und das würde auch Nahkampf ausschließen. Wenn ich nun einfach ein Auge schließe habe ich natürlich noch in gewisser Weise ein räumliches sehen.

    Ich würde von daher eben, und dazu stehe ich auch, die Sache eher anders herum angehen:

    Wer lernen kann auf nicht bewegte Ziele (= Scheibe) zu schießen und zu treffen, der kann (eventuell) auch auf bewegte Ziele schießen lernen.

    Wer schon ersteres nicht lernen kann (beispielsweise auf Grund der Augen) sollte von letzteren die Finger weglassen. Auch im Larp.

    Die Vorstellung "ich seh zu schlecht um auf nicht bewegtes zu zielen, also schieß ich auf bewegtes weil "da muss ich ja nicht zielen" ist aus meiner Sicht falsch".

    OB hier eine Fehleinschätzung des Threaderstellers vorliegt (und dieser sehr wohl mit Übung auf Scheiben schießen kann) oder ob sein räumliches Sehvermögen besser ist als er es darstellt, dass kann ich euch natürlich nicht sagen.

    Gruß

    Gerwin

    P.S.: Mal ganz davon ab, dass im Nahkampf ein eingeschränktes Sichtfeld zur Seite hin dazukommt. Sicher gibt es Personen die mit Sichtbehinderung durch schlecht sitzende Visierhelme oder Augenklappen kämpfen. Unumstritten ist das aber aus Sicherheitsgründen nicht.
    Geändert von Gerwin (12.09.2017 um 21:31 Uhr)

  2. #12
    KeksKatze
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    Erstmal danke für die vielen Antworten.

    Ich glaube das mit "kein räumliches sehen" war etwas unverständlich formuliert. Vielleicht trifft kein dreidimensionales Sehen es besser. Man könnte sich meine Sicht also wie einen 2D-Film vorstellen. Wie Rabensang gesagt hat, heißt das natürlich nicht, dass ich gar keine Entfernungen einschätzen kann. In einem 2D-Film kann man ja auch sagen ob der Mensch zwei oder fünf Meter entfernt steht, einfach anhand der Größe und der Position zu anderen Gegenständen. Es ist also nicht so, dass ich überhaupt keine Entfernungen sehe. Tut mir Leid wenn meine Formulierung da zu Missverständnissen geführt hat.

    @Nela: Vielen Dank. Das mit den Augenklappen wusste ich nicht. Das macht mich echt optimistischer, was Bogenschießen angeht.

    @Rabensang: Ich habe das von Geburt an. Von dir erwähnte Kompensationstechniken sollten also vorhanden sein. Ich spüre zumindest im Alltag (wenn ich nicht gerade Ballspiele spiele) keine Einschränkung

    @Gerwin: Ich weiß nicht ob das meine Eignung für den Nahkampf zeigt, aber ich mache ein bisschen Kampfsport und habe dort noch nie das Gefühl gehabt, schlechter zu treffen als andere. Ich würde aber in jedem Fall üben und somit feststellen ob ich eine Gefährdung für mich und andere bin bevor ich mich mit einer Waffe in eine Schlacht stürze.

    Liebe Grüße, Kekskatze

  3. #13
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    Sowohl sportliche Hobbyisten wie auch Profis mit violentem Hintergrund trainieren standardmässig in 2dimensionalen Schiesskinos mit Feuerwaffen. Daher sehe ich da kein Problem.

    Bogenschießen im Larp ist immer eine Übungsfrage, wenn du die Technik halbwegs beherrschst wird alles gut.
    Das Problem an dem Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus" ist, dass sich jeder für den Wald hält. OliverP

    Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen, Ihr Pisser!
    Jean-Jacques Rousseau

  4. #14
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    Zitat Zitat von Gerwin Beitrag anzeigen



    Ich gehe nun mal frech davon aus, dass sich dieses auf das räumliche sehen im Fern und Nahbereich bezieht. Und das würde auch Nahkampf ausschließen. Wenn ich nun einfach ein Auge schließe habe ich natürlich noch in gewisser Weise ein räumliches sehen.
    Also das ist so wie es da steht nicht richtig.



    Denn für eine räumliche Tiefenwahrnehmung, dem stereoskopisches Sehen, sind immer zwei Augen notwendig. Wenn du ein Auge schließt, kann man hier definitiv nicht mehr von Stereo sprechen.


    @ Kekskatze



    Ich schließe mich den anderen an. Probiere mal aus wie das so für dich geht. Und wenn du nicht aus voller Überzeugung mir aus 2 Metern Entfernung in den Schritt schießt, weil du dachtest ich bin noch 15 Meter weg und du hast eigentlich auf meine Brust gezielt, gebe ich dir mein Go. Davon kannst du dir natürlich nichts kaufen aber immerhin.
    Geändert von Kent Dias (13.09.2017 um 14:10 Uhr)

  5. #15
    Rabensang
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    Naja, räumliches Sehen und dreidimensionales Sehen sind Synonyme. Von daher hast du zumindest für mein Verständnis nach alles schon richtig beschrieben. Nach deiner Darstellung würd ich mir also keinen Kopf machen. Wie die anderen und auch ich schon schrieben: Üben und schauen, wie es klappt. Und wenn du schon Kampfsport machst, seh ich auch keinerlei Gefahr für den Nahkampf im Larp, da du ja dann bereits ein Gefühl für die Bewegung im Nahkampf hast, auch wenn die Bedingungen etwas anders sind. Aber auch bei Übungen nach festen Regeln musst du ja sicherstellen, dass du den anderen dort triffst, wo du treffen sollst und bei Griffen der Gegner auch tatsächlich in Reichweite ist. Das scheint ja zu klappen. Und in Kämpfen gibt es eben so viele andere Leute, deren Sicht durch diverse Bedingungen eingeschränkt sind (Helme, Augenklappen, Masken etc.) und es passiert selten etwas, was auf diese Ursache zurückgeht. Meist sind schmerzhafte Treffer oder in empfindlichen Körperstellen auf Übermut, fehlender Übung oder schlicht Pech zurückzuführen.

  6. #16
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    Räumliches Sehen entsteht nicht nur durch binokulares Sehen, sondern wertet auch eine Vielzahl anderer Faktoren aus, z.B. relative Bewegung. Im für das Bogenschießen relevanten Bereich reicht der menschliche Augenabstand sowieso nicht mehr aus, um groß zur dreidimensionalen Wahrnehmung beizutragen, das wäre im Nahkampf deutlich relevanter.

  7. #17
    Gerwin
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    Klarstellung:

    Jetzt liest sich das ganze schon komplett anders (wobei ich dennoch äußerst vorsichtig mit Nahkampf wäre, das gilt aber auch für Augenklappen und komplett sichtbehinderte Helme. Es hat schon seine Gründe warum bei letzteren oft das Visier hochgeklappt wird).
    Daher nur soviel:

    Du wirst bei bewegten Zielen mindestens genauso zielen müssen wie bei einer Scheibe. Der einzige Unterschied ist tatsächlich die Größe des Ziels. Beim sportlichen Bogenschießen willst du die Scheibe (die etwas größer ist als eine menschliche Trefferfläche im Larp) ja nicht IRGENDWO sondern präzise in der Mitte treffe. Ob du im Larp nun den Bauch, den Brustkorb oder einen Arm erwischst ist relativ irrelevant.

    Ich würde mich dennoch erst einmal zur Probe an unbewegten Zielen probieren. Das rate ich aber auch jeden nicht eingeschränkten Anfänger. Daran halten tut sich, wenn ich mir so die Treffgenauigkeit von Bogenschützen ansehe, kaum jemand.

  8. #18
    Le_Gipsin
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    ich vermute du wirst mit genug Übung problemlos zum normalen Larp-Skill-Niveau aufschließen können. Zum einen kannst du durch andere Hirnmechanismen ja viel in Sachen Entfernungsschätzung ausgleichen (hat oben schon jemand mal geschrieben) und zum anderen sind Larper auch keine "Profis". D.h. du musst ja nicht zum Weltniveau gleichziehen, sondern nur zu den Hanseln, die nur ein paar Mal im Jahr überhaupt trainieren.
    Das gilt mMn für sowohl Nah- als auch Fernkampf.

  9. #19
    KeksKatze
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    Ich muss sagen was ihr sagt beruhigt mich sehr. Ich würde nämlich wirklich gerne mal eine Bogenschützin spielen und wäre echt enttäuscht gewesen, wenn sich das nicht umsetzen lässt. Es ist aber natürlich verständlich, dass viele von euch gesagt haben, dass man erstmal üben soll (was ich aber sowieso vorhatte). Zu diesem üben hätte ich aber mal eine Frage. Ist es vernünftig sich erstmal in einem ganz normalen Bogenschützenverein anzumelden, da erstmal ein Jahr oder so zu trainieren und dann mit LARP-Bögen anfangen oder ist das Bogenschießen im LARP so anders, dass einem das nicht wirklich was bringt? Mein Problem ist nämlich, dass ich mir normale Sportbögen einfach mal für ein Jahr ausleihen kann ohne mich gleich in Unkosten zu stürzen. Bei LARP-Bögen gibt es diese Möglichkeit meines Wissens nach nicht.

    @Gerwin: Fängt nicht jeder mit unbewegten Zielen an? Ich meine eine Zielscheibe ist doch einfacher zu organisieren als ein Typ der für einen hin und her rennt.

  10. #20
    Tee
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    Ich würde mich in einem Verein anmelden.
    Es ist sinnvoll sich die richtige Haltung des Bogens, das richtige Ankern und zielen zeigen zu lassen und zu verinnerlichen. Das regelmäßige Training fördert die Kraft und dadurch auch die Ruhe beim Zielen. (Und ganz nebenbei tut es dem Rücken gut und wirkt super zum Streßabbau ).
    Frag nach einem ganz einfachen Recurvebogen ohne irgendwelchen Hightech-Schnickschnack (Mit Compoundbögen würde ich mich für deinen Zweck nicht einlassen)
    Oft gibt es in einem Verein "Freaks" die nicht nur die sportlichen Geräte zu Hause haben, sondern auch evt. andere
    Die Anmeldung im Verein fördert außerdem das regelmäßige Training. Allein daheim rafft man sich meistens dann doch nicht so oft auf. Außerdem kannst du ja mit denen absprechen dass du nach einer Weile gerne mit Larpbogen+pfeilen trainieren möchtest. Kommunikation ist alles ...
    Der Larpbogen unterscheidet sich in der Wurfkraft (sehr gering), dem fehlenden optischen Visier und vor allem den Pfeilen die einen deutlichen Schwerpunkt vorne und einen erhöhten Luftwiderstand haben.


    *ich merke gerade wie sehr ich das Bogenschießen vermisse.....
    Geändert von Tee (17.09.2017 um 09:18 Uhr)

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